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Vestibularisparoxysmie - wer will sich austauschen?

Toin"tifxax74


Diagnosen zu hinterfragen und generell skeptisch zu sein ist sehr wichtig und, so wie ich glaube, Grundvoraussetzung, um wieder fit zu werden. Speziell, wenn man schon durch zig Arztpraxen "getaumelt" ist. Leider wird, uns "Spezialfällen", im Rahmen der 2-Minuten-Medizin kaum geholfen. Aber eine Begutachtung zwischen Tür und Angel lässt das auch nicht wirklich zu.

Was mich am meisten angekotzt hat, ist der Umstand, dass man von den meisten Ärzten belächelt wird, wenn man auf die VP hinweist. Das netteste ist dann noch "Ja, natürlich kann das sein, aber das ist sehr selten und daher nicht wahrscheinlich." Meine Antwort ist dann immer: "Wenn Sie über diesen Satz genau nachdenken, dann müssen sie zugeben, dass dann jemand mit einer seltenen Erkrankung ständig durch den Rost fällt und er/sie ewig im Kreis geschickt wird. Es zieht ja niemand das "Seltene" in Erwägung." Meistens bin ich dann bei solchen Antworten relativ schnell draußen und dieser Arzt ist dann für mich für die Zukunft gestorben.

Ad VP/Sinsheim:

In der Uniklinik München wird die VP in ca. 4% der Fällen diagnostiziert. Angenommen, Sinsheim hat eine Rate von 10%; das sind bei 2.000 Personen pro Jahr 200 Leute. Davon sind ja nicht alle hier im Forum. So gesehen, find ich die Häufigkeit der Diagnose nicht unbedingt verdächtig.

[[http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Deutsches-Schwindelzentrum-IFB-LMU/de/Patienten/Informationen_zu_Schwindel_und_Gleichgewicht/Diagnose/index.html]]

Ad VP und das "Erscheinungsbild":

Interessant wird es, wenn man ein wenig in der Literatur gräbt. Von Janetta (1975, 1984 - also doch schon eine Zeit her) wird die VP auch mit den hier genannten Symptomen beschrieben. Erst später hat man versucht, eine Abgrenzung und genauere Definition zu finden. Von Janetta stammt übrigens auch das Operationsverfahren, in dem man Nerv und Gefäß trennt.

siehe Seite 73 in dem Link:

[[https://books.google.at/books?id=baLyBQAAQBAJ&pg=PA75&lpg=PA75&dq=arachnoidalzyste+vestibularisparoxysmie&source=bl&ots=jEE5yakR_K&sig=xHOBFjHjPWLxEhOV0lmfomttr8k&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiQw7Kh7oHNAhVCEywKHXJtCo0Q6AEILzAD#v=onepage&q=arachnoidalzyste%20vestibularisparoxysmie&f=false]]

Interessant ist auch die Ausprägung des Lebensalters der Personen. Relativ jung und dann wieder im Bereich 40 bis 60. Ich denke, auch das trifft hier auf die meisten zu. Ok, bei mir begann der ganze Mist mit 39, also doch eine Falschdiagnose ??? ... ;-D ;-)

I^sal19x85


Habe im Internet mal ein bisschen gestöbert und habe nach alternativen Mittel für mich gesucht. Und ich habe wirklich, bitte lacht jetzt nicht das Cabamazepin als Homöopathie Globuli gefunden. Ohne scheiß. Was haltet ihr davon? Wäre das evtl. Eine Alternative in meiner Schwangerschaft? Weil da darf man ja eigentlich Homöopathische Mittel nehmen. Würde das natürlich vorher mit meiner Neuro und FA abklären. Googelt mal "Cabamazepin als Homöopathisches mittel"

Keine Ahnung. Ist Vielleicht einen Versuch wert.

T\intIifaxx74


Probieren schadet nix; würde ich aber mit Hausarzt/Neurologe besprechen. Wenns Tropfen sind, dann ist meist/immer Alkohol (hochprozentig) drin. Ist zwar nicht die Riesenmenge, dennoch schließen sich Alkohol und Schwangerschaft aus.

Von Homöopathie halte ich persönlich nichts. Bei mir hat das nie wirklich was geholfen Aber wenn's nur der Placebo-Effekt ist, der hilft, dann würde es auch passen :-) .

Kostet nicht viel, ausprobieren macht dich klüger.

Idsa1D98x5


Denke auch. Ich halte auch nicht viel von Homöopathie aber ich kann ja eh sonst nix nehmen. Und ob ich nix nehm, oder Was probiere was evtl. Hilft und auch noch relativ harmlos ist, kann nix schaden. Wie gesagt und wenn man nur den Placebo Effekt hat. Mir auch egal. Dieses Mittel gibt es als Tropfen, Zäpfchen oder Globoli. Und wenn das Wunder geschieht das es doch helfen sollte, dann holt ihr euch das alle ;-D

Luuc|i32


Carbamazepin sollte nicht in der Schwangerschaft genommen werden, wenn vermeidbar. Besonders nicht in die ersten 6 Monaten. Kann zu Missbildungen führen. Auch homöopathischen Mitteln können Nebenwirkungen haben (Globulis eher nicht, da kaum Wirkstoff drin).

Ich bin persönlich nicht vom Arzt zu Arzt gelaufen. Ich schilderte eine Neurologin die Symptome, sie hat eine Verdachtsdiagnose gestellt, Diagnostik sofort beim HNO veranlasst und zurück zur Neurologin und Carbamazepin erhalten. Das Ganze dauerte 2 Wochen. OK SEPs, BAEPs MRT usw. Befunde waren schon vorhanden.

Bereitet aber jetzt im Krankenhaus Probleme, bzw. der Lamotrigin (gleiche Wirkungsweise wie Carbamazepin) Man kann nicht alles damit mischen. habe jetzt 7 Medikamenten intus.

Ich bin eine der wenigen mit VPs hier - trotz Schwindelambulanz. Ist wohl recht selten. Habe ein Durchschnitt von 3% (Bundesweit) gelesen.

I^sa1 985


@ Luci

Ich frage einfach die Neurologin.

Bist du der Meinung das hier nicht alle Teilnehmer VP haben? Sorry aber ich verstehe nicht.

Wir haben doch alle den Befund.

Bei jedem können sich doch die Symptome anders Bemerkbar machen.

Bei ner Erkältung oder Grippe schildern ja auch Personen die Symptome unterschiedlich, aber es ist der gleiche Virus. Sorry bin zwar kein Arzt, aber ist meine Meinung!

kwira1$23x45


Danke Isar bin ganz deiner Meinung!

Jeder Mensch interpretiert Symptome anders ! Bestes Beispiel Geburt : mAsche Frauen haben wehen im Bauch, manche im Rücken,manche in den Beinen, so sind es deshalb keine Wehen?

Im Durchschnitt 3% der Regierung finde ich doch schon sehr viel!

TsinjtiZfax74


@ Luci

Ich glaub wohl eher, du bist ein "Standardfall" mit den VP's. Ich kann dir nur sagen, ich war in Summe bei 5 Neurologen und hab jedem meine Symptome geschildert. Nur ein einziger, aber nur auf mein Nachbohren hin, hat eine VP in Erwägung gezogen. Ich denke, weil lehrbuchmäßig die VP mit Drehschwindel gleichgesetzt wird, blocken die meisten ab. Ich denke aber auch, dass es den niedergelassenen Neurologen an Erfahrung fehlt. VP's sind selten, wahrscheinlich auch nur selten diagnostiziert.

Und mit den 2 Wochen kannst Du dich glücklich schätzen; die meisten hier, mich eingeschlossen, rennen schon Jahre herum und kaum einer findet etwas.

Ich seh's auch so, dass sich Symptome unterschiedlichst präsentieren können. Herzinfarkt bei Frauen und Männern, oft komplett unterschiedlich Symptome. Warum? Ich denke, es gibt kein strenges Muster, bei VP's will man eines unterlegen und ich glaube, das ist einfach falsch.

@ Kira:

Ich denke es handelt sich um 3% der Schwindelerkrankten und nicht um 3% der Bevölkerung. Wobei München (Link etwas weiter oben in meinen Posts) von 3,7%, also fast 4%, spricht.

T:ilntifa@x74


Aja, gestern OP-Termin fixiert: 6.7. ... noch 5 Wochen ausharren und dann geht's der Zyste an den Kragen ;-D ;-D

Hab ein wenig Respekt, aber keine Angst. Die Freude auf das, hoffentlich, gute Ergebnis überwiegt. :)^

CqhriPsi81


Hallo , bin neu hier und durch Zufall auf dieses Forum gestoßen.

Auch ich war gestern in Sinsheim bei Dr.Schiffmann! Bin ebenfalls mit der Verdachtsdiagnose VP nach Hause gefahren. Leider habe ich erst am 07.07. einen Termin fürs Mrt!

Mein Befund war soweit ich das hier jetzt nachvollziehen kann in Ordnung.

Einschließlich bei oVEMP's steht: links leicht verzögert darstellbar -rechts gut darstellbar!

Bin etwas verwundert, dass alleine das Annahme zu so einer Erkrankung geben soll!

Und erschrocken wie viele hier diese Diagnose aus Sinsheim bekommen haben.

Zu meinen Beschwerden:

Schwankschwindel bei Kopfdrehung und hoch schauen, bei sämtlichen Lagewechseln in aufrechter Körperhaltung. Teilweise Benommenheit im Kopf, kann ich allerdings nicht gut beschreiben. Beim schnellem aufstehen,was aber wahrscheinlich durch meinen niedrigen Blutdruck kommt! ? ???

Dieser ist meist 105/60.

Manchmal auch 110/60.

Diese Schwindelproblematik begleitet mich jetzt seit fast drei Jahren. Mittlerweile denke ich zu 90 %des Tages daran. Nicht schön und sehr belastend mit zwei kleinen Kindern.

Nach Sinsheim zu fahren War sozusagen mein letzter Versuch evtl doch eine Ursache des Schwindel zu finden.

Nur VP möchte ich jetzt doch nicht unbedingt haben. Vor allem bin ich auf eine Medikation nicht scharf. Nehme noch nicht mal ne Aspirin. Nur im Notfall!

Bin 160 groß bei 50 Kilo Körpergewicht. Wie soll ich das aushalten! ? Kann mir das überhaupt nicht vorstellen und hoffe das diese Diagnose nicht gesichert wird!

Danke für 's lesen und euch alles Gute für diesen Sch...... Schwindel!!!!!!!

IOsMa1;985


Ich habe heute mit einer renommierten Heilpraktikern gesprochen. Werde jetzt mal eine Bachblüten Therapie versuchen. Schaden kann es ja nicht. Entweder es hilft oder nicht. Wobei man die VP nicht mit Bachblüten behandeln kann, aber man kann seinen Seelischen Geistes Zustand etwas verbessern und das ist ja auch schon mal viel Wert!

Tzintibfaxx74


@ Chrisi81

Naja, gerade Kopfänderungen sind doch sehr verdächtig für VP's.

Hast du schon mal etwas in Richtung HWS unternommen? Ich hatte oft blockierte Kopfgelenk (meist C0/1, manchmal auch C1/2), die auch unangenehmen Schwindel auslösen können.

[[http://www.praxis-dr-peter-neef.de/seiten/wirbelsaule/die-bunten-beschwerden-der-kopfgelenke.html]]

Hast Du sonst irgendwelche Symptome?

VP wünscht sich eh keiner, man kann es aber relativ einfach durch Einnahme von Medikamenten (Carbamazepin) beweisen. Wie du dann weiter vorgehst, bleibt dir dann überlassen. Möglicherweise hilft dir ein Schwindeltraining etc. Ich glaube, es ist aber schon einmal viel wert, wenn man weiß, woher der ganze Mist kommt. So gesehen bin ich mit meiner Diagnose nicht ganz unglücklich, wenn gleich mir ein gebrochenes Bein wohl lieber wäre. Aber nur durch Dr. Schiffmann bin ich auf die (hoffentlich) richtige Fährte gekommen. Ich glaube, er ist ein sehr kompetenter Arzt, der nicht einfach so mit Diagnosen herumschleudert.

T[intif\axx74


@ Isa

Bachblüten halte ich für noch windiger als Homöopathie. Wenns nicht zu teuer ist, dann kann man's ja probieren. Akupunktur mach ich auch gerade, hilft aber rein gar nix ... außer der Ärztin, die dafür ihre Rechnungen schreibt ... ]:D

IJsaG1x985


Ich weiß die Wirkung von Bachblüten, Homöopathie usw. Ist umstritten und die meisten Ärzte halten nix davon, 😑aber was soll ich machen? Ich darf im Moment nix nehmen. Und eh ich rumsitz und das alles irgendwie ertragen muss oder ob ich tätig werden und das mal Probiere ist ja auch egal. Aber ich muss irgendwas machen. Ich kann das im Moment nicht auf mir sitzen lassen. Das macht mich verrückt. Bin im Moment ziemlich psychisch Angeschlagen. Komme irgendwie mit der ganzen Situation nicht klar und bin ganz oft traurig. Bin auch jemand der nicht den ganzen Tag Rum nörgelt und verstelle mich auch ganz oft. Will irgendwie nicht jedem mein Leid mitteilen. Vor allem weil ich ja jeden Tag mit Kunden zu tun hab. Kann ja nicht jedem eine Halbe Stunde meine Leidemsgeschichte erzählen, da mach ich halt meistens gute Miene zu bösen Spiel. Und das Belastet mich. Weine auch in letzter Zeit ganz oft. Aber vielleicht spielt da doch die Schwangerschaft eine kleine Rolle zusätzlich. könnte jetzt noch Ein ganzen Roman schreiben.

TNintiofax74


Probieren schadet nicht :-)

Wie lange hast Du noch zu arbeiten? Mir geht's halt so, dass ich den ganzen Mist zuhause viel leichter ertrage. Die Arbeit lenkt mich nicht wirklich ab, speziell bei Besprechungen (bzw. der Weg dorthin) etc. ist es extrem mühsam.

Sicher ist es so, dass du durch deine Schwangerschaft einfach "emotionaler" bist; in beide Richtungen. Aber genieß einfach die Zeit. Eine Schwangerschaft ist für eine Frau sicher eine tolle und schöne Zeit. Trotz deiner Beschwerden, versuche die schönen Momente zu genießen. So gesehen: Probier die Bachblüten, schlechter werden kann's ja wohl nicht. :)^

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