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Was für eine Art Schwindel ist das? Wo finde ich Infos darüber?

l.wX9387x6 hat die Diskussion gestartet


Ich (24, normalgewichtig) leide seit ca. 1 Jahr unter einer Art "anschiebenden" Schwindel, der mich innerlich hin und her weht wie ein Wind und als eine Art fließender Strom von Zehen bis "mittlerer" Oberkörper geht. Dieser Schwindel ist 24 Stunden lang vorhanden und geht nie ganz weg. Selbst wenn ich mich zum Schlafen hinlege, merke ich, wie mich dieser innere Wind hin und her beutelt. Wenn jemand schon einmal ein Zolpidem genommen hat, dann weiß er, dass man am Anfang so ein schwebendes Gefühl bekommt. So ähnlich fühlt sich auch mein Schwindel an. Ich schwebe innerlich in die eine Richtung, dann wieder in die andere, dann dort hin, dann dort hin. Wenn ich mich hinstelle, die Augen zumache und die Arme ausstrecke, bemerke ich wie es mich vom unteren/mittleren Rücken ausgehend hin und her schiebt (Zolpidem habe ich übrigens schon ewig nicht mehr genommen, also ist es sicher kein Entzug oder sonst etwas). Das Ganze ist natürlich unglaublich nervig und saugt teilweise schon den Lebenswillen aus mir raus.

Das Ganze ist verbunden mit einem Schmerz im Bereich der LWS/BWS, der sich anfühlt als würde mir jemand einen stumpfen Gegenstand ins Kreuz drücken. Dieser Schmerz ist einmal stärker, dann wieder fast nicht spürbar. Bei langem unbequemen Sitzen verstärkt es sich. Bei aufgerichteten Liegen im Bett um fernzusehen oder zu lesen, verstärkt sich der Schmerz auch.

Laut Orthopäde verursachen verspannte Muskeln im Bereich der Wirbelsäule diese Zustände. Diese Diagnose hat er innerhalb von einer Minute stellen können... Wenn ich eine Physiotherapie mache, dann kapieren die Therapeuten nicht was ich meinen könnte, denn die kennen nur andere Schwindelarten wie z.B. man dreht den Kopf in eine Richtung und plötzlich wird einem schwindelig. Dass das Problem 24/7 besteht und fast schon an Ecstasy artige Anschiebzustände erinnert, kennen die nicht (natürlich hab ich es nicht genau so beschrieben). Darum wissen sie auch nicht wie sie mich jetzt therapieren sollen.

Angefangen hat es eigentlich mit Verspannungen/Versteifungen im Hinterkopf und Gleichgewichtsverlust beim Gehen. Schädel-CT wurde dann gemacht, aber zeigte nichts Besonders. Beim HNO war ich auch.

Dann machte ich irgendwann privat eine falsche Hebebewegung und es knackste im Bereich LWS/BWS. Sofort hatte ich das Gefühl, dass da jetzt etwas nicht stimmt. Irgendwie hat sich dann das Problem in diesen Bereich verlagert.

Bin dann zum Orthopäden und er stelle eben diese Verspannungen fest. Weil sich bei der Physio niemand auskannte und der die Rückenschmerzen auch nicht weggingen, bin ich dann noch einmal zum Orthopäden und drängte auf ein MRT. Das lehnte er zuerst ab und meinte wegen dauerhafter Schwindelzustände lässt er das nicht machen (weil das nicht auf etwas Organisches schließen lässt). Die Röntgenbilder von der Wirbelsäule hätten nichts Auffälliges gezeigt... Wenn dann überweist er mich nur wegen der Schmerzen zum MRT. Er bat mich zu zeigen wo es schmerzt und überwies mich dann zum LWS-MRT. Dieses zeigte dann auch nichts. Therapeuten haben mir aber seitdem bestätigt, dass der Schmerzbereich schon zur Brustwirbelsäule gehört... Soll ich jetzt noch ein MRT machen lassen?

Bedanke mich im Voraus für jeden Tipp.

Antworten
lVw~987x6


Wenn ich Alkohol trinke, verstärkt sich der Schwindel übrigens. Bei nervlicher Belastung auch.

Lgupox749


Hm, habe Deine Schilderungen wieder aufmerksam gelesen und glaube, dass Dich fortgesetzte, intensive Diagnostik nicht weiter bringt, da Du eigentlich schon alle wichtigen Untersuchungen schon hast.

Ich habe keine 100%-Erklärung für Dich, kann Dir aber aus meiner Erfahrung folgende Einschätzungen geben:

Du fühlst Deine WS- bzw. Verspannungsprobleme sowie den Schwindel zwar in festem Zusammenhang, sie müssen dennoch - zumindest ursächlich - nichts miteinander zu tun haben.

Wenn, dann entstehen chronische Verspannungen durch dauerhaften Schwindel und nicht umgekehrt.

Langfristiger 24/7 Schwindel ohne körperlichen Befund hat fast immer psychische Hintergründe.

Wenn Du einen therapeutischen Ansatz suchst, dann eher auf der psychischen Seite - parallel zur körperlichen Entspannung - das wiederum lässt sich auch gut kombiniert behandeln.

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