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Dauerschwindel, Übelkeit - Meine Leidensgeschichte, Ratschläge?

L1eeGdexr13 hat die Diskussion gestartet


Hallo meine Lieben :-)

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen - seit nun fast einem Jahr leide ich an einem Dauerschwindel bzw. Benommenheitsschwindel und ich weiß nicht was ich dagegen tun soll..

Kurze Geschichte:

Alles begann ungefähr im Sommer 2015. Bei einem Musikerausflug brach ich am nächsten Tag am Vormittag zusammen nach 2 Tagen Alkoholkonsum und wenig Schlaf (beide Tage zusammen vielleicht 3 Stunden). Ich hatte einen Krampfanfall, wurde ins Krankenhaus gebracht und dort danach untersucht evtl. auf Epilepsie (es war bereits mein 2ter Krampfanfall). Es wurde eine Untersuchung im Krankenhaus durchgeführt (weiß leider nicht mehr wie das heißt) und ein MRT gemacht beides ohne Befund. Von da weg dachte ich mir weiterhin nichts und mir gings eigentlich wieder gut. Doch einige Wochen später begann plötzlich dieser ätzende Dauerschwindel, begleitet oft von Übelkeit, Nervosität und Herzrasen. Allerdings brach er hier noch nicht so extrem aus wie er jetzt ist. Seit September, nach einem Drogenkonsum (Joint) verbunden mit Erbrechen hat sich das ganze intensiviert. Seit diesem Tag ist der Schwindel wohl ausgebrochen - mal stärker mal schwächer. Dazu kommt oft noch Übelkeit und Herzrasen sowie Nervosität. Später war ich beim Hausarzt der meinte, dass das ganze eine Migräne sein könnte bzw. er so etwas Ähnliches hatte als er in meinem Alter war. Also so eine Art "Übergang" wenn man Älter wird. Dieser wies mich zum Neurologen allerdings ging ich nie hin, da mein Vater meinte ich würde mir das ganze nur einbilden. Noch dazu war gerade Abitur-Zeit und ich hatte wenig Zeit. Während dieser Zeit hatte ich oft weiterhin Übelkeit und diesen Schwindel, dazu war ich viel nervöser als früher zum Beispiel vor einem Test. Ich schwor mir ich zieh das Abitur durch und lass meinen Schwindel im Sommer untersuchen.

Nun ist es Sommer und der Schwindel ist immer noch da.. Ich war bereits beim HNO-Arzt dieser fand heraus, dass ich so ziemlich gegen alle Gräser allergisch bin die es gibt. Die Tabletten gegen meine Allergien brachten allerdings keine Besserung im Hinblick auf den Schwindel. Danach untersuchte er mein Innenohr - hier musste ich dann auch zum Röntgen meiner Wirbelsäule, hier fand er eine Verspannung, aber auch nach dem einrenken zeigte sich keine Besserung.

Jetzt werde ich als nächstes (endlich) zum Neurologen gehen und mich dort untersuchen lassen - doch was ist wenn auch dieser nicht hilft? Ich mache mir mittlerweile extrem sorgen, dass ich so mein ganzes Leben verbringen kann :-(

Anmerkung:

Ich sehe alles unrealistisch und manchmal weiße flecken und Punkte. Zusätzlich nehme ich Vitamin D,E,C, B12, Magnesium und Calcium. Am meisten ist mir aufgefallen, dass ich "ängstlicher" geworden bin. Früher hatte ich nie Angst vor Prüfungen, heute werde ich schnell einmal nervös. Zusätzlich vertrage ich auch das Bus fahren nicht mehr wie früher und nahm sogar Tabletten gegen Reisekrankheit bei der Abitur-Reise. Wenn ich Alkohol trinke, bin ich am nächsten Tag auch mehr verkatert als früher. Gelegentlich rauchte ich einen Joint, dies hab ich mir jetzt fast abgewähnt und Zigaretten rauche ich auch sehr wenig. Möchte mit beiden aufhören wenn das eventuell Besserung bringt. Komischerweise wird alles in der Nacht also wenn es finster wird besser, die Symptome klingen ab. Allerdings am nächsten morgen startet alles wieder von vorne. :-(

Habt ihr welche Ideen, was das sein könnte und was ich dagegen noch tun könnte? Wo kann ich nach dem Neurologen noch hingehen? Bin vor allem verzweifelt, da bald mein Studium beginnt und mit diesem Zustand das lernen mir recht schwer fällt..

Ich wäre für jeden Ratschlag dankbar! Auch für Tipps wie ich den Schwindel eventuell lindern könnte.

Zu sagen wäre eventuell noch, dass ich sehr dünn bin (fast untergewichtig) da ich auch sehr schwer zunehme - könnte da eventuell eine Schildrüsenstörung infrage kommen?

Bin für jeden Ratschlag offen!

Lg

Leeder13

Antworten
Lieedeir13


Kann es evtl. auch sein, dass ich mich bereits in einer Depression befinde?

LnupoE74x9


Kann es evtl. auch sein, dass ich mich bereits in einer Depression befinde?

Nö, aber in einer Angststörung - ziemlich offensichtlich sogar.

Am meisten ist mir aufgefallen, dass ich "ängstlicher" geworden bin.

Wo kann ich nach dem Neurologen noch hingehen?

Wenn er auch Psychiater ist - bist Du da erst mal richtig.

Und dann eben therapeutische Maßnahmen wie z.B. Verhaltenstherapie.

Der Beginn so einer Störung kommt oft durch bestimmte Auslöser in einer schwierigen Phase wie z.B. Stress oder Druck.

1 Jahr ist schon relativ lange, wird höchst Zeit, dass Du Dir da professionell helfen lässt.

Begleitmaßnahmen können rehelmäßige Bewegung, Sport, Entspannung sein.

Alles Gute ! :)*

LVupoj74x9


Hier gibt's übrigens schon "Gesammelte Werke" zu diesem Thema ;-)

[[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/34529/?p=661#p22343071]]

j6ack99x9n


Ich sehe alles unrealistisch.

Kannst du das mal genauer beschreiben!

L-eiedXer13


Vielen Dank für die Antworten! :)

Alles klar, werde einmal demnächst zum Neurologen gehen und danach zum Psychiater.

Wegen unrealistisch:

Es fühlt sich alles nicht "echt" an, wie im Film. Wie wenn manche Dinge nicht wirklich passiert sind etc.

Früher war das anders.

Lg

j9ack"9m9n


Es fühlt sich alles nicht "echt" an, wie im Film.

Hört sich nach Derealisation / Depersonalisation an!

L&e@eYdexr13


Hallo nochmal Leute!

Folgendes: Ich war jetzt beim Augenarzt und beim Neurologen/Psychiater. Die weiße Flecken und das "unecht" Wohlbefinden ist nun dank einer Brille weg, allerdings ist dieser lästige Schwindel noch immer da. Der Neurologe/Psychiater machte mit mir ein EEG bei dem nichts rauskam - später hatten wir mehr oder weniger ein psychologisches Gespräch und er merkte an, dass ich sehr verspannt wirkte (Körper immer angespannt etc.) sprich, dass ein Druck auf mir lastet (meiner Meinung nach die Angststörung).

Danach wurde es komisch, anstatt, dass er mir weiterhilft, gab er mir mehr oder weniger ein Angebot. Dieses beinhaltet mehr oder weniger eine Woche eine "Kur" wo ich psychisch komplett durchgecheckt werde (mit Übernachtung) - Haken: Das ganze kostet ganze 1800€ (!). Da seine Ordination mehr oder weniger diese "Kur" empfiehlt und er diese auch durchführt, riecht mir das ganze irgendwie nach Abzocke - jetzt wollte ich fragen was ihr überhaupt dazu mein - hier der Link: [[http://www.die-klause.at/]]

Was haltet ihr alternativ von einer Psychologin? Ich habe eine gefunden, welche auf Ängste spezialisiert ist - allerdings darf ja eon Psychologe keine Medikamente verschreiben, wäre das dann überhaupt sinnvoll? Brauch ich überahupt Medikamente um gesund zu werden oder geht das auch ohne?

Würde mich um eine Antwort freuen @:)

lg

Mdu{rph3ilinxus


Wenn die Psychologin eine Kassenzulassung hat-nix wie hin!

Führt die 5 Vorgespräche und lass sie dann die Stunden beantragen.Psychopharmaka? Wenns irgend geht nicht und wenn, würde ich einen anderen Psychiater nehmen.Ich find es schon ein starkes Stück,jemandem in Deiner Situation eine dermaßen teure IgEL-Leistung anzudrehen.

Der nutzt ja geradezu Deine Schwäche aus,vllt solltest Du über eine Info darüber für die Krankenkasse nachdenken.Bei der würdest Du eine psychosomatische Kur, wenn, ohne die 1800 Euro kriegen!Das ist nicht wirklich legal! :(v

Mann-o-mann! :|N

mXusi~cus_6x5


Zusätzlich nehme ich Vitamin D, E, C, B12, Magnesium und Calcium.

Das Calcium kannst/solltest Du eher weglassen oder jedenfalls sparsam verwenden - Calcium-Supplemente können auch schädlich sein. Eine einigermaßen ausgewogene Ernährung enthält genug Calcium, und wenn man keinen Vitamin-D-Mangel hat, sollte auch die Resorption gut klappen, zumal bei einem so jungen Menschen.

Bei der Vitamin-D-Dosierung ist das Körpergewicht zu berücksichtigen. Fettleibige Menschen neigen mehr zu Vit.-D-Mangel und brauchen generell eher hohe Dosen. Da Du offenbar das genaue Gegenteil von "fett" bist, würde ich eher zu zurückhaltender Dosierung raten. Es kann sein, daß Dir schon rund 1000 IE pro Tag reichen, um einen guten Blutspiegel zu erreichen bzw. aufrecht zu erhalten.

Du schreibst von Verspannungen. Das Erlernen einer Entspannungstechnik könnte hilfreich sein...

mBnef


Das sind die typischen Symptome einer Angststörung. Mit deinen Alkoholabsturz hat das nichts mehr zu tun; allenfalls insofern, dass deine heftige körperliche Reaktion auf Alkohol+Schlafmangel bei dir die Angst getriggert haben könnte, nochmal die Kontrolle über deinen Körper zu verlieren.

Kiffen ist dann keine gute Idee - lass es, scheint bei dir nicht zur Entspannung zu führen sondern das Gegenteil zu bewirken. Weißt du, was im Joint alles drin war?

Komischerweise wird alles in der Nacht also wenn es finster wird besser, die Symptome klingen ab. Allerdings am nächsten morgen startet alles wieder von vorne. :-(

Das ist bei Angsstörungen oft so, da der Tag hinter den Betroffenen liegt, sie nichts mehr leisten, erwarten oder fürchten müssen. Das tobende Leben draußen wird ruhiger. Am nächsten Morgen geht es weiter, weil der Tag auch wieder mehr Trubel, Leistungsdruck, Arbeit, Erwartungen etc. mit sich bringt, die überfordern und Angst machen können.

In deinem aktuellen Lebensabschnitt (Abi vorbei, Studium geht los) fängt das übrigens bei vielen an.

zum Röntgen meiner Wirbelsäule, hier fand er eine Verspannung, aber auch nach dem einrenken zeigte sich keine Besserung.

???

Verspannungen kann man nicht einrenken, Blockaden kann man so beheben. Ratsamer ist aber die schonendere Variante als hauruck-einrenken. Muskelaufbau ist erforderlich, damit es in Zukunft nicht mehr so weit kommt. Und gegen die Verspannung Lockerung, Massagen, Wärme etc.

Zusätzlich nehme ich Vitamin D,E,C, B12, Magnesium und Calcium.

In welchen Dosen? Hast du nachgewiesene Mängel? Nahrungsergänzungscocktails nach dem Motto "viel hilft viel" können auch mehr schaden als nützen.

Zu sagen wäre eventuell noch, dass ich sehr dünn bin (fast untergewichtig) da ich auch sehr schwer zunehme - könnte da eventuell eine Schildrüsenstörung infrage kommen?

Kann, ja. Muss aber nicht. Isst du denn objektiv viel?

L{ee*dLer1x3


Danke für die zahlreichen Antworten :)

Der Angstpsychologe wäre ein Wahlarzt welcher mir pro Einheit (50min) 90€ kosten würde. Gibts auch Psychlogen welche diey gratis anbieten wie xu sagtest(Kassenarzt)? Wie funktioniert das muss ich da vorher zum Hausarzt und eine Zuweisung holen?

Das mit der Kur hab ich mir auch gedacht, noch dazu wie soll ein Student sich das leisten? ???

Wegen Vitamine, Magnesium etc.: Hab damit aufgehört, nehme nur mehr stellenweise etwas Magnesium, kommt nicht aber von da.

Verspannungen werde ich cheken.

Und Schildrüse naja - ich esse nicht wenig aber auch nicht viel, glaub das ist sowieso eher ausgeschlossen. :/

Lg

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