» »

Muskelzucken Muskelschwäche Erfahrung

gOlavQosxeca hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

aus pure Verzweiflung hab ich mich hier registriert um meine Erfahrung zu teilen.

Es hat mit Muskelzucken in meinen Beinen angefangen. Da ich ein Hypochonder bin (bis jetzt habe ich unter Herzschwäche, Hirntumor, Lungenkrebs, Analkrebs, Leukämie, Morbus Hodgkin usw. "gelitten") hab ich sofort gegoogelt und es hat nicht sehr lange gedauert als ich auf die todbringende Krankheit ALS gestoßen war.

Und so hat sich mein Zustand rusch verschlächtet: meine Muskelzucken habe sich auf meine Arme und soger auf die Zunge integriert, besonders Nachts sind die Beschwerden bemerkbar. Heute hat es mit Muskelschwäche in den Armen angefangen.

Dieses Jahr im April habe ich schon MRT, EEG, UV bei meinem Neurologen gemacht. Befund war negativ. Deswegen hat mich der Neurologe diese Woche, als ich ihn die neue Beschwerden mitgeteilt habe, nach Hause geschickt.

Seit mehr als eine Woche lebe ich mit der Angst die ALS zu haben.

Um ehrlich zu sein hab ich keine Lust auf weiter Anrtztbesuche, aber meine Gefühl sag mir das es diesma erst ist.

Wie schon oben geschrieben habe ich so viel Zeit in mein Leben mit Ärtzen verbracht, unnötige Untersuchungen sogar OPs (Biopsien) dass ich jetzt keine Lust auf weitere habe. Langsam nimmt mein Leiden niemand mehr ernst :(

Hat jemand einen Rat?

Lg

Alex

Antworten
sDympto)mi


Hi Alex, mir geht's genauso. Du musst zum Neurologen, der deine Zunge und ggf. entsprechende weitere Muskeln mit EMG untersucht. Nur das wird dir die gewünschte Sicherheit bringen, ansonsten quälst du dich nur mit Angst und Googelei. Ich schiebe die Untersuchung gerade auch raus. %-|

g'lzav>os'eca


Hallo symptomi,

am Montag muss ich zuerst mit meinem Hausartzt darüber reden wie es weter geht.

Wegen EMG will ich mich auch erkundingen.

Das mit "quäst" hast du recht.

LG

Alex

Oqli19x73


@ Alex,

mir ging es auch wie Dir. Und auch bei mir zuckt es noch am ganzen Körper mehr als 100 mal pro Minute einschl Zunge seit 2 Jahren. Und schon mehrfach hatte ich das Gefühl, das jetzt eine Schwäche beginnt. Alles Fehlalarm.

ALS Schwäche beginnt eigentlich immer vor dem Zucken - dabei in der Regel an den Händen und einseitig. Es ist dabei nicht so, dass sich etwas schwach anfühlt, sondern man kann zB nicht mal mehr eine Tasse halten, den Schlüssel im Schloss umdrehen oder so. Es beginnt dabei nicht am ganzen Arm, sondern ertsmal isoliert an einem Muskel (zB Daumen). Diese fällt aus - dann der nächste Muskel und immer weiter. Insbesondre bei Deiner Vorgeschichte spricht alles dafür, dass es psychisch / benigne ist so wie bei Hunderten anderen im Forum.

Kopf hoch und versuche zu entspannen.

Oli

M'onstxi


Mh, Deinen Beitrag habe ich zweimal gelesen und immer nur den Kopf schütteln müssen. Okay, dass Du unter Hypochondrie leidest, erklärt fast alles. Offensichtlich weißt Du aber nicht, was echte Muskelschwäche bedeutet und wie sie sich auswirkt.

Ich bemerkte eine solche im Herbst 2016. Irgendwie kam ich den Berg nicht mehr so leichtfüßig wie sonst rauf und runter. Zunächst nahm ich das nicht ernst. Wenig später merkte ich, dass es mir schwer fiel, größere Bissen oder Tabletten zu schlucken. Auch das nahm ich noch nicht wirklich ernst, machte mir darüber aber schon mal mehr als einen Gedanken. Von nun an (Anfang November) ging es rasant abwärts, fast täglich nahm die Kraft ab. Es war nun nicht mehr zu ignorieren. Zwei Wochen später konnte ich nicht mehr per Hand schreiben und am PC nur noch mit großer Mühe tippen. In der letzten November-Woche ging ich endlich zum Arzt. Der schickte mich wegen der Schluckbeschwerden sofort zum HNO, dieser - nachdem er nichts finden konnte, aber mein Gangbild seltsam fand - direkt ins Krankenhaus, wo dann CT, Röntgen und Ultraschall gemacht wurden. Im Rahmen der Untersuchungen konnte zwar nicht die Ursache meiner fortschreitenden Muskelschwäche erkannt werden, man fand aber einen auffälligen Knoten in der rechten Brust, der dann per Stanzbiopsie untersucht wurde.

Diagnosen nach einer Woche: Mammakarzinom und Dermatomyositis als paraneoplastisches Syndrom. Da Du offenbar gerne Dr. Google konsultierst, kannst Du Dich ja selbst über die zweite Diagnose informieren.

Die zunehmende Muskelschwäche hatte ab Ende November dafür gesorgt, dass ich schon kurz vor Weihnachten nicht mehr gehen konnte. Ich saß also im Rollstuhl und musste geschoben werden, weil die Armkraft nicht mehr ausreichte. Meine Arme und Hände waren derart schwach, dass ich nicht mal einen halb mit Wasser gefüllten Becher anheben konnte. Ich konnte auch nur noch schwer atmen und kaum mehr reden. Irgendwie waren wohl alle Muskeln betroffen, denn ich hatte in dieser Zeit auch einen schweren Herzinfarkt, den ich nur knapp überlebte.

Wie Du siehst: Es gibt mich nach wie vor. Die Muskelschwäche verschwand im Verlauf der Chemotherapie, und seit der Brust-Amputation geht es wieder klar bergauf.

ALS ist extrem selten und eindeutig diagnostizierbar. Du hattest erst kürzlich diverse Untersuchungen, so dass Du Deine Angst vor ALS beruhigt zur Seite legen kannst. Mein Rat für Dich wäre, mit Hilfe einer Psychotherapie die Hypochondrie loszuwerden. Ich weiß von anderen Betroffenen, z.T. engen Freunden, wie sehr sie die Lebensqualität einschränken kann.

Alles Gute!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH