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Künstliches Koma nach Herzklappen OP mit Komplikationen

HroBgxk hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

Ich hoffe das mir hier jemand mal ein bisschen helfen kann.

Zu den Fakten:

Meine Oma(75)wurde am 6.7. eine neue Herzklappe eingesetzt. Nach diesem Eingriff wurde gleich fest gestellt das Flüssigkeit in den Lungenentfaltungsräumen ist. Also wurden ihr Toraxdraignen gelegt. Bei aufwachen zuckte sie etwas unkontrolliert mit einem Bein und einem Arm. Darauf hin wurde sie Künstlich sediert(künstliches Koma)

Weiterhin wurde fest gestellt das sie Probleme mit der Lunge hat. Also wurde sie mit zusätzlichem Sauerstoff beatmet. Erschwerend kam eine Infektion der Atemwege hinzu die vor 100% Gewissheit mit Antibiose profilaktisch behndelt wurde.

1 Woche nach der eigentlichen OP (Oma lag immernoch im künstlichen Koma) würde eine weitere OP gemacht wo eine andere Herzklappe erneuert wurde. (Beides Schweineherzklappen)

Nach dieser OP wurde ihr zusätzlich ein Gerät angeschlossen welches die Sauerstoffanreicherung des Blutes Unterstützt. 2 Tage nach der 2. OP versuchte man diese Zusatzversorgung zu reduzieren. Leider erfolglos. 1 Tag später wurde diese Maschine erfolgreich etwas zurückgenommen. Zusätzlich wurden die Medikamente für das Künstliche Koma abgesetzt. Das war gestern. Bis heute ist sie noch nicht bei Bewusstsein und zeigt auch keinerlei Reaktionen auf Ansprechen oder Schmerzreize. In Summe war das künstliche Koma 9 Tage.

Die Ärzte sagen das es eine Unterversorgung des Gehirn gegeben haben könnte und sie gar nicht mehr aufwachen könnte. Zusätzlich meinen sie das jeder Tag ohne Reaktionen ihre Chancen verringern. Sie geben ihr 4 Tage dann sollte sie erwachen.

Meine frage ist wie lange kann das erwachen dauern nach 9 Tagen künstlichen Komas. Ihr Herzleistung ist in Ordnung und auch die Entzündungswerte sind zurück gegangen. Die Sauerstoffenreicherungsmaschine(kenne leider den Fachnamen nicht) läuft noch mit ca 40-50%.

Kann es sein das sie während des Koma einen Schlaganfall hatte? Wie kann man beurteilen wie Ihr neurologischer Zustand ist?

Über fachkunde und Erfahrungsantworten wurde ich mich sehr freuen habe echt Angst das meine Oma für Hirntod erklärt wird. Dabei war sie bei der Einlieferung zu OP geistig voll da.

Vielen Dank schonmal

Hogk

Antworten
F+lom10815


Hallo Hogk,

ersteinmal Wünsche ich deiner Oma alles Gute und hoffe das es ihr (Stand heute) besser geht.

Ich gehe von deiner Beschreibung aus, dass das Gerät zur Sauerstoffanreicherung eine Beatmungsmaschine ist. Diese übernimmt die Atmung für deine Oma mit Hilfe eines Schlauches durch den Mund. Die hohe Sauerstoffzufuhr, wi du sie beschrieben hast, liegt wahrscheinlich an dem Infekt in der Lunge.

Nach deiner Aussage wurden die Medikamente einen Tag bevor du diesen Beitrag geschrieben hast ausgestellt. Es gibt verschiedene Faktoren, welche die "Aufwachphase" beeinflussen.

a) Die Dauer des künstlichen Komas

b) Die Art und Menge der eingesetzten Medikamente

c) Grunderkrankung

d) Komplikationen bei der Behandlung

Die Frage, wie lang das Aufwachen nach 9 Tagen künstlichem Koma dauern kann, ist aus der Ferne nicht zu beantworten, da, wie o.g. mehrer verschiedene Faktoren darauf Einfluss haben.

Zu deiner letzten Frage: Ob durch Komplikationen Schäden am Gehirn vorhanden sind, lässt sich Zweifelsfrei nur mit bildgebenden diagnostischen Untersuchungen (z.B. Computertomographie) bestätigen oder widerlegen.

Ich hoffe die ein wenig geholfen zu haben und drücke deiner Oma und dir ganz fest die Daumen!

Viele Grüße

Lmien


Manchmal dauert die Aufwachphase wirklich mehrere Tage. Habe auch schon Aufwachphasen bis zu 2 Wochen erlebt. Das allerdings nach sehr langer Analgosedierung. Natürlich kann es auch ein Sauerstoffmangel sein, der zu einem Hirnschaden geführt hat. Noch solltest Du allerdings positiv denken. Ein bis zwei Tage liegen da noch völlig im Rahmen.

L~iexn


Oh, habe grade gesehen, dass der Thread schon einige Tage alt ist. Wie gehts Deiner Oma ?

oYnodLisWexp


Tja, die avisierte Aufwachphase sollte jetzt rum sein. Es muss Dir klar sein, dass eine neue Herzklappe, oder gar 2 eine schwere Operation ist und nicht immer befriedigend endet.

oknomdisxep


Dabei war sie bei der Einlieferung zur OP geistig voll da

Das macht es doppelt schlimm. Bedenke aber bitte, dass Deine Oma schon bei der Einlieferung ein sehr krankes Herz hatte, wenn sie 2 Herzklappen benötigte. Damit hätte sie täglich einen Herzinfarkt kriegen können. Ich schicke Euch viele Kraftsterne: :)*

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