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Kopfschmerzen/ Migräne - panische Angst vor Untersuchung!

goatytsinxa96 hat die Diskussion gestartet


Hallo Med1-Gemeinde,

Mein Problem sind meine Kopfschmerzen. Ich habe schon seit der Grundschule sehr oft Kopfschmerzen. Ab meinem 11. Lebensjahr auch Migräneartig, konnte regelmäßig nur auf dem Sofa liegen mit unheimlicher Übelkeit, Schmerzen wurden bei jedem Geräusch und einer Bewegung nur noch unerträglicher.

Es folgten Jahre/Monate da waren die Kopfschmerzen 'ok', wahrscheinlich immer noch vergleichsweise mit der Allgemeinheit oft, aber für mich erträglich.

In den letzten 2 Jahren beobachte ich aber, dass ich mal 3 Monate keine bzw. alle 3 Wochen mal Schmerzen hab. Dann ein paar Monate fast täglich.

Momentan ist dies wieder der Fall... Mir wurde die Migräne nie bestätigt, jedoch leidet meine Mutter darunter und für sie hört es sich sehr danach an: ich bekomme Stunden davor starke Sehprobleme, heisst Flimmern, anstrengend,... und bin sehr unruhig. Dann kommen irgendwann höllische Kopfschmerzen mit Übelkeit und ich kann mich kaum bewegen. Ich habe in der Vergangenheit versucht, das ganze 'wegzuschlafen', das funktioniert aber nicht, am nächsten Tag sind die Schmerzen noch da. Was hilft sind 2 Dolormin Migräne Tabletten, kühles Tuch auf die Stirn, Dunkelheit, Ruhe, Schlaf.

So, nun habe ich wieder fast jeden Tag Schmerzen und oft diese schlimmen.

In der Packungsbeilage meiner Pille (Bellissima) steht, dass man die Pille bei Migräne nicht nehmen darf. Auf die Sorte hab ich vor ca. 3 Monaten gewechselt... Muss ich jetzt wieder wechseln? Um das herauszufinden muss ich das Ganze mal überprüfen lassen. Allgemein quälen mich die Kopfschmerzen so sehr, dass ich was dagegen tun will!

ABER!

Ich habe so unheimliche Angst davor, deswegen zum Arzt zu gehen. Ich habe keine Angst vor Ärzten. Ich habe einfach Angst, dass etwas in meinem Kopf nicht stimmt. Meine Großmutter hatte einen Hirntumor und ein entfernter Verwandter ist auch an Hirntumoren gestorben. Was ist, wenn ich die nächste bin?!

Ich weiß, es gibt so viele andere Ursachen... Migräne, Verspannungen, Stress (den hab ich auf jeden Fall!), weil ich meine Brille zu selten trage, zudem hab ich eine Laktoseintoleranz, die sich teilweise in Kopfschmerzen äußert...

Ich will etwas dagegen tun, aber die Angst ist so unüberwindbar groß. Wie kann ich diese Angst endlich überwinden? Hilfe... :-(

Lieben Gruß und Danke für's Lesen,

Gattina

Antworten
Nkic@olas_M6uskuäxr


(medizinisch bedenkliche Inhalte entfernt)

Mit 18-19 so schätze ich dich wegen 96 im Namen ist die Wahrscheinlichkeit einen Tumor im Gehirnbereich zu haben, so dermaßen gering.

Vor was genau hast du denn Angst?

k1ai,78


Glaube mir, es lohnt sich definitv, damit einen Neurologen aufzusuchen. Meine Lebensqualität hat sich nach 20 Jahren Migräne (in den letzten Jahren 2-3x die Woche) um ein vielfaches verbessert. Normale Schmerztabletten und auch Dolormin Migränetabletten haben bei mir nie geholfen. Lange Zeit war ich mindestens einmal die Woche komplett ausgeschaltet, konnte kein Licht ab, hatte starke Schmerzen, Übelkeit, konnte nicht einmal Wasser trinken ohne erbrechen zu müssen.

Seitdem ich mich beim Neurologen durch checken lassen habe (unabhängig von der Migräne leide ich an Epilepsie), mir Sumatriptan als gängiges verschreibungspflichtiges Migräne-Medikament verschrieben wurde, ist es so viel besser geworden. Die Häufigkeit ist bei 1-2x je Woche geblieben, aber anstatt den ganzen Tag flach zu liegen, nehme ich bei den ersten Anzeichen eine Tablette, gönne mir 45-60 Minuten Ruhe und bin wieder so gut wie jedes mal wieder voll da. Ohne Schmerzen, ohne Übelkeit und andere Begleiterscheinungen.

Naja und bevor du dir ewig Gedanken machst, nimm dir doch besser den Mut zusammen und geh einmal zum Arzt. Selbst wenn die Migräne körperliche Ursachen hat, kann man doch nur so dem entgegen wirken. Im Normalfall entsteht Migräne einfach nur durch eine Empfindlichkeit auf Wetterwechsel, Änderungen im Schlafrhytmus, Stress, Hormonschwankungen durch den Zyklus der Frauen, aber auch oft durch Verspannungen. Oft wird Migräne einfach durch eine Fehlhaltung/Fehlstellung und dadurch entstandene Verspannungen im Nacken-/Rückenbereich verursacht. Wie gesagt, nur wenn man diese erkennt, kann man dem entgegen wirken. Also nimm dir einfach den Mut und gehe zum Arzt damit. Von allein wird es meist nicht besser.

LLucci32


hatte/habe eine Kombination von alle 3. Hirntumor, Migräne und Epilepsie.

Migräne hat bei weitesten die meisten Probleme gemacht. Würde dir daher empfehlen einer Neurologen aufzusuchen. Manche Pillen können Migräne schlimmer machen, bei andere Migräne (hormonell bedingt) können sie aber wiederum helfen.

Bei so einem Attackhäufigkeit ist eine Prophylaxe angesagt. Erhöht das Lebensqualität enorm.

Ttereysal


Ich bin auch Migränepatientin und hatte vor meinem Neurologen durchschnittlich 20-25 Schmerztage im Monat, davon jeden 2. Monat Anfälle mit Halbseitenlähmungen, Herzrasen, Schüttelfrost & Co.

Mein Neurologe war fantastisch, da er sich wirklich für mein Leiden interessierte und ich so eine Menge für mich mitnehmen konnte.

Letztlich habe ich viele Auslöser bei mir gefunden:

- Pille mit Langzeitzyklus bekommen (bin jetzt bei Velafee, hatte damals Minisiston und Bellissima), um die Kopfschmerzen während der Periode abzuwenden

- Kurzsichtigkeit > Brille

- Laktose-, leichte Fruktose- und Sorbitunverträglichkeit

- unregelmäßige Schlafzeiten (und Dauer)

- unregelmäßige Essenszeiten

- Eisenmangelanämie

- zu schnell zu verschiedenen Kopfschmerztabletten gegriffen > sehr schlechte Leberwerte

- mangelnde Bewegung an der frischen Luft

- Nackenverspannungen

- vertrage bestimmte Gerüche nicht

- nasse Haare nie geföhnt

- Wetterumschwünge

- zu wenig getrunken

Mittlerweile habe ich maximal noch 4 Schmerztage im Monat, die dann aber auch die heftigeren sind. Ich mache mir dann oft mein Kirschkernkissen und lege es mir in den Nacken. Nebenbei schmiere ich meine Schläfen mit Chinasalbe ein und mache ein paar Atemübungen. Sollte das und auch Schlaf nicht helfen, greife ich aktuell zu Ibu-Saft, der ist für mich das flüssige Wunder.

Wie du siehst, wäre vieles ohne eine ärztliche Untersuchung zu managen gewesen, aber es sind manchmal so kleine Dinge, die enorme Auswirkungen auf den Körper haben können. Versuche doch mal solch ein Tagebuch zu führen und Faktoren aufzuspüren, die deine Kopfschmerzen begünstigen. Am Anfang ein Quartal ausführlicher und danach einen Minikalender in Visitenkartengröße, auf dem du bspw. rote Punkte (= Kopfschmerzen mit Tablette) und grüne Punkte (= Kopfschmerzen ohne Tabletten) vermerkst. Wenn du dich dann beim Neurologen vorstellst, hat er schon einmal eine Grundlage, womit er arbeiten kann, ohne dich nach 5 Minuten mit dieser Hausaufgabe und einem Rezept heimzuschicken.

Letztlich muss es nicht immer die Pille sein und wenn du diese nicht so schnell wieder wechseln willst, versuche andere Dinge auszuschließen. Einen Neurologen würde ich aufsuchen und da brauchst du auch keine Angst haben. Egal ob du nun einen Tumor hast oder nicht, der Besuch beim Neurologen kann für deine zukünftige Lebensqualität eine Bereicherung sein.

K7leine!H\exe21


Du scheinst eine Migräne mit Aura zu haben. Da sollte man wenn möglich, gar keine Pille nehmen, da das Risiko für Thrombose und Schlaganfall stark erhöht sind.

Also solltest du die Pille nicht wechseln sondern absetzen!

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