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Adhs @ Adult - Ritalin wirkungslos

A~lbsed<o hat die Diskussion gestartet


Moin,

ich bin 41 Jahre alt und bei mir wurde ADHS im Erwachsenenalter festgestellt. Eine Psychotherapie brachte keinerlei Ergebnisse, was ich angesichts der Tatsache, dass ADHS eine Stoffwechselstörung im Gehirn ist auch nicht anders erwartet habe. Aber dennoch anging, weil a) ADHS nicht das einzige Problem ist und b) Ritalin, das ich mir zwischenzeitig habe verschreiben lassen, leider auch nicht hilft.

Und darum soll's hier gehen:

Der Wirkstoff Methylphenidat bewirkt bei mir ein wunderschönes ... GAR NICHTS.

Überhaupt nichts. Keinerlei Nebenwirkungen, aber eben auch keine Wirkungen. Was ich schon sehr sonderbar finde, da es zu den Amphetaminen zählt und wohl nicht umsonst unters BTMG fällt. Dass ADHSler nicht davon abhängig werden (können), sagte man mir, las ich und es ergab auch einigen Sinn. Dass es dennoch zu Problemen kommen kann, natürlich auch zu Nebenwirkungen, war mir auch bewusst. Aber dass sich so rein gar nichts tut, als würde ich ein Placebo oder Würfelzucker einnehmen, das verstehe ich nicht.

Lediglich bei einer Überdosierung (aber noch im Toleranzbereich) zeigte sich eine temporäre (Neben-)Wirkung: Libidoverlust inklusive Impotenz. Die nach Absetzen auch wieder verschwand. Mein Arzt meinte, dass dies nur noch eine weitere Verifikation sei, denn jeder "Normale" würde bei diesen Einnahmen im Quadrat springen. Nett gemeinte Info, die mir aber leider auch nichts bringt.

Meine Frage:

Hat sonst noch jemand mit dem Befund ADHS im Erwachsenenalter - oder von mir aus auch mit einem ADHS-Kind - ähnliche Erfahrungen gesammelt? Alternativen gefunden oder einen Grund dafür? Mir ist nämlich mein Latein dazu ausgegangen, daher freue ich mich über Infos.

PS: Es gibt eine weitere Besonderheit, die ich vorsichtshalber mal erwähnen werde, sollte es Querbezüge geben:

Bei mir wirken Alkoholüberdosierungen etwas seltsam. Zwar werde ich genauso besoffen, wie jeder andere auch, allerdings erst ab grösseren Mengen, wie mir in Vergleichen seit Jahren immer wieder auffällt - und meinen Kumpels auch - muss auch brechen, es dreht sich auch alles und ich lalle - also ganz "gewöhnliche" Symptome soweit. Aber dann: Mein Schlaf ist anschliessend sehr kurz, dafür sehr erholsam, ich wache auf - und fühle mich topfit! Besser als vorher sogar. Ich hatte also noch nie in meinem Leben Kater, die "härtesten" Post-Drunk Symptome waren, dass sich mir weiterhin alles drehte, wofür aber schon Mengen um ca. eine 3/4 Whiskeyflasche herum nötig waren. Interessanter Weise wirken zudem bestimmte schwächere Alkoholsorten, wie etwa Bier stärker negativ auf mich, als reinere. Kann aber auch an meiner Hefeallergie liegen, die jedoch nur gering ausgeprägt ist. Dennoch entwickelte ich nie eine Affinität zu Alkohol. Eher das Gegenteil, ich muss mich fast zum Saufen zwingen, weil mir Alkohol eigentlich überhaupt nicht schmeckt. Trinke ich entsprechend selten, nur in Gesellschaft - dann aber zuweilen "richtig", da ich nunmal auch gerne blau sein möchte, was aber dauert und ins Geld geht. Und den Eindruck erweckt, bei denen, die mich nicht kennen, dass ich das Gegenteil sei, ein Alkoholiker, der also mehr braucht, um zum selben Ergebnis zu kommen. Ich bin alles - nur kein Alkoholiker. Das letzte Mal, dass ich Alkohol trank war zu Silvester. Das ist drei Monate her. Ja, ich weiß, hört sich alles wie ein Märchen an, ist aber wahr. Es gab zwischenzeitig einen Verdacht auf Hormon- bzw. Mangel an bestimmten Neurotransmittern, der aber nach einem Bluttest weder veri- noch falsifisziert werden konnte. Zwar war der Testestoron-Anteil etwas geringer, als normal - aber noch im Toleranzbereich. Melatonin war allerdings recht wenig. Inwieweit das also etwas mit dem Ganzen zu tun hat, weiß ich nicht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Antworten
BBenitakB.


Warum ist es so wichtig für Dich sich in Alkoholerzählungen zu ergehen?

Der Mensch braucht von Natur aus eigentlich null Allehol, schon gar nicht mit psychischen Auffälligkeiten, wozu ja ADHS gehört.

Aber das willst Du sicherlich auch null hören: man kann mit dem Verzicht auf alle Lebensmittel, die irgendwo herstellt sind, also mit dem Verzicht auf Zusatzstoffe, auf Milchprodukte, Zucker und Billigbrot mit seinen Örks-Enzymen schon viele Auffälligkeiten beseitigen.

Da Du aber nicht mal auf Alkohol verzichten willst, sonst würdest du das ja tun, bezweifle ich, dass Du mal mit naturreiner Nahrung ein paar Monate ausprobieren würdest, um zu sehen, wie sich erst Mals der normale Stoffwechsel ändern würde, was eben auch positive Erfolge fürs Gehirn zeigen könnte....

Man müßte sich ja ändern...

AJlbQedo


Oh Gott, ja.

Man kann auch in allem etwas verstehen, was man verstehen möchte.

Entschuldigung vielmals. Entschuldigung dass ich so etwas Frevelhaftes tat, wie trinken oder was darüber schreiben in dem Kontext. Mea maxima culpa, dann ich bin ja nur ein hohler Mann, der gerne mal angeben möchte.

Was ist eigentlich mit dem IQ passiert?

Spielt der überhaupt noch eine Rolle - oder reichen Klischeevorstellungen allemal aus?

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