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Zuckungen in den Beinen bei Müdigkeit, was ist das?

KNräutQerwexib hat die Diskussion gestartet


Hallo allerseits!

Ich verfasse diesen Beitrag in der Hoffnung, dass das jemand kennt. Einen ähnlichen Faden habe ich nicht gefunden.

Seitdem ich denken kann, bekomme ich Zuckungen in den Beinen, wenn ich müde/schläfrig werde. Zum Beispiel früher im Klassenraum, wenn ich durch die stickige Luft müde wurde. Sitzen wurde zu einer Qual und ich konnte keine Sekunde stillhalten. In solchen Situationen kommt dann das Bedürfnis mein Bein / die Muskeln ab Knie abwärts ruckartig zu bewegen / anzuspannen. Es ist wie ein inneres Kitzeln. Diesem Drang zu widerstehen ist im Grunde unmöglich, wenn ich es versuche, steigt der Drang immer weiter, bis ich keine andere Wahl habe. Wenn es vorkommt ist es meist auf ein Bein konzentriert, es ist aber nicht jedes Mal die gleiche Seite.

Es lässt nach, wenn ich aufstehe und mich bewege oder, wenn es Nacht ist, wenn ich mich hinlegen und komplett entspannen kann (wobei ich hierfür aufstehen und mich zum Bett bewegen muss, was bedeutet, dass der Schlüssel zur Erlösung trotzdem die Bewegung ist). Und ich frage mich was das ist und wie ich das verhindern kann. In Situationen, in denen ich sitzenbleiben muss, ist es schon ziemlich quälend (Vorlesung, Filmabend u. Ä.).

Von Restless Legs habe ich schon gelesen, kann mich mit dieser Diagnose allerdings nicht identifizieren, da es mich nicht am Schlafen hindert oder aus dem Schlaf reißt. Ich habe auch noch nicht gelesen, dass Kinder es haben und meine Symptome habe ich schon immer gehabt.

Ich war damit noch bei keinem Arzt, da es nichts akutes und irgendwie schon immer Teil von mir gewesen ist. Es interessiert mich dennoch ob es jemand kennt. Es lässt mir langzeitlich gesehen keine Ruhe, dass ich nicht weiß, woher das kommt. ":/

Liebe Grüße

Kräuterweib

Antworten
B~onnire Benniett


Ich denke trotzdem, dass es das Restless-Legs-Syndrom ist.

Ich habe das auch schon seit meiner Kindheit, aus dem Schlaf gerissen hat es mich noch nie und bis auf einen Zeitraum von ein paar Wochen, Monaten, wo es besonders schlimm war und ich auf Restex/Levodopa angewiesen war, konnte ich ganz gut damit einschlafen, auch wenn es nervig war.

Ich hatte mal einen Eisenmangel in der Schwangerschaft und da war es besonders unangenehm.

Manche berichten, dass es mit Magnesium-Zugabe besser wurde.

Kannst ja mal ausprobieren, alles Gute dir!

Mgonqsti


Das ist eindeutig das Restless-Legs-Syndrom. Ich habe es auch schon seit Jahrzehnten. Wenn es ganz schlimm wird, zappeln auch die Arme. Dann bin ich die halbe Nacht auf Achse. Kino-, Konzert- oder Theaterbesuche sind für mich die Hölle, besonders im Winter, wenn man warme Schuhe trägt. Am schlimmsten war es bei mir mal nach einer großen Darm-OP. Da konnte ich fünf Tage lang (trotz Schlafmittel) nicht schlafen und war irgendwann total am Ende.

Einige Jahre nahm ich Madopar (L-dopa), das geraume Zeit auch gut half. Irgendwann trat aber eine paradoxe Wirkung ein. Restex (ist ganz ähnlich) nehme ich in Akutphasen.

Ansonsten hilft natürlich Bewegung, aber auch Ablenkung, kalte Fußbäder/kalte Dusche, im Winter barfuß draußen rumlaufen, nasse Socken ... Musst ausprobieren, worauf Du ansprichst. Eisenmangel oder Magnesiummangel kann es natürlich auch sein. Lass' das mal bei Deinem Doc abchecken.

Zuckende Grüße!

Kvräuzt*erweixb


Danke für eure Antworten. Dann muss ich mich wohl damit abfinden, dass es das doch ist. Immerhin weiß ich jetzt, wo ich das einordnen kann. Scheint auch so, als könnte ich froh sein, diese milde Form zu haben! Ich weiß wenigstens, dass es besser wird, wenn ich mich bewege und hinlege. Deshalb wünsche ich mal an dieser Stelle ganz viel Kraft und Geduld an alle, die es schlimmer haben. :)_

Als ich noch klein war und keine Ahnung hatte, was das ist und was ich damit machen soll, habe ich ganz fest über der Ferse gedrückt, hinter der dicken Sehne auf der Rückseite des Fußgelenks. Das half dann aber auch nur für ein paar Minuten. Das mache ich heutzutage natürlich nicht mehr. Da hilft mir dann tatsächlich Kälte; den Fuß des betroffenen Beins auf den kalten Bettrahmen zu stellen oder so. Ich trinke jetzt seit einigen Tagen Brausetabletten, Mg+Ca+D3, mal sehen, ob das auf Dauer hilft. Schaden kann es nicht. Eisen sollte ich definitiv auch zu mir nehmen, eigentlich hatte alle Frauen bei uns in der Familie immer Probleme mit Eisen.

Echte Medikamete dagegen halte ich bei mir nicht für notwendig, zum Glück. Allerdings verstehe ich noch nicht ganz, wodurch das RLS kommt. Dopaminmangel? Auf Infoseiten finde ich als Ursache immer nur den Ausdruck "Störung im Dopaminstoffwechsel", aber genauer ist es nicht erklärt. Ich vermute aber, dass es ein Mangel ist, wenn Dopa dagegen hilft.

Es ist irgendwie gruselig, festzustellen, dass die Ursache etwas auf einer solchen tiefgelegenen Ebene ist. Da fange ich als Hobbyhypochonder an darüber nachzudenken, ob die Sache mit dem Dopamin sich bei mir auch in anderen Lebensbereichen zeigt...

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