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Tage, an denen das Gehirn nicht richtig funktioniert?

DLelta[Draxgon hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

Ich habe da mal eine Frage: Gibt es bei Euch auch mal so Tage, an denen - für Euch scheinbar grundlos - das Gehirn nicht richtig zu funktionieren scheint?

Also erstmal zu mir ganz kurz:

Ich bin 26 Jahre alt, männlich und arbeite als Softwareentwickler. Zu Studienzeiten war ich damals stark übergewichtig (113kg bei 1,80m Körpergröße), aber das habe ich durch die Umstellung meiner Lebensgewohnheiten loswerden können (seither bin wieder begeistert im Wasserball als Torwart, beim Schwimmen und beim Wandern aktiv; seither koche ich meistens gesund und ausgewogen und habe Spaß daran; seither wiege und halte ich ein Gewicht zwischen 78 und 80kg). Ich bin mir natürlich bewusst, dass das dennoch seine Spuren hinterlassen hat - man sieht es ja äußerlich, an den "Schwangerschaftsstreifen".

Also ich habe im Allgemeinen eine sehr kopflastige, sitzende Tätigkeit und gleiche das - so gut ich kann - durch Bewegung aus.

Ansonsten bin ich soweit gesund.

Wie komme ich jetzt zu dieser - vermutlich etwas merkwürdigen - Frage

Es gibt einfach mal so Tage im Leben, an denen mein Gehirn morgens offenbar zu Teilen im Bett geblieben ist - das kommt nicht häufig vor, aber es kommt mal vor (alle zwei Monate mal für einen Tag).

Das sind dann Tage, an denen ich folgende Effekte beobachten kann:

-> Das Gedächtnis funktioniert nicht so, wie es soll. Mir fallen dann z.B. Namen nicht mehr ein oder ich kann bestimmte Erinnerungen einfach nicht greifen (obwohl sie quasi "auf der Zunge" liegen). Oder ich vergesse, was genau ich gerade eigentlich tun wollte und sitze dann einen Moment da, bis es mir doch wieder kommt. Wenn dann einer Anwender anruft und mich mit alltäglichen Dingen konfrontiert (z.B. der Bezeichnung einer Anwendung) kann ich die einen Moment lang nicht mehr einordnen und brauche weitere Kontext.

-> Generell bin ich unkonzentriert - ich verliere dann teilweise im Gespräch, wenn ich selbst rede, den Faden (also warum es eigentlich geht)

-> Ich neige an solchen Tagen auch zur Ungeschicklichkeit - selbst bei einfachen und alltäglichen Dingen. An solchen Tagen ist z.B. nicht damit zu rechnen, dass ich mit einer Tastatur gescheit umgehen kann und irgendwie geht dann generell alles schief: Beim Gemüseschneiden hüpft das Gemüse vom Brett; Ich stoße mit dem Arm Dinge um (sehr beliebt sind Tassen oder Flaschen); Meine Füße kollidieren dann gerne mit Ecken, Kanten oder Schreibtischbeinen usw.; Beim Essen fällt grundsätzlich was vom Löffel oder das Besteck vom Tisch oder ich stütze mich auf die Kante vom Teller, sodass der kippt) usw.

-> Grundsätzlich bin ich an solchen Tagen auch unfassbar leicht zu frustrieren (was nicht gerade praktisch ist, wenn gerade eh alles schief geht)

Eben solche Dinge, die einem sonst nicht passieren - zumindest nicht gehäuft. Als wären Teile des Gehirns morgens nicht vollständig aufgestanden.

Der ganze Spuk ist immer am nächsten Tage vorbei (oder nach einem längeren Mittagsschlaf)

Ich frage mich jetzt einfach, aus welchen Gründe solche "Ausfälle" passieren können.

- Ich führe - immer noch - ein Ernährungstagebuch, sodass ich nachvollziehen kann, dass ich genug und ausgewogen gegessen habe und auch Wasser sollte nicht das Problem sein. Ich trinke von natur aus recht viel in mich rein.

- Von sehr viel Stress kann ich in solchen Phasen meistens auch nicht berichten (mal gibt es welchen, mal nicht). Ich gehe ansonsten sehr gerne zur Arbeit, weil wir einfach ein super Team sind und mir mein Job meistens sehr viel Spaß macht.

- Ich schlafe ansich auch ausreichend (7 bis 8 Stunden sind die Regel)

Ich kann also tatsächlich keinen wirklichen Grund feststellen, warum ich solche Tage hin und wieder mal habe, an denen ich mit meinem Leben überfordert bin.

Habt ihr da eine Idee, woher sowas kommen kann? Es interessiert mich einfach mal.

Antworten
s0onjewmanxd


Hallo.

Ich möchte hier mal kurz antworten. Ich kenn diese Symptome die du beschreibst. Habe sie schon seitdem ich denken kann und leider auch jeden Tag. Bei mir werden diese Symptome von den Ärzten als AD(H)S zusammengefasst.

Wenn es bei dir aber nicht regelmäßig auftritt sondern nur ab und an wird es AD(H)S wohl nicht sein. Grundsätzlich war vor meiner Diagnose ein langer Ausschlussprozess notwendig. Vl ist es bei dir ja etwas in die Richtung Schlaf. Dass du ab und an nicht gut schläfst. Sowas musst du auch garnicht groß merken. Irgendwelche zirkadianen Rhythmen die durcheinander geraten. Ist aber nur eine Vermutung. Wenn es dir Sorgen macht lass es doch mal ärztlich abklären

Lg, Michi.

Dee6ltaeDrtagoxn


Hallo,

Danke für Deine Antwort. Normalerweise habe ich meinen Schlaf ansich gut unter Kontrolle - zumindest bin ich dieser Ansicht. Ich habe mich vor einigen Jahren angefangen mit Klarträumen zu befassen und in diesem Rahmen auch damit begonnen, meinen Schlaf unter die Lupe zu nehmen. Seither war ich eigentlich meistens deutlich entspannter bzw. frischer beim aufwachen.

Ich weiß: Jetzt kommen gleich wieder diejenigen, die das einfach nicht glauben wollen. Für mich ist es aber so und es ist fakt, dass ich regelmäßig ein gewisses Maß an Kontrolle über meine Träume habe ;-)

Natürlich kommt es vor, dass ich mal keinen guten Schlaf finde - das ist ja normal. Allerdings kriege ich das normalerweise mit. So direkt könnte ich zwischen diesem Tagen und einem schlechten Schlaf jetzt keinen Zusammenhang ziehen. Es kann natürlich trotzdem durchaus sein.

R'ighItNoxw


Man kann trotzdem man genug geschlafen hat so Tage haben. Ich habe das auch zwischendurch und ich kann solche Tage nur über die Bühne bringen wenn ich möglichst keine zu fordernden Arbeiten erledigen. Ich kann dann nämlich sagen, dass ich zu 100 % Fehler in meine Arbeit einbaue.

Wobei ich bei mir glaube dass es daran liegt, dass ich eigentlich vom Tag- und Nachtrhythmus her eine Eule bin, mich aber zwingen muss um 8 Uhr auf der Arbeit zu sein. Ich glaube mein Körper hat da an manchen Tagen ein Problem umzustellen. Und dann bin ich in diesem Tollpatschmodus.

WsildkatQer


Hallo DeltaDragon

Das ist sicher ein weites Feld. Schlafen kann ich gut, nach dem Aufwachen im Bett geht es mir auch noch gut, aber so nach einer 1/4 Stunde geht es los Benommenheit, Schmerzen.

Mit bewegen und beschäftigen wird es wieder besser.

Merke auch das ich Umlaute und so verwechsle ! %:|

Du treibst ja Sport was ich auch verstärkt machen sollte !!

Denke auch das das MRT vom Kopf nichts wesentliches bringen wird.

MfG gute Besserung *:) @:) :)* :)^ :)^

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