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Ebv gefolgt von MS?

N/addwl93 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

da ich nicht mehr weiß an wen ich mich wenden soll, hoffe ich, dass ich hier irgendwelche Tipps bekomme, bzw. jemand finde, dem es genauso geht..

Das Ganze hat bei mir 2013 angefangen, als ich an Pfeifferischem Drüsenfieber erkrankt bin. Ich hatte damals Fieber, fürchterliche Gelenkschmerzen in der Nacht und als ich morgens aufgewacht bin, hatte ich ein Kribbeln in den Beinen, jeweils vom Fuß bis zum Knie und eine extreme Schwäche gespürt. Nach einigen Tagen habe ich einen Arzt aufgesucht, da ich das Gefühl hatte dass mir beim Gehen die Füße wegknicken, und ich hatte so ein so starkes Schwächegefühl, dass ich teilweise nicht mal eine Tasse in der Hand halten konnte. Der Arzt hat es damals als "kleinen Infekt" interpretiert und meinte, dass es mir nach ein Paar Tagen Bettruhe sicherlich besser gehen würde. Das tat es aber nicht.

So bin ich 6 Monate lang rumgelaufen, mit diesem Schwächegefühl, Gelenk- und Muskelschmerzen (so wie ein starker Muskelkater, obwohl ich damals nicht mal im Stande war Sport zu machen), dem Kribbeln in den Beinen. Hinzu kamen Muskelzuckungen, die bis heute anhalten. Erst am Bein und später am ganzen Körper.

Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und habe einen Internisten aufgesucht. Er hat darauf ein großes Blutbild angeordnet. Außer dass ich wohl vor einigen Monaten EBV gehabt haben muss, konnte er mir nichts sagen. Alle Werte seien in Ordnung. Immerhin wusste ich endlich, womit mein Zustand zusammenhing.

Seitdem sind nun fast 3 Jahre vergangen und mein Zustand verschlechtert sich zunehmend.

Meine linke Hand zittert beispielsweise, wenn ich zielgerichtete Bewegungen damit auszuführen versuche. Ich kann nicht mehr nach kleinen Gegenständen greifen, bzw. sie in die Hand nehmen, weil sie dabei so zittert. Das gleiche passiert auch schon bei leichter Anstrengung, wenn ich z.B. auf die Zahnpasta-Tube drücke. Dementsprechend sind meine Bewegungen sehr ungeschickt geworden. Ich greife oft irgendwo daneben oder lasse Dinge runterfallen.

Das Kribbeln, welches ich anfänglich in den Beinen hatte, ist nach ca. 6 Monaten verschwunden, dafür spüre ich häufig eine Art Taubheitsgefühl bzw. Vibrationen in meinen Füßen, die immer nur einige Sekunden anhalten, jedoch mache ich mir diesbezüglich trotzdem Sorgen, da es wie gesagt häufiger auftritt.

Hinzu kommt, dass ich in den letzten Monaten jeweils über einen Zeitraum von 3-5 Tagen Probleme hatte, was das Blase-Entleeren angeht. Ich hatte von einer Sekunde auf die andere, extremen Harndrang gehabt bzw. das Gefühl gehabt, die Blase nicht komplett entleeren zu können, was eben mehrere Tage angehalten hat.

Ich habe fürchterliche Gelenkschmerzen schon nach kleinsten Anstrengungen (z.B. Treppen steigen) und bei stärkerer körperlicher Anstrengung z.B. beim Sport muss ich das Training teilweise nach kurzer Zeit unterbrechen, weil meine Beine so zittern, dass ich nicht mehr weitermachen kann.

Meine Gliedmaßen schlafen extrem schnell ein. Wenn ich meine Arme im Liegen nach oben strecke, schlafen sie nach einigen Sekunden schon ein.

Vor eineinhalb Jahren habe ich dann das erste Mal einen Neurologen aufgesucht, der jedoch nach einem kurzen Test meiner Reflexe und einem EEG mich für vollkommen gesund erklärt hat. Meine Beschwerden seien psychischer Natur, ich solle mehr Sport treiben und "entspannen", das würde besser werden.

Ich ließ also ein weiteres Jahr vergehen, bevor ich einen anderen Neurologen aufgesucht habe. Dieser hat immerhin eine komplette neurologische Untersuchung gemacht, jedoch ebenfalls nichts gefunden. Ein MRT hat er ebenfalls nicht verordnet. Am Ende sagte er mir "solche Störungen kommen manchmal vor. Versuchen Sie sie zu ignorieren". :-/

Und nun sitze ich hier, da ich sie eben nicht ignorieren kann. Meine größte Sorge ist, dass ich MS haben könnte, da viele Symptome die ich habe, darauf hindeuten. Der Intentionstremor der Hand, die Blasenentleerungsstörungen, die Schwäche in den Muskeln, die Missempfindungen in den Beinen,..

Mittlerweile gibt es fast keinen Tag an dem ich nicht heule, weil ich das Gefühl habe, die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren. Mein Freund nimmt meine Beschwerden nicht ernst, weil er der Meinung ist, ich würde mich zu wenig bewegen und dass das die Ursache sei. Deshalb rede ich nicht mal mehr mit ihm darüber.

Vielleicht hat jemand hier, etwas ähnliches erlebt und kann mir weiterhelfen...

Liebe Grüße,

Naddl

Antworten
Cwar=amalxa 2


Für mich hört sich das nach einer Polyneuropathie an, die durchaus durch eine Erkrankung ausgelöst werden kann.

Irgendetwas ist wohl zuviel für den Körper gewesen. Genaue Ursachen herauszufinden ist auch für Ärzte nicht leicht.

Was mir immer als erstes einfällt, ist die Frage: Bist du mit Nährstoffen gut versorgt: B12, Vit. D, Zink, Selen, Mangen, Ferretin, Eisen, Folsäure, überhaupt die B-Vitamine. Solche Werte sind im großen Blutbild nicht enthalten und man sieht sie auch nicht, es sei denn der Mangel ist so groß, dass bereits größere Schäden im Körper entstanden sind. Trotzdem können aber viele Körperfunktionen bei Mängeln nur noch ungenügend arbeiten.

Das zweite ist, dass der Körper so eine Art Zellgedächtnis entwickeln kann und dann gewisse Prozesse immer wieder in Gang bringt, durch kleinere Auslöser, die auch bei der Erkrankung vorhanden gewesen sind. Da gibt es Anleitungen, wie man dass wieder selbst umprogrammieren kann. Aber auch hier ist wohl eine gewisse Vorsicht angesagt, denn wie ich hier im Forum gelesen habe, gibt es tatsächlich dabei sektenähnliche Institutionen, die unseriös meinen und meinen bei Nichtgelingen jemanden beschuldigen zu können. Ich kenne selbst Fälle bei denen die Umprogrammierung von Überempfindlichkeiten und Allergien funktioniert hat. Aber ob das bei dir und der vorliegenden, noch nicht nicht ganz diagnostizierten Krankheit auch zutreffen kann, dafür ist es wohl noch zu früh. Du musst erst genau wissen, was du hast.

Leider bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen nicht alle Vitamine- und Mineralstoffe. Selen ist z.B. recht teuer, um es testen zu lassen. Man kann aber einem Mangel gut vorbeugen, indem man ein, zwei Esslöffel Kokosflocken täglich isst. Dann kann man sich auch die Tabletten sparen, denn in Kokosflocken ist sehr viel Selen enthalten, wohingegen ansonsten viele Menschen hier Mängel haben in Deutschland. Selen ist für die Antikörperbildung und für das Immunsystem ein wichtiger Stoff.

C,arHamaxla 2


Soll natürlich heißen:

, die unseriös sind . . .

N{adpdl93


Aber kann eine Polyneuropathie so lange anhalten? Ich kenn mich da ziemlich wenig aus und habe eben nachgelesen, dass sie eher durch Borreliose, Diabetes und co. ausgelöst wird..

Cqaraymalax 2


Eine Bekannte von mir hat durch ein Medikament eine Polyneuropathie bekommen. Sie hat damals im Krankenhaus angerufen und der zuständige Arzt meinte, diese könne lange andauern, sogar chronisch werden. Ich würde das abklären lassen.

S!paro


Ich glaube, am besten wird es sein, wenn du in eine neurologische Praxis gehst, In der auch viel Diagnostik gemacht wird. Dann können die mal ein emg machen und ein evtl liquor abnehmen, danach kannst du beruhigter sein. Viele unserer Symptome ähneln sich, sogar das mit dem Harndrang habe ich auch. Ich geh auf Toilette, lege mich ins Bett und 5 min später habe ich das Gefühl wieder zu müssen, dann gehe ich und es kommt nicht viel. Bei sowas kann ich mir allerdings schon vorstellen dass das psychisch ist.

L"ucix32


Würde die HWS abgeschaut? Auch ein Lumbalpunktion wäre vielleicht nicht verkehrt. Ein MRT bringt nichts. Es wird unauffällig sein. Du beschreibst periphere Störungen und keine zentralen.

Da es in Verbindung mit einen Infekt steht - neurologische Ambulanz (Poliklinik/Krankenhaus) wäre sinnvoll vor man direkt auf die Psyche abzielt.

tsatxua


Unabhängig von den ursprünglichen Symptomen, hast du inzwischen glaube ich zusätzliche Probleme durch Symptome googeln bekommen.

Zum Beispiel:

... was das Blase-Entleeren angeht. Ich hatte von einer Sekunde auf die andere, extremen Harndrang gehabt bzw. das Gefühl gehabt, die Blase nicht komplett entleeren zu können, was eben mehrere Tage angehalten hat.

Das ist unlogisch.

Es gibt ganz Kopf zwei verschiedene Arten von neurogenen Blasenentleerungsstörungen. Nicht mehr richtig oder gar nicht mehr pinkeln können oder ganz schnell ganz dringend auf die Toilette müssen. Es gibt tatsächlich auch Mischformen, aber seltener und schon das nicht zu Beginn einer möglichen MS.

Dementsprechend passt das Gefühl die Blase nicht richtig entleeren zu können nicht zu der Drangsituation. Dahinter stecken jeweils unterschiedliche Schädigungsmuster der Nerven und das an unterschiedlichen Orten im Gehirn und im Rückenmark.

Du nimmst beides wahr, weil du beides irgendwo als typisch für MS gelesen hast.

Man kann sich leider solche Art Probleme durch Selbstsuggestion selber einhandeln.

E+hCemaligper Nut<zer {(#458n87y1)


EBV steht im Verdacht, Autoimmunkrankheiten auszulösen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Du MS hast.

Wurdest Du mal auf Borreliose getestet? Kannst Du Dich an einen Zeckenbiss mit Wanderröte erinnern?

Mein Freund nimmt meine Beschwerden nicht ernst, weil er der Meinung ist, ich würde mich zu wenig bewegen und dass das die Ursache sei.

Was willst Du mit so einem Typen?

Nraddlx93


Ich wurde nicht auf Borreliose getestet aber ich bin mir auch zu 99,9% sicher, dass ich nicht von einer Zecke gebissen wurde. War in den letzten Jahren auch nicht an Orten unterwegs, wo man auf Zecken treffen könnte.

Naja, mein Freund meint, dass die Ärzte sich sicherlich gut auskennen und wenn sie sagen, dass es wohl von der Psyche komme, dann sei es vermutlich so.

Das, was mich am meisten auf MS schließen lässt, ist der Tremor. Es ist wiegesagt ein Intentionstremor (die Hand zittert bei zielgerichteten Bewegungen). Und diese Art von Tremor kommt ausschließlich bei MS vor.

Plus die Tatsache, dass EBV stark im Verdacht steht, die Krankheit auszulösen. :-/

Polüsichbixest


Könnte es vielleicht auch Fibromyalgie sein?

E h_emaFliger Nutzqer (#h458871x)


Muskelzittern, Harndrang/gestörte Blasenentleerung, Schwächegefühl, Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen treten auch bei einer Reihe anderer Erkrankungen auf.

Auf welche Autoimmunkrankheiten wurdest Du untersucht? Ist Deine Schilddrüse ok?

Warst Du mal an einer Uniklinik? In welchem Bundesland wohnst Du? Wenn Du schreibst, Du treibst Sport, was für Sport, wie oft, wie anstrengend ist das usw?

Habt Ihr einen Hund?

Das, was mich am meisten auf MS schließen lässt, ist der Tremor. Es ist wiegesagt ein Intentionstremor (die Hand zittert bei zielgerichteten Bewegungen). Und diese Art von Tremor kommt ausschließlich bei MS vor.

Es bringt Dich NULL weiter, Symptome zu googlen und Dich auf eine Idee zu versteifen. Dabei vergisst Du leicht, dass es auch eine Reihe anderer (ernsthafter und weniger ernsthafter) Krankheiten gibt, die in Frage kommen. Du brauchst einen Arzt, der Dich nicht wieder wegschickt, wenn er nichts findet.

E<hemaliger1 Nut\zer (#x458871)


Ist eigentlich eine aktive EBV-Infektion ausgeschlossen worden? EBV-PCR-Test wäre da hilfreich. EBV macht viele seltsame Symptome. Recombead-Test wäre auch eine gute Sache: [[http://www.imd-berlin.de/fileadmin/user_upload/Diag_Info/278_EBV_Immunoblot_Luminex.pdf]] Man kann dort Blut per Post hinschicken.

Uopp0erwesxt


Hast du die symptome symmetrisch in den extremitäten?

Was du schreibst, hört sich sehr nach polyneuropathie an. Die ist leider keineswegs vorübergehend und kann auch durch viruserkrankungen (ebv, herpes zoster etc.) ausgelöst werden.

Ich habe ganz ähnliche beschwerden, seit 1,5 jahren, leider zunehmend und auch keine ärztliche diagnose.

MRTs und Lumbalpunktion waren unauffällig.

NCaddxl93


@ julejule81:

Wie gesagt, bei mir wurde bisher ausschließlich ein großes Blutbild angelegt und eine neurologische Untersuchung durchgeführt (ob ich zwischen heiß und kalt, spitz und stumpf unterscheiden kann, Gleichgewichtssinn, Reflexe, Geruchssinn, die Augen wurden untersucht und so weiter). Dem Blutbild nach zu urteilen ist die Schilddrüse in Ordnung, keine Auffälligkeiten. Auch bei der neurologischen Untersuchung konnten keinerlei Auffälligkeiten festgestellt werden.

Ah ja, es wurde auch ein EEG gemacht, auch alles unauffällig. Sonst wurde nichts mehr verordnet oder geprüft.

Ich weiß nicht ob es Sinn ergibt eine Uniklinik aufzusuchen, immerhin habe ich bereits zwei Internisten und 2 Neurologen aufgesucht, alles ergebnislos. Wird alles auf die Psyche und Stress geschoben, den ich nicht habe?!

Sport treibe ich zur Zeit eher wenig bis gar nicht. Ich habe zwischendurch immer mal 2 Mal die Woche Sport gemacht, jeweils ca. eine Stunde lang, verschiedene Sportkurse. Es war anstrengend, aber in Maßen.

Haustiere besitze ich nicht.

@ Upperwest:

Es ist immer sehr diffus. Das anfängliche Kribbeln in den Beinen trat beidseitig auf. Derzeit kommen die Missempfindungen mal symmetrisch, mal einseitig vor. Vom Zittern ist beispielsweise nur die linke Hand betroffen.

Wenn ich morgens aufwache, fühlen sich jedoch beide Hände sehr schwach an und es dauert immer einige Minuten bis sie sich wieder "normal" anfühlen.

Ein MRT würde ich auch gern machen lassen aber da mir keines verordnet wird, kann ich die Ärzte schlecht dazu zwingen. ":/

Vor einer Lumbalpunktion habe ich persönlich total Panik :(v

Haben die Ärzte bei dir eine Vermutung auf Polyneuropathie geäußert?

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