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Für den Club der Zucker und die Als-Angsthasen

G{r etaliebDtpudxding hat die Diskussion gestartet


Hallo :-)

Ich habe mich jetzt extra hier angemeldet, um alle die Angst vor dieser fürchterlichen Krankheit haben, ein wenig zu beruhigen.

Ich denke, dass es bei solchen Fäden sehr viele Leute gibt, die still mitlesen und die es auch teilweise sehr beruhigt, zu erfahren, dass es mehrere Menschen mit den gleichen Beschwerden gibt, die bis dato keine pathologischen Auffälligkeiten haben.

Ich habe selber solche Symptome seit einigen Jahren und bei mir ist keine Verschlechterung aufgetreten. Die Angst am Anfang ist groß, aber die Zeit heilt diese Angst. :-)

Dieser Text ist für jene, die neben Borreliose, Vitaminmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Virusinfekten, HWS und LWS - Problematiken und im höchstem Falle andere neurodegenerative Erkrankungen wie MS bereits ausgeschlossen haben [ Nein, Muskelzuckungen sind definitiv kein Symptom der MS].

Es gibt eine Krankheit, die sich benignes Faszikulationssyndrom (BFS) nennt. Diese Krankheit ist keineswegs selten. In Deutschland werden die Leitsymptome, die diese Krankheit ausmachen, aber nicht unter einem gesonderten Begriff geführt, sondern nur benig genannt oder als kurzzeitige Befindlichkeitsstörungen abgehandelt.

Die Krankheit ist aufreibend, zermürbend, aber ( und das ist die gute Nachricht ) keineswegs gefährlich. :-)

Es gibt ein englisches Forum, in dem sich tausende Menschen mit den gleichen oder ähnlichen Symptomen austauschen und alle haben die gleiche Angst vor ALS, MS oder Parkinson. Das Forum nennt sich "aboutbfs".

Typische Symptome eines BFS sind Muskelzuckungen, Empfindungsstörungen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Gelenkknacken, gefühlte Schwäche, Schmerzen und Schwäche nach körperlicher Betätigung und Krämpfe.

Menschen mit Angststörungen sind besonders anfällig für BFS.

Viele Leute, bei denen diese Symptome auftreten, googlen natürlich nach den Symptomen und fallen dann in ein tiefes Angstloch, wenn diese in Verbindung mit schrecklichen Krankheiten auftauchen. Häufig werden die Beschwerden daraufhin schlimmer.

Die Wahrheit ist aber, dass sich BFS-Symptome grundlegend von ALS-Symptomen unterscheiden, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint.

Ich habe für euch mal eine Liste zusammengestellt, die euch zeigen könnte, warum ihr kein ALS habt:

- ALS ist eine sehr seltene Erkrankung, BFS hingegen nicht.

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BFS tritt generell in jedem Alter und bei jedem Geschlecht auf. Da aber die meisten Angstpatienten ihre Angststörungen zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr entwickeln, sind viele BFS-Erkrankte in diesem Alter.

Eine Studie zeigte, dass eine von vierhundert Personen mehr oder weniger stark unter BFS leidet.

Das sind alleine in Deutschland 200 000 Personen. Die Anzahl der ALS-Erkrankten liegt hingegen gerademal bei 6000 Personen in Deutschland. Zudem ist es sehr, sehr unwahrscheinlich, dass eine ALS zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr ausbricht.

- Die Schwäche bei BFS ist gefühlt und nicht klinisch.

Menschen mit benignem Faszikulationssyndrom klagen häufig über eine Schwäche in Armen und Beinen. Über Koordinationsstörungen und Gleichgewichtsstörungen. Sie berichten, dass sie das Gefühl hätten jeden Moment zu stolpern oder eine Verschlechterung der Geschicklichkeit und Feinmotorik bemerkt haben. Manchmal schildern sie sogar, dass sie Schluckstörungen und Sprachprobleme entwickelt haben.

Die Faustregel hier ist: Wenn euer Neurologe eine klinische Schwäche ausschließt, ist eure Schwäche lediglich gefühlt.

BFS in Verbindung mit der Psyche kann Berge versetzen.

- Faszikulationen sind kein Leitsymptom der ALS

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Auch wenn es Menschen gibt, bei denen eine ALS mit Faszikulationen beginnt, so ist das doch recht selten.

Bei den meisten Menschen beginnt eine ALS mit einer klinischen Schwäche.

Ihr wärt damit sozusagen die Ausnahme der Ausnahme der Ausnahme ...

BFS-Zuckungen beginnen meistens in einem Punkt ( auch Hotspot genannt ), dabei handelt es sich häufig um die Waden oder das Augenlid. Es kann aber an jeder Körperstelle auftreten. Im Folgenden kommt es dann meistens zu Faszikulationen am ganzen Körper. Hier ist die Faustregel: Treten mehr oder weniger häufig eure Muskelzuckungen am ganzen Körper auf, ist eine ALS ausgeschlossen.

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Parästhesien und Muskelschmerzen sind kein Symptom der ALS

Wer Muskelschmerzen oder Parästhesien hat, kann die ALS-Angst mit einem großen Tritt verabschieden.

Muskelschmerzen treten erst sehr spät im Verlauf der Krankheit auf.

In dem Forum, welches ich zu Beginn genannt hatte, tummeln sich sehr viele Menschen und niemand hat sich je zurückgemeldet mit der Nachricht, dass er doch ALS hat. :)

Ihr solltet aufhören euch verrückt zu machen. Ich weiß, das ist schwer. Man denkt immer: Was ist, wenn ich doch die Ausnahme bin? Man ist sich so sicher, dass sich die Symptome von den Symptomen der anderen unterscheiden.

Das ist aber meistens nicht wahr.

Manchmal hilft es sogar sich andere Probleme und Sorgen zu suchen, Sport zu machen oder ein ganz neues Hobby anzufangen. Verwöhnt euch. Geht in die Badewanne, geht mit euren Freunden aus und habt Spaß. Ihr könnt aus was ganz fürchterlichem etwas Gutes machen, in dem ihr vielleicht bewusst euer Leben jetzt genießt.

Ich bin mir sicher, ihr schafft das alle und ich wünsche euch viel Glück diese schwere Zeit zu überstehen. :)*

Eure Greta

Antworten
b<lPackan0d,whPite1989


Das ist ja interessant. Ich dachte dass darunter nur die Zuckungen fallen. Deshalb habe ich das für mich ausgeschlossen. Die anderen Symptome hingegen habe ich nie gelesen. Ich bin auch ein Als Angsthase. Lass mich raten. Dieses Bfs hat genau wie fibromyalgie oder cfs keine klinischen Nachweise ausser Ausschluss Diagnostik ?!

:(v

Gpreta8liebtpu{ddinxg


Richtig. :-)

Ich habe deinen Faden gelesen und mir erging es sehr ähnlich wie dir.

Ich bin mir sicher, dass es bei dir auch nichts ernstes ist. Wenn bei dir nach einigen Monaten keine ernsthafte Verschlechterung eingetreten ist ( eine echte Fußheberschwäche oder wirklich Probleme beim Umdrehen von Schlüsseln oder eine wahrhaftige Atrophie ) kannst du dir sicher sein, dass es keine ALS ist. :-)

Bis dahin mein Rat: Hör auf dich darein zu steigern. Bei BFS wird dadurch nämlich alles nur noch schlimmer. Such dir Ablenkung. Mach viel mit deiner kleinen Tochter. :-)

S[paro


Ist bfs auch progressiv? Also, ist es da auch so, dass es kontinuierlich schlechter wird, oder ist es da so, dass die Schwäche auch mal weg ist? Kann man bei BFS auch über Wochen Muskelzuckungen an ein und derselben Stelle haben und sind die Zuckungen sich da, wo die Schwäche ist?

E#hemal0igeUr Nutzer P(#469x485)


Sparo,

ich hab Dir doch letztens eine ellenlange Übersetzung über BFS gepostet. Da stehen alle Deine Antworten drinnen.

es ist doch immer wieder schön, wenn längere Postings einfach nicht richtig gelesen werden

Also dann eben hier auch nochmal. Vielleicht liest es ja hier jemand und das auch noch vollständig und genau.

Wie beginnen BFS

Es kann in jedem Alter unabhängig des Geschlechts und jederzeit auftreten. Es beginnt normalerweise mit einer kleinen Zuckung in einem Finger oder am Auge oder in der Wade und will einfach nicht mehr verschwinden.

Diese Symptome wecken dann oft die Neugier der Betroffenen und verführen sie zum Nachschlagen um welche Zuckungen es sich hier handelt; sie hoffen Informationen zu finden die etwas über die Art und Weise der Zuckungen aussagen bzw. ob es sich hier um Krankheiten wie ALS handeln könnte.

Wie lange kann das BFS andauern?

In den meisten Fällen kann es durchaus eine Weile sogar bis hin zu einigen Jahren andauern. Einige Menschen haben das Glück dass sich das BFS wieder total rückbildet und die Zuckungen verschwinden. Die meisten Menschen mit BFS jedoch haben verschiedene Symptome die jahrelang im Zusammenhang mit Stress, Erkrankungen (Virusinfekte usw…) Schlafmangel andauern.

Gibt es irgendwelche Behandlungen für BFS?

Bisher sind keine effektiven Behandlungsmethoden bekannt. Die Forschung konzentriert sich bisweilen eher auf die Entwicklung von Medikamenten und Lösungen der bösartigen Erkrankungen und setzen ihre Energie und Geld mit Recht vorwiegend dort hinein.

Gewöhnlich beginnt die BFS mit langsamen bzw. wenigen Zuckungen und gewinnt dann an Intensität bzw. verbreitet sich dann über den ganzen Körper. Dieser Zustand bleibt dann für eine Weile so erhalten. Dieser Zustand variiert jedoch von Tag zu Tag vor allem in Abhängigkeit mit Stress und Angst.

Viele Leute versuchen sich mit diversen Mitteln zu helfen, so z. B. Kupfer, Magnesium, Multivitamine, mehr Schlaf, usw. Auch wird oft von einem Placebo-Effekt bei BFS berichtet; d. h. Patienten bekommen ein harmloses Mittel z. B. Magnesium und fühlen sich dadurch wohl bzw. die Zuckungen lassen stark nach. Oft wird aber berichtet, dass nach solchen Hilfsmitteln oder Placebomitteln die Zuckungen nach einer Zeit wieder kamen.

BFS reagieren ganz stark auf die innere Stimmung, Stress, Angstniveau, Müdigkeit, Krankheit usw.

Die einzigen Mittel die wirklich zu helfen scheinen sind Antidepressiva die den Stress und die Angst vermindern.

Was sind die Ursachen für BFS?

Es gibt Theorien, wonach BFS nach einer Krankheit wie z. B. Grippe beginnt. Dies würde bedeuten, dass BFS dadurch eine Art autoimmune Antwort wäre. Einige Neurologen sind der Meinung, dass es schlichtweg eine Überreaktion des übererregten zentralen Nervensystems ist bzw. überreizte Nervenenden durch schlechtes "Muskelfutter".

Es gibt auch Theorien, wonach es eine Art Herpesvirus der Nervenleitern ist, die die Muskeln steuern. Dieses hat sich jedoch nicht sicher bestätigt. Es gibt keinen Beweis dafür.

Die zutreffendste Theorie ist jedoch Stress und Angst. Zweifellos aber, verschlechtern Stress und Angst die Symptome, vor allem dann, wenn man über ALS liest, denn dann hat man das Gefühl, dass die Symptome in jedem Körperteil regelrecht "explodieren". Hier beginnt dann der Teufelskreis mit der Angst und den Symptomen. Jedoch ist eine ALS ohne Schwäche oder Verlust der Muskelsteuerung in hohem Grade unwahrscheinlich.

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Was sind die Symptome von BFS?

BFS beginnt normalerweise in den Waden oder den Fingern (bzw. im Handbereich). Es kann aber auch an anderen Stellen bzw. überall am Körper beginnen. Meistens spürt man erst eine kleine Zuckung – so wie man Zuckungen schon vorab gekannt hat. Nur eben diesmal verschwindet die Zuckung nicht so schnell wieder und kommt immer wieder.

Dieser Zustand kann dann einige Tage an dieser Stelle so andauern (mit durchaus unterschiedlicher Intensität). Dann verschwindet die Zuckung entweder bzw. bewegt sich wo anders hin. Zusammen mit den Zuckungen können Schmerzen, Steifheit, Prickeln (Stifte und Nadeln), Taubheitsgefühle, Tremor, ständig wechselnde Zuckintensität auftreten. Die Zuckungen selbst können deutlich sichtbar oder auch nicht sichtbar sein. Es kann sich anfühlen wie ein kleines Klopfen oder sogar ein grosser Klopfer, der sogar die Gliedmaßen verschieben/bewegen kann. Andere Symptome können sein, Krämpfe und Schmerz.

BFS die mit Krämpfen einhergehen nennt man BCFS = Benignes Crampus Faszikulations Syndrom.

Bewegungseinschränkungen sind hier auch ein Symptom, d. h. auch bei geringsten körperlichen Anstrengungen oder Sport kann man sich danach tagelang wie nach einem Marathon fühlen.

Nach Anstrengungen oder Sport kann sich das zucken drastisch erhöhen. Ermüdung bzw. gefühlte Schwäche ist hier ebenfalls ein Symptom allerdings ein sehr allgemeines und wird oft mit Schwäche verwechselt die mit ALS zu tun haben könnte. Diese gefühlte Schwäche kann einem die Energie rauben und wird oft beschrieben als gummiartige Beine oder Arme.

Was ist der Unterschied zwischen gefühlter Schwäche und klinischer Schwäche?

Ein eindeutiges Zeichen von ALS ist klinische Schwäche. Das ist eine REALE Schwäche die dauerhaft und fortwährend progressiv voranschreitet. Diese wird durch das Absterben des Muskels bzw. der dort getrennten Nervenenden zwischen Gehirn und Muskeln verursacht. Bei diesem Prozess verliert man die Steuerung des betreffenden Muskels DAUERHAFT, was dazu führt, das man Sachen fallen lässt, unfähig ist Flaschendeckel aufzudrehen oder Gläser zuzuschrauben, unfähig ist eine Kaffeetasse zu halten oder sogar eine Gabel beim Essen zum Mund zu führen.

Sind die Beine oder Füsse betroffen, wird man oft hinfallen bzw. ist unfähig von einem Stuhl oder aus der Hocke aufzustehen und ist nicht in der Lage auf Fersen oder Zehenspitzen zu stehen oder zu laufen. Dies kommt davon, weil die Muskeln tot sind. Diese klinische Schwäche die mit ALS verbunden ist wandert von nun an unaufhaltsam vorwärts ohne zurück zu schauen.

Es gibt dann keine guten oder schlechten Tage mehr. Man kann bei der ALS nicht die Steuerung der Hand an einem Tag verlieren und am nächsten Tag hat man sie wieder. Sobald Muskeln und Nerven gestorben sind, sind sie tot und man kann sie nicht wieder zurück gewinnen.

Die schnelle Ermüdung und gefühlte Schwäche ist ein allgemeines Symptom von BFS und erzeugt z. B. gummiartige Beine, Schwierigkeiten einen Arm oder Bein in der Luft zu halten ein allgemeines Gefühl keine Energie zu haben oder sogar tatsächlich das Gefühl dass Arme oder Beine schwer wie Blei sind und man sich nicht bewegen will.

Der Unterschied hier zwischen BFS und ALS ist, dass die gefühlte Schwäche bei BFS einige Tage/Zeit andauern kann aber wieder zurückkehrt und die klinische Schwäche bei ALS progressiv voranschreitet und nicht mehr zurückkehrt.

Ein Neurologe kann die klinische Schwäche schon erkennen, wenn der Patient nur durch die Tür hereinkommt.

Wenn Schwäche oder Zuckungen die mit ALS verbunden sind auffällig werden, besteht die Krankheit bereits einige Monate und eine gute neurologische Untersuchung würde Auffälligkeiten zeige, die man sich selbst sogar nicht bewusst wäre.

Die BFS-Schwäche ist zwar gefühlt aber auch vorhanden. Es fühlt sich eher wie abgeschlagen oder matt an. Jedoch hat man bei der BFS-Schwäche noch seine reale Stärke, d. h. wenn eine Gefahr z. B. ein Auto sich nähern würde, könnte man noch schnell wegspringen oder sich schnell wegbewegen – bei einer ALS-Schwäche wäre eine schnelle Reaktion nicht mehr möglich.

Wo treten die Zuckungen auf?

Sie können in JEDEM MÖGLICHEN Muskel spontan auftreten (innen oder äußerlich). Dabei sind Muskeln betroffen wie z. B. Arme, Beine, Abdomen, Zunge, Backe, Augenbraue, Kehle, Finger, Rückenmuskeln, Kopfhautmuskeln, Ohrmuskeln usw…

Die Zuckungen können ziemlich genau überall auf dem Körper auftreten (ausgenommen Herz und innere Organe) und sie können sogar auf sehr "persönlichen Bereichen" (Intimbereich) des Körpers auftreten!

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Wie unterscheiden sich die BFS-Zuckungen?

Der Unterschied hier ist groß. Einige Leute beschreiben es als summen oder brummen, andere als Klopfer oder wie ein Maschengewehr. Es gibt auch Betroffene die es als kleine Kräuselungen unter der Haut beschreiben.

Es gibt Zuckungen die an einem Punkt zucken und wieder verschwinden und es gibt Zuckungen (wie z. B. das Fingerzucken) das den ganzen Finger einmal beiseite Schiebt dort festhält und wieder zurückschiebt. Es gibt die Ruckzuckungen, die einen ganzen Körperteil (Hand, Arm, Bein…) bewegen (= myoklonisches Zucken/Rucken).

Es gibt aber auch die "gruseligen kräusel-Wurm" –Bewegungen die man häufig in den Füssen, Knöcheln und Waden spürt. Diese sind manchmal sogar sichtbar und sind ebenfalls ein Symptom des BFS – kein Grund zur Panik!

Es gibt die kurzen oder sogar einmaligen Klopfer die in grossen Abständen auch wieder an derselben Stelle zurückkehren können oder eben auch nicht.

Es gibt wirklich keine Regel für eine "normale" Zuckung beim BFS.

ALS-Zuckungen sind Sekundärreaktionen von sterbendem Gewebe – und wie stark kann wohl ein sterbendes Gewebe zucken? – Nicht stark!

Die meisten Leute mit ALS beachten solche Zuckungen gar nicht. Und oft braucht ein Arzt – um diese Zuckungen zu sehen ein gesondertes Röhrenlicht um sie mit blossem Auge zu sehen, weil diese Zuckungen so fein und schwach sind.

Leute mit ALS gehen normalerweise nicht wegen Zuckungen zum Neurologen, sondern weil sie beim gehen fallen oder ihre Kaffee-Tasse nicht mehr halten können oder weil sie Schwierigkeiten haben, das Bett zu verlassen oder vom Stuhl aufzustehen.

Auch wird ein Neurologe keine ALS-Diagnose aufgrund von Zuckungen stellen, sondern nach deutlichen Ausfallserscheinungen während einer genauen neurologischen Untersuchung suchen.

Oft werden BFS-Patienten von ihrem Neurologen trotz eindeutiger "gutartiger" Diagnose zu weiteren Untersuchungen geschickt (EMG etc.). Dies braucht aber nicht zu erschrecken, es geht hier nur darum einerseits den Patienten zu beruhigen und andererseits sich selbst als Arzt – gerade bei ängstlichen Patienten – abzusichern.

Was ist der Unterschied zwischen einer BFS-Zuckung und einer ALS-Zuckung?

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Es gibt einen GROSSEN Unterschied zwischen den zwei Arten. ALS-Zckungen werden durch sterbendes Muskelgewebe während einer Nerventrennung verursacht wobei zeitgleich der Muskel schrumpft. Dies ist eine sekundäre Tätigkeit und geschieht erst nachdem der Muskel begonnen hat abzusterben – nicht vorher.

Also haben ALS-Zuckungen (sofern sie überhaupt beachtet und wahrgenommen werden) zweifellos bereits mit Schwäche und Unbeweglichkeit des Muskels zu tun. ALS-Zuckungen beginnen normalerweise auch in einer Hand oder im Fuß und wandern dann von diesem Punkt aus weiter vorwärts – fortwährend und unnachgiebig!

Es sind keine gelegentlichen Zuckungen – wie sie bei BFS auftreten. Bei ALS zuckt es nicht in einer Sekunde im Finger und in der nächsten Sekunde in der Wade und dann wieder in der Zunge. ALS beginnt an einem Punkt und schreitet weiter voran durch den Körper. Es zuckt dann nicht "zufällig". ALS-Zuckungen sind außerdem sehr fein und eben bereits beim Zucken mit eindeutiger Schwäche verbunden.

Kann man BFS oder ALS im Blut nachweisen?

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Nein nicht wirklich. Beim BFS ist manchmal der CK Wert etwas erhöht. Das ist ein Leberenzym. Dieses kann jedoch auch bei einer neuromuskulären Erkrankung erhöht sein.

Andere Blutwerte sind in der Regel alle normal.

Welche Untersuchungen sollte ich machen, um die Ursache meiner Zuckungen zu überprüfen?

Es gibt z. B. die Borreliose-Erreger oder auch Schilddrüsenprobleme können ähnliche Beschwerden machen. Beides lässt sich im Blut nachweisen.

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Diese Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche stammt aber nicht von mir. Diese Arbeit hat sich

Maleena2010 mal gemacht. Ich hab das von ihr so übernommen.

Svpa&rxo


Ja, ich habe das gelesen und da steht dass man da faszikuliert, wo auch die Schwäche ist, wenn man ALS hat und das hat mich beunruhigt. Und das habe ich und daher die Frage.

svymptxomi


Jo, bei mir wurde ja auch zwar "allenfalls" aber dennoch erwähnt "ein neurogener Umbau" des Kleiner-Finger-Muskels festgestellt, in dem eine Faszikulation bei Bewegung auftritt.

SNimonXBlxn03


Hallo Gretaliebtpudding,

da hast du ja wirklich einen schönen und guten Post verfasst. Ich glaube das beruhigt viele. Vor allem das mit dem Muskelzucken oder Vibrieren macht ja vielen Angst. Ich zähle mich auch dazu. War jetzt bei drei verschiedenen Neurologen und alles sagen, dass ich nichts habe, obwohl ich auch Muskelzuckungen und teilweise Schmerzen im Schienbein usw. hatte. Als ich daran dann nicht mehr so dachte, ging es fast alles weg, nur noch ab und zu dieses Muskelzucken an verschiendene Stellen des Körpers, auch im Gesicht. Das war vorher nicht so.

Neulich ist mir im Schlaf einmal die Zunge in den Rachen gerutscht und ich bin davon sofort aufgewacht, da ich keine Luft bekam. Lag da auf dem Rücken und Gesicht nach oben. Das war so kurz, und die Zunge war nach einem Bruchteil einer Sekunde wieder an der richtigen Stelle. Aber seitdem muss ich imm daran denken und zeitgleich stellte sich ein dickes Gefühl beim Schlucken ein und auch so dieses ganz feine Muskelzucken um den Mund oder Wange.

Das mit der Zunge ist mir nur einmal passiert und liegt vielleicht auch daran, dass ich Opipramol (leichtes Antidepressivum) und Zolpidem nehme, bzw. genommen habe. Kann das auch zum dem BFS zählen? Also das leichte Zucken im Gesicht?

Muss dazu sagen, dass MRT vom Kopf und HWS unauffälig waren, ebenso alle anderen neurologischen Tests, wie Kraft, Reflexe etc.

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