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Unklare MS Diagnose?

B}lumehnwiexsen hat die Diskussion gestartet


Hallo :-)

Meine Freundin beklagte vor einer Woche ein kribbeln im linken Arm und fühlte sich beim Arbeiten mit dem Arm etwas unwohl und der Arm fremd. Am folgenden Tag ging sie damit zum Arzt, der eine leicht erhöhte Körpertemperatur feststellte und sie damit aus Unsicherheit ins KH schickte.

Der Arm war etwas schwach, allerdings vollständig beweglich und das Kribbeln war nach etwa 20 Stunden im KH vorbei. Dadurch gab es erst den Verdacht auf einen Schlaganfall, der relativ bald in die Vermutung von MS überging. MRT ergab dann den Befund von 3 äußerst kleinen Blutgerinnseln, allerdings auf der falschen Hirnhälfte (gleiche Seite wie der Arm), weshalb diese wohl nicht der Auslöser waren und auch auf Grund ihrer Größe nicht als Befund dokumentiert wurden.

Die Punktion an der Wirbelsäule und die anschließende Untersuchung des Nervenwassers(?) war dann der Auslöser für die Diagnose "MS zu hoher Wahrscheinlichkeit". Ein gewisser Zelltyp hätte nach Aussage der Ärztin gar nicht bzw. maximal 2-3 mal vorkommen dürfen, wurde allerdings 11 mal entdeckt, welche durch MS erzeugt werden können. Zudem deuteten die Blutwerte auf eine Entzündung im Körper. Anschließend fand man eine nicht-aktive Entzündung am Stammhirn... Diese wurde erst gar nicht gesehen weil das Kontrastmittel, das auf Entzündungen reagiert, nicht die Entzündung verdeutlicht hat.

Nun wird sie aus dem KH entlassen. Der Arzt hält das 20-stündige Fremdgefühl im Arm für einen Schub und begründet so MS in Kombination mit dem Nervenwasser. Gleichzeitig sagt er auch, dass trotztem nur Begleitsymptome damit gefunden wurden und es eigentlich nicht zu MS passt. Zudem sind die Läsionen am Gehirn zu alt als dass es durch MS entstanden sein könnte, und damit auch nur noch eine Entzündung für MS übrig bleibt (hier widerspricht sich der Arzt selbst?).

Ich weiß echt nicht weiter und traue der Diagnose nicht wirklich ... Gibt es überhaupt MS-Schübe mit solchen Symptomen?

Lg und Danke :°(

Antworten
L(iexn


MS kann alles und nichts machen. Sensibilitätsstörungen sind häufig. Wobei 20h zu kurz ist. Ein Schub ist erst dann ein Schub, wenn er mindestens 24h anhält.

Desweiteren reicht ein Schub nicht aus für die Diagnose. Es bleibt so lange eine Verdachtsdiagnose bis mindestens ein weiterer Schub vorliegt. Dann erfolgt nochmals ein MRT. Wenn dort neue Herde zu sehen sind, ist eine MS sehr wahrscheinlich. Bis dahin müsst ihr (leider) im Ungewisen leben.

Ging mir auch eine Zeitlang so.

FhirefJlxy86


Ich stimme Lien da zu. Es ist MS untypisch, dass die Symptome so schnell weg gingen. Oder hat sie Kortison bekommen. Wurden neben der MRT und der Punktion weitere Untersuchungen durchgeführt, wie Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit?

Ansonsten....Auch wenn es nicht einfach ist....Macht euch nicht verrückt. GenießT die Zeit und wartet nicht auf den nächsten Schub.

T:urbu]lent?ia


Sie fühlte sich schlecht, ging am nächsten Tag zum Arzt und nach 20h im KH war das Gefühl weg. Ich verstehe es so, das es mind. 36 Stunden sind.

Trotzdem hilft nur abwarten und nicht verrückt machen, sorry.

BmlumefnwPieRsen


Nein im KH hat es aufgehört (insgesamt 20 Stunden). Kortison kam erst nachher zum Einsatz, aber danke für eure Antworten!

Reaktionstests, Sprchtests mit einem Logopäden, Koordinationstests und Beweglichkeitstest waren alle ohne Befund. Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit gab es glaube ich keine. Allerdings wurden ihr Stromstöße durch den Körper gejagt - ebenfalls ohne Befund.

S0abrRinaA


Dass mit den Stromstößen ist das Messen der Nervenleitgeschwindigkeit.

Hört sich irgendwie nicht MS-typisch an, finde ich. Und ja, finde es auch sehr widersprüchlich..

Ich würde das als Verdacht im Hinterkopf behalten, falls noch mal etwas komisches auftaucht, auf jeden Fall den Befund bereit halten.

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