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Isolierschicht der Nerven weg: Diagnostizierbar?

LZouPis1l9x65 hat die Diskussion gestartet


Grüss Euch

Kann man irgendwie erkennen, wenn die Isolierschicht eines Nervs (Myelinscheide) schadhaft ist? (Durch bildgebende Verfahren oder indirekt durch Nervfunktionstests?)

Hintergrund: Bei meiner Mutter ist Trigeminusneuralgie diagnostiziert worden. 1997 hatte sie eine Zahnbehandlung und gleich darauf fingen Kieferschmerzen (phasenweise: monatelang nichts, dann monatelang in der Stärke variierende, anhaltende Schmerzen). Seit 2013 ist der Schmerz anders und deutet auf Trigeminusneuralgie hin (blitzartig einschiessende, eigentlich nicht auszuhaltende Schmerzen im Unterkiefer rechts, und das ohne Schmerzpausen).

Könnte es sein, dass bis 2013 eine chronische Entzündung (Reparaturreaktion des Körpers, also Aktivität des Immunsystems) die Ursache für die Schmerzen waren (chronisch: entzündlich und in Schmerzpausen nicht mehr enzündlich) und seit 2013 die Myelinscheide des Trigeminusnerven im Unterkieferbereich schadhaft ist (durch das Immunsystem hervorgerufen)?

Vielen Dank.

Grüsse

Louis

Antworten
LLuci!32


Entweder ist der Nerv beschädigt oder ist zu nah an einer Blutgefäß. Trigeminus Neuralgie diagnostiziert man durch Symptombeschreibung und Anspruch auf Carbamazepin.

Entzündung ggf. durch MRT mit Kontrast. Bzw. Gefäß-Nerv-Kontakt ggf. sichtbar. Da man allerdings eher bösartige Ursachen ausgeschlossen sind - vermutlich eine mechanische Nervschädigung, ist ein MRT nicht unbedingt erforderlich.

B%enitcaB.


Meist wird der Nerv gequetscht. Uniklinik, aklären lassen. Da wird oft der Nerv neu abgepolstert und Schmerz ade.....

L^ouisA196x5


Hallo

Bei meiner Mutter wurden schon gewisse Abklärungen gemacht. Das MRT ergab keine Blutgefäss-Nerv-Annäherung. Die Janetta-OP (Polsterung) bietet sich also leider nicht an. Carbamazepin nimmt sie schon seit rund 2 Jahren. Die Nebenwirkungen sind nicht ohne.

Was fällt bspw. unter "bösartige Ursachen" (@Luci32)?

Wenn eine chronische Entzündung am Schmerzort (rechter Unterkiefer) vorhanden ist: Kann ich davon ausgehen, dass dies bei der Auswertung des MRT aufgefallen wäre?

Wiess jemand: Kann man eine Demyelinisierung (Fehlen der Isolierungsschicht beim Nerven) sichtbar machen oder sonstwie erkennen?

Grüsse

Louis

P|lüsc(hbxiest


Hab kürzlich irgendwo gelesen dass der NDW Sänger Markus 10 Jahren lang an Trigeminus Neuralgie litt. Ich wünsche deiner Mutter dass es bei ihr nicht so lange dauert.

Die Schmerzen sollen ja wirklich schlimm sein.

o)nodciTsexp


Hallo! Du sprichst unter anderem von einer Autoimmunerkrankung. Wenn dies so wäre, würden meines Wissens auch andere Nerven durch die Antikörper angegriffen. Das könnte man dann durch ein EMG z.B. an den Armen und ein spezielles Blutbild mit dem Endothel-Antikörper und Immunglobuliene bestimmt werden, nachweisen. Ob das EMG auch an einem einzelnen Gesichtsnerv funktioniert, weiß ich nicht. So viel ich weiß, kann bei einer Trigeminusneuralgie Akupunktur erfolgreich eingesetzt werden (so geschah es bei meiner Oma) und das Gamma-Knife (googeln) verspricht den endgültigen Erfolg durch Ausschaltung des Nerves. Deiner Mutter gute Besserung!

LTouRis1x965


Ja, die Schmerzen sind offenbar höllisch. Wie Feuer oder Messer im Fleisch (und das ernsthaft).

Ja, eine Autoimmunerkrankung war eigentlich meine Idee. Aber tatsächlich stelle ich mir als Laie vor, ob durch eine fast pausenlose Intervention des Immunsystems an derselben Stelle (Entzündung, Pause, Entzündung, Pause...) die Myelinscheide des Trigeminusnervs Schaden genommen haben könnte.

Akupunktur hat meine Mutter auch schon ausprobiert. Leider ohne Erfolg (bis jetzt).

Sind noch andere mechanischen Schäden als Ausdünnung oder Perforation eines Nervs denkbar?

Sorry, wenn ich immer dieselbe Frage stelle, aber vielleicht weiss es ja jemand: Kann eine Demyelinisierung erkannt werden?

L#ouios196x5


Korrektur: Ich meinte nicht Ausdünnung oder Perforation des Nervs, sondern natürlich der Isolierschicht (Myelinscheide).

LTuci?3p2


Kann einfach sein, dass der Nerv entzündet ist oder beschädigt wurde. Myelin kann man nur schlecht im MRT sehen. Sonst gibt es keine weitere diagnostische Möglichkeiten. SEP wird vermutlich wenig Aufklärung bringen. NLG ist dafür nutzlos.

Lducix32


Bösartig -> Tumor. Ist aber mit ein MRT ausgeschlossen.

BheUnitaBB.


Ich würde erst man daran denken, zu einem Osteopathen zu gehen. Weil es nach einer Zahnbehandlung begann.

Ich habe nach heftigen Zahnbehandlungen immer Trigeminusschmerzen gehabt. Höllisch.

Ich denke eher, dass der Nerv gereizt und entzündet ist.

Mir hilft immer:

Gang zum Osteopath, der im Mund arbeitet und Faszien löst.

Dann Hypericum D 30 5 Globulis immer sonntags. ansonsten Hypericum D 12 Globulis stündlich 5 Globulis.

Hekla lava D 30 sonntags 5 Globulis, ansonsten D 12 täglich stündlich.

Und Auftragen von Euminz.

Bislang wurde ich den Mist immer innerhalb weniger Tage los.

L9ouvisd1965


Also keine Chance zu erkennen, welcher Art die Nervschädigung ist. Also stochern im Nebel.

Vielen Dank für Deinen Vorschlag, BenitaB.

Kann man Aussagen über die Wahrscheinlichkeit machen, mit welcher die Wirkungen bei BenitaB auch bei anderen Menschen mit derselben Krankheit eintreffen?

Lgucbi32


Globulis funktionieren nur wenn man daran glaubt. Placebo.

Normale Nervreizungen nach Zahnarztbehandlung verschwinden innerhalb ein paar Tagen von alleine.

Leider bleibt wirklich nur Carbamazepin.

B]eniwtaBx.


Globulis helfen mir, ob eingebildet, nicht eingebildet, Placebowirkung, echt schittegal.

Haptsache, ich kriege das für den Preis von ca. 20 € immer wieder in den Griff...

Und wie sehr wohl auch an Carbamazipin geglaubt wird, und man liest hier was von NULL Wirkung, sondern erbärmlichen Schmerzen. Warum hilft dann der Placebo Effekt nicht hier auch ???

Und Carbamazepin hat nun echt Nebenwirkungen, man hat nicht nur Schmerzen sondern wird auch noch im Kopp lullig. Wo bleibt da nun der Placeboeffekt ???

LjouIis196x5


Gibt bei den MRT-Geräten Unterschiede in der Auflösung?

Wenn ich Dich, Luci32, richtig verstehe, ist Myelin im MRT zwar sichtbar, aber schlecht. Kann man sagen: Je höher die MRT-Auflösung, desto besser ist das Myelin sichtbar (also auch Schäden daran)?

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