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Synkopen mit Krampfanfällen (30-40 Mal in 19 Jahren)

Nyigge1lxah hat die Diskussion gestartet


Guten Abend,

ich bin 19 Jahre alt und stehe kurz vor meinem Abitur.

Ich leide seit Jahren an Ohnmachtsanfällen mit Krampfanfällen.

Als ich 1 oder 2 Jahre alt war habe ich eine Schaukel gegen den Kopf bekommen und einmal bin ich von einem Bett gefallen und zwischen Bett und Wand stecken geblieben. Danach war ich vollkommen weggetreten und habe nicht mehr richtig geatmet.

Die Auslöser sind unterschiedlich. Früher war ein plötzlicher Schmerz ein Auslöser (z.B. wenn ich mir in den Finger geschnitten habe). Doch mittlerweile sind es auch mir nicht erklärbare Situationen ein Auslöser (z.B. ist mir einmal passiert, dass ich abends im Bett liege und ich bekomme plötzliche Schmerzen überall. D.h. ich habe starke Bauch-/Kopfschmerzen, starke Übelkeit, und starken Schwindel. Ich bin zur Toilette runter gelaufen (was mir nicht leicht gefallen ist), weil mir so schlecht war. Doch mein Körper sagte mir, dass ich mich hinlegen musste, sonst wäre ich umgekippt. Also lag ich dort dann 20-30 Minuten bis es besser wurde.)

Oft war es auch, dass ich morgens aufgestanden bin, und da ich Lagerungsschwindel habe, wird mir sehr oft bei zu schnellem Aufstehen schwindelig und ich bin oft genug deswegen schon umgekippt.

Laut meinen letzten Beobachtungen nässe ich immer ein, wenn ich auf den Kopf falle.

Meine Konzentration ist im Laufe der Jahre sehr schlecht geworden. Wobei ich nicht weiß, ob es nicht daran liegen kann, dass ich die letzten 2-3 Jahre starken seelischen Stress habe. Alle Ärzte/Psychologen schieben es auch darauf.

Neben dem Krampfen und Einnässen verdrehe ich auch meine Augen und mache "stöhnende" Geräusche.

Meine Mutter sagt, dass ich in meinem Leben um die 30 bis 40 Male schon umgekippt bin.

In den letzten 2-3 Jahren kamen auch ganztägiger Schwindel und/oder Übelkeit eine Woche lang vor.

Seit neustem kam es auch schon vor, dass ich starken Schwindel hatte, dass ich nicht mehr richtig laufen konnte (1 Tag oder 1 Woche).

Die letzten 2 Jahre hat sich meine Sehfähigkeit auch verschlechtert.

Die Anfälle sind sehr unregelmäßig. Ich hatte schon Synkopen die waren in einem Abstand von 3 Monaten und andere in einem Abstand von 1- 1 1/2 Jahren.

Mein Vater weist auch Synkopen auf, jedoch mit dem Alter wurden sie weniger und hatten meist einen scheinbaren Auslöser. Der Verlauf der Synkope ist relativ gleich.

Natürlich war ich bei mehreren Ärzten.

Ich war in einem DRK Krankenhaus, in einer Neurologie, bei 2 Kardiologen,

ich habe auch eine "Kipptischuntersuchung" hinter mir. Nach 20 Minuten war ich "weg". Jedoch waren sich der Pfleger und die Assistenzärztin nicht ganz einig was genau passiert ist. Die Assistenzärztin hat ihre Beobachtung dem Chefarzt geschildert und der nicht wirklich tröstliche Rat war, dass ich mehr Sport machen soll, mehr trinken soll usw. Dort wurde eine Synkope auch zum ersten Mal "aufgenommen".

Der Kardiologe meinte, dass meine Herzklappen nicht "bilderbuch"haft schließen, aber ansonsten wäre mein Herz gesund. Außerdem sagte er, dass das alles sich mit 30 herraus wächst. Mein Papa ist über 50 und ihm passiert es immer noch. Mein Vater verharmlost die Sache jedoch sehr.

Mehrere EKGs wurde bei mir schon durchgeführt und ich war auch schon in der Radiologie. Die Ärzte sind entweder ratlos oder geben mir Tipps wie, gehen Sie mehr laufen und trinken sie mehr. sie schicken mich vom Kardiologen zum Neurologen und wieder zurück. Meiner Meinung und der Meinung von einer Ärztin ist jedoch dieses Krampfen nicht normal.

Meine Konzentration hat sehr stark nachgelassen. Ich habe immer mehr Wortfindungsprobleme und ersetze Wörter dann durch unpassende Wörter und meinem Zuhörer fällt es schwer zu folgen. Ich kann auch anderen sehr schlecht folgen, wenn sie mir was erzählen (z.B. im Unterricht). Dadurch habe ich enorme Probleme in der Schule mitzukommen. Beim Sport wird mir oft Schwindlig.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen und dass Sie schon einmal einen Patienten mit einem ähnlichem Fall hatten und mir weiterhelfen können.

Mit freundlichen Grüßen

Antworten
LUuci3x2


Hallo,

was sinnvoll wäre, wäre es ein Epilepsiezentrum aufzusuchen. Sie beschäftigen sich mit alle Formen von Anfälle. Nicht nur epileptisch.

Was mir zu die Schmerzschilderung einfiel: wir hatten ein Patient in dem Epilepsiezentrum auf ein Langzeit EEG wobei auch ein EKG abgeleitet wird - als Blut abgenommen wurde, war er weg. Bei Schmerzen und bestimmte andere Situationen hatte er kurze Asystolien. Also sein Herz hörte ca. 20 Sekunden lang aufzuschlagen. Er wurde operiert und ein Schrittmacher? wurde implantiert.

War Zufall, das es rauskam, da er sonst kardiologisch komplett unauffällig war und das Ganze erstmal für Epilepsie gehalten wurde.

Vielleicht ein Ansatz?

NniggPexlah


Vielen Dank für die Antwort.

Die Ärzte in der Neurologie haben Epilepsie ausgeschlossen und sind auch nicht weiter darauf eingegagnen.

Bei der Kipptischuntersuchung wurde mir erklärt, dass mein Puls kurz vor der Ohnmacht ganz hoch war und dass dann für 10 Sekunden mein Herzschlag so gut wie weg war. Danach hat er sich langsam wieder reguliert.

Ein langzeit EKG nach dem Umkippen auf der Straße wurde dann im Krankenhaus durchgeführt.

Ich hatte auch schon einige EEGs und es war wohl immer alles in Ordnung.

Es wurde eine vasovagale Synkope festgestellt, was bedeutet, dass die Ärzte aber nicht andere Auslöser betrachtet haben, sondern eben nur den, dass ich bei Schmerzen umkippen kann.

:(v

N8iMggeGlaxh


Vielleicht kann man auch dazu sagen (ich bin mir nicht sicher, ob es was damit zu tun haben könnte), dass ich ab und zu Schmerzen (Stiche) in der Brust, manchmal auch in Schulter und Armen, habe. Natürlich kann das auch daran liegen, dass ich ständig verspannt bin und ich mich einränken muss.

Kurz vor der Synkope wird heiß/kalt und schwarz vor dern Augen.

Es waren schon äußerst viele kritische Situationen, in denen ich ganz blöd hätte stürzen können. Oft war meine Mutter aber zur Stelle. Jetzt wo ich aber alleine wohne ist niemand mehr da um mich aufzufangen ;-D

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