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Geplatztes Aneurysma...dringend Ratschläge und Gleichgesinnte

T^ogeePyxu hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

am Montag hat es uns leider sehr schwer getroffen. Unsere Mama, Oma, Schwiegermutter, Schwester, Tante und Ehefrau hat es mit 52 Jahren schwer erwischt. Nach einem Zusammenbruch mit schweren Kopfschmerzen kam sie mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus. Dort wurde dann durch ein CT ein geplatztes Aneurysma festgestellt. Direkt am Dienstag wurde dann auch notoperiert und die Blutung konnte mit drei Clips gut gestillt werden.

Bis zur OP war sie ansprechbar, also sie konnte auch sprechen. Sie konnte stets jeden erkennen und reagierte auch. Andererseits war sie jedoch auch ziemlich verwirrt und wusste z.B. nicht das sie im Krankenhaus ist. Man muss dazu sagen, dass sie sich an den Kopf schlug und nach Schmerzmitteln fragte....es muss also sehr schmerzhaft gewesen sein. Durch die Medikamente wurde sie bis zur OP zunehmend schläfriger, konnte jedoch weiterhin reagieren und Familie und Freunde erkennen. Die linke Seite zeigt sich vom Moment des Zusammenbruchs als gelähmt...also Gesichtshälfte, Arm und Bein. Die OP verlief gut und bisher entstanden auch keine Nachblutungen. Sie ist ausserdem immer noch im künstlichen Koma, da eine Druckmessung am Gehirn hart an der Grenze ist. Sie hat letzte Nacht angefangen zu husten und ihre rechte Hand zu bewegen. Daraufhin konnte man uns versichern, dass sie aus diesem Grund ziemlich sicher selbstständig atmen kann und auch der Gehirntod ausgeschlossen werden kann. Man kann also sagen, dass unter den bisherigen Umständen alles gut gelaufen ist, was gut laufen kann. Da man uns allerdings keine große Hoffnung macht und die nächsten 21 Tage wegen möglichen Spasmen wohl noch ziemlich gefährlich werden können leiden wir alle sehr.....

Es wäre schön wenn uns jemand seine Erfahrungen mit vielleicht ähnlichem Verlauf schildern kann. Vielleicht hat auch jemand Ahnung von dem Thema und kann uns was zu den Dingen die bisher geschehen sind was sagen. Ist es besser, dass sie das aus dem Koma immer weiter verschieben oder ist es schlechter? Wir wissen einfach nicht was wir tun sollen....es sind momentan wirklich alle an ihren Grenzen. Wie soll man 21 Tage unter solchen Umständen verbringen? Natürlich ist ausserdem auch noch die Angst vor dem Aufwachen da....welche Funktionen zum Beispiel och vorhanden sind...

Ich bedanke mich ganz sehr fürs Durchlesen,

Liebste Grüße!

Antworten
Elhfemaliger N}utze{r (#54x5421)


Mein Vater hatte 1996 eine Aneurysma-OP in Hamburg. Seins ist allerdings nicht geplatzt, hat aber auch schon in Hirnareale eingeblutet, es wurde mit einem Clip gestillt. Er lag eine Woche im künstlichen Koma.

Er hatte Glück und behielt keine bleibenden Schäden, keine Lähmungen, nichts. ER musste ca ein Jahr Blutverdünner nehmen.

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass Eure Mama wieder auf die Beine kommt :)*

L[uci3x2


Hallo

Es ist wichtig sie in künstliche Koma zu halten, damit das Gehirn heilen kann.

Das Gehirndruck ist hoch: sie hat eine Schwellung. Aus eigene Erfahrung kann ich sagen, dass das unglaublich schmerzhaft ist. Das kriegt man mit Schmerzmittel nicht im Griff. Sie wird vermutlich erst richtig auferweckt, wenn der Druck untern ist.

Ist man Hirntod kann man das Arm nicht bewegen. Sehr positives Zeichen.

Mit Spasmen - meinst du Epilepsie?

wvaivIe_sedvexn


Hallo,

ein Kollege hatte vor zwei Jahren ein geplatztes Aneurysma. Er lag mehrere Wochen im Koma und ehrlich gesagt, hatten wir nicht mehr damit gerechnet, dass er jemals wieder richtig ansprechbar sein würde. Aber: 3 Monate später konnte er uns anlässlich seines Firmenjubiläums besuchen. Er hatte sehr viel abgenommen, wirkte irgendwie stark gealtert und tat sich noch schwer mit dem Sprechen. Wir waren sehr positiv überrascht.

Mittlerweile hat er sich weiter erholt und wirkt auf den ersten Blick fast wieder wie früher. Allerdings kann er - zumindest derzeit - nicht mehr arbeiten und hat jetzt erst mal eine befristete Rente.

Er selbst ist jedoch zufrieden, dass er weiter leben darf und weiß das Leben wohl mehr zu schätzen als vorher.

Ich wünsche euch alles Gute für diese schwere Zeit!

Bxen;itraB.


Den Verlauf kann nie jemand vorhersehen.

Monika Lierhaus hat Jahre gebraucht.

m.usicGu)sx_65


Wir wissen einfach nicht was wir tun sollen...

Während des künstl. Komas könnt ihr wohl nicht sehr viel tun. Kontakt halten mit den Ärzten (ohne diese ständig zu "löchern" bzw. zu nerven). Ansonsten passt gut auf euch selbst auf, bleibt gesund - das ist sicher auch im Sinne der Patientin.

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