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Kind 3 Jahre entwickelt sich zurück- Nerven sterben ab, Gendefek

IJsab el\l


akaf

werden diese ganzen Magersuchtsfäden, in denen sich hier über Jahre öffentlich totgehungert wird, inzwischen auch konsequent geschlossen? Das wäre mal eine wirklich sinnvolle Aktion!

Die, von denen wir Kenntnis haben und/oder gelangen: Eindeutig, Ja!

pPelztRier8x6


Wir sind kein professionelles Therapieforum, haben auch niemals den Anspruch dahingehend erhoben, weder wir als Forum an sich, noch die User die hier schreiben - doch das ist es, was Du hier offenbar erwartest ":/, anders kann ich das nicht interpretieren.

Das hier ist kein Therapieforum, kein Forum welches professionelles Verhalten von wem auch immer erwartet oder gar verlangt. Doch genau deswegen sind wir uns unserer Grenzen auch bewußt.

Dann hast du mich völlig falsch verstanden, um nicht zu sagen: du hast das Gegenteil von dem verstanden, was ich auszudrücken versucht habe (und seltsamerweise scheinen das andere User richtig verstanden zu haben). Aber um es noch einmal ganz klar zu sagen: Ein Forum kann niemals Therapie(ersatz) sein, und das zu verlangen wäre komplett widersinnig. Das habe ich auch mit keinem Wort gemeint; gegenüber einer Therapie von außen bin ich persönlich sowieso sehr kritisch eingestellt.

Was ich hier in meinen vorigen Beiträgen angeprangert habe, ist etwas, was mir schon oft in der heutigen Gesellschaft im Umgang mit jenen, die in einer anderen, für die Mehrheit der Menschen in der modernen westlichen Gesellschaft offensichtlich nicht mehr existenten oder zumindest ihnen völlig fremd gewordenen Realität (=permanente Ausnahmesituation) leben müssen, aufgefallen und/oder selbst begegnet ist. Der Umgang hier mit Holly ist nur ein weiteres Beispiel dafür. Dieser hat meiner Meinung nach nichts zu tun mit dem notwendigen und sinnvollen Anerkennen und Ziehen von persönlichen Grenzen zu tun, sondern ist imho gerade Ausdruck des Gegenteils davon, nämlich einer Überschreitung der eigenen Grenzen und Kompetenzen sowie der Grenzen des anderen im Sinne einer Projektion der eigenen, aus einer Komfortzone erwachsenen Vorstellungen und des entsprechenden Weltbildes auf die Realität des Betroffenen. Die Realität des Betroffenen ist aber nie die Welt des Außenstehenden, und kann es auch niemals mehr werden. Dieser Tatsache gilt es Rechnung zu tragen, und das passiert ganz gewiss nicht, wenn man den Betroffenen (vermeintlich) "erzieherische" Maßnahmen angedeihen lässt. Hier stellt man sich in eine Position, die einem nicht zusteht, und überschreitet sämtliche Grenzen. Der Betroffene braucht weder Mitleid noch Belehrungen, sondern vor allem Verständnis und Respekt. Andere Meinungen und Ratschläge sind durchaus willkommen, aber nur, wenn sie nicht belehrend und respektlos sind, den Betroffenen nicht in eine Rechtfertigungsposition drängen und keinen Alleinigkeitsanspruch haben, sowie immer im Bewusstsein getätigt werden, dass man sich, so sehr man sich auch bemühen mag, letztlich nicht in die Situation des Betroffenen hineinversetzen kann, sofern man nicht selbst zumindest in einer annähernd ähnlichen Ausnahmesituation gewesen ist. Man kann sich allenfalls, wie bereits geschrieben, vorstellen, was man an der Stelle des Betroffenen in der Situation tun würde, aber auch hier sollte klar sein, dass diese Vorstellung nur eine Vorstellung ist, die ihren Bezug zu der eigenen komfortablen Wirklichkeit nicht verleugnen kann, und sich in der "anderen Realität", sollte sie jemals für einen selbst Wirklichkeit werden, allzu leicht als Trugschluss herausstellen kann.

Ich habe als Kind und Jugendliche interessiert die Geschichten meiner Oma aus der Kriegszeit verfolgt. Ich habe mich als Jugendliche auch stark für den Holocaust und das, was dahinter gestanden haben mochte, interessiert und viel Literatur zu dem Thema gelesen. Nie wäre mir aber in den Sinn gekommen, dass ich - auch nach all dieser Lektüre und dem Hören von Augenzeugenberichten - nur ansatzweise das nachvollziehen könnte, was damals wirklich passiert, wie die Menschen - auf beiden Seiten - wirklich empfunden haben. Es blieb letztlich unfassbar, nicht vorstellbar.

Ich maßte mir aus meiner Lage und meiner Kenntnis der Geschichte heraus nicht an zu beurteilen, wie ich mich damals verhalten hätte. Auch wenn ich einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe - ich weiß nicht, ob der ausgereicht hätte mich moralisch und ethisch richtig zu verhalten - ja ich weiß nicht einmal, ob das, was ich heute als moralisch geboten und ethisch richtig empfinde, dem entsprochen hätte, was ich diesbezüglich gedacht hätte, wenn ich in der damaligen Zeit aufgewachsen wäre. Und: was vielen nicht bekannt ist, ist, dass selbst unter den "ersten" Siedlern (Zionisten) im entstehenden Staat Israel die nach dem Holocaust zahlreich ankommenden europäischen Juden argwöhnisch betrachtet und zum Teil sogar verachtet wurden - dafür, dass sie sich im KZ und in den Ghettos hätten "abschlachten lassen", sich nicht gewehrt hätten.

Wenn aktuell in der Flüchtlingsfrage Deutsche meinen mit Recht und Kenntnis der Situation behaupten zu können, dass viele Flüchtlinge nur aus wirtschaftlichen Gründen kämen und auch Flüchtlinge aus Kriegsgebieten sehr gut in anderen Ländern verbleiben könnten und deren Versuche nach Deutschland zu kommen dafür sprächen, dass es auch diesen Flüchtlingen nicht primär um den Schutz ihres Lebens gehe - dann ist das genau der gleiche, bereits angesprochene Mechanismus. Es ist Ausdruck eines in der Mediengesellschaft neu aufgetretenen problematischen Verständnisses, das darauf zu basieren scheint, dass ein mediales Erleben gleichbedeutend mit dem realen Erleben ist oder zumindest zu einer kompetenten, zutreffenden Einschätzung der Situation berechtigt und befähigt. Dass eine online-Kommunikation gleichbedeutend ist mit einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Gegenüber und der Wirklichkeit, in der er lebt (- besser gesagt: dem ehrlichen Versuch davon). Für viele User kann sie offensichtlich noch mehr, nämlich eine umfassende und zutreffende Beurteilung der Person, mit der man kommuniziert, ihrer Situation, und dessen, was das Beste und was Schlechteste für sie sei.

Genauso verhält es sich mit den sozialen Netzwerken und einem Forum wie med1. Was die nicht-betroffenen User hier durch das Erzählen des Betroffenen wirklich verstehen und nachvollziehen können, ist stark begrenzt; das Bewusstsein darüber scheint jedoch bei vielen nur gering ausgeprägt zu sein. Die Wirklichkeit des Betroffenen lässt sich eben nicht online in das Wohnzimmer und von dort ins Bewusstsein des Forenusers übermitteln. Auch wenn die Kommunikation über das Internet eine zuvor nie gekannte Reichweite ermöglicht hat - sie hat imho zumindest bisher grandios darin versagt die Menschen, die in anderen Realitäten leben, einander etwas näher zu bringen, auch wenn sie für viele Menschen etwas anderes zu suggerieren scheint. (Dabei kann es eine vollständige Annäherung aus den bereits erwähnten Gründen nicht geben...)

Um der Bemerkung zuvorzukommen, dass ich hier wieder viel zu weit gehe:

Die gemeinsame Frage, die man sich an all diesen Stellen meiner Meinung nach stellen sollte: wer bin ich, dass ich beurteilen könnte und dürfte, was ich anstelle dieser Menschen, in dieser anderen, mir fremden Realität, getan hätte oder täte?

Bei entsprechender Beantwortung dieser Frage sollte es ein leichtes sein diese Menschen so zu behandeln, wie man selbst an deren Stelle vermutlich behandelt werden wollte.

Wenn man das nicht leisten kann - in Ordnung...niemand muss sich hier beteiligen. Aber es sollte doch wenigstens in einem Internetforum möglich sein, dass hier jemandem wie Holly ein Platz eingeräumt wird, wo er sich nicht rechtfertigen muss - im RL muss sich dieser Mensch nämlich ständig rechtfertigen, weil Menschen nun einmal dazu tendieren, das, was sie sich nicht vorzustellen vermögen, weil es (glücklicherweise) außerhalb ihrer (bisherigen) Erfahrungswelt liegt, nicht zu glauben und die Schuld dann gerne dem Betroffenen zuschieben, um ihre eigene heile Welt vor Rissen zu schützen.

...und nun bin ich raus hier...

HboliW*oxod


Was mich schlichtweg stört, dass mir vorgeworfen wird, über Jahre in meiner Situation zu verharren. JEDE einzelne Situation bin ich angegangen und habe Veränderungen hervorgerufen. An der Situation mit meinem Sohn kann ich nur das beitragen, was ich im vollem Umfang bereits tue. Da ist niemand, der im RL sagt: "nun bewege deinen Arsch!". Ich mache genau das, was gefordert und angemessen ist in solch einer Situation. Dass es eine langanhaltene Situation ist, kann ich nicht beeinflussen. Das wird wahrscheinlich noch Jahre so gehen, wenn nicht sogar sein ganzes Leben lang. Dass daneben nun Beziehungsstrukturen deutlich werden und sich eine dicke Depression entwickelt, ist auch nicht ungewöhnlich.

Man sagte mir, ich solle Anschluss finden, damit es einfacher wird damit umzugehen. Ich solle mir einen Therapeuten suchen, um die Vergangenheit aufzuarbeiten und ich solle zur Beratungsstelle um die Beziehungsproblematik von Außen betrachten zu lassen. Das mit dem Therapeuten dauert noch, alleine, weil das Thema heikel ist und sich nicht jeder ran traut. Aber all das mache ich, denn ICH WILL, dass sich das Leben bessert und einfacher wird. Ich gebe alles dafür. Bislang tritt nicht der Effekt auf, dass ich mich besser fühle damit. Und dann ist dieses Forum hier, wo ich etwas gedanklichen Anschluss finde, und werde gebremst, weil ich in meiner Situation verharre.

Wie auch im echten Leben, lösen sich solche Situationen nicht über Nacht. Aber mir die Möglichkeit zu nehmen, mich über meine größten Sorgen derzeit auszutauschen, treibt mich gefühlt noch mehr in die Ecke. Noch mehr Druck, den ich nicht brauchen kann, weil ich alles so mache, wie es sein sollte.

Das ist nicht fair und kommt mir falsch vor.

_BSuBrf2erin


Ich stimme den Worten der Isabell zu. Sie hat es perfekt geschrieben und auf den Punkt genau erklärt.

Obwohl ich pelztier86 sehr schätze. Ich lese sie gern und oft. Sie ist eine Bereicherung für das Forum und die User, intelligent, breitgefächert informiert und selbstkritisch.

Aber dieser Faden hier dreht sich im Kreis, auch wenn Holi einfach nicht mehr tun kann, als sie tut, was ich sehr gut verstehen kann. Ich hätte wohl nichtmal das geschafft, was Holi geschafft hat, bei der Schlaflosigkeit. Da packe ich noch viel weniger. Trotz alledem ist es ein Karussellfaden. Das eine schließt das andere nicht aus.

_cSurfe"rixn


Ach, ich sehe jetzt erst, dass der andere Faden -ein Leben zu dritt oder zu viert- geschlossen wurde.

Hmm...also ja, da grummelt es doch in meinem Bauch. Ich verstehe inhaltlich natürlich schon, was Isabell da schreibt, aber ob es psychologisch wirklich für Holi so ist, dass sie weiterkommt, wenn man ihr die Plattform der Aussprache entzieht, wage ich zu bezweifeln.

Hier stand doch irgendwo in Sternchen geschrieben, dass Holi sich getrennt hat. Wenn DAS kein Fortschritt ist.

Ok ja, es sind Karusselfäden, aber in Minischritten geht es ja doch weiter.

Hmmm...also so richtig kann ich mich da auf keine Seite schlagen.

Mir fällt da spontan schätzchenef ein, der man auch alle Schotten dicht machte. Aus demselben Grund. Sie durfte sich nichtmehr hier austauschen. Tage später war sie tot und nun gibt es hier nur noch ihren Trauerfaden.

Wie gesagt, ich weiß nicht, welchen psychologischen Effekt es hat, jemandem alles zu entziehen. Der Schuß könnte nach hinten losgehen. Es ist nicht immer so, dass derjenige dann einen Auftrieb erlebt.

Bei Alkoholikern sagt man das auch immer: nicht mehr helfen, derjenige muß ganz unten auf dem Boden allein sein, dann erst wird er etwas tun.

Vielleicht hilft es bei diesen Leuten, aber auch da wird es dann wohl auch manchmal ehr Tote als Genesende geben.

Und hier bei der Moderation sind ja auch keine studierten Psychologen, die jetzt Holi genau kennen und da Entscheidungen zu treffen können.

Wir können noch so viel von Holi lesen, wir kennen sie nicht wirklich. Wir kennen nicht ihre gesamten inneren Konflikte, was sie psychisch kann und was nicht, wir kennen nur ihre Worte hier. Von daher, alles sehr vage.... ":/

klatioafox


Solange es Holi hilft, sich hier zu äußern und ich finde es wahnsinnig vermessen zu sagen, dass es ihr ja gar nicht mehr helfen kann, wie es Isabel formuliert, ist es doch vollkommen egal ob es sich nach Meinung mancher User um einen Karussel-Faden dreht. Sie sagt es hilft ihr, auch wenn es nur in sehr kleinen Schritten vorwärts geht und dann ist das doch zu respektieren.

Ich finde es gerade wenig nachvollziehbar, was hier passiert und es gibt hier durchaus auch andere Fäden, die schon seit Langem hätten geschlossen werden müssen, wenn man konsequent sein möchte.

_9Surfoerxin


Ach ja, noch was vergessen:

Mit den Worten, dass es eine Bevormundung ist, hat Holi aber zu 100% recht.

Faden schließen gegen den Willen des/ der TE = Bevormundung!

Egal, aus welchen Gründen auch immer der Faden geschlossen wird, eine Bevormundung bleibt es, da es ohne ihren Willen geschah.

M^onci:kxa65


Das hat überhaupt nichts mit "erzieherisch" oder "anmaßend" zu tun, sondern mit den Grenzen, die wir uns als Forum setzen. __Mit den Grenzen, die wir hier als Forum haben.

Selbstverständlich hat Erziehung viel mit Grenzsetzung zu tun, und das, was hier läuft, ist erzieherisch. Pelztier hat es gut formuliert, aus der eigenen Komfortzone heraus.. Wie auch immer, neutrale Grenzsetzung ist was anderes, bei Beleidigungen, fakes etc. Aber wortwörtlich zu sagen, du "darfst erst wieder zu diesem Thema einen Faden eröffnen, wenn du etwas geändert hast" ist erzieherisch und obendrein anmaßend, weil es spiegelt, dass ihr zu wissen glaubt, was richtig ist. Nämlich Änderung. Nicht Hilfe zum Ausharren (kann auch mal richtig sein, aber selbstverständlich wisst ihr, dass es hier falsch ist) oder etwas einfach nicht mehr tun, nein Änderung. Deine Worte in dem geschlossenen Faden haben auf mich so gewirkt, als ob eine zwar wohlmeinende, aber jetzt entschlossene Mutter die Reißleine zieht und ihren Sprößling erst wieder sein Smartphone zurückgibt, wenn er sein Zimmer augeräumt und Hände gewaschen hat. Genau so ist es bei mir angekommen. Darüber hinaus, wie will man den "kontrollieren", ob sie etwas geändert hat und sie gnädigerweise wieder dazu schreiben "darf"?

Man muß immer den Einzelfall anschauen.

Warum? Reichen nicht allgemeine Regeln? Wo willst du hier mit Einzelfallentscheidungen anfangen und aufhören? Wo kommen wir da hin??

Aber hast Du ihre gesamten Fäden gelesen? Auch unter ihren anderen, vorherigen Nicks, die ja recht offen liegen? Hast Du damit Stunden verbracht diese zu recherchieren?

Auch hier wieder, wir wissen es besser.. Aber ja, ich kenne den anderen Faden, der viel Zeit beansprucht und ja, ich kenne diesen und den geschlossenen von Anfang an. Selbst wenn es nicht so wäre, würde ich jedoch mir "anmaßen", diese Entscheidung, so wie sie begründet wurde, schlecht zu finden.

sYpor6ty5ma


Die Fäden der Magersüchtigen lassen sich mit HolliWoods Fäden gar nicht vergleichen.

Hier findet jemand ein offenes Ohr, was für sie hilfreich sein kann.

Sie sieht es als Hilfe und das ist doch okay.

Wenn ich an schätzchenef denke, bin ich noch im Nachhinein entsetzt, wie deren Gewicht und Zustand ihres Bauches hier Aufmerksamkeit fanden. Und letztlich diese in dem Fall letale Erkrankung triggerten.

Die Person wurde nicht geschützt und der dazugehörige Trauerfaden findet weiterhin Zulauf.

SVü_ntje


Holi wurde ja nicht gesperrt und sie kann sich nach wie vor hier austauschen, aber da ein Ende zu setzen, wo es zuletzt nur noch um angekündigten und vorbereiteten Suizid geht finde ich absolut richtig.

BOonnpie Befnnxett


Ich war bisher nur stille Mitleserin und finde die Entscheidung der Moderation auch richtig und kann auch was Süntje schreibt nur beipflichten.

Testament verfassen, anstatt zum Arzt zu gehen...

MUoni^ka65


Da gabs aber schon mehrere Fäden, die sich um Suizid drehten im Psychologieforum.

dcaTna$e8x7


Ich finde es schwierig, gerade in Bezug auf Suizidvorbereitungen, aber meiner Meinung nach hätte es völlig gereicht daraufhin zuweisen, dass dort eine Linie überschritten wird. Alles andere, das Kreiseln, das Wiederholen und umdisponieren, dass ist völlig normal, wenn man seinen eigenen Platz sucht, Angst hat, wütend ist und soweiter. Einiges treibt einen voran, anderes hält einen fest und was am Ende gut und richtig war oder möglicherweise gewesen wäre, kann man erst wissen wenn man kurz vor der Kiste steht. Vielleicht, denn der komplette Überblick fehlt ja immer.

Ich finde nebenbei das Holi ganz schön viel gemacht hat. Sowohl in Bezug auf ihren Sohn, da wartet man halt eine ganze Weile auf die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen, ist eben so. Als auch in Bezug auf ihre Beziehung, in der sich in den letzten Wochen soviel getan hat, auch wenn es einigen Leuten nicht rabiat genug war, aber Holi muss ja mit dem Tempo und Ergebnis leben, nicht ich, niemand sonst, sie wird schon das Tempo gehen, mit dem sie klar kommt. Zuviel Tempo kann, so ganz nebenbei, Suizidgedanken massiv werden lassen. Die Seele braucht jeweis Zeit sich einzugewöhnen, gerade wenn man eine Beziehung löst die scheinbar auch noch ganz andere Beziehungen repräsentiert, die man schon lange mit sich mitschleift.

Ich möchte das mal in aller Deutlichkeit schreiben: Hier beendet jemand nicht "einfach nur" eine Ehe, hier kämpft jemand den Kampf den sie als Kind zwangsläufig verlieren musste und damit hängen sämltiche kindlichen Muster mit dran. Das ist mehr als eine Trennung, das ist, selbst ohne Kind, die totale seelische Umbaumaßnahme.

Das dauert und tut weh und das man vor dem Arzt steht und lieber umdreht und ein Testament schreibt ist auch noch normal, auch wenn ich mir wünschen würde, dass mehr als nur ein Berater diesen Prozess begleitet. Niemand kann einen Therapeuten herbeihexen und die Wartezeiten in dem Bereich sind ja nicht gerade ein Geheimnis.

Jeder der mich kennt weiß, dass ich gelegentlich ein Freund von Druck bin, klare Worte finde und schonmal bei der 300 Drehung im Kreis ruppig werde, aber hier finde ich das mehr als total unangebracht.

kLati5afoxx


Ich hatte trotzdem den Eindruck, dass man sie in diesen düsteren Gedanken noch erreichen konnte. Das stand alles auf der Kippe, aber sie hat sich immer wieder reflektierend gezeigt, mal mehr, mal weniger. Da hab ich hier schon andere Fäden gesehen, in denen User mit ihren Problemen viel mehr kokettiert haben.

Hätte man ehrlich begründet, dass man sich hier als Betreiber des Forums schützen will, weil man die Vermutung hat, hier wird ein Suizid angekündigt, könnte ich das alles ja noch nachvollziehen. Aber die Begründung so, wie sie hier steht, ist einfach nur hanebüchen.

SdheiQlagxh


Aber die Begründung so, wie sie hier steht, ist einfach nur hanebüchen.

Ach, ist die das?

Ich finde die Entscheidung der Moderation absolut richtig und in allen Punkten nachvollziehbar.

Die dazugehörige Begründung ist ausführlich, schlüssig und griffig.

Ich finde es sehr befremdlich, wie dich hier einige User zum Einschreiten der Moderation äußern, oder gar für sich in Anspruch nehmen, Holiwood besonders - oder als Einzige - verstehen zu können, weil ein scheinbarer positiver Vergleich zur eigenen Lebenssituation gezogen wird. Im gleichen Atemzug wird anderen Usern jegliches Verständnis komplett abgesprochen...

Dies:

Wir sehen im Gegenteil eher in einer weiteren Diskussion wie sie jetzt läuft eine Bremse für Dich.

Der Faden hilft Dir nichts wirklich unternehmen zu müssen, weil Du hier immer wieder aufgefangen wirst.

...finde ich absolut zutreffend und auch klar im Fadenverlauf des anderen aktuellen Fadens und auch hier klar erkennbar.

Gebetsmühlenartige Empathie und das Loben von Miniminischrittchen wird irgendwann einfach absolut kontraproduktiv, ja, gefährlich.

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