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Empfindungsstörungen durch Alkohol

ReodTnexyM hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

bin neu hier. Ich habe ein paar Probleme die wohl durch übermäßigen Alkoholkonsum verursacht sind. Ja die Antwort ist vermutlich "einfach": Nicht mehr trinken.

Worum's mir geht ist raus zu kriegen, ob sich das alles tatsächlich durch den Alkohol erklären lässt.

Zum Hintergrund: Habe eigentlich schon immer ne Schwäche für Alkohol. Wenn ich erst mal richtig anfange, kann ich net mehr aufhören zu trinken. Früher hab ich aber nur selten getrunken. Seit ich arbeiten gehe jetzt aber immer öfter. Mindestens 1-3x die Woche, davon 1x heftig. Bin auch etwas depressiv weil mir mein Job keinen Spass mehr macht, was bestimmt mit reinspielt.

Habe schon seit Jahren mit Sodbrennen zu kämpfen und mir jetzt auch noch ne leichte Gastritis eingefangen. Nehme Omeprazol dagegen und hab die Symkptome damit im Griff.

Seit den letzten 2 Jahren ca. habe ich nun immer am nächsten Tag wenn ich sehr viel Getrunken habe, so Panikattacken. War damit schon im Krankenhaus weil ich dachte nen Herzanfall haben zu können. War aber nie was. Dazu kommt auch seit ein paar Jahren so ein unangenehmes Druckgefühl im Brustraum. Ist aber eigentlich immer da, auch wenn ich nix getrunken habe. Daher unsicher ob das damit zu tun hat. Lunge wurde geröngt war nix. Evtl. kommt es auch von Verspannung von viel Büroarbeit und zu wenig Bewegung. Hab gelesen, dass die Gastritis sich aber auch so bemerkbar machen kann, stimmt das?

Was mich - auch gerade während ich das jetzt schreibe - richtig verrückt macht sind so Gefühlsstörungen in den Armen. Fühlt sich wie so ne Muskelschwäche an, leichtes Gribbeln und einfach so als hätte man da weniger Gefühl. Krieg dann Angst das ich gelähmt werden könnte. Was natürlich auch wieder zu Panikattacken führt. Aber nein das Gribbeln kommt nicht von Panikattacken, sondern ist auch so da, wenn ich die Atmung kontrolliere.

Kann das tatsächlich vom Alkohol kommen? Nervenstörung?

Hab auch seit paar Jahren einen erhöten CK-Wert im Blut, weshalb ich schon zum Neurologen geschickt wurde, aber der hat nix festgestellt.

Außerdem hatte ich vor paar Jahren ne Sehnenscheidenentzundung und dachte damals dass die Empfindungsstörungen damit zu tun haben. Hab auch heute immer noch Probleme von der ganzen PC Arbeit. Da es jetzt aber mit der Störung immer richtig heftig ist nach einem Besäufnis, ist es eigentlich klar, dass es davon kommt oder?

Kann das auch im Ansatz schon Gischt sein? Gelenke tun auch ganz gerne mal weh. Hatte schon mal Allupurinol verschrieben bekommen wegen Harnsäurewerte. Anderer Arzt meinte dann aber wäre nicht so schlimm dass ich das nehmen sollte.

Boa jetzt gribbelts auch im Hinterkopf, das ist neu :(

Überlege fast mal wieder ins Krankenhaus zu gehen, aber die Stellen dann eh wieder nix fest. Gibt auch keine Tabletten gegen so Zustände, oder?

Hab grade etwas Baldrian Tabletten genommen gegen die Unruhe, aber wirken nicht wirklich.

Würde am liebsten Schlafen, weil auch zu wenig schlaf gehabt letzte Nacht, aber im Liegen sind die Gefühlsstörungen gefühlt am stärksten.

Achja leide allgemein unter Schlafstörungen seit Jahren. Vielleicht hat das ja auch mit den Gefühlsstörungen zu tun?

Hat jemand hier vielleicht auch ein Alkoholproblem und kennt so Zustände?

Wäre cool da nicht der einzige zu sein. Komme mir immer so wie der "eingebildete Kranke" beim Arzt vor und trau mich kaum das alles so zu beschreiben, wie jetzt hier grade getan.

Überlege schon länger mal zu den Anonymen zu gehen, wäre wohl echt ne gute Idee.

Danke schon mal für eure Beiträge.

Gruß

Rodney

Antworten
B!remtenxsie


Ich denke das du ein wenig ein Hypochonder bist. Die Taubheitsgefühle könnten auf eine Polyneuropathie hindeuten. Diese kann bei Leuten die übermäßig viel Alkohol trinken auftreten.

Ich denke das vieles bei dir darauf hindeutet das du Alkoholiker bist.

E*hemealigezr HNutzexr (/#54A5421x)


Du solltes etwas gegen Deine Alkoholproblematik unternehmen und zgl gegen die Depression - beide können sich gegenseitig bedingen.

Alkohol ist ein starkes (Nerven)gift... Deine neurologischen Probleme und auch Dein Sodbrennen können darauf begründet sein.

Klassische Konstellation eines möglichen Alkoholkranken - Depression, weil der Job Scheiße ist, Alkohol trinken, damit die Depression auszuhalten ist, durch Alkoholkonsum evtl Schwierigkeiten im Job - also erneut Alkohol trinken müssen, weil man es ja sonst nicht aushält - der Job wird dadurch noch scheißiger und verfliegt der Alkohol, geht die Spirale wieder von vorne los.

AA ist grundsätzlich eine gute Idee - vielleicht reicht das ja schon aus, um vom Alkohol wegzukommen. Musst Du nur schauen... es gibt durchaus Gruppen bei den AA, die lassen "Nasse" nicht rein, um sich selbst nicht in Versuchung zu führen und Du solltest wissen, dass die AA ziemlich gnadenlos sein können und es Dir passieren kann, dass sie Dir auf den Kopp zusagen, dass Du ein Säufer bist...

C;omr9aCn


Worum's mir geht ist raus zu kriegen, ob sich das alles tatsächlich durch den Alkohol erklären lässt.

Auch das ist leicht geklärt: einfach mal 2 Wochen nichts trinken und gucken, ob die Symptome weg sind.

Voila *:)

f_elxes


Einfach 2 Wochen nix trinken ? Dürfte schwer für einen Alkoholiker sein.

An den TE: such dir am besten gleich professionelle Hilfe, bevor dir dein Körper noch mehr zerfällt.z.B. in einer Suchtklinik.

PMeddxi


Einfach 2 Wochen nix trinken ? Dürfte schwer für einen Alkoholiker sein.

An den TE: such dir am besten gleich professionelle Hilfe, bevor dir dein Körper noch mehr zerfällt.z.B. in einer Suchtklinik.

Bei einmaligem bis dreimaligem wöchentlichem Alkoholkonsum halte ich die TE nicht für eine Alkoholikerin. Wohl aber für gefährdet.

Liebe Rodney, suche Dir therapeutische Hilfe. Reduziere den Alkoholkonsum, fange an, indem Du drei Wochen erst mal gar nichts trinkst. Suche Dir einen Psychiater, der Dich ggf. auf ADs einstellt. Telefonierte alle Psychologen ab, die in Deiner Umgebung sind. Lass Dich auf Wartelisten setzen. Alles Gute

u^n}komp|liziZert


Wenn ich erst mal richtig anfange, kann ich net mehr aufhören zu trinken. Früher hab ich aber nur selten getrunken. Seit ich arbeiten gehe jetzt aber immer öfter. Mindestens 1-3x die Woche, davon 1x heftig

1-3 mal die Woche Alkohol zu trinken ist sicher nicht gleichzusetzen mit Alkoholismus.

Aber jede Woche betrunken (heftig) zusätzlich mehrmals die Woche Alkohol. Dann nicht mehr aufhören zu können. Alles verbunden mit einer Dosissteigerung. - Wenn das kein Alkoholismus ist - was dann.

Sicher wäre es richtig, einige Wochen gar nicht zu trinken. Solltest du das nicht schaffen, wovon ich ausgehe, erst mal deine Alkoholabhängigkeit angehen.

CWarama=la 2


Der Alkohol wird mit daran beteiligt sein, aber nicht unbedingt die alleinige Ursache sein. Wenn man nicht aufhören kann, trotz der Symptome, wofür ich durchaus Verständnis habe, denn dahinter liegen meiner Erfahrung nach unbefriedigte Bedürfnisse, die man nicht leben kann, dann ist der Leidensdruck für einen selbst noch nicht groß genug, um aufzuhören. Aber auch das ist relativ. Der Grund ist für die unbefriedigten Bedürfnisse ist sehr vielfältig, aber letztendlich ist es tatsächlich so, dass viele Arbeiten, die einem angeboten werden, keinen Spaß machen, weil auch die Arbeitgeber in ein Netzwerk eingebunden ist, wo Wirtschaftlichkeit mehr zählt als Menschlichkeit, je nachdem wo man arbeitet usw.

Letztendlich ist es auch wichtig, dass der Alkohol gut abgebaut werden kann im Körper. Ist das nur unzureichend möglich, dann ist seine Nebenwirkung umso stärker.

Um ihn gut abbauen zu können, dafür braucht man Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge. Mit Vitamintabletten ist das meist nicht auszugleichen, wenn man durchs Trinken und ungesunde Lebensführung und viel Stress, hier größere Verluste hat. An einigen Stoffen hängen hunderte von Enzymen dran, sowie der Hormonhaushalt und das Immunsystem.

Vitamin D, Vitamin B12, Ferretin, das zahlt zum Beispiel die Krankenkasse. Wer hier Defizite hat, über einen langen Zeitraum, der merkt das irgendwann ganz massiv. Aber die meisten Ärzte wissen darüber selbst nicht bescheid, es sei denn, sie haben sich hier weitergebildet. Alkohol ist übrigens ein Vitamin-B-Räuber, was wiederum für die Regeneration der Nerven unabdingbar ist.

Selen, Zink, evt. Kupfer, Mangan usw. sind für die Leber und den Abbau von giftigen Stoffen, genauso unabdingbar.

Selenmangel lässt sich zum Beispiel leicht beheben, wenn man täglich einen gehäuften Esslöffel Kokosflocken isst. Anfangs können es auch zwei sein. Alles andere ist nicht so einfach aufzufüllen, es sei denn man isst Leber zweimal in der Woche, was aber wiederum wegen der Schadstoffbelastung ein Problem sein kann.

B12 wird beim braten der Leber aber zerstört, das muss man meist Spritzen oder in hochdosierten Tablettenformen zu sich nehmen, was wiederum nicht immer gelingt. Das muss man dann ausprobieren, wenn ein Arzt einen hier begleiten kann, der sich mit beiden Varianten auskennt.

CVa7ram6alHax 2


Soll natürlich heißen:

Der Grund für die unbefriedigten Bedürfnisse, kann sehr vielfältig sein . . .

CYaramlalax 2


Weitere Fehler bitte übersehen. Habe zu früh weggeschickt, weil ich jetzt weg muss.

LZuci232


Doch, das Verhalten deutet stark auf Alkoholabusus hin.

Würde auch die Symptomen erklären.

Alkohol verstärkt Depression und man gleitet schnell in eine Teufelskreis hinein.

Alkoholismus hat verschiedene Formen. Der TE beschreibt eins davon.

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