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Wer leidet auch schon seit Jahren an Muskelzucken?

Bxo1


mag ja sein dass mehrer Muskeln zu Beginn betroffen sind ggf. mehrere Finger, Unterarm.

Aber nicht komplett entgegengesetzt oben und unten und dann noch links wie rechts ohne das man was in EMG sieht.

S*paro


Das war kein betroffenenbericht, sondern hier:

[[http://www.lateralsklerose.info/faszikulationen-weitere-fragen/]]

BXo1


o.k, von der Theorie her möglich, aber dennoch gibt es keinen Bericht von Betroffenen, der genau das so wiedergibt.

Jetzt mach Dich nicht verrückt.

s{tar*bucks34


Ganz klare Sache für den logischen Menschenverstand.

Bo1 hat vollkommen recht.

LQuci#3x2


Ja, Bo hat recht.

Jede kennt Fight oder Flight (Stressreaktion). Da heutzutage wir nicht diese Reaktion nur in Gefahrsituationen, sondern in Dauerstresssituationen zeigen, ist es klar warum Muskelzuckungen entstehen.

Durch die Daueralarmbereitschaft sind alle Muskeln angespannt. Angespannte Muskeln zucken. Kommt ein Krankheitsangst dazu, entsteht weitere Anspannung und so mehr Zuckungen.

leunqikx75


Hallo zusammen, ich zucke jetzt ziemlich genau 3 Jahre. Angefangen hat es im Januar 2013, vorzugsweise in der linken Wade (dieses Wurmartige Bild unter der Haut)

Mittlerweile zuckt es sporadisch überall mal am Körper, aber da dann heftiger und dafür zum Glück aber nicht (wie in den Waden) dauerhaft.

Alkohol hat mir auch immer sehr gut geholfen, ob ich die Symtome einfach nicht mehr wahrgenommen habe, oder ob sie im "Rausch" tatsächlich weg waren, kann ich nicht sagen, aber das war der Grund, warum ich letztes Jahr beschlossen habe, konsequent garnichts mehr zu trinken, ich muss ja irgendwie auch so damit klarkommen können ;-)

Nachdem ich, bis Ende letzten Jahres auch irgendwie allgemein relativ gut mit allem klar kam, setzte im Dezember aus dem Nichts plötzlich wieder eine Phase ein, in der ich unvermittelt Panik bekam und es brutalst in den Beinen zuckte, hatte dann im Januar nochmals einen Kontrolltermin im Klinikum Darmstadt, wo sich ein unverändertes klinisches Bild zeigte, alles unauffällig, bis auf wenige pathologische Spontanaktivitäten.

Ich selbst habe dann auch wieder mit den klassischen Krafttests angefangen, insbesondere Liegestütze, Klimmzüge und Kniebeugen, letztere kann ich mittlerweile einbeinig mit bis zu 5 Wiederholungen. Ist also definitiv ein Muskelaufbau möglich, was mich jetzt mal darauf schließen lässt, das dies unmöglich wäre, wenn die 3-Buchstaben Krankheit am Werke wäre (zumindest nach 3 Jahren)

Seit 3 Wochen bin ich zu Probesitzungen auch mal bei ner Psychologin, die mir in sofern Mut macht, dass Sie zwar sagt, dass wahrscheinlich nicht alles vom Kopf kommt (sinst wäre die Spontanaktivität ja nicht pathologisch) aber, dass der Kopf nach so langer Zeit sehr wohl die Symptome auslösen, bzw. extrem verstärken kann. Nach irgendwelchen standardisierten Fragebögen kam dann auch heraus, dass ich angeblich ziemlich depressiv sei, das Gehirn deswegen auch in seinen Botenstoff Funktionen neben der Spur sei und sich ausserdem in solchen Fällen ach einiger Zeit so etwas wie ein Schmerz- und Symptomgedächnis bildet, was dann sehr wohl ALLES an nur erdenklichen Symptomen verursachen kann, ohne dass man auch nur daran denkt.

Ich versuche wieder aktiv etwas entspannter an die Sache zu gehen, ud die eigentliche Angst vor ALS ist es auch nicht mehr wirklich, wenngleich ich das auch nicht zu 100 % schaffe. Vielmehr ist es das ungewisse und nicht zu wissen was es ist, und ob ich das irgendwann mal wieder los werde. %-|

eWikeV gaxme


bei mir ist es mittlerweile so das mich das permanete krampfgefühl im fuss stört ohne ende....hattest du krämpfe oder das gefühl davon?

lZunizk75


Also überwiegend das Gefühl, aber an den Füßen, insbesondere innen und an den großen Zehen auch häufig erlebte Krämpfe, die sich aber im Anfangsstadium recht gut abfangen lassen. Teilweise spielen die Zehen regelrecht "Klavier". Auf dem Bauch einschlafen geht wegen der damit einhergehenden Fußlage auch nicht.

Un dann noch vorzugsweise an den Handkanten. Weitere Krämpfe sind auch schon aufgetreten, jedoch habe ich Schwierigkeiten das jetzt mit den Symptomen in Verbindung zu bringen, oder ob das in meinem früheren Leben evt. auch schon, ohne jede Würdigung meinerseits aufgetreten ist.

Das Krampf"Gefühl" in den Füßen nervt aber halt extrem, das kann ich absolut nachvollziehen. >:(

e^ike gLaxme


nochmal ganz kurz zum schnell test heute morgen aufgewacht mit dem krampfgefühl im fuss war recht schlimm hatte dann meine mutter einkaufen gefahren dann war es so schlimm das ich dachte bekomm fuss in den krampf konnte meine finger nicht mehr richtig bewegen...zuckungen extrem in den unterschenkeln un wie immer sehr in den waden..

4 bier getrunken krampfgefühl so gut wie weg nicht ganz aber merke es nicht so...ich stell mir jeden tag die frage was ist nur los mit mir?freundin hat sich gestern getrennt sie kann das nicht mehr mitmachen...ich bin 28 und seit meiner karpaltunnel op ist mein leben die hölle

l}unink75


Also, folgendes kann ich aus meiner nunmehr 3-jährigen Erfahrung berichten. Krampfgefühl = in den seltensten Fällen wirklich Krampf, man denkt das in den meisten Fällen nur, weil es sich so anfühlt und der Muskeltonus wahrscheinlich auch so hoch ist, das man auf dem guten Weg ist, provoziert man dann da ganze, indem man diesen Muskel dann auch anspannt, oder irgendwelche wilden Bewegungen anstellt, kann es dann auch zum Krampf kommen (Habe ich ganz gerne im rechten Schienenbeinmuskel beim Autofahren, wenn ich dann ziehe und dehne, kommts auch schonmal zum Krampf, halt blöd beim Fahren)

Deshalb versuchen, einfach locker zu bleiben. Ich weiss, das ist sauschwer!!! Weitere Erfahrung, beim Krampfgefühl bekommt man zwangsläufig PANIK, der eine mehr, der andere weniger, was bei mir dann zu einem Gefühl der Komplettverkrampfung am ganzen Körper führt, inklusive SUBJEKTIVER Bewegungseinschränkung, sprich das erlebte reale Gefühl bestimmte Sachen und Gliedmaßen nicht mehr bewegen zu können (Vergleiche das mal mit jemandem, der Höhenangst hat (habe ich zufällig auch :)^ ) Der friert ja schier auch fest, wenn ihn die Panik hoch oben auf der LEiter erwischt, und kann sich subjektiv gefühlt, vor Kraftlosigkeit keinen cm mehr bewegen) Und mit der Panik kamen/kommen bei mir dann auch saustarke Zuckungen, vorzugsweise in den Füßen und Waden.

Wenn ich Nachts oder Morgens aufwache, gibt es Phasen, wo unmittelbar in diesem Moment garnichts Zuckt, wenn ich aber bspw. Wach werde, weil mich irgendein Geräusch erschrocken hat, bekomme ich Herzrasen und es fängt ruckzuck an zu Zucken. Für mich ein zusätzliches Indiz, dass der Kopf da eine sehr starke Rolle spielt.

4 Bier ist super, wie erwähnt, habe ich gut 2 Jahre auch recht regelmäßig, recht viel getrungen, 1 Flasche Wein Abends war super, kein Gefühl der Verspannung mehr, keine Schmerzen, und wenn es noch irgendwo gezuckt hat, war es mir wurst :)=

Dennoch muss Du da aufpassen, ich war ehrlich gesagt erleichtert, dass ich so einfach von heut auf morgen den Alkohol weglassen konnte. Ich will jetzt mein Leben nicht abstinent verbringen, aber bevor ich jetzt nicht das Gefühl habe, ich komme mit meiner Situation auch so klar, lass ich das einfach mal.

Das Zeichen ist für mich relativ klar, wir haben definitiv irgendeine organische Störung, ich will die Symptomatik jetzt nicht allein auf die psychosomatische Schiene Schieben, aber die Psyche tut halt noch ihr Übriges, glaub mir, ich bin auch schon durch die Hölle gegenagen, 3 Monate Krank geschrieben, wollte das HAus nicht verlassen, etc. Alkohol entspannt halt und macht ein Stück weit gleichgültiger, die Symptome an sich sind ja noch da, aber Du wertest sie anders, und die Panik/Angst bleibt größtenteils aussen vor, und verstärkt so nicht noch zusätzlich.

Ich und eigentlich alle hier wissen nicht genau, was und warum wir das haben, bei mir gibts mehrere Verdachtsmomente durch Nachweis von Antikörpern (Borrelien, Herpes, Campylobacter) Oder ganz normale Infekte, die blöderweise das Immunsystem auch fehlleiten können (Autoimmunreaktion), was auch nach einer OP passieren kann.

Ich kann mich nur anschließen, nach allem, was ich von den Docs weiss, ist Schmerz eher etwas im Endstadium einer ALS, solange du kraftmäßig nicht eingeschränkt bist (damit meine ich klinisch, nicht subjektiv) ist eigentlich, was ALS angeht erstmal Entspannung angesagt, es gibt leider, oder zum Glück noch 100 andere Dinge, die unsere Symptome auslösen können, die nicht tödlich verlaufen.

Wichtig ist, dass Du dich neurologisch gut durchchecken lässt, auf die Anamese vertraust und Dir dann auch die Tür für psychologische Hilfe aufhälst (Ich was auch skeptisch, aber so schlimm ist das nicht ;-D )

Momentan habe ich eine Phase, wo es mir nicht super geht, aber weit besser als wie zum Jahreswechsel. Mach ein bisschen Sport, nix wildes, Du musst Dich auch nicht weit von zu Hause entfernen, bewege Dich einfach ein bisschen (Spazieren wirkt auch schon Wunder, vor allem gewinnst Du wieder Selbstvertrauen, indem Du merkst, dass die erwarteten Horrorszenarien NICHT eintreten)

So, zu guter Letzt, das mit Deiner Freundin ist natürlich extrem kacke, meine ist bisher geblieben, aber ich hatte auch schon so einige Male das Gefühl, lange gehts nimer... Ich versuche, so gut es geht, das Thema nicht zum Bestandteil unserer BEziehung zu machen, helfen kann sie mir eh nicht, Sie weiss, was mit mir los ist, und kann somit Situationen auch einfach mal aushalten, in denen es mir bescheiden geht, sie weiss dann halt, was Sache ist. Du solltest Das Thema auch nicht zusehr allgemein auf andere projezieren, ansprechen kann man das Theme, das hilft sogar manchmal, einfach aus dem Gefühl heraus wenn man auf verständnisvolle Menschen trifft, aber man sollte diese Menschen dann auch nicht "terrorisieren" :(v

Der Kopf ist dreh und Angelpunkt, das sollten Dir die 4 Bier klar machen, Du hättest Dich nicht besser gefühlt, wenn dein Kopf da nix mit zu tun hätte...

lIun.ik7x5


...noch ein kleiner Nachsatz...ich habe gerade auch wieder ein kribbeln in der Zunge und irgendwie das Gefühl was im Hals zu haben, was ich ständig runterschlucken will, obwohl ich subjektiv jetzt sagen würde, ich bin relativ entspannt. Wäre ich jetzt mit irgendwas beschäftigt, was mich sehr einnimmt, würde ich das garnicht merken (Bewusstsein entsteht ja bekanntlich durch Wahrnehmung) Ablenkung scheint bei mir zumindest ansatzweise zu funktionieren.

Hinzu kommt, dass alle Symptome die ich habe, schonam schlimmer, aber auch schonmal besser waren (Anfang 2015 konnte ich so gut trainieren, dass ich wieder 15 km joggen konnte, da ist im Moment nicht dran zu denken) Was ich meine ist, wenns mal bergauf und mal bergab geht, dann aber auch mal wieder bergauf, kann es meiner Meinung nach eigentlich nichts chronisch/degeneratives sein.. :|N

s]tarbutck34


Pro pro zunge.

Hat jemand von euch auch häufiger Zungenzucken?

Bwo1


@ Eike,

das mit deiner Freundin ist wirklich kacke, aber in solchen Situationen sieht man eben erst wer wirklich zu einem steht. Ich brauch mit dem Thema auch nicht meine Frau volltexten, die verdreht auch nur die Augen und sagt, du machst jetzt nicht den Eindruck als das du die nächsten Monate aus den Latschen kippst :|N

Also behalte ich halt meine unneren Ängste und Sorgen für mich und versuche mir nix anmerken zu lassen. Wenn ich dann doch mal Redebedarf habe, suche ich in diesem Forum nach "Leidensgenossen" wie Euch @:)

Leider hat der Link von Sparo mich nun doch wieder unsicher gemacht, da es ja quasi mein Kartenhaus doch ins wanken gebracht hat. Die Antwort dort von dem Prof. sagt ja eigentlich aus, dass es in der Phase (Jahre for einer klinischen Schwäche) häufig zu generalisierten (also den ganzen Körper betreffend) Faszikulationen kommen kann. Eine Auffälligkeit merkt man im EMG auch nicht unbedingt in dieser Phase. Warum das so ist, weiß die Medizin noch nicht, ebenso weiß die Medizin ja auch noch nicht sicher was BFS auslöst. Von dem her ist in der sehr diffusen Frühphase in dieser Richtung nahezu alles möglich. Die Gewissheit wird nur die Zeit bringen (so oder so) ":/

Wäre schön wenn Jokeroder Küchlein**** @:) :)D das ein wenig relativieren könnte :°(

In meinem Befund von Ende September 2015 Steht:

Zurzeit keinerlei Anzeichen einer Amyotrophen Lateralsklerose

Auschluss Entzündung ZNS

Warum beim Bezug auf ZNS - Entzündung "Auschluss" und bei *** "zurzeit" ???

Der Auschluss bei der Entzündung heisst ja auch nicht, dass es nicht irgendwann doch mal kommen kann.

.... jetzt habe ich dann doch Austauschbedarf :-/

Was das Zucken angeht, so sind das eigendlich ganztags Minikontraktionen je nur einmal und ich spüre sie lediglich als kleine Kitzler aktuell ist die Fußsohle so ein Hotspot, ist aber tagsüber am ganzen Körper verteilt. Zunge ist ruhig. Ab uns zu habe ich (heute im Abstand von 5Min) kurz ein Muskelanspannung im linken Unterarm und kurz drauf in der rechten Wade gehabt. Das hatte keine Bewegung erzeugt, war aber großflächiger und nur ganz kurz. Hat sich eher wie ein Druckgefühl angefühlt, nicht wie Faszis oder Krämpfe.

Mist, ich war so schön draussen aus dem Loch :-/

B0o`1


... natürlich ist hier Deine Fach- sowie Sozialkompetenz auch gerfragt Luci32 @:)

..."zurzeit" heisst für mich, ich sehe zwar grade nix, aber ich kann es auch nicht ausschließen (weil eben ggf. noch zu früh)

l5uni)k75


Zungenzucken ja, wenn ausgeprägt auch nur selten vor kommt. Meistens ist es ein Kribbeln in der Zunge, was aber auch wieder weg geht (nach Tagen, oder Wochen)

Zum Link von Sparo...ich lese da etwas Anderes als "Jahre vorher" raus. Letztendlich würde mich das auch wundern, da ich von 5 Neuros die Aussage bekommen habe, dass Faszikulationen im Zusammenhang mit ALS dann auftreten, wenn bereits Nerven zu Grunde gegangen sind, d.h. für gewöhnlich eigentlich schon eine Schwäche VOR den Zuckungen eintritt. Die zuckungen sind immer Zeichen von Muskulatur, die versucht, sich neu zu "vernetzeen", was ihr aber bei ALS nicht gelingt, von daher würde die Schwäche (klinisch) kontinuierlich voranschreiten.

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