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Diazepam 2mg genommen (Abends 2 Bier trinken)

I(sabexll


Ich lehne mich jetzt mal sehr weit aus dem Fenster und behaupte, dass das Drängen zum Alkoholtrinken bei Männern viel viel häufiger auftritt. Immerhin lässt die Anzahl der verweigerten Drinks auf die Größe des Geschlechtsteil schließen, wenn man denn einigen Exemplaren in ihrer Theorie glauben schenken will.

Öh....was? Habe ich ja noch nie gehört ... ;-D

Aber wie ich schon schrieb: "...... dann sollte man sich schlicht überlegen mit welchen Menschen man sich da umgibt" - völlig wurscht ob nun Mann oder Frau.

D'ienKrueEmi


Allerdings, denn Diazepam richtig wirkt, dann ist man in der Regel zu platt und müde um noch ganz normal zu einer Einladung zu gehen.

aber doch nicht bei 2 mg?!

IOsa@belxl


DieKruemi

Och, ich hatte vor Jahren mal ein Notfallbenzodiazepam, niedrigste Dosierung (eine Tablette 0,5 mg) - da ich generell wenige Medis nahm/nehme, hat mich da eine halbe schon ziemlich umgehauen. Sie erfüllte zwar ihren Zweck (Angststörung), doch danach konnte ich auch tagsüber locker 4 Stunden tief schlafen.

Ich fühlte mich zwar nicht benommen, auch nach dem Schlafen nicht - aber wenn ich mir vorstelle ich hätte 4 genommen.... :-o ;-D

Medis wirken bei Jedem anders, vor allem wenn so gar keine Toleranz gegeben ist.

DVieK?ruemxi


uff, das ist erstaunlich. Ich hatte vor ein paar Jahren ein MRT der Hirnaterien, bei der per Sonde das Kontrastmittel direkt über Sonde in die Hirnaterien gegeben wird--dementsprechend war ich recht aufgeregt und bat um etwas zur Beruhigung--zumal es wichtig ist, bei dem MRT ganz ruhig zu liegen. Ich bekam 10mg Diazepam-und hatte das Gefühl, dass es kaum wirkte, ich war etwas entspannt, mehr nicht. Auch nach der Untersuchung im Krankenbett war ich weder benommen noch müde. Ok, ich durfte eh nicht aufstehen, ggf hätte ich dann eine Wirkung gemerkt. die wirken offenbar echt bei jedem anders....

O[li1J973


Also mal ganz grundsätzlich zu Benzos und Panikattacken:

1. Selbstverständlich wirken sie bei jedem unterschiedlich. Schon alleine, weil die Dosis im Blut von der Körpergröße und mit der Blutmenge abhängt. Wird sie bei hoher Erregung / Aufregung genommen, macht Diazepam nicht müde sondern beruhigt nur. Alkohol verstärkt die Wirkung und kann dann - gerade Abends - müde machen. Aber als Mann mit normaler Körpergröße einige Stunden nach der Einnahme vom 2mg Diazepam zwei Bier trinken, sollte eigentlich kein Problem sein, auch wenns besser ist, es lieber zu lassen.

2. Benzos sind keine Lösung bei Panikattacken. Sie können zwar kurzfristig helfen, führen aber zu keiner Lösung des Problems und machen sehr schnell (man sagt schon ab ca 1 bis 2 Wochen täglicher Einnahme) abhängig, weil sie relativ langsam abgebaut werden und sich dann schnell ein hoher Pegel einstellt, an den sich der Körper gewöhnt.

3. Bei einer Panikattacke steigen Blutdruck und Puls heftig an. Die Wahrnehmung davon führt zu einer Verstärkung der Angst, was wieder Blutdruck und Puls steigen lässt. Nennt sich "Spirale der Angst". Benzos können diese durchbrechen. Wegen der Abhängigkeitsproblematik aber nur im akuten Notfall, sehr selten und nur wenn eine Zeit bis zum Therapiebeginn / Wirken eines sinnvollen Medikamentes überbrückt werden soll. Langfristig angstlösend sind viele Antidepressiva, die auch nicht abhängig machen. Daher sind ADs das Mittel der Wahl (zusammen mit Psychotherapie)

4. Daher machen Benzos m.E. nur dann Sinn, wenn es um isolierte angstbehaftete Ereignisse geht, wie zB eine unangenehme Untersuchung bei Arzt oder wenn jemand starke Flugangst hat und mal fliegen muss. Ansonsten Finger weg davon und die Panikattacke durch Entspannungstechniken wegbekommen...

I^sabelxl


Oli1973

Vollste Zustimmung.

Deshalb sprach ich ja auch von einem Notfallbenzo - welches ich auch nur sehr selten nahm. Ich bekam damals 20 Stück, trug sie eine Zeitlang als Krücke mit mir rum, genommen habe ich erinnerlich innerhalb von 5-6 Jahren vielleicht 10 davon, den Rest habe ich dann irgendwann weggeschmissen.

Mir war immer klar, dass sie wirklich nur das Symptom bekämpfen, nicht aber die "Krankheit" beseitigen.

Nennt sich "Spirale der Angst".

Gibt auch gute und klare Schaubilder/Texte dazu, das hier finde ich z.B. sehr gut dargestellt und textlich erklärt: [[http://www.neuro24.de/a7.htm Klick]]

Iosabpell


DieKruemi

Kommt wahrscheinlich auch drauf an, wie hoch der Anspannungsgrad ist. Bei mir war es ja so, dass ich "eigentlich" wußte, es ist "nur" eine Panikattacke. Ich hielt sie in diesen Momenten aber dann nicht aus, bzw. war in Situationen wo ich sie mal so gar nicht gebrauchen konnte sozusagen. Somit war wahrscheinlich schon direkt nach der Einnahme die "Krücken"wirkung ("Du hast was genommen - geht gleich besser") so gut, dass die Anspannung von alleine wieder nachließ und ich bei Beginn der Wirkung schon entspannt war ;-)...

Denn ich erinnere mich durchaus an eine Situation, da stand ich vor einer Gallen-Op und bekam die sogenannte "Scheiß-egal-Spritze" - da wirkte auch nix groß bei mir (bis zur Narkose natürlich nur, die wirkte schon ;-D).

B=ro:mbeerWküchlxein


die Panikattacke durch Entspannungstechniken wegbekommen...

Das ist aber sehr einfach gedacht Panikattacken nur durch Entspannungsübungen wegzubekommen. Ne fundierte Therapie finde ich als unumgänglich.

S,ap]ienkt


und darüber hinaus möchte ich mich nicht rechtfertigen, von wegen- warum dich denn heute kein Bier trinke usw.

wenn ich das lese, werde ich leicht.... wütend. NIEMAND muss sich rechtfertigen, wenn er keinen Alkohol trinkt! NIEMAND!

Wie ich es hasse in unserer Gesellschaft....... Kommentare und Blicke, weil man Alkohol ablehnt. Furchtbar. Als wäre es lebensnotwendig, Alkohol zu trinken. %-| Geht mir im Übrigen oft so, weil ich unterwegs NIE etwas trinke, da ich immer noch Auto fahre. Ich sage einfach "ich trinke keinen Alkohol" und damit hat sich das - bis auf komische Blicke - erledigt.

Du kannst doch einfach sagen, Du hast keine Lust auf Bier. Fertig. Mir macht es aber eher den Eindruck, Du möchtest unbedingt Bier trinken und suchst hier jetzt nach der Bestätigung, dass die 2mg Diazepam nichts ausmachen. Ich für meinen Teil würde tatsächlich sagen, das macht nichts aus.

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