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Dauerschwindel seit 2 Jahren...Suizidgedanken

mLelin(apxa hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich leide, wie anscheinend mehrere hier von euch, seit 2 Jahren und 1 Monat an Dauerschwindel. Er ist immer da, IMMER, jede Sekunde, ich gehe damit schlafen und ich wache damit auf. Es ist nicht mal ansatzweise beschreiblich wie unglaublich zermürbend das ist. Meine gesamte Lebensfreude ist dahin. Ich will nicht mehr. Was hat das Leben für einen Sinn? Mir geht es eben seit 2 Jahren nur noch beschissen und ich heule jeden Tag unaufhörlich. Und das Schlimmste: ich hab keine Hoffnung mehr. Wenn es bis jetzt nicht besser geworden ist dann wird das vermutlich nie wieder. Und das wars dann.

Angefangen hat alles mit einem ganz gewöhnlichen Infekt, wie Grippe. Eines Nachts bin ich dann aus dem Schlaf aufgeschreckt, weil mir so extrem schwindlig war. Bin dann sofort auf die Klinik, um alles durchchecken zu lassen, ohne Befund. Es besserte sich nicht. Es folgten unzählige, an der Zahl 33 Ärzte und ein stationärer Klinikaufenthalt, aber niemand konnte auch nur irgendetwas finden. Nach 7 Monaten konnte mir ein Arzt in der Schwindelambulanz Sinsheim bei Heidelberg eine rechtsseitige vestibuläre Neuritis nachweisen, dh ein Teilausfall des rechten Gleichgewichtsnervs. Ich sollte Übungen machen um das linke Organ zu stärken, sodass eine Kompensation passieren könne.

Es half aber nichts. Es ging zwar ca 2 Monate besser, aber beim nchsten Schnupfen kam alles wieder.

Und so weiter und so fort. Ich führe kein normales Leben mehr. Ich fühl mich komplett unverstanden und eines glaub ich einfach nicht: dass dieser Scheiss psychisch ist....so fühlt sich das nicht an, und Psychopharmaka in Verbindung mit Gesprächstherapie haben auch null gebracht.

Meine Hoffnung ist weg. Ich hab aufgegeben. Ich glaube dass das nie aufhört!

Ich hab keine Ahnung wie ich die Aussicht auf lebenslangen Schwindel aushalten oder akzeptieren soll OHNE mich vorher umzubringen.

hat irgendwer Tips wie man damit umgehen kann oder was ich tun kann mir dieses Schicksal irgendwie zu erleichtern?

Bin für alles dankbar!

Lg melina

Antworten
LAupo7R4U9


Es ist nicht mal ansatzweise beschreiblich wie unglaublich zermürbend das ist. Meine gesamte

Lebensfreude ist dahin.

@ melinapa

Es gibt einige hier, die das nachfühlen können, weil sie es selbst erleben oder erlebt haben.

Ich hatte 38 gute Jahre und war fest überzeugt, jetzt kommt halt die beschissene Hälfte meines Lebens.

Ich führe kein normales Leben mehr.

Meine gesamte Lebensfreude ist dahin.

Meine Hoffnung ist weg. Ich hab aufgegeben. Ich glaube dass das nie aufhört!

Was hat das Leben für einen Sinn?

Das alles sind ziemlich depressive Aussagen und dazu passt dann diese Einschätzung überhaupt nicht:

... eines glaub ich einfach nicht: dass dieser Scheiss psychisch ist....

Es ist sogar ziemlich deutlich "psychisch" und mittlerweile auch gar nicht mehr so wichtig, ob die Depression durch den Schwindel gekommen ist oder umgekehrt.

Ich hab keine Ahnung wie ich die Aussicht auf lebenslangen Schwindel aushalten oder akzeptieren soll OHNE mich vorher umzubringen.

Schon alleine deswegen musst Du dringend in professionelle Behandlung.

Glaube mir, es ist heilbar und ich wünsche Dir alles Gute dafür :)*

mPeli!napa


ja, ich weiß dass ich mittlerweile eine handfeste Depression habe...eh klar wenn man sich als junger Mensch (27) so lange Zeit beschissen fühlt...sorry für die Sprache,...ich muss echt jede Sekunde kämpfen, und fang von einer Sekunde auf die andre an zu heulen, sodass ich gar nicht mehr aufhören kann.

Du sagst es is heilbar...wie? Hast du es überstanden?

lg und danke für die Antwort!

_~Parv?atix_


Nach 7 Monaten konnte mir ein Arzt in der Schwindelambulanz Sinsheim bei Heidelberg eine rechtsseitige vestibuläre Neuritis nachweisen, dh ein Teilausfall des rechten Gleichgewichtsnervs. Ich sollte Übungen machen um das linke Organ zu stärken, sodass eine Kompensation passieren könne.

Es half aber nichts. Es ging zwar ca 2 Monate besser, aber beim nchsten Schnupfen kam alles wieder.

Es half nichts? Kann ja nicht sein, wenn es dir immerhin zwei Monate dadurch besser ging ;-) Also hat es im Grunde schon geholfen, nur hat eine Infektion das Ganze wieder aufflammen lassen. Die Frage ist nur: Hast du dann einfach mit den Übugen aufgehört oder hast du trotzdem weiter gemacht?

Ich fühl mich komplett unverstanden und eines glaub ich einfach nicht: dass dieser Scheiss psychisch ist...

Auf jeden Fall ist eine psychische Komponente nicht ausgeschlossen. Du hast zwar eine Diagnose die besagt, dass du ein physisches Problem hast, aber das heißt ja nicht, dass du nicht auch psychische Beschwerden haben kannst. Zudem muss man den Körper auch als ganzes betrachten. Wenn es dir physisch nicht gut geht, geht es dir zwangsläufig psychisch auch nicht gut. Man kann daher beides nur schwer trennen. Gerade, wenn körperliche Beschwerden lange anhalten, leidet die Psyche umso mehr, wie du ja selbst schon festgestellt hast. Das Problem an de Sache ist, dass man dann in eine Art Teufelskreislauf kommt. Denn umso mehr die Psyche leidet, umso mehr werden die körperlichen Beschwerden negativ beeinflusst.

Aber wie kann man den Kreislauf durchbrechen? Nun ja, ich kann jetzt nur aus der Sicht eines chronischen Schmerzpatienten berichten.... Mir hat es schon sehr geholfen mich nicht durch die Schmerzen unterkriegen zu lassen. Ich versuche Tag für Tag meinen Alltag so gut es geht zu bewältigen. Ich bestimme meinen Tag - nicht meine Schmerzen. Ich kenne aber auch meine Grenzen und gönne meinem Körper auch seine Auszeit. Aber ich muss mich auch fordern, sonst würde mein Körper nur verkümmern und die Schmerzen würden nur wieder schlimmer werden.

Infekte schmeißen mich übrigens auch wieder schnell aus der Bahn. Zum einem werden verschlimmern Infekte meinen Schmerz und zum anderen kann ich bei Infektionen. Keinen Sport treiben, was auch wieder zu einer Verschlimmerung der Beschwerden beiträgt. Es dauert, selbst nach einem Schnupfen, wider eine Weile, bis ich halbwegs auf dem Damm bin.

m8eli}napa


Ja, es ging dann besser, nach 3 Monaten Übungen, oder warum auch immer....durch den erneuten Infekt kam alles zurück, und seit dem wurde es nie wieder...trotz Übungen. Der Arzt in Sinsheim meinte mein Gehirn kompensiert die Verletzung nicht ordentlich sollte ich aber mit Übungen wieder in den Griff bekommen...nur das passierte nie...ich wurde imemr wieder krank, ein Rückschlag nach dem anderen...mein Immunsystem funktioniert nicht..ich war ind en letzten 3 Monaten ca 4 Wochen krank...mit extremen Schwindel...es iwrd einfach nicht besser.

Und natürlich hab ich versucht mich nicht unterkriegn zu lassen, tagein tagaus, aber nach 2 Jahren geht es einfach nicht mehr....ich kann nicht mehr...ich arbeite 40h um abgelenkt zu sein, ich geh mit Freunden aus und versuche es zu ignorieren aber jetzt ist ENDE, aus, ich kann das nicht mehr,....ich will nicht noch weitere 2 Jahre so leiden, am liebsten würd ich einfach aufhören zu existieren....das ist doch kein Leben....was soll das noch bringen?

Buadexbär


Was war das denn für eine Gesprächstherapie die Du gemacht hast? Also, welche Richtung, welche Dauer? Was war der Ansatzpunkt? Wie lief es für Dich?

mielinBapa


ich war bei so vielen Psychologen...und ich hab das alles so gehasst.....weil ich mir nicht einreden lassen will dass ich einen Knall hab...der Schwindel ist keine Folge von meiner kaputten Psyche...hundert pro nicht!!! ich hab jede Therapie abgebrochen... nie länger als 1/2 Monate...

B3ad2ebär


Waren das Psychologen (Therapeuten) oder Psychiater? Heißt das also, Du warst bei keinem mehr als 2-3 Mal?

Dein Leidensdruck ist doch anscheinend sehr hoch. Sag Dir einfach rational, dass der psychische Ansatz mit Abstand am realistischsten für Dein Leiden ist und lass Dich drauf ein. Das kann Dir niemand abnehmen, das kannst Du aber gemeinsam mit einem guten Therapeuten tun. Das bedeutet nicht, dass Du einen "Knall" hast.

Was hast Du zu verlieren? Warum hast Du die Sache immer abgebrochen? Im schlimmsten Fall lernst Du doch bloß etwas über Dich selbst. Außerdem bekommst Du Unterstützung im Rahmen Deines Zustands und Du sagst ja selbst, dass Du mittlerweile in einer Depression steckst. Wir haben ein wirklich gutes System um sich da Hilfe zu besorgen, nimm sie in Anspruch!

m8elin/apxa


ich konnte dem einfach nie was abgewinnen, oder ich war einfach nur bei Idioten, kann auch sein....ich sollte erwähnen dass ich aus österreich bin...da haben wir kein System das psychosomatische Behandlungen unterstützt...aber was soll das groß bringen? Den Schwindel können die mir auch nicht nehmen...

B~adexbär


Möglich, dass Du nur bei Idioten warst. Wenn Du aber immer nach 2-3 mal gegangen bist, konnte sich da natürlich auch nichts entwickeln.. das genügt doch nicht einmal für eine Diagnostik.

Ich kannte jemanden, der 9 Jahre lang Schwindel hatte. Permanent, sagt er, egal was er tat. Letztlich hat er dann eine gute Therapie gemacht und diverse Lebensumstände geändert, die er gar nicht als direkt belastend auf dem Schirm hatte, die es aber offenbar taten. Der Schwindel ist mittlerweile verschwunden. Psychosomatisch ist wirklich sehr viel möglich. Wenn Dein Leidensdruck so hoch ist, solltest Du dich darauf einlassen. Denn wie gesagt: Was hast Du zu verlieren?

mPeli,napa


Ich kann mir einfach nicht vorstelen dass das psychisch ist.... Das kann einfach nicht sein... Das fühlt sich verdammt körperlich an... Vor allem verschlechtert es sich sobald ich körperlich angeschlagen bin..und es ist erneut aufgeflammt als ich psychisch bestens gelaunt war und dachte es sei vorbei... Logik?

9 Jahre? Vorher spring ich vom Hochhaus...

B>a;debxär


Psychosomatik ist ja auch ..."wenn die Seele durch den Körper spricht". Natürlich fühlt sich das verdammt körperlich an. Ich kenne den Fall von einem Jungen, der 4 Wochen nicht mehr aufs Klo gehen konnte und dem im Krankenhaus von Außen ein Einlauf verpasst werden musste. Für den hat sich das auch verdammt körperlich angefühlt. Die Ursache war aber psychosomatisch.

Was denkst Du, woher Deine so starke Abwehrhaltung gegen diesen Erklärungsansatz kommt? Klar, es ist schwieriger, weil es gefühlt nicht mehr "von außen" kommt, sondern etwas inneres, eigenes ist. Und sich damit auseinanderzusetzen ist meistens ein schwieriger Schritt.

Menschen bekommen Panikattacken aus heiterem Himmel und sagen sie hätten sich eine Sekunde vorher noch bestens gefühlt. Da steckt eine komplexere Logik hinter, so einfach ist das nunmal nicht.

_YParv#ati_


Wenn man sich auf eine Therapie nicht einlassen kann, dann bringt sie auch nichts. Aber ist es wirklich eine Alternative sich als Ausweg den Freitod zu wählen? Sollte man nicht lieber alle Möglichkeiten ausschöpfen, die einem angeboten werden?

aber was soll das groß bringen? Den Schwindel können die mir auch nicht nehmen...

Bei der Behandlung meiner Schmerzen ging es auch nicht darum, mir diese zu nehmen. Das ist leider nicht immer möglich. Die Beschwerden können aber gelindert werden und man kann in einer Therapie lernen, trotz der Beschwerden ein halbwegs gutes Leben zu führen.

Ich kann mir einfach nicht vorstelen dass das psychisch ist..

Ja, und? Hilft dir das weiter?

Das kann einfach nicht sein... Das fühlt sich verdammt körperlich an.

Mag ja sein, aber inwieweit hilft dir diese Erkenntnis? Nochmal: Körper und Psyche kann man nur schwer trennen! Dir geht es psychisch schlecht, was du ja auch nicht abstreitest. Und ja, die Ursache deiner Beschwerden mag vielleicht körperlich sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass es dir psychisch schlecht geht, oder?

Was du gehen den Schwinden tun kannst, wurde dir ja gesagt. Du kannst mit Übungen dein Gleichgewichtsorgan trainieren. Wenn dich aber immer wiederkehrende Infekte aus der Bahn werfen, kommst du nicht drumrum dafür zu sorgen dein Immunsystem zu stärken. Dazu gehört eine gesunde Ernährung, Sport und eine ausgeglichene Psyche.

A~l'ex84QMuc


Ja da gebe ich recht. .. Durch Sport, bessere Ernährung und gesünderer Lebensweise hab ich es auch mal geschafft diesen dauerhaften SymptomMix zu elemenieren. Für ein halbes Jahr. ... Seit dem wieder alles beim alten... Ich glaub ich konnte auf Dauer die "neue" Lebensweise nicht akzeptieren. .. Oder wollte dass sie zu schnell normal ist... Durch die ständigen Gedanken dass man doch Sport machen muss, nicht mehr raucht usw. Wird man glaub ich dauerhaft daran erinnert dass man das tut weil was nicht stimmt. .. Und da spielt die psyche die Rolle, welche aber nicht unbedingt die Ursache sein muss... glaub ich bei mir felsenfest auch nicht...

Aber gehört mit dazu..

mdelianjapa


ich kann keinen Sport machen, wei sich der Schwindel verstärkt....und natürlich hab ich mich dann trotzdem dazu gezwungen...aber es blieb immer derselbe Effekt...sobald der Puls höher wurde, sobald ich mich anstrengte wurde es nur noch schlimmer...ernähren tu ich mich gesund, ich schlafe genügend, Alkohol konsumiere ich nie, und bin strikte Nichtraucherin...

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