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Nehme Bewegungen zu stark wahr....seekrank im Bett!? Angst!

c1atx44 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

einige Infos vorweg: Ich leide schon seit ich denken kann unter morgendlicher Übelkeit, hatte schon als Kind mehr oder weniger schlimme Krankheitsängste und nach einigen "traumatischen" Erlebnissen mit seltsamen Krankheitssymptomen, die ich nicht einordnen konnte, habe ich seit ca. 20 Jahren eine Angststörung, die sich insbesondere in der Angst vor Schwindel äußert. Diese Angst wurde bisher begleitet von dem klassischen phobischen Schwankschwindel, der sich phasenweise zeigt, z.B. über Monate hinweg. Jahrelang war ich allerdings auch schonmal beschwerdefrei und konnte das Leben wieder genießen (beonsders dann, wenn ich mir ganz sicher war, organisch gesund zu sein...).

Im Moment hat es mich allerdings wieder erwischt...seit einer Grippe im März habe ich wieder den Schwindel und Angstgedanken. Das doofe ist, dass ich mich inzwischen wieder so reingesteigert habe und kaum noch unterscheiden kann, ob mir wirklich schwindelig ist oder ob ich mir die Symptome nur "einrede" (nicht einbilde!!), da ich viel im Netz gelesen habe und ich leider die unangenehme Eigenschaft besitze, das, was ich lese, auch an meinem eigenen Körper wahrzunehmen... ":/ ...ich möchte das nicht und gehe meinem ganz normalen Alltag nach - sobald ich jedoch zu viel Zeit zum Nachdenken habe, kommen negative Gedanken auf und ich denke, dass ich was ganz Schlimmes habe....

Da dies schon sehr lange so geht, habe ich mich natürlich über Auswege aus dieser Situation informiert und ich mache wirklich alles, was helfen soll: Stelle mich allen Situationen und ziehe sie durch, laufe nicht weg und bleibe in der Situation, gehe jeden Tag arbeiten und fehle nicht. Trotzdem wird es nicht besser :°( ...ich habe die Bücher "Sorge dich nicht lebe" von Dale Carnegie und "Angstfrei leben" von Lucinda Bassett gelesen...das erscheint mir auch alles logisch, aber ich kann es nicht umsetzen...die ständige Selbstbeobachtung und mein innrer Körperscanner für Schwindel bzw. alle Arten von Bewegungen, die ich als "Schwindel" registriere, kann ich nicht abstellen. Ich denke, dass genau da meine Probleme liegen.

Eine Therapie habe ich noch nicht gemacht...das ist auch nichts für mich....

Organisch ist bei mir soweit alles ok - was mich aber verunsichert ist, dass man ja nie sicher sein sein, dass wirklich alles ok ist (ich weiß nicht, was sich in meinem Gehirn alles verändert!? Man kann ja nicht alle paar Monate zum MRT gehen, damit man keine Angst mehr hat....)

Nun habe ich seit ein paar Tagen ein neues Problem: Morgens nehme ich die Bewegungen meiner sehr weichen Matratze so stark wahr, dass ich sofort aus dem Bett raus muss, da ich sonst Angst bekomme und ich das Gefühl von Schwindel habe, wenn ich ein bisschen auf der Matratze rumwippe oder mich umdrehe....das habe ich nur morgens nach dem Aufwachen, tagsüber ist alles ok. Es ist auch kein Lagerungsschwindel, eher Schwindel wie bei der Seekrankheit. Kein Drehschwindel, sondern eher ein komisches Gefühl, wenn die Matratze so wackelt. Besonders, wenn mein Freund noch mit im Bett liegt, wird es noch schlimmer. Ich überlege schon, mir eine harte Matratze zu kaufen....da das Gefühl schon da ist (direkt beim Aufwachen), bevor ich Angst bekomme, mache ich mir Sorgen, dass es vielleicht doch was Organisches sein kann.... ???

Wenn ich das allerdings meinem Arzt sage, der eh denkt, dass das alles von der Angst kommt, hilft das auch nicht weiter....

Ich nehme übrigens Bewegungen unter mir immer zu stark wahr (mit dem Schiff fahren geht gar nicht....), oder wenn ein Stuhl wackelt: grauenhaft....nur neuerdings ist es morgens im Bett auch so stark!? Kennt das vielleicht jemand von euch? Ich nehme übrigens seit 6 Wochen Johanniskraut. Habe das Gefühl, dass mir das auch etwas hilft.

Mich würde es ja schon beruhigen, wenn ich wüsste, dass manche Leute vielleicht ein sensibles Gleichgewichtsorgan haben....

Apropos Gleichgewicht: Da ist alles ok, kann mit geschlossenen Augen ewig auf einem Bein stehen (auch morgens und ohne viel zu schwanken), alle anderen neurologischen Übungen waren auch o.B. Blutdruck ist auch nicht ZU niedrig - der ist eher dauerhaft niedrig, aber das ist ja eher gut. Habe den auch morgens mal gemessen, wenn ich so schwankig war, da war auch alle ok.

Im Netz habe ich gelesen, dass es nicht sein kann, dass man im Bett (auch nicht in einem Wasserbett) "seekrank" werden kann...

Ich sage euch mal noch ein paar Beispiele, wo ich auch diesen komischen Schwindel spüre:

- Ich sitze mit übereinandergeschlagenen Beinen auf einem Stuhl und wippe mit dem Fuß hin und her.

- Ich gehe über eine Hängebrücke, die wackelt.

- Ich nehme normale Körperschwankungen als "Schwindel" bzw. komisches Gefühl wahr - insbesondere, wenn ich mich darauf konzentriere.

Im Übrigen nehme ich vieles zu stark wahr: Gerüche, Geräusche, Reize (eine Großstadt geht höchstens ein paar Stunden)

Wenn ich das alles so lese, kommt mir das echt bescheuert vor und wenn ich mir die Probleme dieser Welt anschaue erst Recht - aber ich leide da wirklich drunter :-( ...kann mich an manchen Tagen auf kaum was anderes konzentrieren - obwohl ich es müsste, da ich in ein paar Wochen noch eine wichtige Prüfung (beruflicher Art) vor mir habe....

Sorry für den langen und wirren Text...ich hoffe, dass ich ein paar Antworten bekomme :-)

Liebe Grüße

Antworten
_ISurUferxin


Das kenne ich. Als wir vor vielen Jahren dieses starke Erdbeben hatten, was ich volle Kanone mitbekommen habe und mein Dachgeschoß echt sichtbar ins Vibrieren und Wackeln kam, war mir noch tagelang sturzschwindelig, so schlimm, dass ich mit dem Kopf nicht mehr nach unten gucken durfte, da entstand dann ein derartiger Schwindel, dass man komplett wie im freien Fall war.

Das hat lange gedauert, bis das weg war.

Unter mir darf auch nichts wackeln. %:| {:(

c`a-t44


Hallo Surferin,

danke für deine Antwort! Habe jetzt mal woanders geschlafen auf einer härteren Matratze, die weniger nachgab und kein Lattenrost drunter hatte. Habe alle Bewegungen gemacht, die ich sonst in meinem weichen Bett auch mache folgendes festgestellt:

Das Gefühl beim Aufwachen und im Bett umdrehen ist wirklich ein ganz anderes...hier würde ich sogar gar nicht mehr von Schwindel sprechen - höchstens, wenn ich selbst so beim Umdrehen wackele, dass ich den Untergrund in Schwingungen versetze.....damit muss ich mich wohl abfinden....hatte schon immer ein sensibles Wahrnehmungsgefühl:

Konnte als Kind auch nicht schaukeln ohne, dass mir schlecht wurde. Karussellfahren ging gar nicht - da kam dann zu der Übelkeit noch Angst und Schwindel beim Absteigen dazu. Autofahren: Wird mir als Beifahrer noch immer schlecht, kann nicht 1 Min. lesen oder was anderes machen.

Komischerweise geht Autofahren super, wenn ich selbst fahre.

Habe mal im Schwedenurlaub vor ein paar Jahren jeden Tag so ein Boot benutzt, das einen durch die Schären auf die kleinen Inselchen bringt. Das war am Tag ca. eine Stunde Fahrt und nach ein paar Tagen hatte ich schon die "Landkrankheit" und dachte, dass an Land der Boden schwankt....das ganze hielt sogar tagelang an - sogar, als wir schon wieder Tage an Land verbracht hatten. Nach längeren Autofahrten habe ich das gleiche Phänomen....denkt ihr, das liegt alles noch im Rahmen des "Normalen" oder muss ich mir Sorgen machen!?!?

Vielleicht ist mein Problem auch wirklich, dass ich mir zu viele Sorgen mache und deshlab ständig in mich hineinhorche, ob alles ok ist.... ":/ ...

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