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Zittern/Tremor

ojlive2r79 hat die Diskussion gestartet


Ich habe seit einem viertel Jahr ein ungewohntes Zittern der Muskulatur, das vor allem Nachts am stärksten ist, so dass ich davon aufwache. Es hat für mein Empfinden dann fast die Stärke von Schüttelfrost, ist nach außen von anderen Menschen aber eher nicht sichtbar und es fühlt sich auch nicht an, als hätte ich darauf Einfluss. Bei Schüttelfrost kann ich mich durch Konzentration für einige Zeit zusammenreißen und das Zittern hört auf, bei dieser Variante nicht. Es ist aber auch keine Einbildung: Wenn ich z.B. meine Hände locker auf einen Tisch lege, auf dem ein Glas Wasser steht, dann sieht man, dass sich das Wasser aufschaukelt. Tagsüber ist es feiner und kaum wahrnehmbar. Es sei denn, ich belaste meinen Kreislauf, dann merke ich es danach z.B. sehr deutlich in den Fingerspitzen, als würde man mir mit einem Gegenstand leicht auf die Fingerkuppen schlagen. Oder wenn ich mich mit dem Rücken an eine Wand lehne, dann fühlt es sich an, als würde die Wand wackeln.

Nachts ist es eher anfallartig im Oberkörper. Wenn ich auf der Seite, oder dem Bauch liege, dann beginnt plötzlich kurz unterhalb der Rippen, oder in Höhe des Schlüsselbeins die Muskulatur kräftig und rhythmisch zu zittern/pochen, wie ein schneller Herzschlag. Der Puls am Hals ist dann deutlich langsamer. Drehe ich mich auf den Rücken, oder stehe auf, hört es relativ schnell auf.

Manchmal kann ich es auch durch Druck mit den Fingern in die seitliche Rippenmuskulatur auslösen. Dann weiß ich aber nicht, ob es von der Hand kommt, oder von der Druckstelle.

Ich habe Hashimoto und bin momentan scheinbar in Unterfunktion, meine Körpertemperatur ist nachts auch eher niedrig (35,4 - 35,9). Das könnte ein Grund sein, aber ich habe kein Gefühl des Frierens und die Labor-Werte sind in Ordnung (auch Nebennieren etc.)

Außerdem habe ich oft Probleme mit dem Magen, der auf das Herz drückt (Roemheld-Syndrom) und hier bei med1 habe ich einen Thread gesehen, da wurde vermutet, dass sowas eine Schutzfunktion sein könnte, mit der der Körper versucht durch Schwingungen der Muskulatur die Situation im Magen/Darm zu verändern.

Kennt das jemand?

Antworten
E=hemalviger FNutzer (#4L69485x)


Ich habe Hashimoto und bin momentan scheinbar in Unterfunktion,

hast du mal die Werte da und kannst sie inkl Grenzwerte hier posten bitte?

oolivaeXrx79


hast du mal die Werte da und kannst sie inkl Grenzwerte hier posten bitte?

Mein fT3 fällt immer weiter und die Schilddrüse ist in diesem Jahr von 18ml auf 8ml geschrumpft.

vor 3 Wochen:

TSH: 1,65 (0.35 - 5.000)

fT3: 3,2 (1,8 - 4,8) 46,67%

fT4: 1,56 (0,8 - 2,0) 63,33%

Ich nehme momentan LT 87,5 µg und habe vor 2 Wochen morgens mit Thybon 5 µg angefangen, merke aber keinen Unterschied. Im Juni hatte ich das schon mal, da ging der TSH wieder auf 2,3 hoch, nachdem er schon bei 1,2 war. Die Steigerung von 75 auf 87,5 hat das Zittern und einige andere Symptome beseitigt. Ich habe es auch schon mit einer LT-Steigerung auf 93,75 für 2 Wochen versucht, aber das hat nichts bewirkt.

Vielleicht sollte ich mit Thybon weiter hochgehen.

E7hemaliger JNutMzer (#(46948x5)


Ich kenne mich mit der SD nicht so gut aus. Was ich aber inzwischen hier im Forum gelernt habe ist, dass man Hashis einen TSH von unter 1 empfiehlt und was ich noch glaube mitbekommen zu haben, dass die Meisten sich mit den freien Werten im oberen Drittel wohl am wohlsten fühlen.

Schreib doch mal Zwack44 eine PN. Der kennst sich super aus. Oder Silbermondauge.

ZawaYck44


Hallo oliver79,

Hashis wird ein TSH unter 1.0 angeraten. Davon bist Du ja ein ganzes Stück entfernt. Was Deine LT-Dosis angeht, bist Du anscheinend zu ungeduldig. Nach einer Steigerung fühlst Du Dich eventuell nach 3 Wochen besser, aber bis der Körper ein neues stabiles Hormongleichgewicht aufgebaut hat, dauert es 6 Wochen. Auch sind Deine LT-Schritte sehr klein. Wenn sich in der Vergangenheit nicht gezeigt hat, dass Du gegen LT-Steigerungen sehr empfindlich bist, solltest Du durchaus LT25-Schritte vertragen. Wenn Dir 5 µg Thybon nicht ausreichen, probier es mit 10µg. Je langsamer Du steigerst, desto länger hast Du Beschwerden. Ich empfehle Dir das Buch von Brakebusch/Heufelder "Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis", ISBN 978-3-86371-109-2, EUR 14.90.

Evhemali\ge}r N;utzer S(#46U9485)


Danke Zwack. Ich lerne ja fleissig dazu. Aber weiß noch zuwenig um adäquat helfen zu können. Darum hau ich Dich so oft per PN an. :-D @:)

ogli{vejrx79


Ich habe jetzt erstmal Thybon auf 10 erhöht (5 morgens und 5 abends) und weitere LT-Steigerungen werde ich auch erstmal abends drauflegen.

Die Steigerung im Juni von 75 auf 87,5 war schon sehr krass. Ich habe plötzlich 6 Kilo Gewicht verloren, hatte eine sehr schnelle Verdauung (täglich, statt alle 2-3 Tage) und hatte Probleme mit dem Flüssigkeitshaushalt, obwohl ich 3-4 Liter Mineralwasser pro Tag getrunken habe, war meine Haut überall total trocken und sehr empfindlich. Keine Ahnung, ob das nur von der Steigerung kam, oder auch die heißen Außentemperaturen Schuld waren. Mein Ruhepuls ging auch runter, von 80+ auf 60-70.

Vor der Steigerung hatte ich ständig Angstattacken, ohne wirklichen Grund. Der Neurologe hat mich direkt in die Psycho-Schublade gesteckt. Und ich hatte dieses nächtliche Zittern. Beides verschwand nach 2-3 Wochen nach der LT-Steigerung.

Ungefähr 1,5 Monate später kam es vom einen auf den anderen Tag wieder. Der TSH war wieder leicht gestiegen.

Jetzt zittere ich aber auch tagsüber, nur nicht so stark.

Ich sitze hier gerade in einer Daunenjacke, schwitze sogar leicht, habe aber trotzdem, im Mund gemessen, eine Temperatur von 35,8. Und ich zittere.

Im August war ich bei zwei Endokrinologen und beide meinten, ich müsse LT senken, weil Zittern immer nur mit Überfunktion zusammenhängt. Dafür sprechen aber meine Werte nicht.

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