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Zittern, Verspannung, Schwäche

Gho_LG%21 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin seit einiger Zeit immerwieder über das med1 forum gestolpert und möchte mich nun gern selber mit euch über meine Symptome austauschen. Vielleicht gibt es eine/n oder mehrere mit ähnlichen Symptomen die mir helfen können.

Bereits als Kind hatte ich im vergleich zu anderen Kindern unruhige und zittrige Hände. Meine Kinderärztin sagte damals das sei einfach eine störung meines vegetativen Nervensystemes und bedarf keiner weiteren Behandlung. Es war nie wirklich schlimm, da ich in meiner Jugend auch feinmotorische Sachen (wenn auch etwas schwieriger als so manch anderer) ohne Probleme hinbekommen habe. Ich habe mich eigentlich immer damit abgefunden etwas zu zittern und es wurde auch nie wirklich schlimmer, mal abgeshene davon wenn ich eine Tasse Kaffee zu viel getrunken habe.

Mit 18 habe ich dann mit Kraftsport angefangen und bin Täglich im Fitness-Studio gewesen bis ich nach etwa 8 Monaten merkte, dass mein kleiner Finger im linken Arm taub wurde, also habe ich einen Neurologen aufgesucht. Dieser veranlasste mehrere Tests und kam zu dem Entschluss mein Nerv sei im Ellbogen (Nervus Ulnaris) eigeklemmt und verschrieb mir eine Bandage. Nachdem ich die Bandage ein paar monate getragen habe kam es zu keiner Besserung, weshalb ich noch einen Orthopeden zu rat ziehen wollte. Dieser schlug mir eine auf Gelenke spezialisierte Klinik vor in welcher ich dann auch bald einen Termin bekam. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Arzt, wies dieser mich darauf hin, dass mein Nerv nicht einfach eingeklemmt sondern verschoben war. (wahrscheinlich wegen einem Bruch in der Kindheit). Er rat mir zu einer verlegung des Nervs durch eine Operation und ich willigte ein. Die Op war dann im Juli dieses Jahres, nach drei Tagen in der Klinik wurde mir Krankengymnastik und drei Monatiges schonen des Armes verschrieben.

Bereits die Monate vor der Operation habe ich meinen Sport getriebenen Alltag hinter mir gelassen, mich schlecht ernährt und kaum bewegt.

Die drei Monate in denen ich mich schonen sollte liefen ähnlich ab, nur dass ich mit meinem linken Arm kaum noch etwas machte.

Bei der Krankengymnastik viel mir dann auf, dass ich beim Abstützen auf meine Arme stark ins zittern kam. Ich dachte mir

"wow du hast aber viel Muskeln abgebaut Kollege"... Doch ich habe der Sache weniger Beachtung zukommen lassen.

Im Oktober verließ mich die Frau die ich liebte, meine Mutter erkrankte erneut an Krebs und das Studium stand vor der Tür.

In den ersten Vorlesungen bemerkte ich wieder wie mein Arm zitterte wenn ich mich darauf abstütze und bemerkte auch, dass meine Hände und Beine stärker zitterten als sonst. Meine Mutter versuchte mich zu beruhigen und schob alles auf den Unistress und das schien mir auch plausibel.

Nach kurzer Zeit merkte ich, dass ich mir das falsche Studium ausgesucht hatte und entschied mich dazu erstmal nicht weiter zu studieren.

Tatsächlich gelangte das Zittern etwas in den Hintergrund doch es war immernoch stärker als ich es von früher gewohnt war.

Ich informierte mich etwas im Internet und machte einen Termin bei meinem Neurologen aus. (Dem selben bei dem ich wegen meinem Ellbogen war.) Diese Woche hatte ich dann endlich den Termin, nachdem ich bereits ein MRT von meinem Gehirn und meine Blutwerte testen lassen habe. Der Neurologe meinte, auf dem MRT Bild sei nichts auffälliges zu erkennen, also sei Parkinson ausgeschlossen. Auch meine Blutwerte ließen auf keine Ursache schließen. Folglich stellte er ohne weitere Untersuchungen die Diagnose: "Essentieller Tremor". Ich habe davor bereits im Internet darüber gelesen und tatsächlich treffen einige Symptome auf mich zu. Sofort wurden Betablocker prepanolol verschrieben, ohne auf mögliche Nebenwirkungen (trotz explizieter Nachfrage) zu erwähnen.

Was mich aber nachdenklich macht und wozu ich nichts im Internet gefunden habe sind folgende Symptome:

Neben dem Zittern habe ich seit mehreren Jahren einen ständig verspannten und steifen Nacken. (Ich sitze viel am Computer)

Wenn ich nun Widerstand gegen mein Kopf halte, beispielsweise mit einer Hand, oder ihn stark zur Seite drehe zittert auch mein Kopf.

Wenn ich mir die Symptome eines Essentiellen Tremors anschaue ist auch die rede von einem Kopftremor, dieser wird jedoch als "no-no" "yes-yes" zittern beschrieben. Ich habe allerdings einen relativ ruhigen kopf bei normaler Haltung.

Meine Kraft hat sich stark abgebaut seit ich nichtmehr trainiere. vor noch 2Jahren habe ich 100 Liegestütze mit 20Kilo auf dem Rücken geschafft heute schaffe ich keine 10 und anschließend ist das Zittern noch schlimmer in den Armen.

Kann es sein, dass mein verstärktes Zittern mit einem Kraftmangel zusammenhängt?

Ich habe auch etwas darüber gelesen, dass durch Probleme mit der Halswirbelsäule Symptome wie Zittern auftreten können.

In den kommenden zwei Wochen wurde mir eine Manuelle Therapie vom Orthopeden mit anschließendem MRT meiner HWS verschrieben. Ich halte euch diesbezüglich natürlich gerne auf dem laufenden.

Ich hoffe jemand von euch kann mir einen Rat geben ! :)^

Antworten
G\o_QLG21


Vielleicht noch zu erwähnen, ich bin derzeit 20Jahre jung. :-)

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