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Tia oder Aura?

M7ascajlx560 hat die Diskussion gestartet


Vor 3 Wochen hatte ich plötzlich kurzzeitige Sprachstörungen und Störungen in der Wortfindung. Dennoch konnte ich den Notarzt rufen, der mich sofort auf eine Stroke Unit brachte. Dort wurde ich mächtig durchgecheckt, und man hatte nichts gefunden: nichts am Herzen, nichts an den Venen, nirgends. Schließlich wurde mir ASS100 verschrieben und ich wurde entlassen.

Die Diagnose: Entweder Migräneanfall mit Aura oder TIA. Bei beiden gäbe diese Symptome. Da ich letztes Jahr schon mal eine Aura hatte, allerdings bei den Augen, neigten die Ärzte eher zur Aura. Diese gebe es auch bei der Sprache.

Hat da jemand Erfahrungen mit Aura vs. TIA?

Antworten
Asli,ceimWo2nder)lanAd


Ich hab schon einige Auren gehaben die die Augen betrafen und zwei Mal zusätzlich noch Wortfindungsstörungen. Das ist beängstigend für den Moment, aber es geht ja wieder vorbei.

Mein Kinderarzt hatte mir damals irgendwelche Tabletten verordnet, die ich bei einem Anfallnehmen sollte . Ich nehme aber nicht gerne Medikamente, wenn es nicht unbedingt sein muss und habe meine eigene Lösung gefunden: Stress vermeiden, wenn irgend möglich.

Während eines Anfalles "locker" bleiben und auf keinen Fall Panik kriegen. Möglichst schnell Kaffee trinken oder eine Aspirin zu sich nehmen und natürlich: Rückzug.

Während sich bei mir anfangs die tierischen Kopfschmerzen erst einen Tag später eingestellt haben, bleiben sie mittlerweile ganz weg. Es bleibt bei den optischen Merkwürdigkeiten. Ich muss mich auch nicht mehr übergeben. Also ich habe in gewisser Weise ein wenig Einfluss auf das Phänomen.

Mgasc_al5x60


Danke. Und wie gehst Du davon aus, dass es sich in dem Moment einer Aura - insbesondere mit Sprachproblemen - nicht um eine TIA (Mini-Schlaganfall) handelt? Die Symptome sind die selben, und auch die TIA geht rasch vorbei.

Lkuci3x2


Eine TIA sieht man meistens auf einen MRT und es besteht oft Herzerkrankungen oder über längeren Zeit hohen Blutdruck. Ein Aura ist auch meistens kurzer.

AwlicJeimWIonderlanxd


Gute Frage. Erstens wurde bei mir als Kind Migräne diagnostiziert. Ich kenne also das lästige Brimborium, das mein Körper bei so einem Anfall veranstaltet. Und das läuft immer nach dem selben Schema ab:

Die linke Hand wird taub, danach die linke Zungenseite, der linke Nasenflügel, dann beginnen die Sehstörungen und jetzt wurde dieses Szenario halt noch um Wortfindungsstörungen erweitert. Irgendwann war der Anfall ja vorbei und alles wieder beim Alten.

Ich gehe daher von der Wahrscheinlichkeit aus, dass es ein Augenmigräneanfall mit neuen Symptomen war.

M\a1scasl560


OK, Alice - Du hast die entsprechende Historie, woraus sich die entsprechende Tendenz ableitet. Doch bei einem "Neuling" mit Symptomen wie diesen (wie bei mir) kann es nur eine Richtung geben: direkt die 112, und die bringt einen auf die Stroke Unit. Bei Sprachproblemen wie den beschriebenen noch dringender als bei das mit den Augen.

Dann muss eben abgeklärt werden: TIA oder Aura. Wobei dies auch immer schwierig bleibt. Denn auch die TIA hinterlässt gerne keinerlei Spuren, dauert gerne auch mal nur ein paar Minuten und ist doch ziemlich häufig Vorbote des großen "Knalls".

Das macht das ja auch für mich so tricky: Soll ich bei meinem nächsten Fall gleich wieder auf die Stroke Unit? Was sollen die dann dort prüfen, was sie nicht schon vor 3 Wochen geprüft haben? ... Mein Hausarzt meinte: Trotzdem immer die 112 - man wisse nie, was wirklich dahinter steckt.

A]liceiJmWon/deTrlanxd


Könntest Du mal beschreiben wie der Migräneanfall im vergangenen Jahr ablief? War es der erste und einzige bisher? Du hast noch keine Diagnose nur einen Verdacht auf...?

Mein Hausarzt meinte: Trotzdem immer die 112 - man wisse nie, was wirklich dahinter steckt.

Dann mach das halt zur Sicherheit so.

M#ascUal5x60


Ich hatte damals 3 Mal innerhalb nur einer Woche (!) diese Augen-Aura. 43 Jahre davor (seit meiner Geburt) noch keine und seitdem auch keine mehr.

Wie sie abliefen? Die erste: Da stand ich beim Bäcker, und plötzlich sah ich komisch. Nur Bruchstücke, die nicht zueinander passten. Manches sah ich gar nicht. Das was ich aber nicht sah war auch nicht schwarz. Es war einfach ... weg. Oder ein paar Tage später vor dem PC am Arbeitsplatz: Plötzlich sah ich den zweiten Halbsatz nicht mehr, obwohl ich direkt draufschaute. Ich stand auf, ging Richtung Klo und bemerkte auch ein Flimmern um meine Augen herum.

Nach einer halben Stunde waren diese Phänomene jeweils wieder weg. Da ich Glaukom-vorbelastet bin, hatte ich das zuerst in diese Richtung interpretiert und bin gleich zu meinem Augenarzt. Ich dachte an eine Art Glaukom-Anfall. Aber der Arzt tippte sofort Richtung Aura.

Interessant ist wirklich, dass dreimal innerhalb nur einer Woche, und davor und danach nicht mehr. Dafür jetzt - fast genau ein Jahr danach - so etwas Komisches mit der Sprache.

Wobei: ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, die Sanitäterin im Rettungswagen kürzlich auch nur "unvollständig" gesehen zu haben ...

AtliceikmWo#nderlaxnd


Es war einfach ... weg.

Genaus so kenne ich (und ein Familienmitglied) das auch. Komisch ist, dass es erst so spät bei Dir aufgetreten ist. Das kann ich nicht einordnen.

Hattest Du in dem Zeitraum sehr viel Stress? Kennt noch jemand in Deiner Familie das Phänomen?

AElic<eimWo\ndeXrland


Plötzlich sah ich den zweiten Halbsatz nicht mehr, obwohl ich direkt draufschaute.

Sonst war nichts? Unvermittelt kamen direkt die Sehstörungen? Kein Taubheitsgefühl?

MdascaWl56x0


Ja, das kam direkt. Keine Taubheit, nichts sonst. In meiner Family kennt das sonst niemand. Auch damals wurde ich - allerdings leger ambulant - durchgechekt: von Ultraschall mit CRT und MRT - nichts!

Stress? Weder damals noch zuletzt. Ich denke halt ziemlich viel herum, bin ein eher analytischer Geist. Aber kein Stress auf Gedeih und Verderb.

MGascanl5x60


Nur zuletzt mit den Sprachproblemen: Da hatte sich meine Zunge so komisch angeschmeckt. Sie war auch nicht unbedingt taub, nur hatte sie so einen komischen Geschmack. Auch da hatte ich nichts Taubes an mir.

A)lice,imWo.nderxland


Mögliche weitere Ursachen:

Veränderte Ernährungsgewohnheiten? Angeblich sollen spezielle Nahrungsmittel es auslösen können.

Ortswechsel und damit Klimawechsel? Bist Du umgezogen? Reagierst Du (oder jemand in der Familie) auf Wetterumschwung?

Nimmst DU Medikamente, die es auslösen könnten? (Falls so etwas ein Auslöser sein könnte) ":/

Bzw: Gab es irgendwelche Änderungen bei Dir, bevor der erste Anfall auftrat?

M~aspcalj56x0


Veränderte Essgewohnheiten: Nein

Ortswechsel: Nein

Klimawechsel: Nun ja, da es sich immer so Mitte September abspielte - Wechsel von Sommer zu Herbst (?) Ob ich hier wirklich so auf Wechselumschwung reagiere ... Hm ... Nun ja, auch ich werde älter ;-)

Medikamente: Seit 14 Jahren lokal im Auge eingetropfte Blocker gegen Glaukom

Sonstige Änderungen: No.

A/liceim8Wonderlaxnd


Mitte September

Okay. Da ändert sich die Jahreszeit. Es wird kälter. Möglicherweise ist es eine Belastung für Deinen Körper. Nicht umsonst werden viele im Herbst krank (Erkältungen). Wetterumschwung macht sich bei Migräne durchaus bemerkbar. Bei mir ist es ganz klar ein Faktor auf den ich leider keinen Einfluss habe.

Vielleicht solltes Du Dich in diesem Zeitraum besonders schonen. Länger Schlafen, etc., Deinen Körper entlasten, sollte das die Ursache sein.

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