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Depressiv durch Antidepressiva?

N1ok0te hat die Diskussion gestartet


Ich hatte schon unter einem anderen Thread geschrieben, doch leider keine Antworten erhalten. Hier ein neuer Versuch.

Ich nahm für ein Jahr lang Duloxalta (Cymbalta) und seit Pfingsten nicht mehr. Ich war emotional abgestumpft mit dem AD. Keine Freude mehr, keine Lust mehr auf irgendwas, fühlte mich nicht ein Mal mehr glücklich, noch hatte ich Interesse an meinem vorher heißgeliebten Hobby. Keine Leidenschaft oder Feuer mehr dafür. Darum setzte ich das AD ab. Nur hat sich an diesem Zustand nichts mehr geändert. Ich fühle mich, als sei ich "hängengeblieben", falls das überhaupt möglich ist.

Ich nahm das Duloxalta wegen eines körperlichen Symptoms, für das keine Ursache gefunden werden konnte. Also ging man von Psychosomatik aus, weil ich große Ängste und Panikattacken hatte. Dagegen/damit kämpfe ich schon seit Jahren.

Ich nahm auch schon Opipramol über viele Jahre. Als ich das ausgeschlichen habe, war ich danach wieder ganz normal. Nur nach dem Duloxalta nicht mehr.

Kann mir bitte jemand etwas dazu sagen? Ich wäre sehr dankbar.

:°(

Antworten
L~ifqemxid


Ich weiss zwar nicht ganz genau, was jetzt Deine Frage ist, abr ich schreibe Dir kurz meine Erfahrungen mit AD!

Ich habe innerhalb der letzten 10 Monate 2x Citalopram/Escitalopram genommen.

Bei mir wurde nie eine Depression festgestellt, ich habe mir das Zeug mehr oder weniger selbst verordnet, da ich meinen Hausarzt sehr gut kenne durch meinen Job, ich arbeite als Pharmareferent.

Meine Erfahrungen sind katastrophal gewesen.

Ich erlebte eine totale Wesensveränderung, musste 9 Wochen stationär in eine Klinik gegen Depressionen.

Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Probleme durch die Medi verschlimmert wurden, bzw. dass mich die Medi hinderten, die Probleme "rational" anzupacken, was sonst immer meine Stärke war.

Ich bestand, im Gegensatz zu Dir, nur noch aus Gefühlen...mit Heulkrämpfen, Suizidgedanken, Depressionen usw.

Die Ärzte wollten immer die Dosis erhöhen, bzw. andere AD verschreiben.

Ich habe mich geweigert, die Tabletten in Eigenregie ausgeschlichen über mehrere Monate.

Als ich dann endlich auf 0 mg war...1 Woche später war es, als ob sich der Nebel lichtete, die Gedanken wurden wieder klarer, die traurigen Gedanken wurden seltener, ich hatte meine Gefühle wieder im Griff.

Das ist nun 6 Wochen her.

Was ich damit sagen will:

Ja, Antidepressiva können Depressionen auslösen!

Ja, AD können eine massive Wesensveränderung auslösen!

Ja, AD machen abhängig!

Eine Frage noch:Hast Du Cymbalta plötzlich abgesetzt, also von heute auf morgen?

Hattest Du ärztliche Unterstützung dabei?

Wie hat Dein Arzt reagiert?

Kennst Du die Seite adfd.org?

Die hat mir sehr geholfen..ist speziel für AD-Patienten gemacht und gibt tolle Info.

dFanaex87


Hast du mal eine Therapie gemachtum deie Probleme zu lösen die zu Angst und Panik führen? Hast du unter ärztlichre Aufsicht ausgeschlichen?

NAo"ktxe


Hallo,

erst mal 1000 Dank für eure Antworten.

Ich habe tatsächlich keine Konkrete Frage gestellt. Ich würde gerne wissen, was eure Erfahrungen NACH dem Absetzen sind. Denn dieser Nebel, der sich lichtet, sobald das Zeug aus dem Leib ist, hat sich bei mir nicht eingestellt. So, als wäre ich in diesem Botenstoffzustand den Duloxetin verursacht, hängengeblieben. Es fühlt sich so an, als nähme ich das Zeug immer noch.

Fühlen kann ich noch. Nur Negatives. Ich kann mich nicht mehr freuen, habe wie gesagt keine Lust mehr an meinem Hobby, was vorher undenkbar war (das stellte sich während der Behandlung mit Duloxetin ein), selbst wenn man erleichtert ist, weil man z.B. etwas erledigt hat und das hinter sich hat, kann ich nur noch rational bewerten, aber nicht mehr empfinden. Ich finde das ganz schlimm. Alles Positive ist weg. Tagträumen geht auch nicht mehr. Das habe ich früher sehr gerne gemacht. Nur sämtliche negative Gefühle wie Weinen, Selbstmitleid, Trauer und dergleichen geht hervorragend. Fühlt sich wie eine Depression an, wobei ich nicht weiß, wie sie sich anfühlten müsste. Ich war immer wegen Angst in Therapie, doch nie war ich depressiv. Im Gegenteil, in den miesesten Zeiten konnte ich noch was Schönes finden. Wenn es auch nur die Tagträumerei war.

Ich habe ausgeschlichen unter der Anleitung eines Neurologen. Dieser sagte, ich solle die Kapsel öffnen (so schlich ich auch ein) und die Kügelchen zählen. So reduzierte ich in einem Zeitraum von Knapp 3 Wochen. Nach 2-3 Wochen sollte ich ausgeschlichen haben. Auf das Aufklären das Nebels wartete ich vergebens.

Auch fällt es mir schwer komplex oder kreativ zu denken. Da will sich nichts tun. Ich denke an dieses Hängengeblieben, weil ich auch nicht mehr in Panik oder Angstzustände verfallen kann. Das ist an sich ja etwas Positives, doch nicht normal. Weil Duloxalta nicht heilt. Es fühlt sich einfach alles noch so an, als würde ich das Zeug weiterhin schlucken. Genau der selbe Zustand.

Ich habe große Angst, dass ich ein emotionaler Zombie bleibe. Ohne positive Gefühle ist das Leben nicht schön. Sinnlos irgendwie.

Ich bin seit 1998 immer wieder in Therapie wegen den Ängsten. Mittlerweile habe ich eine Therapie bei einem dritten Therapeuten angefangen. Tiefenpsychologisch. Einmal habe ich dann für ein Jahr eine Verhaltenstherapie gemacht.

Danke für weitere Antworten!

d&anaxe87


Was sagt dein Neurologe dazu? Ich finde das klingt ein wenig seltsam, normalerweise wird der Pegel ja beim Ausschleichen langsam abgesenkt, soviel dürfte ja gar nicht mehr in deinem Körper sein. ":/

Ndoktxe


Mein Neurologe machte eine "weiß-ich-nicht-Geste". Dann sagte er, dass er mir das AD ja nicht für die zugelassene Indikation gegeben hätte, sondern eben getestet hätte, wegen der somatoformen Geschichte. Er meinte dann, ich reagiere zu empfindlich, da mag er mir nichts mehr verschreiben. Als ich ihn dann nach den Ängsten usw. fragte, sagt er, dass müsse ich jetzt aushalten. Das wars.

Ich kannte das von Opipramol ja vorher auch, wenn es ausgeschlichen war, war ich wieder ich. Darum meine indirekte Frage, kann man in diesem Botenstoffzustand des AD's denn hängenbleiben?

S*pring8cxhild


Glaube ich weniger, ich denke eher es wurde eine Depression ausgelöst, die jetzt halt nicht so einfach wieder weggeht, obwohl das Mittel abgesetzt wurde. Ein Jahr ist eine lange Zeit, da kann sich so etwas schön einschleifen. Über Deinen Neurologen kann ich nur den Kopf schütteln.

dbanaXe87


Neurologen wechseln. Volldepp. Ich würde da nun auch erstmal nicht wild rumprobieren, aber ganz sicherlich würde ich mir jemanden suchen der mich ernst nimmt. >:(

N1oktxe


Der Neurologe hat mich ja ernst genommen. Von Anfang an. Er hat meine Symptome nicht abgetan. Ich denke, er hatte vielleicht nen Schrecken bekommen, dass ich so reagiere und traut sich jetzt nicht mehr weiterzumachen, sich die Finger zu verbrennen.

Dieses "Hängengeblieben" sitzt mir wie ein Zwangsgedanke im Kopf fest. Ich war gestern bei meiner Therapeutin, diese sagte, meine Gefühle seien blockiert. Aber nur die Positiven??

Heißt das, wenn ich jetzt durch das AD wirklich depressiv bin, dass ich damit dann immer wieder zu kämpfen habe? Wie ein trockner Alkoholiker, der immer gefährdet bleibt?

dzanaex87


Dieses "Hängengeblieben" sitzt mir wie ein Zwangsgedanke im Kopf fest. Ich war gestern bei meiner Therapeutin, diese sagte, meine Gefühle seien blockiert. Aber nur die Positiven??

Klar kann das ein. Gerade wenn du ja aus so einer medikamentös induzierten Depression kommen willst. Da könntest du schon in einer Spirale stecken warten auf gute Gefühle -> Anspannung-> gute GEfühle bleiben aus-> mehr Anspannung, Angst entsteht und blokiert die guten Gefühle.

Und Angst und Depressionen liegen ja eh nah bei einander.

Heißt das, wenn ich jetzt durch das AD wirklich depressiv bin, dass ich damit dann immer wieder zu kämpfen habe? Wie ein trockner Alkoholiker, der immer gefährdet bleibt?

Nö, weil süchtig bist du ja nicht. Du hattest ja keine positiven Erlebnisse und so dürfte der Drang es wieder zunehmen sehr gering sein.

XPiraixn


Also ich habe Sertralin gegen meine Depression bekommen.

Mir hat es geholfen das ewige Heulen zu beenden (habe ein halbes Jahr lang täglich mehrmals geheult wie ein Schlosshund...auch auf Arbeit. Der Zustand war irgendwann für mich "untragbar".)

Ich bin nicht mehr so tief gefallen, um es besser zu beschreiben, aber ja auch fühlte ich mich ein bisschen abgestumpfter.

Ich habe mein AD jetzt auch vor ca. einem Jahr selbstständig abgesetzt, weil ich Therapie gemacht habe und ich mich bereit für "die Welt" fühlte.

Bei mir war es so, dass ich nach Absetzen ungefähr die ersten 4-5 Monate TOTAL zickig wurde. Alles und jeder und jede Kleinigkeit hat mich aufgeregt. Zu Laut atmen? Ich wär am liebsten an die Gurgel gegangen.

Meine Beziehung hat eine Zeit lang auch sehr darunter gelitten, da ich viele negative Gefühle auch gegenüber meinem Partner entwickelte.

Es hat sich dann mit der Zeit gegeben und ich bin jetzt wieder etwas ruhiger geworden.

Aber...und da habe ich mich schon seit Monaten gefragt, woher es kommt...ich bin abgestumpfter...

Große Gefühlswallungen gibt es nicht mehr. Nur wieder manchmal dieses "Fass ist übergelaufen-Heulen".

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich so nicht auch schon war, bevor das große Heulen damals anfing.

Damals war ich plötzlich durch einen Schicksalsschlag nämlich von der "Frau mit der Mauer, die versucht nichts an sich ranzulassen" zum emotionalen Trauer-Wrack geworden.

Jetzt unter Stress hatte ich am Montag wieder einen "Heulflash", aber das war der erste seit...2-3Monaten? Und ich bin mir wieder bewusst...das jeden Tag durchzustehen...das pack ich nicht. Jeden Tag dieses Gefühl der Verzweiflung...Nein...Danke auch.

Ich nehme also diese NW hin als "Das muss sich mit der Zeit wieder regulieren, immerhin hast du deinem Hirn Medikamente gegeben..."

d&anaCe8x7


Vielleicht hat das Gehirn auch einfach nur "gelernt"? Also, Hat die Dosis der Botenstoffe ein wenig angepasst, so dass man sich abgestumpft vorkommt? Vielleicht hilft da ja auch das, was umgedreht bei "zuviel" Gefühl wirkt, Achtsamkeitsübungen für Gefühle? Also das man gezielt notiert was gut war, damit man das wieder wahrnimmt und nicht den ganz großen Schuß braucht. ":/

12a+-1a=2xaa


@ Nokte

Ich hatte ebenfalls eine seltsame Absetzerfahrung machen müssen. Obwohl ich extrem langsam ausgeschlichen habe, langsamer als der Arzt anordnete...es war Doxepin, was ich viele Jahre nahm. Zum Schluß nur noch eine 5er am Tag, viele Monate, dann nur noch ein halbe 5er, was eigentlich nicht möglich ist, da die Tablette gar keine Bruchrille hat. Ich hatte mir einen Tablettenspalter dafür geholt.

Aber trotzdem....dann bei den halben 5ern baute ich immer mehr ab bis hin zu zombieartigen Zuständen, die dann erst gaaanz langsam aufhörten, als ich auch die halbe 5er nicht mehr nahm. Es dauerte aber 1-2 Jahre, bis ich wieder ein normaler Mensch war. Ich fühlte auch nur noch brutalste Hölle, alles schwarz in den Gefühlen, es wurde pausenlos nur Mist von früher hochgetriggert, und zudem war mein Wesen auch verändert, ich fühlte mich entfremdet. Es war teilweise wirklich so ein Horror, dass ich mir so dachte, dass es bestimmt Leute gibt, die sich dann umbringen. Mir half auch keiner. Einen Arzt hatte ich zum Schluß nicht mehr.

ABER...nach 1-2 Jahren der totalen Abstinenz sortierte sich mein Hirnstoffwechsel wieder von allein.

Bin mir bombensicher, dass sich das bei Dir auch von allein wieder regelt. @:)

NZo]kte


Danke erst mal an alle für die zahlreichen Antworten. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Mir hilft das mehr, als würde mir ein Neurologe Lehrsätze predigen.

Als ich bei meiner Therapeutin war und ich ihr davon erzählte, auch davon, dass mein Neurologe sagte, Absetzsymptome wären sehr selten, so, als würde es sie so gut wie gar nicht geben, hat sie das in gewisser Weise bestätigt. Sie sagte, sie arbeite seit 30 Jahren als Therapeutin und habe bisher noch keinen einzigen Patienten gehabt mit Absetzsymptomen. Als ich erwiderte, dass das Internet voll davon sei, meinte sie, im Internet stünden bekannterweise immer die extremen Fälle. Irgendwie glaube ich das nicht. Es sind so viele, die unter solchen Symptomen leiden/litten.

So, jetzt möchte ich zu den einzelnen Antworten kommen.

danae87

ich glaube, dass ich mich falsch ausdrückte, als ich fragte, ob das heißt, dass ich jetzt immer damit zu kämpfen habe wie ein trockner Alkoholiker. War wohl ein blöder Vergleich von mir. Ich meinte nicht mit den AD, sondern mit den aus den AD resultieren Depressionen. Es heißt doch, wenn man mal Depressionen hatte, so wäre man immer gefährdet, wieder in die Depression zurückzufallen.

Trotz langer Angst- und Panikattackenkarriere hatte ich niemals wirkliche Depressionen. Sicherlich hatte auch ich schlechte Tage, aber das war es dann auch. Niemals aber Depressionen.

Es gibt zu viel Glück ??? Das wusste ich nicht. Ich weiß rational immer noch, welche Situationen gut waren, doch ich kann das alles nur noch mit dem Kopf bewerten, leider nicht mehr fühlen. Es gibt einfach keine Wohlfühlmomente mehr.

Xirain

Ich bekam das Duloxalta nicht wegen einer Depression. Ich war vorher wegen der Angst vor meiner somatoformen Störung fertig, hatte Angstzustände, aber der Neurologe sagte ganz klar, ich sei nicht depressiv. Reaktiv depressiv, das sei aber völlig normal, wenn man so lange und so anhaltend leidet. Und darum verschrieb er mir das Duloxalta. Anfangs fand ich es ganz gut, nicht mehr alles so nah an mich herankommen lassen zu müssen. Nebenwirkungen waren teilweise auch unangenehm. Aber mit der Zeit (ich nahm es für ein Jahr), merkte ich, ich kann mich immer weniger konzentrieren, diese typische Denkblockade unter AD hatte ich (kannte ich von Opipramol auch). Ich konnte einfach nicht mehr in die "Tiefe" denken. Nur noch oberflächlich. Ich vergaß sehr viel, kam manchmal auf verschiedene Worte nicht und war oft dran mit "äh, ähm". Auch unangenehme Träume hatte ich in der Zeit. Fand ich aber nicht ganz so tragisch. Nur das mein Denken beeinträchtigt war und das Fühlen. Ich konnte wohl noch Wut fühlen und selbst grübeln gelang mir noch immer. Aber leider keine Freude, kein Interesse und dergleichen. Auch bei mir gibt es keine großen Gefühlswallungen mehr. Es kommt einfach nicht mehr durch. Und das verstehe ich nicht. Ebenso wie du. Aber du weißt leider nicht, ob depressionsbedingt bei dir auch vor dem AD das wahrscheinlich schon so gewesen sein könnte. Das ist schade.

1a+1a=2aa

1-2 Jahre! Das ist stramm. Aber du bist wieder du geworden. Du sagst, du hattest schwarze Gefühle und es kam so vieles von früher wieder hoch. War das nur in der Zeit, als du die halbe 5er genommen hast? Weil diese Absetzsymptome sind irgendwann bei mir wieder weg gewesen. Es dauerte eine Weile, aber das, was ich durch das Absetzen hatte (Aggressionen, arge Wut, Überforderung, …), verschwand dann nach ein paar Wochen komplett.

Ich kenne es durch Opipramol und jemandem aus der Familie, dass nach dem Absetzen oder schon während dem Ausschleichen, sich eine Art Schleier lüftet, der einen wieder klar werden lässt. Nur auf den warte ich bis heute.

Ich empfinde das Fehlen von positiven Gefühlen nicht so als Absetzsymptom, sondern wie ich schon oben beschrieb, wie ein "Hängengeblieben" in diesem Botenstoffzustand. Und es tut sich nichts daran. Inzwischen sind 5 Monate vergangen und es fühlt sich an, als nehme ich das AD noch. Ich kann ja nicht mal mehr Panik bekommen wie früher. Und geheilt bin ich bestimmt nicht.

Zu meinem Hobby, das mich nicht mehr wirklich interessiert, aber das ich vor Duloxalta heiß und innig geliebt habe: ich schreibe und dazu liest man sehr viel und beides hatte mir riesigen Spaß gemacht. Ich brauche dazu natürlich die Fähigkeit zu denken, mich zu konzentrieren, kreativ Geschichten, Szenen und dergleichen zu ersinnen. Also beschloss ich, das AD wieder abzusetzen, damit das alles wieder zurückkommt. Doch nichts ist. Ich muss mich dazu zwingen und wenn ich schreibe, kann ich nicht eintauchen. Es bleibt oberflächlich und rational. Ich kann nicht in die Tiefe, mich richtig in die Geschichte hineindenken oder hineinfühlen. Da tut sich nichts mehr.

Auch Romane die ich lese, gefallen mir plötzlich nicht mehr. Das fing an mit Doloxalta und hörte danach leider nicht mehr auf.

Und darunter leide ich am meisten. Schreiben brachte mir immer Glücksgefühle. Es war so befriedigend. Und ich konnte mich gedanklich unendlich damit beschäftigen. Jetzt, wenn ich mit Szenen "erdenken" will, schaffe ich einfach nicht dabei zu bleiben oder überhaupt erst anzufangen. Als sei da eine Mauer.

Ich freute mich auch immer so sehr aufs Schreiben oder wenn ich eine Weile durch die Arbeit nicht dazu kam, spürte ich irgendwann die Sehnsucht aufkommen, den Drang jetzt endlich wieder schreiben zu können. Das ist alles weggeblieben nach dem Absetzen.

Ich hoffe sehr, dass ich euch ein bisschen genauer erklären konnte, was mein Problem ist.

d/a5nae8x7


"Es gibt zu viel Glück ??? Das wusste ich nicht. Ich weiß rational immer noch, welche Situationen gut waren, doch ich kann das alles nur noch mit dem Kopf bewerten, leider nicht mehr fühlen. Es gibt einfach keine Wohlfühlmomente mehr."

Ja, wenn man bei jedem Kleinkram ganz hochschießt, dann fühlt sich alles andere an wie gar nichts. Taub und Tod. Dann fällt man schnell ins andere Extrem und pendelt so zwischen den Extrema, ohne die itte überhaupt wahrnehmen zu können. :-)

Ihc kenn den Spruch mit den Absetzungserscheinungen auch. Mein Therapeut miente die seien gar nicht so selten, man rede im Fach nur nicht so gerne darüber. Er hat aber auch gesagt das die wieder vergehen, du brauchst also vielleicht nur noch Geldud, auch wenn das hart klingt. :)_

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