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3 Jahre lang angebl. Diagnose Psyche - jetzt die richtige Diagno

Tuenn,is_kxönig


Ich möchte auch allen Leuten Mut machen, die nach einer Diagnose für ihr Leiden suchen müssen. Bitte, nicht aufgeben und weiter suchen, falls man der Meinung ist, dass es nicht psychisch sein kann.

Ich bin 58 Jahre alt und litt jahrelang (2,5 Jahre) an Schulterschmerzen.

2 Orthopäden, 4 Neurologen haben mich untersucht - und haben angeblich nichts gefunden. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass man schnell als psychosomatisch von den unfähigen Ärzten "diagnostiziert" bekommt. Ich sollte Antidepressiva nehmen - ich habe es natürlich abgelehnt, weil ich im inneren spürte, dass ich etwas organisches haben muss. Die Schulterschmerzen waren manchmal so schlimm, dass ich nicht mehr leben wollte. Schmerzmittel halfen auf Dauer auch nicht mehr.

Nach 2,5 Jahren hat mich endlich ein niedergelassener Orthopäde in eine Uniklinik überwiesen. Ich habe dort dem Oberarzt klar gesagt, dass ich erst rausgehe, wenn man die Ursache gefunden hat! Dort wurde ich endlich von einem fähigen Arzt betreut, der mich nicht schnell aufgab. Nach 3 Wochen fand er endlich die organische Ursache für mein Leiden und ich wurde operiert. Der Eingriff hat nur 45min gedauert, danach 5 Monate Reha und heute arbeite ich wieder. Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Arzt getroffen habe, der mehr kann als nur alles auf die Psyche zu schieben.

Bitte niemals aufgeben! Ich wäre heute noch krank ohne meine eigene Initiative.

h{eute_#hixer


Aus etlichen Erfahrungen kann ich sagen, dass ist die Notbremse beim Arzt

Hatte vor 10 Jahren EBV und letztes Jahr Borreliose - es war immer das gleiche Muster, bei Ärzten die nicht weiter wussten und einfach nicht kompetent waren.

Fragen, ob privat und familiär alles in Ordnung wäre oder es auf der Arbeit Probleme gäbe.

War sehr schwer als sichtlich kranker Mensch, da ruhig und sachlich zu bleiben, wenn man weiß dass irgendetwas unbekanntes einem körperlich zusetzt. Zum Glück hat die lange Suche jeweils zu einem Spezialisten geführt und diese psychischen Unterstellungen waren vom Tisch.

Vertrauen habe ich in Ärzte damit komplett verloren.

Klar spielt bei jeder langwierigen Krankheit auch die Psyche verrückt. Das gehört dazu, wenn man wochenlang in einem Ausnahmezustand verharren muss und irgendwie nicht weiß was los ist und was man machen kann.

Das ist eher eine Nebenwirkung als die Ursache.

Alles Gute Schnucki, du bist nicht allein mit dem Problem @:)

E^ndlic'hFei{era`bend_


Bei mir fing alles vor ca. 1,5-2 Jahren an. Ich war sehr sportlich und immer happy.

Eines Tages merkte ich, dass meine rechte Körper-Seite taub wurde und ich Gangstörung hatte. Ich ging 7 Tage später zum Hausarzt (der kannte mich zu diesem Zeitpunkt bereits 12 Jahre). Er sagte, dass Taubheit nichts gutes bedeute und ich solle dringend zum Neurologen. 2 Monate später saß ich beim Neurologen (als Kassenpatient ist es schwierig schnell einen Termin zu bekommen). Der Neurologe: "Hallo, sagen Sie mir bitte, was los ist". Ich: "ich weiß es nicht, ich habe diese komische Taubheit und Gleichgewichtsstörungen". Ich schwenkte meine Hand vor ihm, um dies zu zeigen. Neurologe: "Hatten Sie in der Vergangenheit mit Infektionen zu tun?". Ich "nein, nicht das ich es wüsste".

Danach machte er typische neurologische Untersuchung durch (Reflexe testen) und sagte "ohne Befund". Es sollte die erste von vielen sein. In seiner Praxis wurde mir direkt Blut abgenommen, MRT vom Kopf gemacht, 1 Woche später EEG, 2 Wochen später Nervenwasser - alles ohne Befund.

Mein Zustand wurde schlimmer. Ich habe Angstzustände bekommen, Leistungsabfall, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen. 4 Monate später ging ich wieder zum selben Neurologen. Er zu mir: Ihr EEG vor 4 Monaten war normal, das MRT war normal, die Untersuchung ist normal, Nervenwasser ohne Befund, die Blutuntersuchung ist normal. Alles ist normal. Lassen Sie mich es nett ausdrücken, dass Sie psychisch krank sind. Ich würde klassische Symptome einer psychosomatischen Krankheit zeigen. Die Symptome haben gepasst: Schwindel, Angstzustände, Leistungsabfall, Übelkeit, manchmal Kopfschmerzen.

Ich war natürlich nicht psychisch krank, aber ich wusste damals nicht, dass wenn Ärzte nichts finden, ist man sofort psychisch krank. Ich will gar nicht wissen, wie viele Personen auf der Welt als psychisch abgestempelt werden und Antidepressiva schlucken müssen (auch wenn dies nicht weiter hilft), nur weil Ärzte nicht kompetent sind, Symptome richtig zu deuten.

Der Neurologe schickte mich zum Psychiater. Ich nahm 2 Monate Antidepressiva und hatte blöde Gespräche mit dem Psychiater, welches null meine Symptome linderte. Nach 2 Monaten habe ich verstanden, dass ich keine richtige Diagnose habe und psychosomatisch ist nur eine Ausrede der dummen Ärzte.

8 Monate später schickte mich mein Hausarzt genervt von mir zu einem neuen Neurologen. Mein Hausarzt war auch der Meinung, alles ist nur Einbildung von mir. Ein paar Wochen später saß ich bei dem neuen Neurologen und habe erstmal geheult und gesagt dass etwas mit mir nicht stimmt. Ich habe meine alten Befunde mitgebracht. Der neue Neurologe sagte zu mir, dass er mir wirklich glaubt und überwies mich an eine Uniklinik zu einem Kollegen. Ich wurde in der Uniklinik stationär aufgenommen. Wieder wurde Nervenwasser Untersuchung, MRT, Blutuntersuchungen, Urin,Stuhl gemacht - alles ohne Befund. Nichts. Es war kein Ergebniswert dabei, welches zeigen würde, dass ich krank bin. Selbst die MRT, EEG und CT Untersuchungen waren ohne Befund. Glaubte man den Labors, war ich zu 100% gesund. Ich fing an zu vezweifeln... Es war eine schlimme Zeit ohne Diagnose. Ich wurde wieder als psychisch krank aus dem Krankenhaus entlassen.

3 Monate später ging es mir dermaßen schlecht, dass mein Bruder mich in die Notaufnahme eines anderen KHs brachte. Ich wurde wieder stationär aufgenommen. Ich dachte mir "oh nein, ich will keine neuen Untersuchungen, man wird eher alles auf meine Psyche schieben". Doch, dieses mal hatte ich Glück, dass mein Fall von einem netten Arzt übernommen wurde, dem ich wahrscheinlich sehr leid getan habe. Er nahm sich Zeit, hat sich alle meine Befunde angeschaut und gesagt, dass er mir helfen möchte. Ich glaubte nicht mehr an eine Lösung. Dem Arzt fiel auf, dass auf meinem alten MRT vom Kopf viele weiße Flecken waren, was davor als harmlos abgetan wurde. Er ließ noch einmal bei mir Nervenwasser untersuchen - doch ohne Befund. 2 Tage später kam der Arzt zu mir und sagte, dass er eine Hirnbiopsie bei mir machen lassen möchte, nur so würde er erfahren, was die weißen Flecken bedeuten. Ich war sehr verzweifelt. Aber der Gedanke, dass ich wieder ohne Befund entl. werden koennte, war noch schlimmer. Es wurde eine Hirnbiopsie durchgeführt und die Diagnose stand endlich fest. Ich hatte eine Enzephalitis (meine rechte Gehirnhälfte war entzündet, daher die weißen Flecken). Diese Gehirnentzündung ging leider unter MRT unendeckt. Ich war nur noch glücklich endlich zu wissen, woran ich leide. Ich habe Glück gehabt dass der Arzt sehr motiviert war. Er hat mein Leben gerettet. Sonst wäre ich heute noch krank und hätte Antidepr. nehmen müssen.

Ich nahm 8 Monate lang Kortison und meine Symptome gingen zum Glück komplett zurück. Heute bin ich nur noch dankbar für alles und meckere nicht rum wegen Kleinigkeiten.

Alles Gute. Mit freundliche Grüßen

M. L.

S!ilberm{ond?augxe


@ Schnucki

Sehr viele Hashimoto-Kranke (das ist eine Autoimmunerkrankung die die Schilddrüse zerstört und zur Unterfunktion führt) warten lange bis die Krankheit diagnostiziert wird.

Und es ist gar nicht so selten: "fällt dem Arzt nichts besseres ein wird es wohl die Psyche sein"

Ja die Psyche kann körperliche Symptome auslösen, aber oft wird zu früh aufgehört, zu suchen.

aOutuumn-lixke


Ich hatte einen guten Hausarzt, welcher ehrlich war und zu mir meinte, dass es ihm schon als Student eingetrichtert wurde, es auf die Psyche zu schieben, wenn keine eindeutige Diagnose gestellt werden konnte.

l\w98,76


Ärzte sind teilweise so richtig überhebliche Wixer (man muss es so sagen), die besser Wirtschaft studieren hätten sollen, weil sie sich eh nur fürs Geld interessieren. Hauptsache schnell möglichst viele Patienten abfertigen und für jeden von der Kasse kassieren. Gott in Weiß sein und wichtig dastehen vorm gemeinen Fußvolk...

Ich war mittlerweile auch eine bei einem anderen Orthopäden eine zweite Meinung einholen wegen meines 24/7 Schwindels, und dieser Arzt meinte ich müsste einmal viel gründlicher neurologisch durchgecheckt werden. Meine Symptome können kein orthopädisches Problem sein, meint er.

Der Orthopäde davor hatte natürlich nach 1 min sofort eine Diagnose parat, und hat mir zwei Therapien bei seinem dazugehörigen Physiotherapie-Institut aufgeschwatzt. Zu einem MRT konnte ich ihn zwar nach meinem zweiten Besuch überreden, das wollte er aber zuerst auch nicht, und wurde dann nur von der LWS gemacht. Natürlich fand man dann nichts, und dass Probleme weiter oben in der Wirbelsäule sind und sich weiter unten in der Wirbelsäule vielleicht sogar schlimmer auswirken, das gibts wohl in seiner Welt nicht.

Wird wohl selbst von der Kasse weniger kassieren, je mehr MRTs durch ihn verlasst werden...

Naja, man lernt eh dazu. In Zukunft werde ich mir immer sofort gleich mehrere Meinungen einholen und auf ordentliche Untersuchungen bestehen.

lMw987x6


Der erste Arzt, bei dem ich war, war übrigens der Hausarzt. Der meinte natürlich auch gleich "es ist möglicherweise psychisch blablabla" und ich lies mich davon beeindrucken, weil ich zu der Zeit wirklich psychisch ein bisschen angeknackst war. Ist aber auch kein Wunder, wenn man seit einer Woche an Dauerschwindel leidet und das auch noch im Winter, wenn der Tag gefühlte 2 Stunden volles Sonnenlicht hat.

Auf die Schulmedizin sollte man wirklich nicht zu sehr vertrauen. Das sind auch keine Halbgötter, die Gottes Botschaft verbreiten (auch wenn ihr Studium sicher sehr schwierig ist).

HNackstXock


renne auch 7 Jahre vergebens....aber in den letzten wochen wieder alles durch....MRT etc pp...bin gesund hab nix.....

fange heute mal mit Opripramol an.......wenn da nicht die agst vor Tabletten waere.....

viel schlimmer .....Nebenwirkung Herz.....QT Verlängerung etc etc etc....da hat man kein bock was zu nehmen..

C&iSa1h00000


Ich habe 4 Neurologen, 2 Kardiologen gesehen, bis ich endlich eine richtige Diagnose Lupus kriegte.

Davor hieß es alles kommt von der Psyche, ich sollte zum Psychiater, nur weil die Götter in Weiß meine Symptome nicht richtig deuten konnten.

Nach der richtigen Diagnose und Behandlung sprach kein Arzt mehr von "es kommt von der Psyche".

Herzliche Grüße @:) :-q

ocnodissxep


Hallo Schnucki 15! Mir gings wie Lucy 32. 4 Wochen Innere Verlegung für 4 Monate in offene Psychiatrie, dann eine MRT mit Hirntumor. Das ist wie einer flog über das Kuckucksnest. Anschließend Klage gegen das Krankenhaus, dauerte 2 Jahre und endete Null auf Null. Freu Dich, dass es endlich gefunden wurde und bleib bei diesem Arzt.

C#iSa10N000x0


@ Onodisep

Das tut mir sehr leid für dich. Unfassbar!

Was mich am meisten geärgert hat, dass kein Arzt sagte "Ich weiß es nicht, was Sie haben, ich bin ratlos". Stattdessen sagten alle Ärzte "es kommt von der Psyche".

Was würden die Ärzte wohl machen, wenn es diese Ausrede mit Psyche nicht gäbe... Wäre schlecht für die Ärzte, denn dann müssten die entweder nach der richtigen Diagnose weiter suchen oder zugeben, dass die auch nicht alle Krankheiten kennen...

Nach meiner richtigen Diagnose sprach kein Arzt mehr von der Psyche...

krlagelmauexr


Hm. Das Blut geht doch ans Labor. Die müßten doch, sofern der Aufkleber nicht übers gesamte Röhrchen geht, sehen, welche Farbe das Blut, Serum etc. hat....

Und Alarm schlagen....

Und ja, es gibt Fehldiagnosen. Ich bin von 1999 bis 2005 mit einem nicht erkannten Leistenbruch durch die Gegend gehumpelt, natürlich auch psychisch....

3 Wochen vor der richtigen Diagnose war ich auch noch bei einem Psychiater. Der meinte nur, ich hätte mir (wegen des starken Humpelns) ja was Feines angewöhnt. Sofortige Einweisung in eine Psychosomatik. (Habe ich nicht wahrgenommen).

Komisch, dass ich 4 Wochen später dann problemlos wieder laufen konnte, nachdem ich operiert war.... Mein Leistenbruch war männerfaustgroß....

Beim Recherchieren konnte ich 24 !!! Ärzte aufzählen, die alle falsch lagen....

Klar, alles psychosomatisch....

BenitaB.

Super Beitrag! :)^

So läuft es mit den Ärzten, genau so! Und Du bist da leider kein Einzelfall. :|N

k7lagemazuer


Hallo Schnucki 15! Mir gings wie Lucy 32. 4 Wochen Innere Verlegung für 4 Monate in offene Psychiatrie, dann eine MRT mit Hirntumor. Das ist wie einer flog über das Kuckucksnest. Anschließend Klage gegen das Krankenhaus, dauerte 2 Jahre und endete Null auf Null. Freu Dich, dass es endlich gefunden wurde und bleib bei diesem Arzt.

onodisep

Besonders schlimm auch, dass dann Klagen bei bewiesenem Pfusch auch noch ins Leere laufen... >:(

Jwuxli-So{nnex_


Ich denke und hoffe, dass ich auch bald dazu gehöre. Hatte heute Morgen ein Gespräch mit meiner Psychiaterin und sie schickte mich umgehend zu ihrem Kollegen, einem Neurologen. Dann werden wir bald mehr erfahren. Findet er nichts, nehme ich die Diagnosen der Hausärzte an (Psychisch bzw. zu dick)

JMuli'-So.nne_


Ich denke und hoffe, dass ich auch bald dazu gehöre. Hatte heute Morgen ein Gespräch mit meiner Psychiaterin und sie schickte mich umgehend zu ihrem Kollegen, einem Neurologen. Dann werden wir bald mehr erfahren. Findet er nichts, nehme ich die Diagnosen der Hausärzte an (Psychisch bzw. zu dick)

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