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Besteht doch die Möglichkeit einer Epilepsie?

BXrigZhtemrdaxy hat die Diskussion gestartet


Liebe Community,

im November 2015 erhielt ich die Diagnose "Epilepsie mit generalisierten Anfällen", überwiegend in Form von Absencen. Wobei der Neurologe auch aufgrund meiner Zungen-und Wangenbisse, die allerdings schon mehrere Jahre zurückliegen, auf nächtliche Anfälle schloss.

Da ich der Diagnose nicht so recht vertraute, holte ich mir im Februar/März die Meinung eines anderen Neurologen ein. Dieser glaubte von Anfang an nicht an das Vorliegen einer Epilepsie bei mir. Noch vor den Ergebnissen weiterer Untersuchungen gab er sein OK fürs Autofahren.

Die weiteren Untersuchungen betanden in einem zweiten Ruhe-EEG, einen Langzeit-EEG von 24 Stunden und einem MRT. Alles ohne Befund.

Seiner Meinung nach liegt bei mir also keine Epilepsie vor und ich war zunächst erleichtert.

Trotzdem hat mich die Diagnose vom Herbst sehr verunsichert. Zumal ich mich eine Woche danach mal wieder für ein paar Sekunden in einem Dämmerzustand befand und dabei fast von einem Auto erfasst worden wäre. :-/

Ich beschloss daraufhin einfach, besser aufzupassen und mich an Tagen, wo ich mich unwohl fühle, nicht ins Auto zu setzen.

Im März hatte ich noch mal ein sehr unschönes Erlebnis. Ich war mal wieder als Hans-Guck-in-die-Luft in der Stadt unterwegs und knallte mit dem Unterleib voll gegen einen Straßenpoller, der komischerweise außerhalb meines Gesichtsfeldes war. |-o Ergebnis war ein riesiges Hämatom im Unterleib, das bis jetzt noch nicht ganz zurückgegangen ist.

Dieser kleine Unfall machte mir dann doch wieder Angst...

Seit zwei Jahren hatte ich ab und zu leichte Zuckungen beim Aufwachen oder kurz nach dem Aufstehen. Diese hatte ich verstärkt in der Phase zwischen den Terminen der beiden Neurologen und ich schob das auf den psychischen Stress, den ich mir selbst auferlegte mit meinen Ängsten.

Kurze Zeit wurde es besser, aber jetzt fängt es wieder an!

Vor einigen Tagen war ich beim Aufwachen noch sehr müde und versuchte, noch mal einzuschlafen. Doch daran war kein Denken mehr, als es plötzlich in beiden Oberarmen zuckte und die Arme irgendwie nach oben gezogen wurden. Schwer zu beschreiben, aber vielleicht kennt das jemand hier.

Gestern morgen hatte ich nach dem Aufwachen wieder ein komisches Erlebnis.

Ich war schon hellwach, als es plötzlich in meinem Rumpf zuckte und es sich anfühlte, als würde mein Körper kurz vom Bett abheben. Das dauerte auch nur wenige Sekunden und dann war der Spuk vorbei.

Jetzt ist die Unruhe wieder da und ich weiß nicht, was ich machen soll!

Soll ich jetzt etwa noch den Rat eines dritten Neurologen einholen oder einfach abwarten, was noch passiert?

Bitte gebt mir einen Rat.

Vielleicht sind ja hier Epilepsie-Betroffene.

Liebe Grüße,

Brighterday

Antworten
LTucia3x2


Klingt nach zu viele verschiedene Symptomen für eine Epilepsie.

Würde an deiner Stelle in einen spezialisierten Epilepsiezentrum gehen. So hast du Gewissheit.

C'hoclaatxe


Kann mich Luci32 nur anschließen.

Vieles von dem, was du schreibst, hatte ich selber als Kind bzw. meine Freundin hat das.

B'rig:h ter$day


Hallo Luci,

danke, das sollte ich wohl machen.

Ich brauche endlich Klarheit, möchte mich und andere ja nicht unnötig gefährden.

BBrighAteWrday


@ Choclate

Hattest du als Kind Epilepsie? Auch in Form von Absencen?

Nach dem Langzeit-EEG wurde mir gesagt, dass ich zu alt sei, um noch die Diagnose Abscencen-Epilepsie zu stellen (ich bin über 30). Doch vielleicht hatte ich das als Kind schon, weil ich da oft geträumt habe und sehr unaufmerksam war.

CJho5cOlaxte


Ich habe das eigentlich jetzt auch noch (Sauerstoffmangel bei Geburt). Durch ein sehr schlimmes Erlebnis vor 5 Jahren hab ich keine Medikamente genommen für 2 Wochen. Ich wqar total unter Schock. Als ich das realisert habe, hab ich festgestellt, dass es mir ohne medis besser geht. Bin seitdem anfallsfrei

Geh z. B. nach Kork und lass dich richtig durchchecken. Auch mit Schlafentzug- EEG. Meine Freundin war schon mehrfach da und ie haben ihr sehr geholfen. Sie wird auch jetzt wieder unterstützt weil sie ss ist

B;rig/hteNrday


@ Choclate

Danke für den Tipp mit dem Epilepsiezentrum Kork. @:)

Ich werde mal mit meinem Hausarzt darüber sprechen. Vielleicht kann der mir ja auch eine Überweisung zu einem Epilepsiezentrum ausstellen.

Ich hatte auch Sauerstoffmangel bei der Geburt, und habe schon oft vermutet, dass ich manche Probleme daher habe. Möglicherweise ja auch Epilepsie.

Jedenfalls schön, dass es dir ohne Medikamente besser geht und du anfallsfrei bist!

S2unfhlower_x73


Dass man als Epileptiker ohne Medikamente anfallsfrei ist, ist sehr ungewöhnlich - und sollte kein Ziel sein!

Gute Epilepsiezentren sind auch noch in der Uniklinik Bonn zu finden und in Bielefeld-Bethel. Ich würde es auch in so einer Einrichtung abklären lassen. Stationär und mit allen Tests und Rundum-Überwachung für mehr als 24 Stunden.

Cxhoclaxte


Je älter ich wurde desto besser ging es mir. Bei mir hat auch in vielen Fällen die Psyche mit rein gespielt (Stress, Mobbing am alten Arbeitsplatz). Arzt meinte auch mal, dass es sich verwachsen haben könnte. Das Wichtigste für mich ist, dass ich ausreichend schlafe.

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