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Ich habe eine Frage zu MS

D8reaLmer_3x5 hat die Diskussion gestartet


Vor 2 Wochen war ich wegen eines gesundheitlichen Problems bei meinem Hausarzt. Nachdem dieses Problem besprochen war und er mir dazu einige Medikamente verschrieben hat, habe ich mit ihm besprochen dass ich im Januar nochmal vorbei komme, um eine größere Zahl von Symptomen abklären zu lassen. Er wollte dann natürlich wissen um welche Symptome es sich handelt und als ich sie ihm aufgezählt hatte meinte er, er wolle mich dann im Januar zum MRT schicken, denn diese Symptome würden alle auf MS hindeuten. Jetzt habe ich hier im Forum gelesen dass man MS eigentlich nur bis zu einem bestimmten Alter bekommt, deshalb meine Frage. Bis zu welchem Alter kann man überhaupt MS bekommen und wie wahrscheinlich ist es, dass man es vielleicht schon viele Jahre hat ohne dass es diagnostiziert wurde? Um den sicher kommenden Fragen vor zu greifen, ich bin bereits 59 Jahre.

Antworten
t0emxare


Meine Ex leidet unter MS und wir haben uns viel damit beschäftigt.

Man kann MS in jedem Alter bekommen, besonders häufig tritt sie jedoch im Alter zwischen 25 und 45 auf.

Da jede MS anders ist kann es sein, dass du es vielleicht auch schon viele Jahre hast ohne davon zu wissen, bzw durch starke Symptome darauf aufmerksam geworden zu sein.

s;lowsgaxn


Ich weiss da leider auch von keiner Altersobergrenze, meine aber, mal gelesen zu haben, dass die Schwere der Erkrankung oft grösser ist, wenn es in jungen Jahren auftritt. Wenn Du Dich informieren willst, würde ich eher auf Seiten wie die der DMSG (Deutschen Gesellschaft für Multiple Sklerose) schauen, als das gesunde Halbwissen inklusive meinem ;-) im Forum anzunehmen. ;-)

Aber vielleicht ertsmal die Diagnose abwarten, bevor Du Dich zuviel verrück machst. Selbst wenn, ist jede MS-Erkrankung anders und man sollte versuchen, jeden Schritt so nehmen wie er kommt. Alles Gute!

D(reame`r3N5


Hallo,

danke für die schnellen Antworten.

Die Symptome sind nicht alle auf einmal aufgetreten, sondern im Laufe der Jahre, nach und nach immer mehr dazu gekommen. Ich bin jemand der nicht immer gleich wegen ein paar wehwehchen zum Arzt rennt und gerade wenn es mir über einen längeren Zeitraum nicht so gut geht, nimmt das Empfinden dafür immer mehr ab, so dass es mir dann immer leichter fällt es aus zu halten. Wobei die Symptome auch nicht ständig gleich stark vorhanden sind. Nein, ich mache mich auch nicht verrückt, einer meiner Onkel hat bereits mit 18 die Diagnose bekommen, ist mit 75 gestorben und hat mit 70 seinen 2000qm Garten noch selbst gepflegt, ich weiss also dass das Leben, mit der Diagnose nicht unbedingt vorbei ist. Ich will es aber wissen, damit ich mich danach richten kann, also solange ich noch dazu in der Lage bin, mein Haus behindertengerecht herrichten und meinen Ruhestand zu planen. Ich bin selbstständig und bisher war meine Planung, auch mit 70 noch mein Geschäft zu betreiben, wenn ich die Diagnose bekomme (aber erst dann) werde ich evtl. umdenken müssen. Vielen Dank für den Hinweis auf die DMSG, ich werde mich mal auf deren Seite umsehen. Außerdem werde ich, nach der Diagnose, meine Partnerin einweihen müssen, ich glaube zwar dass sie zu mir halten wird, aber sie muss es wissen um selbst entscheiden zu können ob sie das will und kann.

Dreamer35

E%hemarligeYr Nwutzer (#46x9485)


Wow, selten Jemanden gesehen, der solche Worte des Hausarztes so nüchtern betrachtet.

Respekt.

Dass MS abgeklärt wird ist wohl ok. Allerdings sollte man auch gewisse Nährstoffmängel und die Schilddrüse nicht außer Acht lassen.

Deshalb würde ich Dir empfehlen auch folgende Werte mal abklären zu lassen.

TSH, fT3, fT4, Ferritin, Transferrin, Vitamin B12, Folsäure, Calcium, Magnesium, Vitamin D und eventuell auch noch die anderen B-Vitamine.

DLreaKmerx35


Nun ja, erstens war das ja noch keine Diagnose, sondern nur eine Vermutung, die abgeklärt werden sollte und zweitens weiss ich dass ich mit fast 60 Jahren jeden Tag damit rechnen kann dass sich das Leben ändert, oder sogar endet. Ich lebe halt schon immer jeden Tag so, als wäre es der letzte. Ich war letztes Jahr beim Endokrinologen, der hat, unter anderem, diese Werte ermittelt, da war alles ok, obwohl ich die Symptome auch da schon fast alle hatte. Eigentlich war ich dort wegen der Sexualhormone, weil meine Libido fast nicht mehr vorhanden war, er hat sich aber einen kompletten Überblick verschafft.

L&upci3x2


Viele MS Varianten laufen relativ langsam ab. Die paar Fälle mit den ich zu tun hatte (relativ wenig) hatten zuerst Symptomen im Fuß. Ein Art Schwäche die erstmal zurückging. Kam aber schubweise zurück und bildeten sich dann jedes mal schlechter zurück. Vom Alter her waren die Fälle zwischen 25 und 55 Jahre alt (Erstdiagnose). Hatte eine 46 jährige die trotzdem noch frei ohne Hilfsmittel laufen könnte. Eine andere hatte die Diagnose seit 15 Jahren und ging mit ein Rollator, hatte aber leider zusätzlich einen Schlaganfall.

Würde auch erstmal auf das MRT warten. Meine Hausärztin geht auch immer vom Schlimmsten aus und will sich absichern.

SCchwa[rz66x6


Bei mir kam die Diagnose dieses Jahr Ende April, ich bin 38. Es fing über lange Zeit mit immer stärker werdendem Kribbeln in den Fingerspitzen an, bis es dann zu Lähmungen und Spastiken in Fingern/Händen und kompletten Ausfall der Feinmotorik kam, zeitweilig ging garnichts mehr, kein Portemonnaie in die Hose stecken, kein Hosenstall zuknöpfen (hat best. 10min inkl. etlicher Verzweiflungsanfälle gedauert), heruntergefallene Kleinteile konnten nicht aufgehoben werden, eine Stulle essen war auf dem normalen Wege unmöglich, ging nur, diese auf den Handrücken zu legen und dann abzubeißen, Bedienung eines Handies oder Computers zeitweilig beinahe unmöglich.

Heute funktioniert alles wieder, allerdings habe ich immernoch eine gewisse Taubheit in den Händen und in den Füßen, sowie Mißempfindungen/Taubheit von den Beinen bis unterhalb der Brust. Ich komme jedoch gut klar damit, werde derzeit auch nur beobachtet und nehme (noch) keine Medikamente.

DVrXeamMer3x5


Ich habe z.B. merkwürdige Augenprobleme, die in unregelmässigen Abständen auftreten, dabei sehe ich plötzlich sowas wie schwarze Wolken vor den Augen und es gibt nur noch wenige kleine helle Flecken durch die ich hindurch sehen kann. Dann habe ich, seit ein paar Jahren, mit ständigem Einschlafen meiner Hände zu kämpfen (mindestens 5-6 mal pro Nacht), auch bereits so lange habe ich regelmässige Wadenkrämpfe. Seit wenigen Wochen ist das Gefühl dazu gekommen dass die Muskeln an meinem ganzen Körper permanent unter Spannung stehen und ich nachts, wenn ich mich mal strecke und dabei meine Muskeln überdehne, sogar Krämpfe in meiner Rückenmuskulatur bekomme. Ich habe weiterhin, in unregelmässigen Abständen, Zuckungen in beiden Zeigefingern, die ich dann nicht abstellen kann, aber auch in meinen Augenlidern. Dazu kommt seit 2-3 Jahren meine mangelnde Libido und immer mal wieder Erektionsprobleme. Zu guter letzt kommen noch Probleme mit der Blasenentleerung dazu, d.h. wenn ich auf Toilette gehe, dann kann ich meine Blase nicht mehr vollständig entleeren sondern muss innerhalb weniger Minuten mehrfach gehen, sonst gehts in die Hose und auch die Stuhlgangsfrequenz hat sich sehr verändert, bin ich früher höchstens alle 4-5 Tage gegangen, muss ich heute 2 mal am Tag. Keine Ahnung was davon jetzt MS ähnliche Symptome sind, nur, nachdem ich das meinem Arzt geschildert habe, hat er empfolen das MRT zu machen, wegen Abklärung MS.

Dmreaamer3x5


Ach ja, was ich noch vergessen habe, ich habe beim Sex nur noch ganz wenig Gefühl in meinem Penis, hat den Vorteil dass ich stundenlang kann, aber ich muss regelrecht kämpfen um überhaupt zum Orgasmus zu kommen und dann versagt er mir halt nach so langer Zeit auch manchmal den Dienst. Hab bestimmt noch einiges vergessen, reiche es noch nach wenn es mir einfällt. Da fällt mir gerade nochwas ein, ich merke seit ein paar Wochen dass sich meine Schrift verändert, es fällt mir immer schwerer einigermassen sauber zu schreiben.

Ssc7hwa=rz6x66


Hört sich ganz nach MS an. Jeder kann jedoch andere Symptome haben, nicht umsonst heißt es "Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern". Mit den Augen habe ich auch schon seit Jahren Probleme, allerdings hatte ich nie eine eigentlich MS-typische Sehnerventzündung. Blasenentleerungsstörungen habe ich keine, hat der Urologe kürzlich erst per Ultraschall überprüft, als ich wegen einer Harnwegsinfwektion dort war und nebenbei von meiner MS-Diagnose erzählt habe. Intim funktioniert noch alles, ackern muss ich eh schon immer, allerdings schlafft ER in ruhigeren Phasen oder Pausen auch schneller ab als früher, kann jedoch auch langsam altersbedingt sein.

D=rkeaqmerA35


Ja, die Blasenentleerungsstörung ist als einzelnes Symptom auch bereits abgeklärt, man hat unter anderem eine Ultraschalluntersuchung gemacht, bei der auch die Prostata überprüft wurde, war aber alles ohne Befund. Wegen der fehlenden Libido wurde auch alles mögliche überprüft, ich hatte auch einen relativ niedrigen Testosteronwert, doch alles noch innerhalb der Normwerte. Der Endokrinologe hat mir dann erklärt, jeder hätte eigentlich einen anderen Normalwert, der eine bräuchte eben mehr Testosteron als andere und ich wäre wahrscheinlich jemand der mehr braucht. Die Erektionsstörungen führe ich selbst darauf zurück, dass ich so wenig spüre, wenn man 2 Stunden "rammelt" und nix spürt, dann geht halt auch irgendwann die Lust weg. Kann alles natürlich auch altersbedingt sein, oder auch ein Rückenproblem, was natürlich auch für die einschlafenden Hände zutrifft und für die Muskelkrämpfe und die Erektionsstörungen können natürlich auch Durchblutungsstörungen verantwortlich sein.

Bleibt mir wahrscheinlich nur, das MRT abzuwarten.

D9reamBer35


Wollte mich nochmal kurz melden.

War inzwischen beim MRT, Ergebnis: keine MS. Ich bin natürlich erleichtert, jetzt stellt sich allerdings die Frage was es dann ist, denn die Symptome sind ja da. Wird mir nichts anderes übrig bleiben als mich komplett durchchecken zu lassen.

Nochmal danke für die Antworten.

Gruß

Dreamer35

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