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Einordnung Dringlichkeit OP Hws-Syndrom

Bpaugmanxn73 hat die Diskussion gestartet


Hallo Forum,

unseren Jahresurlaub müssen wir zu 99,9 % canceln. Meine Frau spürte vor ca. 4 Wochen ein leichtes Taubheitsgefühl im Daumen und den Arm entlang. Sie hat dem erst wenig Bedeutung beigemessen.

Der Hausarzt hat dann aber vor knapp 2 Wochen durch eine Kurzeinweisung ins Krankenhaus ein schnelles MRT "erschlichen". Die Bilder und den Bericht gab es erst kürzlich, woraufhin meine Frau vor 2 Tagen beim Neurochirurg war. Der steht quasi bereit, meine Frau nächste Woche zu operieren und hat bereits die Einweisung geschrieben.

Es ist ein medialer Bandscheibenvorfall der HWS C6 und leicht C4, Spinalkanalstenose mit Kompression des Rückenmarks, aber ohne Nachweis einer Myelopathie.

Nun hat meine Frau gar keine Schmerzen. Und schon gar keine Lähmungen. Halt nur den Tauben Daumen, an dem Sie aber noch heiß und kalt fühlt. Sie hat leichte Krafteinbuße in diesem Daumen. Sie kann gerade aus gehen mit geschlossenen Augen, ist nicht inkontinent etc., arbeitet noch.

Ich weiß vom Krankenhaus, in dem der Chirurg arbeitet, dass dort am Rücken gerne und schnell operiert wird. Der Neurochirurg meint, es sei riskant, länger zu warten, da Fehlbewegungen die Beschwerden sehr schnell verstärken könnten und auch leichte Unfälle zu einem Querschnittssyndrom führen könnten.

Der Urlaub fällt also zu 99,9 % aus. Auf die Schnelle gibt es aber morgen noch eine Zweitmeinung in einer neurochirurgischen Praxis. Im Internet lese ich, dass in dieser Praxis oft nicht so schnell operiert wird, sondern erstmal konservative Therapien.

Nun lese ich von anderen Patienten, die mit Taubheitsgefühlen, teils auch mit Lähmungen in den Fingern, wochen-, monate- und auch Jahrelang konservative Maßnahmen ausprobieren, zu Osteopathen gehen, Physio machen etc. und die OP herausschieben oder auch vermeiden.

Wie ist diese Eile wegen der OP zu erklären, wo doch gar keine Lähmungserscheinungen und keine Schmerzen da sind? Wer musste auch so schnell unters Messer?

Ich hoffe immer noch ganz leicht auf die 2. Meinung, dass eine OP auch 2-3 Wochen warten kann, und wir vielleicht doch den Urlaub antreten können. Wohl ist mir aber auch nicht dabei. Hab zwar allerhand Auslandsreiseschutz vom ADAC, aber wenn es da schlimmer wird, das wär schon großer Mist.

Ich weiß, hier gibt's keine Diagnose, aber ähnliche Erfahrungen würde ich gerne lesen.

Danke und Gruß

Antworten
Friredflxy86


Ich war letztes Jahr stationär auf der Neurologie. Meine Bettnachbarin hatte durch diverse Bamdscheibenvorfälle eine starke Einengung des Rückenmarks. Ihr wurde von den Neurochirurgen dringend zur Optimierung geraten. Der "normale " Neurologe riet ihr absolut von ab und befürwortet das Abwarten bis es zu richtig starken ausfallerscheinungen kommt. Der Chirurg war sogar ein guter Bekannter des Neurologen.

Auch meine Mutter läuft seit Jahren mit selben Problemen Rum.

Ich wäre bei Eingriffe an der Wirbelsäule sehr vorsichtig und würde auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen. Ausserdem würde ich durch Muskel Aufbau die Wirbelsäule entlasten.

F_irefl9y8x6


Doofes T9...Optimierung soll natürlich Operation heissen

BHaum"aZnn7x3


Wir waren beim 2. Neurochirurgen.

Na ja, er bestätigt grundsätzlich die OP-Indikation.

Aber was die zeitliche Dringlichkeit anbelangt blieb er vage. Er erläuterte das haftungsrechtliche Spannungsfeld, in dem Ärzte bei solchen Fragen stehen. Auf eine schnelle OP zu drängen ist halt die sichere Seite für den Arzt. Ob dadurch eine Urlaubsplanung über den Haufen geworfen wird muss dem Arzt schon aus eigenem Interesse egal sein.

Also er konnte von einer Reise weder zu- noch abraten.

Er selbst könne sich vorstellen, dass er in dieser Situation erstmal 2 Wochen Urlaub macht, und dann sich entspannt operieren lässt. Andererseits wenn was passiert im Urlaub wäre das schon sehr ungünstig usw....

Letztlich bestünde die erhöhte Gefahr einer Querschnittsverletzung bei meiner Frau durch Unfälle schon jahrelang, da sich solche Bandscheibenvorfälle und Wirbelabnutzungen langsam entwickeln. Nur jetzt weiß meine Frau davon. Jedenfalls fahren wir nächste Woche zum Krankenhaus.

RHosMex4


Hallo Baumann 73,

das Taubheitsgefühl im Daumen und am Arm entlang kann auch von verspannten Muskeln kommen. Wenn Muskeln überlastet werden, entstehen winzige Verspannungen in ihnen, durch diese verkürzt sich der Muskel und zerrt an umliegenden Muskeln oder Gelenken, was dann zu Schmerzen oder auchTaubheitsgefühlen führt.

Soll Deine Frau doch mal versuchen, durch massieren eine Besserung herbeizuführen, eine OP wäre der letzte Weg, ein Ostheopate wäre vielleicht auch nicht schlecht.

Hier sende ich Dir mal was zu lesen, da wird alles gut erklärt und auch gezeigt, wie man sich massieren kann

[[http://www.muskel-und-gelenkschmerzen.de/triggerpunkte/triggerpunkte-selbst-behandeln/brachialis/]]

[[http://www.muskel-und-gelenkschmerzen.de/triggerpunkte/triggerpunkte-selbst-behandeln/extensor-carpi-radialis-longus/]]

Gute Besserung für Deine Frau

B>auman@n7x3


Danke erstmal,

also manuelle Therapie im Bereich Schulter / Nacken wird von beiden Neurochirurgen aktuell abgelehnt. Osteopathie, also Einrenken etc., hat der 2. Neurochirurg quasi verboten.

FYire[fliy8x6


Es gibt aber auch sanftere Physio als Manuelle Therapie oder Osteo. Wichtig ist halt wirklich die Muskulatur zu lockern und aufzubauen. Ich durfte Beispielsweise vier Wochen nach einem doppelten HalswirbelBruch mit Physio anfangen. Ein erfahrener Therapeut kann glaube ich gut abschätzen, welches Ausmaß geht.

Ich glsube, ich würde mir das ganze über den Urlaub hinweg in Ruhe überlegen.

RFose\4


Hallo, Baumann73,

Schulter und Nacken sind bei meinen Links auch nicht gemeint, es handelt sich um einen Oberarm- und einen Unterarmmuskel. Diese können solche Symptome wie bei Deiner Frau hervorrufen, lies einfach mal die Links durch.

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