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Folgen einer Tia - suche nach Erfahrungen

Ssilve8rPKeaxrl hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben! *:)

Mein Mann ist leider Ende Juni erkrankt und er hatte nun das Bedürfnis sich online etwas auszutauschen und nach Erfahrungen zu suchen. Nur leider wurde seine Anfrage in einem anderen Portal bisher seit Tagen nicht beantwortet.

Darum habe ich ihm angeboten, sein Anliegen einmal hier zu posten.

Vielleicht hat ja von Euch jemand Erfahrungen damit oder kann ihm / uns Tipps geben. Vielen Dank schonmal! *:)

Hallo zusammen,

mein Name ist Thorsten, bin 35 und komme aus der nähe von Stuttgart.

Ich habe mich hier angemeldet um ein bischen Hilfe oder einen Rat zu suchen sowie einfach mal von der Seele zu schreiben.

Bei mir fing es ende Juni an einem Mittwoch an, das ich immer wieder leichte Schwindelattacken (Schwankschwindel) bekommen und gelegentlich auch mal Wortfindungsstörungen hatte. In dieser Woche wurde es dann so heftig das ich teilweise nicht sicher gehen konnte und hin und wieder einfach mal an der Wand oder sonstigen Gegenständen abgestüzt hatte. An dem folgenden Freitag wurde es mit den Wortfindungen schlimmer und auch meine rechte Hand wollte teilweise nicht mehr so wie ich wollte. Samstag verlief ganz ruhig außer das hin und wieder der Schwindel angefangen hatte.

Dann am Sonntag gingen wir in ein Restaurant und da wurde es dann richtig heftig. Beim essen bekam ich Schluckbeschwerden, ich konnte mein Glas nur mit beiden Händen halten, bekam Schweißausbrüche und der Schwindel wurde sehr stark.

Da ich unter starker Migräne leide und die ganze Woche Kopfschmerzen hatte, habe ich das ganze auch mal darauf geschoben, meine Frau (Arztheferin) hat mich schon geschumpfen das ich zum Arzt gehen soll. Wie man(n) halt so ist... soooo schlimm wird es nicht sein.

Da nun der ganze Sonntag im Eimer war, beschloß ich aber dann am Montag zum Arzt zu gehen.

Ich habe meinem Hausarzt alles erklärt, er wurde ganz ruhig und wollte mich zur Sicherheit ins Krankenhaus einweisen bzw. meine Frau hatte mich dann direkt nach Schorndorf ins Krankenhaus gefahren.

Dort angekommen wurde ich grob durchgecheckt, Reflexe, Finger zu Nase usw. und danach mit dem RTW nach Winnenden ins KH auf die Strokeunit verlegt da nur dort ein verfügbares MRT war.

In Winnenden wurde ich komplett auf den Kopf gestellt, ich war 2 Tage auf der Strokeunit danach wurde ich auf die neurologische Station verlegt und mußte dort bis Samstag bleiben.

MRT wurde zweimal gemacht aber dort wurde (zum Glück) nichts auffälliges gefunden, Blutproben ergaben das meine Schilddrüse nicht ganz in Ordnung ist. Alle Halsvenen wurden geschallt sowie ein Schluckecho (furchtbar) wurde gemacht.

Prophylaktisch bekam ich ASS 100 sowie Colesterinsenker und wurde dann am Samstag (6 Tage nach der Einlieferung) mit einer etwas ungenauen Diagnose 90% TIA oder einer starken Migräne, entlassen.

Der Schwankschwindel war auch beim Krankenhausaufenthalt vorhanden, sowie Probleme mit der Koordination der rechten Hand wenn es um Feinmotorische Sachen ging. Aber das wollten sie dort nicht wirklich wissen. Ein Test ob es sich um einen Lageschwindel wurde mehrmals gemacht war aber immer negativ.

Nun bin ich seit dem Tag der Entlassung krankgeschrieben und habe, da ich in einem Kleinbetrieb tätig war, die Kündigung erhalten.

Nun lebe ich so in den Tag hinein, meine Schilddrüse wird momentan eingestellt (Unterfunktion), das meine Probleme davon kommen sei sehr unwahrscheinlich. Der Schwindel ist immer wieder mal da und das Feinmotorische mit der Hand wird nun in einer Ergotherapie versucht zu verbessern.

Egal wo ich schon war, überall wird nur gesagt "Sie müssen Geduld haben" aber langsam hat man auf den ganzen Käse keinen Bock mehr.

Seit der TIA habe ich auch folgende Beeinträchtigungen:

- Mein Kurzzteitgedächtnis ist sehr unzuverlässig

- Gleichgewicht bzw. balancieren geht nicht

- Chaos oder neue Situationen sind unerträglich, mein Kopf stellt sofort auf Stop und nix geht mehr

- Menschenmengen muss ich meiden, auch das wird mit einer art Panikattacke begleitet

- Grammatik läßt auch zu wünschen übrig daher bitte ich um nachsicht ;-)

Wegen dem Schwindel war ich auf anraten meines Hausarztes bei einem HNO leider fand dieser auch nichts bzw. meinte vom Gleichgewichtsorgan würde der Schwindel nicht ausgelöst. Ein Lageschwindel wurde dort auch nochmals ausgeschlossen, inzwischen nehme ich Citalopram die den Schwindel ein wenig eindämmen aber leider nicht vollständig bzw. zuverlässig. Vom Hausarzt wurde mir das Autofahren für 6 Monate untersagt, sollte der Schwindel anhalten dann natürlich länger.

Nunja, nun ist meine Frage, hat jemand schon die selben Erfahrung gemacht? Wie lange dauert die Heilung oder einfach ein merkbarer Fortschritt?

Vielen Dank fürs lesen

Grüßle

Antworten
tHomixne


Hallo Silver!

Eure Situation ist komplex, die Diagnose unklar, und Dein Mann leidet an Migräne, wie ich das verstanden habe. Ich bin kein adäquater Ratgeber, aber ich möchte dennoch hier mal was schreiben, denn ihr wirkt ziemlich hilflos.

Ich kann nur erzählen, wie die TIA damals bei meinem Vater gelaufen war. Es war auch in einem Restaurant, er schmeckte nichts mehr, fand das Essen fad - und ihm fiel die Gabel aus der Hand. Da die Familie eh schon hochalarmiert ob seines Gesundheitszustandes war, ist er nach einem kurzen Symptom-Checkup (Lächeln, Reime sprechen) sofort mit dem Rettungswagen ins Klinikum gebracht worden. Bei ihm waren die Auswirkungen der TIA sehr kurz gewesen, ca. 30 min. Danach war es eher schwierig, ihn zu überzeugen, zu Nachuntersuchungen ein paar Tage im Krankenhaus zu bleiben. Er fühlte sich wieder gut.

Jeder ist anders und hat andere körperliche Wechselwirkungen. Jede TIA ist unterschiedlich schwer. Ich weiß auch nicht, was ihr sonst noch untersuchen lassen solltet, aber ich wollte mal eine Antwort aufsetzen.

Ich wünsche Euch alles Gute und baldige Besserung :)*

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