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Chronischer Schmerz im Penis

M_ich<a Meuyexr hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Ich (36) leide seit fast 4 Jahren an chronischen Schmerzen am After, Penis und unteren Lendenbereich.

Genaue Beschreibung der Symptome und der beinflussenden Faktoren:

Die Schmerzen variieren zwischen 1.) starkem Überempfindlichkeitsempfinden am Penis, Ausstrahlungen in Po und hintere Oberschenkel und 2.) ziehendem Schmerz am Penis mit zeitgleichen ziehende Schmerzen am Anus.

3.) Schmerz am Steissbein, auf Röntgenaufnahme Fehlstellung sichtbar.

Seit Beginn der Schmerzen auch ein Nachtröpfeln nach dem Harnlassen und häufigerer Stuhldrang. Die Schmerzen sind latent permanent vorhanden. Intensität schwankt täglich oder stündlich.

- Statisches Sitzen verstärkt den Schmerz.

- Trainieren der Rückenmuskulatur vermindert den Schmerz meist.

- Schmerz morgens stärker als abends.

- Bauchlage beim Schlafen führt innerhalb von Minuten zur Intensivierung des Schmerzes und zu Stuhldrang.

- "Aushängen" kopfüber führt meist zur Linderung des Schmerzes.

Hier in kurz meine Krankengeschichte:

ab ca. 1996 Beim GV spürbare Überempfindlichkeit am Penis, die teilweise zum Erschlaffen des Gliedes führt. In dieser Zeit auch gelegentliche Pilzerkrankungen am Penis.

Anfang 1999 Hörsturz mit Tinnitus. Tinnitus-Geräusch beeinflußbar durch Muskelkontraktion am Kopf. Anspannen = lauter werden des Geräuschs.

08-12/2000 Pilzbehandlung am Penis.

24.12.2000 Erstmalig ziehender, langanhaltender Schmerz im Penis. Untersuchung in der Notambulanz. Diagnose: wahrscheinlich Pilz.

01/2001 Wiederauftreten des starken Schmerzes während des Urlaubsaufenthalts in Tunesien. Leichtes Berühren der Hoden verursacht extrem stechenden Schmerz in den Unterleib. Durch Druck auf bestimmte Stellen zwischen Penis und After kann der ziehende Schmerz im Penis verstärkt werden. Diagnose im tunesischen Krankenhaus: Hernie (Leistenbruch) auf der rechten Seite.

Neu auftretende Schmerzen im linken Schultergelenk beim Heben und Senken des Arms. Schulterschmerz taucht in abgeschwächter Form bis heute immer wieder sporadisch auf.

18.01.2001 Operation des Leistenbruchs in Deutschland.

bis 06/2001 Starker Wundschmerz. Keine Möglichkeit, einen Erfolg der Operation zur Beseitigung o.g. Schmerzen einzuschätzen. Berührungsschmerz am Hoden weiterhin schwächer vorhanden.

06/2001 Ziehende Schmerzen treten wieder in den Vordergrund. Zusätzliche Schmerzen : Unterer Rücken, Austrahlungen in die Beine.

07/2001 Computertomographie (LWS, Weichteile, Sakrum) mit Feststellung einer Bandscheibenvorwölbung am L5. Fehlstellung Steissbein

08+09/2001 Manuelle Therapie zur Stützung der Bandscheibe.

ab 08/2001 Regelmäßiges Training im Fitness-Studio zur Stärkung der Rückenmuskulatur unter Anleitung eines Physiotherapeuten.

10+11/2001 Rückenmassagen

Alle Behandlungen bleiben ohne Erfolg.

01/2002 Untersuchung durch bez. einer möglichen Laseroperation zur Schrumpfung der Bandscheibe. Erneute Tomographie und erstmalige neurologische Untersuchung. Diagnose: Ursache der Schmerzen ist Bandscheibenvorwölbung L5. Operation vielversprechend.

Die Beantragung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse für eine OP wird Monate später positiv beschieden.

04-07/2002 Kinesiologische Untersuchung und Behandlung der Schmerzen mit temporärer Verbesserung. Befund: Generelle Beeinträchtigung des Körpers durch Schimmelpilz (Griseo Folvin) und außerdem Beeinträchtigung des Ganglion Cervicale Sup. Trunci Sympathici.

07-10/2002 Osteopathische Behandlung des Rückens und des Sakrums durch Hr. Ahr/Kempten.

08/2002 Zusätzliches Ziehen im Bereich BWS mit Kribbeln.

04.09.2002 Beratung und Untersuchung durch den Neurochirurg wg. einer Nervenblockade zur Feststellung, ob L5 die Ursache der Schmerzen ist. Er möchte vor einer Nervenblockade weitere Untersuchungen durchführen lassen, weil er L5 nicht für die Ursache der Schmerzen hält.

10/2002 Computertomographie (BWS) ohne Befund.

03.-06.12.2002 Aufenthalt in der neurologischen Abteilung des Klinikum Augsburg für diverse Untersuchungen.

Seit Januar 2001 bis heute GV nicht mehr möglich. Massagen (herkömmlich und Shiatsu)

und die osteopathischen Behandlungen führten jeweils für einige Tage zur Verschlimmerung der Schmerzen.

Auch Behandlungen beim "Heiler" und Ernährungsumstellung haben zu keinem Ergebnis geführt.

Bis jetzt hat keiner der Ärzte eine Ursache nennen können, noch eine Behandlungsmethode die den Schmerz beseitigt.

Die Tatsache daß ich in meiner Beziehung kein normales Sexualleben führen kann hat letztendlich zu einer Trennung von meiner Freundin geführt.

Jetzt suche ich irgendwelche Kontakte, die in der Behandlung der Nervenschmerzen wirklich wirksame Methoden haben oder Fachleute in diesem Bereich sind. Ich bin auch evtl Nervenblockaden etc nicht abgeneigt, wenn das mir endlich wieder zu einem "normalen" Sexualleben helfen kann.

Könnt ihr mir da weiterhelfen?

Vielen Dank!

Micha

Antworten
GwWH


Re:Chronischer Schmerz im Penis

Hallo Micha,

wie wurde die Fehlstellung am Steissbein von den Ärzten eingeschätzt?

Möglicherwiese liegt hier das Problem.

Ich habe schon seit 2 Jahren mit Beinschmerzen (Berührungsempfindliche Nervenschmerzen, beidseitig) zu tun und erst seit kurzem wurde eine Fehlstellung des Steissbeins entdeckt. Habe schon zig Röntgen und Kernspin-Untersuchungen hinter mir. Ebenso wie du eine S1/L5 Bandscheibenvorwölbung, die aber für meine Schmerzen nicht verantwortlich gemacht werden kann. Obwohl da natürlich wie immer, jeder Arzt etwas anderes sagt.

Gerd

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