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Biopsie-Befund: chronisch neurogene Schädigung

S7ophFie14 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

nach jahrelanger Krankheitsgeschichte (Muskel, Gelenke, schubweise zunehmend) habe ich nun endlich eine Muskelbiopsie bekommen. Ergebnis: leichte, weitgehend kompensierte chronische neurogene Schädigung.

Das waren mal so die wichtigsten Ergebnisse. Der doc wollte mich zum Befund eigentlich erst anrufen, jetzt aber persönlich sehen. Ich bin verunsichert...

Wer kann dazu was sagen, der Termin dauert noch...Dass ich was habe, weiß ich natürlich selber. Schmerzen und Muskelabbau Unterarme. Jetzt beginnt der linke Unterschenkel zu vibrieren, nachdem es letztes jahr der linke Fuß war über Monate...

Antworten
p{elzYtier8x6


Jedenfalls keine ALS. Auch wenn das deine Befürchtung ist...

Lzuc#i32


Hallo,

schubweise. Daher will er persönlich mit dir reden da je nach Ursache es Medikamenten gibt, die es abbremsen kann. Aber zuerst musst man die Ursache wissen. Lumbalpunktion gemacht worden?

Neurogene Schädigungen haben viele verschiedene Ursachen.

Gut kompensiert heißt trotz Erkrankung kannst du gut funktionieren. Schon mal positiv.

Scophfixe14


Lumbalpunktion war vor 3 Jahren ok. Danach ist keine mehr gemacht worden. Es hieß in der Uni Münster letztes Jahr nach EMG es gäbe auch leichtere MS ähnliche Erkrankungen. Ich habe auch immer wieder Gangliosid-Antikörper. Das sind solche gegen das eigene Nervensystem. Meist sind sie aber knapp unter der Relevanzgrenze, so dass mir eine Immunglobulin-Therapie nicht zugestanden wird. Mal sehen, was die letzte Messung ergab. Ich warte hier noch auf Labor...Sonst hieße es evlt. autoimmun Polineuropathie...

LXuci3x2


Habe auch an polyneuropathie gedacht. Oder eben ein ED (MS gehört auch zu diese Gruppe).

Lumbalpunktion kann durchaus unauffällig sein. Auch bei MS. LP sollte aber jetzt wiederholt werden. Kann dauern bis man Auffälligkeiten sieht. Schädel MRT wäre auch sinnvoll einfach um bestimmte Erkrankungen auszuschließen.

Dann weiß man, ob die Erkrankung zentral oder periphär ist. Grenzt die Möglichkeitrn etwas ein. Sind LP und MRT unauffällig -> eher periphäre Störung.

Blutzucker und Rheumafaktoren überprüfen lassen.

S>o>phie614


WAs ist denn ED? MRT Schädel zeigt seit Jahren die gleichen Läsionen, die sich nicht verändert haben. Deswegen hat man sie als unspezifisch bezeichnet. Ob sich jemand mal die Mühe macht, mit den alten MRT s zu vergleichen (ich hatte vor 17 Jahren schonmal eine ähnliche Symptomatik)...? Blutzucker ist ok. Rheuma wurde mir immer wieder ausgeschlossen.

LDucPi3&2


ED = Enzephalomyelitis disseminata.

Diagnose wird oft gegeben, entweder bei MS oder wenn Symptomen auf MS deuten, Befunde sind pathologisch aber ob es MS oder etwas anders ist, ist unsicher.

Auf jeden Fall gehört es in ein spezialisierten Zentrum abgeklärt.

LNucix32


Neue und uralte MRTs sind sehr schwierig zu vergleichen. Die Geräte sind heutzutage ganz andere, zeigen mehr Detail und Qualität ist viel besser. Bringt wahrscheinlich wenig.

Sollte möglichst 1 MRT jede 2 Jahren als Kontrolle gemacht werden.

Scopjhiex14


Vielen Dank! Ich war schon so oft in Muskelambulanzen und Krankenhaus/Neurologie. Das Einzige Pathologische was je herauskam, ist eine chronisch-neurogene Schädigung der Muskeln als EMG Befund. Aber auch da waren sich die Ärzte nicht einig. Jetzt ist das ja bestätigt. Ich denke die "Somatisierungsstörung" ist damit vom Tisch. Für MS sei ich zu alt (45!) meinten einige Ärzte. Aber ich hatte ja vor 17 Jahren schonmal einen ersten Ausbruch der Erkrankung, welche auch immer...Das dauerte ein Jahr (Fatigue, Sicca-Syndrom, Muskel- u. Gelenkbeschwerden, leichte chron. Entzündung von Nieren, Nebenhölen, Mundschleimhaut...), auch schubweiser Verlauf. Damals ohne Muskel-Abbau, dieses Mal ohne Sicca-Problematik. Aber leichte Lungenbeteiligung.)

pLelz-tier-86


MS macht in den seltensten Fällen einen Muskelabbau, weil es nicht zu einer peripheren Denervierung kommt. Insofern spricht der Befund der Muskelbiopsie auch gegen MS. Klar kommt es auch bei einem langwierigen ZNS Problem irgendwann zu einer leichten Veränderung des Muskels, aber insgesamt würde ich hier nicht von einer MS ausgehen, sondern eher von einer autoimmunen Neuropathie und/oder Myopathie. Eine multifokale motorische Neuropathie wäre z.b. möglich, die beginnt oft in den Armen und hat einen sehr langsamen Verlauf.

S1ophixe14


ja, davon geht mein Neurologe auch aus. Aber es lässt sich halt (noch) nichts messen. Ich bin auf die neuen Ergebnisse der Gangliosid-AK gespannt. Was noch pathologisch war neben den Atrophien beider Fasertypen, war eine einzelne Red-Ragged-Fiber und einige Cox negative Fasern. Für eine Mitochondriopathie reiche dies aber nicht aus, steht darin....

pMelz)tiexr86


Eine Mitochondriopathie hast du mit Sicherheit nicht. Ist vom klinischen Bild unvereinbar mit deinem. Bei vielen degenerativen Nervenprozesse kann es zu sekundären mitochondrialen Schädgungen kommen. das ist dann aber etwas ganz anderes als eine primäre Mitochondriopathie.

Sto,phiLe14


Du kennst Dich ja wirklich gut aus mit dem Thema...ALso ist das FEld, was es sein könnte, ja eigentlich recht eng gesteckt...?

T1anbne6x8


Hallo , ich habe hier vor kurzem von meinen Proplemen geschrieben. Mein Arzt vermutet bei mir eine Mitochondriopathie, sagte mir aber, das es kaum Ärzte kennt, die eine Diagnose stellen können. Kannst du mir darüber etwas sagen? Über Mitochondriopathie?

Danke

LG

S0ophime14


Hallo Tanne,

also ich kann dir nur sagen, dass man das über Biopsie sichert (Red Ragged Fibers). Lt. Schulmedizin ist das auch nicht behandelbar, außer mit Q10....Dann sollte dein Arzt eine Biopsie veranlassen? Oder vorher noch einen Laktat-Ischämie-Test....DAs wäre nur mein Vorschlag. Bin aber kein Arzt

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