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Medikamente und Autofahren

J,uno-Soxphia hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich nehme Medikamente ein, die während der Eindosierung das Reaktionsvermögen einschränken können. Natürlich fahre ich in dieser Zeit kein Auto, doch wie handhabt ihr es, wenn ihr eindosiert seid?

Eine Ärztin sagte, dass sie mit solchen Medikamenten generell vom Fahren abrät. Die andere sagte mir jedoch, dass es überhaupt kein Problem darstellt, Auto zu fahren.

In der Packungsbeilage steht, dass man nicht am Verkehr teilnehmen soll, bis man weiß, wie man auf das Medikament reagiert.

Wie würdet ihr euch verhalten?

Ich sprach die Unsicherheit und Unstimmigkeit an, doch niemand wollte von seiner Meinung abrücken.

Ich persönlich fühle mich nicht mehr als wäre ich langsamer als vor den Medikamenten. Aber das ist natürlich eine rein subjektive Wahrnehmung.

Über Antworten wäre ich dankbar! :-)

Antworten
BllechTphiraxt


Ist sicher nicht für jede(n) eine Option, aber ich teste so was mit einer schnellen Rennsimulation am PC. Wenn ich dabei nicht schlechter abschneide als sonst, weiß ich dass ich auch im Straßenverkehr kein Problem haben werde.

Ist kein Witz. Je nach Spiel braucht man eine Reaktionsfähigkeit, wie sie einem im wahren Leben so gut wie nie abverlangt wird. Und die Ergebnisse sind ziemlich objektiv, wenn man ein Spiel mit Computergegnern wählt, weil die immer gleich leistungsfähig sind und keine schwachen Tage haben ;-)

MgXonhe


Ich muss 2 vers. Medikamente nehmen, Reaktionsvermögen ist eingeschränkt.

Hab gemerkt dass es auch in der Tat so ist, aber nicht immer. Ich handhabe das ganze so dass ich Fahre, wenn ich aber unterwegs merke es wird zuviel dann fahr ich rechts ran und gehe erstmal ne Runde spazieren oder was trinken.

Aber das ist bisher nur 1-2 mal vorgekommen ..

Wenn ich ansonsten nur leichte Reaktionsdefizite hab push ich mich selber sehr sehr aufmerksam zu sein. Dann lass ich die Musik aus und wenn ich jemanden dabei hab bitte ich ihn Ruhig zu sein .. Ist zwar unhöflich aber als Fahrer trag ich halt auch Verantwortung.

Mein Arzt meinte Fahrtauglich ist man dennoch, da sind eher die Leute eine Gefahr die ihre verdammten Griffel nicht vom Smartphone lassen können damit se ja nicht paar Minuten offline sind ..

An Tagen wo ich mich aber generell von den Medikamenten angegriffen fühle fahr ich lieber Taxi oder Bus ..

Was halt auch wichtig ist:

Informier dich ob die Medi's zum Essen eingenommen werden sollten oder nicht. Ich hab gemerkt wenn ich die Medi's ohne Essen einnehme sind die Reaktionsdefizite größer.

B<eni1taB.


Käme es zu einem Unfall mit Personenschaden, müßte man später bei Gericht darüber aussagen.

Und dann hat man u. U. den Salat und die Versicherung weigert sich vielleicht zu zahlen....

L>ucix32


Um was für Medikamente handelt es sich?

Bei Psychopharmaka und Schmerzmittel (Opiaten/Opioden) muss man vorsichtig sein. Erst nach ein paar Wochen kann man mit Psychopharmaka das gut einschätzen. Ist schon vorgekommen, dass Leite plötzlich manisch oder sehr verlangsamt werden.

Das Idee mit Computerspielen ist nicht schlecht - man nutzt Computertests um die Fahreignung festzustellen. Aufmerksamkeit und Reaktionsschnelligkeit sind die 2 Hauptkriterien.

Letztenendes ist gesetzlich jede! verpflichtet, seine Fahreignung selber einzuschätzen und bei Unsicherheit lieber das Auto erstmal stehen zu lassen.

Sagt/merkt man selber, man ist eingeschränkt, dann bewegt man sich gesetzlich auf sehr,sehr dünnen Eis. Ist wie betrunken ins Auto zu setzen. Und genau so strafbar und gefährlich.

Fällt eine Verlangsamung bei einen Unfall auf, darf man zum MPU. Besteht man nicht, wird nicht nur der Führerschein sondern auch die Fahreignung vorläufig entzogen. Das ist teuer. Und sorry, wenn man anhalten muss, sollte man stark darüber nachdenken , ob man überhaupt ins Auto steigern sollte.

L#ucxi32


Sorry, sollte Fahrerlaubnis und nicht Fahreignung am Ende heißen.

E^hemal8igegr &Nutzer /(#325731x)


Ich nehme ein Opiat und darf Autofahren, ich fahre nur nach Aufdosierung oder Umstellung mindestens 14 Tage nicht. Wenn ich dann keine Einschränkungen mehr merke darf und kann ich wieder fahren. Wenn ich mich unwohl fühle lasse ich das Auto stehen ...

T?im.batvuku


Juno-Sophia

Eine Ärztin sagte, dass sie mit solchen Medikamenten generell vom Fahren abrät.

Als Arzt würde ich das auch sagen. Schon alleine deshalb, um im Fall der Fälle später nicht in Regress genommen zu werden. Jeder versucht doch sich abzusichern. Entscheiden musst du am Ende alleine, nicht dein Arzt.

In der Packungsbeilage steht, dass man nicht am Verkehr teilnehmen soll, bis man weiß, wie man auf das Medikament reagiert.

Das reicht doch! Würde dort stehen, dass man überhaupt nicht am Verkehr teilnehmen soll, dann wäre es problematisch für dich. Man könnte dir dann die Schuld oder mindestens eine Teilschuld an einem eventuellen Unfall geben, weil du die Anweisungen des Herstellers missachtet hast. Die Einschränkung "bis man weiß, wie man auf das Medikament reagiert" gibt dir indes grünes Licht. Sobald du weißt, wie du auf das Medikament reagierst, was ja möglicherweise schon nach einem Tag sein kann, kannst du wieder fahren.

J0unqoi-Sopohia


Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

Ich entschied mich, meinem Gefühl zu folgen und noch etwas zu warten. Mittlerweile merke ich allerdings keine Nebenwirkungen mehr, sodass ich mir auch die Teilnahme am Verkehr wieder zutraue.

Es tut gut, hier andere Meinungen lesen zu können!

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