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Ausbreitendes Muskelzucken seit fast zwei Jahren - ratlos

b{ayaxla hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich weiß nicht mehr weiter und würde gerne Erfahrungen austauschen.

Ich hoffe sehr, dass sich hier zumindest Mitleidende finden, wenn auch keine Antwort.

Ich habe seit knapp über 1,5 Jahren Probleme mit unwillkürlichen Muskelzuckungen.

Das kam schon mal 2012 vor - mein unteres linkes Augenlid zuckte sehr häufig. Nach 2-3 Monaten hörte es wieder auf.

2014 fing es dann wieder an, erst am linken unteren Augenlid, dann in der linken Gesichtshälfte und im Hals. Seit etwa 2 Monaten merke ich das Zucken beinahe überall, beidseitig, in der Rippengegend, im Oberschenkel, in den Füßen, in den Armen. Das Augenlidzucken ist am prominentesten und häufigsten.

An den anderen Stellen sind es manchmal viele kleine Zuckungen, wie am Auge, manchmal aber einzelne, größere Zuckungen.

Borreliose ist nach Bluttest ausgeschlossen, MRT Schädel war unauffällig.

Körperlich bin ich eigentlich recht fit, abgesehen von den - meiner Einschätzung nach - normalen Beschwerden, die ich bisher auf meinen Bürojob geschoben habe: Verspannte Nacken- und Schultermuskulatur, allgemeine Fitness weniger, als zu der Zeit, in der ich regelmäßig Sport getrieben habe. Besonders meine Schultern, Arme, Beine, sind nach einem langen Tag ziemlich erschöpft. Wegen des Bürojobs? Trotz des Bürojobs?

Alles in allem bereitet mir das Ganze inzwischen ziemliche Sorgen. Der aufgesuchte Neurologe sagte, er sieht keinen Grund für ernsthafte medizinische Bedenken.

Obwohl ich ihm vertraue, bin ich trotzdem nicht beruhigt.

Gibt es noch andere Erklärungen für diese Symptomatik, außer tödliche, im Internet leider sehr populäre Krankheiten?

Ich habe mit Pfeifferschem, Borrelioseverdacht und Gürtelrose schon Dinge mitgemacht, aber das wird mir gerade einfach zu viel.

Danke fürs Lesen und viele Grüße,

Besorgt, weiblich, 25 Jahre.

Antworten
N4efll7Z5


Hallo bayala,

ist zwar schon etwas her, dass Du hier geschrieben hast, aber hast Du mal Deine B12- und Vitamin D Werte testen lassen?

Lieber Gruß

mPus%icuXs_6:5


Seit etwa 2 Monaten merke ich das Zucken beinahe überall...

Im Verlauf des Winters sinkt bei den meisten Menschen der Vitamin-D-Spiegel im Blut, so daß sie irgendwann einen mehr oder weniger ausgeprägten [[www.vitamind.net/mangel/symptome Vitamin-D-Mangel]] haben. Nell75 weist zu Recht darauf hin, daß dieser Mangel eine Ursache Deiner Muskelprobleme sein kann. Um den Vitamin-D-Spiegel im Blut messen zu lassen, kannst Du zum Arzt gehen oder auch direkt in ein medizinisches Labor bzw. MVZ. Die gesetzliche KV bezahlt diesen Test oft leider nicht... Übrigens genügt es, den Wert 25-OH-D zu bestimmen! Manchmal wird zusätzlich das 1,25-OH-D (Calcitriol) bestimmt, was für die Diagnose eines Vit.-D-Mangels fast immer unnötig ist, aber zusätzlich Geld kostet.

Bezügl. Vitamin B12 sollte möglichst der Wert [[http://www.medical-tribune.de/medizin/fokus-medizin/artikeldetail/b12-im-labor-wertlos.html Holo-TC]] bestimmt werden.

Auch Magnesiummangel könnte noch eine Rolle spielen...

blayaxla


Danke euch zwei!

Magnesium hochdosiert habe ich lange genommen, leider ohne Effekt.

Den Vitamin D/B12 Wert werde ich bestimmen lassen - geht dann beim Hausarzt auf Nachfrage, denke ich?

Mir ist der Zusammenhang zwar noch nicht ganz klar, aber für den Hinweis bin ich schon mal sehr dankbar :)

mtu^sicus6_6x5


Den Vitamin D/B12 Wert werde ich bestimmen lassen - geht dann beim Hausarzt auf Nachfrage, denke ich?

Ja. Beim Arzt wird nur das Blut abgenommen und anschließend an ein Labor geschickt. Für den Vitamin-D-Spiegel musst Du (wenn es keine Möglichkeit gibt, dass die Kasse das übernimmt) mit rund 35 Euro rechnen. Für Holo-TC nochmal ungefähr das gleiche.

In den Tage vor der Blutabnahme kein Vitamin D in höheren Dosen einnehmen, das kann den Wert möglicherweise verfälschen.

Mit Muskelzucken hatte ich nie Probleme. Jedoch dies: "verspannte Nacken- und Schultermuskulatur" hat sich gebessert, nachdem ich meinen Vit.-D-Mangel behoben hatte.

Jetzt in der warmen Jahreszeit sollte man dem Körper Gelegenheit geben, selbst Vitamin D zu bilden, indem man die Haut der (Mittags-)Sonne aussetzt. Es kommt dabei auf die Intensität der UVB-Strahlung an, d.h. bei eher tief stehender Sonne wird kaum noch Vitamin D produziert. Am Anfang ist das Sonnenbad natürlich kurz zu halten, ca. 5 bis höchstens 15 Minuten je nach Hauttyp; ein Sonnenbrand ist selbstverständlich zu vermeiden. Wenn man schon etwas braun ist, kann man die Zeit dann allmählich verlängern.

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