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Unwirklichkeitsgefühl / Sehstörungen

Z1iggox44 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, bereits vor ca. 8 Jahren bin ich an einer generalisierten Angststörung (vor allem hypochondrische Ängste) erkrankt (war fest davon überzeugt an ALS zu leiden). Durch eine Psychotherapie sowie die ca. Einjährige Einnahme eines antidepressivums (Trevilor) habe ich die Sache (vermeintlich) in den Griff bekommen, war seitdem nahezu beschwerdefrei. Vor Ca. 3 Wochen hat mich jedoch ein depersonalisierungserlebnis wieder völlig aus der Bahn geworfen. Vorangegangen war eine mehrwöchige Phase mit viel Stress, spannungskopfscherzen die nicht weggehen wollten. Beim Essen überkam mich dann auf einmal ein angsteinflössendes Gefühl der Unwirklichkeit, es war als hörte ich mir selbst beim Reden zu, als würde ich neben mir stehen und nicht mehr richtig in der Realität zu sein. Dieses Gefühl hat mich in eine quasi "dauerpanikattacke" versetzt. Ich konnte tagelang nicht mehr schlafen, hab binnen 10 Tagen 6 kg abgenommen, abartiges gedankenreichen, die Panik-Hölle eben. Das Gefühl der Unwirklichkeit ist immer noch da, allerdings hab ich die Panik halbwegs in den Griff bekommen. Als besonders belastend empfind ich eine Art "Sehstörung" (weis nicht wie ich es anders bezeichnen soll). Ich hab das Gefühl als würden meine Augen, oder die Teile des Gehirns die die optischen Eindrücke verarbeiten, nicht mehr richtig funktionieren. Lesen ist extrem anstrengend, hab das Gefühl als würde die Information nicht im Gehirn ankommen. Genauso beim Fernsehen, hab das Gefühl als starre ich ins Leere, vor allem bei bildwechseln scheint das Gehirn nicht mehr mitzukommen. Auch im Freien fühlt es sich an als könnt ich das gesamte Bild nicht mehr richtig wahr-bzw. aufnehmen. Ich fixiere einzelne Punkte und habe das Gefühl die Augen springen immer irgendwie weiter. Natürlich steigere ich mich als ängstlich veranlagter Mensch in die Sache zusehends rein.Wäre interessant für mich, ob irgendjemand mit dieser Schilderung (vor allem der sehproblematik) etwas anfangen kann. Ach ja: einen Termin beim Neurologen habe ich erst in 6 Wochen, so dass ich noch keine fachärztliche Meinung habe.

Gruß Ziggo

Antworten
J,essSslythexrin


:)* Das hatte ich eine Zeit lang auch. Extremst verstörend, wenn man sich immer wieder bewusst machen muß, dass das die Realität ist, obwohl es sich anfühlt wie ein Traum. Musste auch aufpassen nichts peinliches zu machen, weil ich nicht realisiert habe, dass andere mich sehen können |-o Klingt doof, aber ich glaub du weißt was ich meine.

Fernsehn musste ich dann irgendwann ganz meiden. Erst war es nur eine Pro7 Werbung, wo die eine Moderatorin in Szenen aus BigBang geschnitten hatten. Mein armes Hirn war so verwirrt, das mir schlecht und schwindelig wurde. Von dem vll 60Sekunden Clip. Es konnte die verschiedenen Realitätsebenen nicht mehr verarbeiten. Das weitete sich dann auf normales TV aus, also hab ichs ganz gelassen.

Ich habe zwar keine Lösung für dich, aber vielleicht hilft es dir ja zu wissen, dass du nicht verrückt bist. :-) Nicht verrückter als ich :-D

f7alcwo pelregrNinoidxes


Hallo,

das scheint eher psychisch, als neurologisch zu sein. Gerade wenn du sagst, du hattest eine Angststörung.

Bei Derealisation kommt das ja oft ziemlich stark vor, daß die Umwelt irreal erscheint. Bei Depersonisation ist es eher auf den eigenen Körper bezogen aber oftmals tauchen auch beide Störungen zusammen auf. Das kann sehr beängstigend sein aber es kann dir nichts passieren.

Gut wäre vielleicht wieder eine Therapie und vielleicht auch Medikamente, vor allem, sie haben dir ja auch das letzte mal geholfen.

J!ess*SlytherIin


Also bei mir war es nicht psychischer Ursache. Dafür hat es Angstattacken und eine Agoraphobie ausgelöst.

Von daher soll Ziggo sich ruhig neurologisch durechchecken lassen. Und wenn das nur dabei hilft zu wissen, dass man doch nichts hat.

Falco hattest du das Gefühl schonmal selbst?

SPpintnerin


Das kenne ich gut, ich bin allerdings verrückt. ;-) Die Sehstörungen hatte ich als Nebenwirkungen bei Medikamenten, die ich nehmen musste, oder während Depressionen teils massive Konzentrationsprobleme, wo z. B. das Lesen unmöglich wurde. Die Derealisation packt mich immer wieder mal.

Ich denke aber auch, das sollte man erstmal körperlich abklären, auch wenn es eine (heftige) Reaktion auf den Stress zu sein scheint.

foalco p8elegriqnoides


Ich kenne das Gefühl von der Derealisation. Habe ab und zu Derealisation und Depersonalisation, wenn es mir psychisch schlecht geht. Vor allem, als ich die Stärke Angststörung hatte, hatte ich es.

Aber Ziggo kann sich ja neurologisch durchchecken lassen, vielleicht kommt es ja bei dir daher. Bei mir war es halt nicht so.

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