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Seid April krank! Neurologische Symptome, bisher keine Diagnose!

RYobAo_83 hat die Diskussion gestartet


Hallo Community,

ich hoffe sehr dass mir hier jemand weiterhelfen kann und ich einen Weg zum richtigen Arzt und somit zur richtigen Diagnose finde. Kurz zu meiner Person: 33 Jahre alt, Promotion in Chemie, dadurch die letzten 2.5 Jahre sehr sehr viel Stress, lange Arbeitszeiten, zu wenig Ausgleich, wenig Schlaf und ungesunde Ernährung.

Wie alles begann: Zu Ostern dieses Jahres (verlängertes Wochenende) dachte ich ich könnte endlich wieder mal ausspannen. Bereits am ersten Tag verspürte ich eine ziemlich starke Benommenheit und eine Art Missempfindung im Kopf, wie eine Art Schranke, die keinen klaren Gedanken zulässt. Ausserdem fühlte es sich so an, als würden Bruchteile von Sekunden an Wahrnehmung fehlen. Ich dachte ich hätte irgendwelche Chemikalien aufgenommen und mein Körper würde gerade mit der Entgiftung kämpfen. Allerdings passen wir sehr gut auf im Labor und ich kann mir kaum einen Zusammenhang vorstellen. Und von den Lösemitteln wird man ja nicht sofort blöd....Ich trank sehr viel über die Feiertage und ging viel an die frische Luft. Ausserdem nahm ich viel VitB12 zu mir und des dauerte ca. 5 Tage bis ich das erste mal gelben Urin hatte (deutet das auf einen Mangel hin ?) Am Ostermontag verschwanden die Symptome und ich fühlte mich wieder normal.

Eine weitere Arbeitswoche verging völlig normal und als ich am Samstag aufwachte verspürte ich bereits dass eine Bronchitis aufzieht. Innerhalb weniger Stunden bekam ich sehr hohes Fieber und es ging gar nichts mehr. Ich wurde so schwach dass ich nicht mehr aufstehen konnte. Die Hausärztin veranlasste zu Beginn der nächsten Woche einen Grippe-Schnelltest (Abstrich Nasenhöhle) welcher postitiv auf Influenza B war. Da sie meinte ich hätte auch eine Bronchitis veschrieb sie mir ein Antibiotikum. Bei jeder Einnahme einer Filmtablette fühlte ich mich merkwürdig und am dritten Tag der Einnahme hatte ich aus dem Nichts einen Anfall. Es fühlte sich so an als würden literweise Blut durch mein Gehirn fließen. Ich bekam Nasenbluten, starken Kopfdruck und hohen Blutdruck. Ich hatte sowas zuvor noch nie erlebt. Mit Verdacht auf Schlanganfall wurde ich sofort in die Notaufnahme gebracht. Ein CT wurde gemacht, aber es sah alles normal aus. Eine Röntgenaufnahme von der Lunge zeigte eine leichte Entzündung.

Seit diesem "Anfall" hatte ich wieder diese Benommenheit und fühlte mich stark unwohl. Ich konnte nicht mehr klar denken, fühlte mich total verwirrt und desorientiert. Es kam mir so vor als würde mein Gehirn nicht mehr richtig funktionieren bzw Reize nicht mehr korrekt verarbeiten. Ich kam mir richtig "brain-damaged vor". Nach 4 Wochen wurde es langsam besser. Dann kam wie aus dem Nichts noch eine MagenDarm Infektion daher, welche aber nach 2 Tagen überwunden war. Daraufhin ging es mir wieder richtig schlecht. Folgende Symptome:

- extreme körperliche Schwäche (welche ich bis heute überwunden habe, allerdings kann ich keinen Sport machen)

- starke bis sehr starke Benommenheit, Bewussteinsveränderung

- Verwirrtheit, Reizüberflutung

- Kann mich nicht lange auf etwas konzentrieren: Wenn ich mit jmd rede und mich auf das Gesicht konzentriere verschwimmt irgendwann der Hintergrund mit dem Gesicht

- Wenn meine Augen bewegenden Objekten folgen bewegt sich auch der Hintergrund

- Missempfindungen im Kopf (kein Schmerz und kein Druck; fühlt sich so an als würde was im Kopf stecken oder das Gegenteil, als würde ein Stück vom Gehirn fehlen)

- Muskelschmerzen in den Oberschenkeln an unterschiedlichen Stellen die für kurze oder längere Zeit kommen ohne Kausalität

- extrem gestörter Schlaf (kann nur noch mit Baldrian und Melantonin schlafen und empfinde den Schlaf als wenig erholsam)

Viele der Symptome sind bis heute besser geworden, nicht allerdrings meine Benommenheit. Ich fühle mich von morgens bis abends wie in einem Film. Ab und zu kommt es wieder zu stärkerer Reizüberflutung. Diese Art Anfall wie ich es oben beschrieben habe, kommt auch ganz selten aber nicht mehr in dieser Stärke. Es fühlt sich an, wie ein Schlag oder ein Impuls, als würde sich im Gehirn grad was fortsetzen oder bewegen. Dabei habe ich schon 2mal eine Bewegungsstarre erlebt für ein paar Sekunden.

Aufgrund dieser Symptomatik wurde noch ein MRT und ein EEG gemacht. Der Befund war ohne Auffälligkeiten. Nun vermutete ich Herpes-Viren. Da ich wusste ich habe EBV, hat ein Arzt geprüft ob sich der Virus reaktiviert hat und es sah so aus als wäre das der Fall. Allerdings recherchierte ich bald dass dieser ELIspot-Test (Early-Antikörper) nicht sehr genau sein soll. Ein anderer Arzt aus München (Dr. B) der sich sehr gut auskennt mit dem Virus und mit Virustatika behandelt, machte einen Speichel-Test auf EBV und dieser war negativ. Damit war klar dass ich keine akute EBV-Infektion habe. Das gleiche ist mit Borreliose. Da hab ich auch nur einen ELIspot Test der postitiv ist, aber kein zuverlässiger Test auf borrelien ist.

Alle bisherigen Bluttests waren ok. Schilddrüsenwerte auch ok. Ultraschall auch. Also stehe ich immer noch da ohne Befund, mir geht es sau schlecht. Ich kann seit April nicht mehr arbeiten/meine Promotion fertig machen. Weiß nicht in welche Richtung ich noch suchen soll bzw zu welchen Spezialisten ich noch gehen soll.

Eine wichtige Sache noch zu dieser Benommenheit: Vor 18 Jahren als ich 15 war hatte ich genau die gleiche Benommenheit. Die kam eines Tages wie aus dem nichts und fühlte sich genauso an wie jetzt. Allerdings hatte ich die ganzen anderen Symptome nicht. Man hatte mir gesagt das kommt vom EBV und es hat letztlich ca 1 Jahr gedauert bis es weg war.

Ansonsten war ich immer gesund, hatte nie Krankheiten, Allergien oder andere Beschwerden. Keine Impfungen (ausser einmal), keine Brüche, OPs oder sonst was. Hab jetzt schon viel im Netz recherchiert was es alles sein kann. Meine Gedanken zu meinen Beschwerden kreisen über folgende Gebiete:

neurodegenerative Erkrankung-CFS-Borreliose-Herpes Virus-Stoffwechselstörung-MS-Vergiftung-BurnOut-Depression-Derealisation

Vielleicht betrifft mich eine dieser Krankheiten. Nur lassen sich manche nur auf langem Weg über Ausschlussverfahren aufdecken. Vielleicht habe ich ja auch ganz was anderes.

Es halt sehr sehr sehr schwer diesen Zustand den ganzen Tag auszuhalten und ich weiß nicht wie ich das auch noch weiteraushalten soll.

Ich hoffe jmd erkennt sich hier wieder von der Symptomatik und kann wertvolle Tipps und Hinweise geben.

Zuletzt will ich noch sagen dass ich kein Hypochonder bin, aber einfach mich viel zu viel mit meinen Beschwerden beschäftige und im Netz suche, weil die Ungewissheit und das Leid einen langsam auffrisst.

Antworten
alraschniSa_l$evana


Nunja, du schreibst du hattest/hast EBV (chronisch eventuell?) und nachgewiesenermaßen auch noch eine Influenza B. Beides reicht doch völlig aus, um genügend Symptome hervorzuzaubern.

RZob4o_x83


Von einer Influenza erholen sich jüngere Leute recht schnell. Da ist es unwahrscheinlich Monate lang krank zu sein. Bei EBV sieht das natürlich anders aus. Aber ein Experte auf dem Gebiet hat ja bestätigt dass es kein EBV ist. Dazu sei gesagt er hat versucht den Virus im Speichel nachzuweisen, weil er bei einer akuten Infektion immer im Speichel ist. Der vorherigr Arzt hat bewusst einen Test gemacht der fast immer positiv ist. Da ab dem 30ten Lebensjahr fast alle in der Bevölkerung EBV in sich tragen, kann man den dummen Patienten erzählen das dieser Virus ihr Problem wäre. So hält man Patienten und behandelt diese auf EBV, auch wenn die Ursache eine ganz andere ist. Viel schlimmer ist das mit der Borreliose: Da werden arme unwissende Patienten monatelang mit Antibiotika vollgepumpt und der Arzt der die Infusionen macht lacht sich ins Feustchen !

R'ohbox_83


Ich vergass noch ein weiteres Symptom: Ich habe viele male am Tag einen sehr sehr seltsamen Speichel. Er ist klar mit vielen Bläschen und bildet richtige Schleimfäden. So ein Faden lässt sich wie Kaugummi weit auseinanderziehen ohne zu reißen. Er kommt direkt aus dem Mund. Ich kann nicht feststellen dass er aus dem Rachenraum oder den Nebenhöhlen kommt.

aYgnexs


Wie sieht Dein normaler Speichel aus?

RcobOoz_83


Ganz normal halt, auch mit ein paar Bläschen, aber in keinster Weise schleimig !

a^gnxes


Beobachtest Du Dich selbst schon immer so ausgiebig?

Rsobo__8x3


Ich meine jetzt zu wissen, aus welcher Richtung das Problem kommt. Ich habe deutlich weiter zurückgedacht (auch an letztes Jahr) was alles auffällig war. Ich kann mich deutlich erinnern dass ich während der Arbeit viele male richtig unwohl und komisch fühlte, so dass ich schon heimgehen wollte. Nach dem Mittagessen (reichlich) und einem Kaffee bekam ich oft einen Aufschwung, so dass ich den Rest des Tages mich gut fühlte und normal arbeiten konnte. Allerdings spürte ich oft leichte Schmerzen unterhalb des rechten Rippenbogens, die ich als Seitenstechen abtan und ignorierte.

Seitdem ich nun krank bin hab ich auch oft diese Schmerzen unterhalb des rechten Rippenbogens. Jedenfalls wunderte ich mich dass ich mich viel klarer im Kopf fühlte wenn ich kohlenhydratreich gegegessen hab. Nun, heute Vormittag fühlte ich mich auch stark benommen und vorallem so, als würde ich richtig verblöden. Bewusst hab ich dann mal richtig Schokolade und Kekse in mich reingestopft und siehe da es ging mir deutlich besser. Ich war vorher aber nicht nüchtern und habe mich normal ernährt. Seit einiger Zeit kontrolliere ich nun schon den Blutzucker und habe gemerkt dass ich mich mit 70-80 meistens ziemlich mieß fühle, mit 100-120 auch nicht gut, aber wenn der Wert so richtig nach oben geht (160-200) verschwinden die Missempfindungen im Kopf und ich werde viel klarer. Leider fehlt aber noch ein ganzes Eck um mich wieder "normal" zu fühlen.

Bin nächste Woche eh beim Internisten und bespreche das mit ihm. Aber nun frage ich mich woher das kommt. Tatsache ist, dass ich durch den enormen Stress mich wahnsinnig schlecht in der Vergangenheit ernährt habe und sehr oft Kaffee, Red Bull und Süßigkeiten gschaufelt habe um mich fit zu halten. Bei Diabetis ist doch das Problem dass man zu hohe Zuckerwerte im Blut hat und dehsalb Insulin spritzen muss ! Bei mir scheint aber das Gegenteil der Fall zu sein (Hyperglykämie) und mein Gehirn zu wenig Zucker kriegt. Wie kommt das ? Hab ich meinen Körper durch ständig hohe Kohlenhydratzufuhr umprogrammiert oder steckt da eine Erkrankung dahinter die sich bei mir lanhgsam entwickelt hat ?

R@obo_x83


^^ Das tue ich erst seitdem es mir so beschissen geht. Ich will wieder ein Leben haben ! Leider fühle ich mich gezwungen zu recherchieren was es sein kann. Kein Arzt kann fühlen was ich fühle. Ausserdem hab ich die Schnauze voll von so vielen Gaunern. Jeder hat eine Diagnose parat. Wem soll man da noch glauben ?

PVlüsc+hbixest


Was hat ein Arzt davon Patienten möglichst lange und oft zu untersuchen bzw. zu behandeln?

Ein Arzt erhält pro Kassenpatient und Quartal eine Pauschale, unabhängig von der Anzahl der Besuche, der Diagnose oder der Behandlung!

Wenn er zu viele Kosten verursacht und dadurch sein Budget überschreitet wird er von der Krankenkasse in Regress genommen und muss Gelder zurückerstatten.

P/lüsch|bUiexst


Ausnahme sind Igel Leistungen.

P6lüschDbiesxt


Warst du schon einmal bei einer Ernährungsberatung?

R"obo_x83


Ich bin überwiegend bei Ärzten auf Selbstzahlerbasis, weil man als Kassenpatient sowieso hoffnungslos verloren ist. So viel dazu. Ernährung hab ich seid meiner Krankheit umgestellt. Auch nehme ich die typischen Nahrungsergänzungsmittel, aber des bringt alles nix.

_{Su3rfexrin


Beobachtest Du Dich selbst schon immer so ausgiebig?

agnes

Auf was willst DU denn hinaus?

Der TE beobachtet sich nicht, er hat schwerwiegende Krankheitssymptome, die man nun mal bemerkt und daran leidet.

A;lex:84xMuc


Wie sieht es mit deinem Rücken aus? Ich habe eine sehr ähnliche Symptomatik, nur bei mir spielt der Rücken noch ne Rolle... Wie lange ist deine schlafqualität schon schlecht, damit meine ich nicht zu wenig schlaf sondern dass der Schlaf egal wie lange, unerholsam ist?

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