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und nochmal das Thema Als (Sorry)

p.elztaiXer86


Ich selbst hatte Patienten, die jahrelang in die psychoschublade geschoben wurden, bei denen körperlich nichts gefunden wurde, die heftige Symptome hatten und voller selbstzweifem von Arzt zu Arzt getingelt sind und immer wieder mit dem selben Stempel nach Hausegingen, da jeder der Ärzte sich am Vorgänger orientiert hat. Diese Menschen sind daran zerbrochen bis die einen Arzt gefunden haben, der alles nochmal aufgerollt hat und ne Ursache fand.

Alles völlig richtig, war selbst so eine Patientin.

Allerdings gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen den Patienten, die tatsächlich organisch erkrankt sind, jedoch die Diagnose einer psychischen Erkrankung erhalten, und den Patienten, die sich zu 90% in den Foren tummeln und mit Lappalien-Symptomen sich in die Hose scheißen, jedoch felsenfest davon überzeugt sind, dass ihre Symptome Ausdruck einer tödlichen, schweren Erkrankung sind. "Beschwerden", die von einem organisch kranken, aber psychisch gesunden Menschen nicht als schwerwiegende Beschwerden wahrgenommen werden, werden dagegen als schwerwiegende, belastende Symptome von den anderen Patienten wahrgenommen.

Ein somatisch erkrankter Patient, der fälschlicherweise das psychosomatische Label erhalten hat, sieht meist so aus:

- er rennt NICHT von Arzt zu Arzt bereits zu Beginn der Erkrankung/Symptome, sondern versucht mit den Beschwerden zu leben, auch wenn er der Überzeugung ist, dass sie nicht psychisch bedingt sind

- er hat wesentlich häufiger Selbstzweifel und sagt sich selbst oft, dass er nur xy machen müsse, dann ginge es wieder besser...auch eine psychische Genese hält er nicht für komplett ausgeschlossen in dieser Phase, an eine schwere, tödlich verlaufende Erkrankung denkt er nicht.

- bei zunehmender Schwere der Symptome mit schließlich massiver Beeinträchtigung des Lebens (tatsächlicher, nicht nur empfundener!) setzt er alles daran die Sache aufzuklären, aber er verfällt NICHT in Panik - dazu hat er in diesem Stadium nämlich gar keine Kraft mehr, weil das Leben mit den schweren Symptomen alle übriggebliebene Kraft benötigt. Alles, was er will, ist eine Diagnose - gleich welcher Art. Er kann mit den mentalen Kräften am Ende sein nach mehreren Jahren des Kampfes, aber das ist dann sekundär zu den Lebensumständen und der fehlenden Hilfe/Behandlung der Symptome - Panik vor einer bestimmten Erkrankung ist jedoch nicht vorhanden. Angst kann in diesem Stadium vorhanden sein, ja, aber diese Angst ist generell und bezieht sich bspw. darauf, nicht mehr gesund werden zu können, nie einen Arzt zu finden, der die Erkrankung diagnostizieren kann, und, wenn es so krass wie bei mir wird, kann BERECHTIGTE Angst um das Leben (wie bei drohendem Tod durch Kachexie) vorhanden sein.

Nie hat der somatisch Erkrankte, er über Jahre hinweg als psychosomatischer Fall abgestempelt ist, Angst vor einer bestimmten Erkrankung.

pnelzutiexr86


Sprich: die Art und Weise, wie welche Symptome dargestellt werden, und die vorhandene bzw. fehlende Beschäftigung mit schweren Erkrankungen sagen oftmals schon sehr viel darüber aus, ob eine erhebliche psychische Komponente vorliegt oder nicht. Da sind dann die negativen Befunde der Ärzte nur das I-Tüpfelchen. Wegen negativer Befunde alleine würde ich hier niemanden in die Kategorie "psychosomatische Erkrankung" einordnen.

SMil.kPeaxrl


Pelztier,

ich finde Deine Differenzierung SUPER! Damit kann wohl jeder etwas anfangen. :)^

Muhkuh,

Aber wer kann hier sicher ausschließen, dass es sich nicht um eine DDFB in Folge der Bauch-OP ggf. noch mit Leaky Gut handelt, was zu einem Nährstoff- und Mineralmangel führt, woher dann wiederum die Symptome kommen?

Hier springt einen aber geradezu das an, worauf Du Dich derzeit in Deiner Sache fokussierst. Warum sollte die TE ausgerechnet an dem erkrankt sein, auf das sich Dein Augenmerk aus eigenem Interesse gerade richtet? :=o

S4parxo


@ Pelztier

Teilweise geb ich dir ja recht, aber du solltest da nicht unbedingt von dir auf andere schließen. Du bist so damit umgegangen, andere verfallen schneller in Panik. Dennoch sind vllt körperliche Beschwerden da. Und so wie es bei blackandwhite aussieh, sind die ja auch da, natürlich kann sie einfach so gestolpert sein, aber was wenn nicht?

Meine Nachbarin hat ihre hypochondrische Art und ihre Angst vorm Tod nicht davor bewahrt, Krebs zu bekommen. Die Art und Weise, wie blackandwhite und ich mit den Symptomen umgehen ist sicher nicht die richtige. Dennoch waren bei uns beiden die Symptome zuerst da und zumindest bei mir kam die Angst eine ganze Zeit später... Nachdem Magnesium und Eisen und was ich auch immer alles eingenommen hab, nicht halfen. Erst dann bin ich überhaupt zum Arzt, das war nach 2 Monaten. Und da bin ich auch noch nicht von einer todbringenden Krankheit ausgegangen sondern eher von ner hormonumstellung. Angst vor als hätte ich erst, als jedes meiner Symptome damit für mich kompatibel schien und leider immer noch scheint.

m3uhkxuh2xk


@ pelztier

Hmm da erkenne ich mich tatsächlich ziemlich häufig, auch wenn ich ein paar Sachen anders sehe.

@ SilkPear

Na ganz klar, weil ich mein eigenes Leid genau so auf andere projeziere ;-D . Bin ja auch nur ein Mensch ;-). Genau so, wie es die psychisch Kranken/Geheilten, die hier unterwegs sind, auch machen.

Ändert aber nichts daran, dass da tatsächlich etwas dran sein könnte ;-)

b'lackanPdwhit0e19x89


So aufgrund meines Sturzes war ich gerade im Krankenhaus. Nach der ersten Untersuchung kam der Oberarzt. Ich kann ihn wörtlich wiederholen : es tut mir leid aber für mich sieht es nach einer Erkrankung monoteuronen Erkrankung aus. Es besteht bei ihnen ein muskelschwund der nicht psychisch ist. Da nun Wochenende ist können wir die nötigen Untersuchungen nicht machen. Kommen Sie am Dienstag und stellen sich auf eine harte Woche ein. Nachdem ich nach Als fragte sagte er auch das müssen wir in Betracht ziehen. Der neurologe am Montag hat im übrigen nur nlg gemacht. Ich dachte es wäre emg gewesen. Wie es mir gerade geht brauch ich wohl nicht erwähnen

mjuh`kuhw2k


Oha, ich drücke dir die Daumen, dass sie sich irren!

Also wurde ein Muskelschwund gemessen oder wie haben die das herausgefunden?

mKuhkuhx2k


Und um dir Mut zu machen: Eine Erkrankung an ALS in deinem Alter ist extrem unwahrscheinlich.

Mein Hausarzt hat bei mir nach einem Sono bspw. auch den Verdacht geäußert, dass es Amyloidose sein könnte. Wäre eine tödliche Krankheit. Aber als ich gelesen habe wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist daran zu erkranken... naja...

Und als ich danach einen anderen Arzt fragte (ohne meinen Hausarzt zu erwähnen) sagte er ich soll nicht so viel googeln ;-)

p4elztkierx86


Und den Muskelschwund hast du nicht bemerkt, wo du doch sonst alles so genau beobachtet hast?

Selbst wenn es Muskelschwund ist, bedeutet das nicht gleich eine Motorneuronenerkrankung, und selbst wenn es eine Motorneuronenerkankung ist, bedeutet das nicht gleich ALS.

Wusste der Arzt, dass eine NLG letzte Woche durchgeführt wurde?

was ergab die klinische Untersuchung außer der Atrophie? Reflexe? Kraft?

B>rom!beerküCchlein


Auf grund eines Sturzes vermutet er eine Motoneuronenerkrankungen? Welche Untersuchung gabs denn, wenn alle wichtigen erst ab Dienstag gemacht werden können? Und wieso kann ein EMG nicht an nem Freitag gemacht werden wenn doch nachweislich ein Oberarzt im Hause ist? Ich mein es leuchtet mir schon ein das die aufwendigen sachen wie Lumbalpunktion unter der woche gemacht werden, aber was war denn die:

ersten Untersuchung

?

Es besteht bei ihnen ein muskelschwund der nicht psychisch ist.

Ehrlich gesagt les ich jetzt von dir das erste wort von Muskelschwund.Hast du den selbst nicht bemerkt? Wo hat den der OA denn diagnostiziert? Bein?Arm? Ich meine gelesen zu haben das du an beidem Probleme hast?

p4elztbier8x6


Nach der ersten Untersuchung kam der Oberarzt. Ich kann ihn wörtlich wiederholen : es tut mir leid aber für mich sieht es nach einer Erkrankung monoteuronen Erkrankung aus.

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich ein Oberarzt nach einer ersten Untersuchung zu dieser Aussage hinreißen lässt, selbst wenn das klinische Bild schon sehr deutlich zu erkennen ist. Wenn er das tatsächlich so gesagt hätte, wäre das sehr unprofessionell.

mUuhekuh|2k


Sie hat mehrfach etwas von Schwäche geschrieben, Muskelschwund ist eine Diagnose die ein Arzt stellt, nicht ein Patient selbst.

Und Pelztier, ich hoffe mal du meinst deinen ersten Satz nicht so wie er sich anhört.

pZelizHtier\86


Teilweise geb ich dir ja recht, aber du solltest da nicht unbedingt von dir auf andere schließen. Du bist so damit umgegangen, andere verfallen schneller in Panik.

Nein, nicht nur ich. Meine Erfahrung ist, dass alle somatisch schwer erkrankten Menschen so oder so ähnlich reagieren.

bElackanddwhiteV19x89


Ich habe doch schon lange angefangen Dinge mit links zu tun weil rechts Kraft Verlust da ist. Mein daumballen rechts ist fast nicht mehr vorhanden. Und nein darauf habe ich nicht geachtet. Er hat Reflex tests gemacht und ich bin weg geknickt. Er hat die Zuckungen gesehen und beobachtet. Auch dass mein rechtes bein hinter her schleift. Er sagte er schließt die Psyche aus und sie dürfen nur bei akuten Notfällen Untersuchungen wie emg etc machen. Da ich aber meinen Verlauf erzählt habe wars nicht notfallmässig. Ich bekomme ab Dienstag mrt hws lws Kopf, lumbalpunktion, emg und Muskel Biopsie.

belack.andwvhite<19]8x9


Und auf die frage warum ich ausgerechnet daran erkrankt sein soll wo ich solche Angst vor habe ist einfach die, dass ich angefangen habe zu suchen aufgrund der Symptom und nichts passte außer als. Ich habe die Geschichte von Sandra schadek gelesen und es passt 1:1. Ich habe mir das nicht ausgedacht. Ich habe auch noch keine Erkrankung gefunden die auch darauf passen würde

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