» »

Topiramat + Leber

m!ust,acxho hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich nehme seit ca.6 Jahren Topiramat (wg. Epilepsie) und fahre damit auch ganz gut. Habe keinerlei äußerlichen Probleme mehr bzgl. Gewichts, Epilepsie o.sonstiges.

Was ich mich frage: Ich vertrage so gut wie gar keinen Alkohol mehr, liegt das an der Medikamenteneinnahme?

Ich bin Mitte 30 und sobald ich ca.2L Bier über einen Abend verteilt getrunken habe (sonst nichts an Alkohol), kann meine Leber das scheinbar nicht mehr abbauen und der nächste Tag ist gelaufen. (Ich trinke sogar schon Radler und teilweise mehrere Gläser Leitungswasser dazu aber habe dennoch Probleme.)

Hat noch jemand Probleme mit der Leber infolge der Einnahme von Topiramat (ich habe davor ca. 10 Jahre lang Valproat genommen, da hatte ich diese Probleme nicht, aber es hat nicht 100%ig gewirkt und ich habe im Laufe der Zeit 25kg zugenommen!)?

Ich denke darüber nach, mir einen Termin beim Hausarzt machen zu lassen, dass er mal meine Blut- und Leberwerte überprüft.

Danke und VG!

Antworten
Dharkrth>anMadxara


Ich könnte dir weiterhelfen. Dafür bräuchte ich aber deine derzeitige Einstellung/Medikation. Das bedeutet, welche Dosis bekommst du morgens- mittags und abends ? Wurde die Dosis im laufe der Jahre erhöht bzw. mal umgestellt ? Nimmst du außer Topiramat noch andere Medikamente die unter nichtsteroidalen Antirheumatika fallen ? Topiramat selber schädigt die Leber NICHT ! Topiramat in Kombination mit Alkohol kann die Leber langfristig schädigen ! Alkohol Konsum in Kombination mit Antiepileptika ist sehr sehr unklug, aber das muss ich dir nicht sagen. Ich könnte dir alle Nebenwirkungen von Topiramat hier aufzählen, aber ich denke, dass du darüber aufgeklärt wurdest vor der Einnahme.

mPustaxcho


Danke für die schnelle Rückmeldung!

Die Medikation ist 50-0-75.

Ich nehme ausschließlich Topiramat. Die Menge war anfangs mal anders, ein bisschen höher (vllt 100-0-100?), wurde dann gesenkt, da ich zahlreiche kg abgenommen habe (110-->85) und ich auch mit einer geringeren Dosierung zunächst gut auskam. Allerdings gab es dann wieder einige Absencen und wir haben uns bei 50-0-75 eingependelt.

Ich trinke kaum Alkohol (vllt 1mal im Monat ein paar Bier, wobei ich sicherlich ganz darauf verzichten kann). Was mal war, ist eben eine andere Sache. Als Student lebt man (ich) sicher anders und auch nicht so, wie es einem der Arzt sagt/empfiehlt.

DgarkrGthan?Madaxra


Ich kann das wirklich gut nachvollziehen. Ich bin selber erst 21, Epileptikerin und Medizin Studentin und ich weiß auch, dass es nicht immer einfach ist sich zu enthalten. Aber gerade bei Topiramat kann ich nur empfehlen auf Alkohol ganz und gar zu verzichten. Topiramat an sich ist ein unglaublich schonendes Antiepileptikum, welches daher auch oftmals in der Neurologie bei chronischer Migräne eingesetzt wird. Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen, solange man sich an die Regeln hält. Und die oberste Regel ist einfach "Verzicht auf Alkohol". Viele Nebenwirkungen treten häufig erst dann auf, wenn man sie selber auslöst, wie z.B. mit Alkohol. In Topiramat sind die Wirkstoffe; Sulfamsäure, Isopropyliden und Dioxolo in Kombination mit Ethanol können diese Wirkstoffe sich negativ auf den Körper auswirken und das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich bewirken sollen. Mögliche Nebenwirkungen könnten in diesem Fall, Schwindel, Übelkeit, Bluthochdruck, Leber- o. Nierenversagen oder sogar Herzrhythmusstörungen sein. Die Dosierung hört sich erst mal nicht schlecht an. Natürlich spielen auch Körpergröße und Körpergewicht eine große Rolle bei der Dosierung der Medikamente. Du könntest prinzipiell genau errechnen, wie viel Alkohol dein Körper in wie vielen stunden abbauen kann, ohne das bleibende Schäden zurück bleiben. In die Berechnung müsstest du dann die Medikamenten Dosierung, deine Größe, dein Gewicht, dein Alter und deine derzeitige Leberfunktion mit einberechnen.

LWuczi032


Hatte dieses Problem mit Carbamazepin. Wurde sogar übel vom Bier.

Mit Keppra und Lamotrigin ist dieses Problem verschwunden.

Deine Topiramat ist relativ niedrig dosiert. Hatte schon Patienten bei 400mg.

Vielleicht versuchen weniger zu trinken und schauen wie das geht?

m;ust"ajchRo


Ich danke euch für eure Antworten und euer Verständnis.

Ich habe mich evtl. falsch ausgedrückt.

Es ist mir keinesfalls wichtig, dass ich heute o. in Zukunft Alkohol trinken kann, ich kann komplett darauf verzichten, aber ich möchte dies jetzt nicht zu sehr in eine Alkoholkonsum/Moralgeschichte driften lassen, deshalb sage ich nicht so viel dazu.

Ich möchte nur wissen, ob sich durch den heute geringeren Alkoholabbau (den habe ich selber festgestellt im Vgl. zu früher) ableiten lassen kann, dass meine Leber im Lauf der Jahre einen Schaden genommen hat - sei es durch Medikamente (als allererstes in der Pubertät habe ich noch Tegretal genommen, das habe ich vergessen - wie ich im Moment gelesen habe beinhaltet das ja dieses Carbamazepin, was ich nicht wusste), o. durch die Kombination von Alkohol mit Medikamenten, der Auslöser ist ja egal, nur die Frage, ob es durch dieses Problem mit dem Alkoholabbau heute evtl. einen Leberschaden geben kann oder ob das einfach auch auf mein gestiegenes Alter beispielsweise zurückzuführen sein kann.

Ich weiß, sicher kann mir das nur der Arzt sagen und deshalb war ich heute mal dort und es wurde ein kl.Blutbild gemacht. Dauert jetzt halt eine Woche, bis die Werte da sind aufgrund des Feiertags. Dennoch macht man sich ein wenig Sorgen...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH