» »

Wenn der wache Geist im schlafenden Körper gefangen ist

s.chmetnterlxing18 hat die Diskussion gestartet


hallo,

Ich wollte hier mal ein Problem schildern, dass mein Freund schon seit langer Zeit hat und er will damit nicht zum Arzt gehen:

Manchmal, wenn er am Morgen aufwacht, dann ist er eigentlich schon wach, aber kann seine Muskeln nicht bewegen.. also er kann seine Augen nicht aufmachen, reden usw.. er hört und spürt Berührungen, aber kann nicht reagieren. Dann fängt er an zu schnaufen und zuckt ganz doll, bis er sich selbst aus dieser Lage "herausgerissen" hat - durch eine ruckartige Bewegung... er sagte mal zu mir, er würde alles mitbekommen und versuchte zu sagen, dass er hilfe braucht - also dass man ihn bewegen soll, aber er kann es nicht sagen.... also, das macht mir wirklich angst, vor allem, weil ich ihm eben nicht helfen kann. ich sehe, wie er mit sich kämpft, aus dieser "gefangenheit" auszubrechen und ich kann nichts tun. Ich sage ihm immer wieder, er soll mal zum arzt gehen, aber er sagt, alles ist in ordnung und seine mutter hatte das auch, als sie in seinem alter war.. ist das vielleicht vererbbar?? wer kann mir weiterhelfen?

Antworten
a0gneus


Das heißt Schlafparalyse

ist gar nicht sooooo selten, meist harmlos, wenn auch sehr unangenehm, Info:

[[http://www.medterms.com/script/main/art.asp?articlekey=9806]]

Llu0ka+sKL


Schlafparalyse

Hallo Schmetterling !

Ich arbeite in einem Schlaflabor, allerdings in der HNO, nicht für neurologisch bedingte Krankheiten; trotzdem ist das, was Du beschrieben hast, nicht unbekannt. Die Schlaflähmung oder Schlafparalyse, wie auch "agnes" geschrieben hat, dürfte wohl die Krankheit sein.

Die Schlafparalyse tritt normalerweise bei Narkolepsie auf, einer neurologisch bedingten Erkrankung. Allerdings ist die Schlafparalyse nur EIN Symptom der Narkolepsie, die eigentlich durch folgende Beschwerden gekennzeichnet ist: Tagesschläfrigkeit, Kataplexie (Plötzlich auftretender Tonusverlust, also eine Muskelschwäche, man bekommt weiche Knie, die Gesichtsmuskulatur erschlafft), Wachträume (hypnagoge Halluzinationen), Automatische Handlungen (Betroffener weiß nicht, ob real oder im Traum erlebt), häufiges Erwachen (also kein normaler Schlafrhythmus möglich).

Die Schlafparalyse ist oft von den hypnagogen Halluzinationen begleitet. Die Schlafparalyse ist eine vor oder im Anschluss an den Schlaf auftretende Lähmung der Körpermuskulatur (Tonusverlust) mit einer Dauer von meist wenigen Sekunden oder Minuten. In diesem Zustand können sich die Betroffenen nicht bewegen und das Bewusstsein bleibt voll erhalten. Durch körperliche Berührung kann die Schlaflähmung unterbrochen werden.

Leider ist die Narkolepsie eine Erkrankung, die nicht einfach heilbar ist. Oft werden schnell Tabletten verschrieben, die dem Betroffenen eigentlich eher schaden als helfen. Es werden zum Beispiel Antidepressiva oder "Stimmungsaufheller" verschrieben. Die richtige Behandlung der Krankheit und eine sichere Diagnose sollte ein Neurologe vornehmen.

Die Behandlung in einem Schlaflabor könnte die Diagnose dann bestätigen.

Falls allerdings die anderen Symptome nicht auftreten, könnte es "nur" eine Schlafparalyse, nicht die deutlich schlimmere Narkolepsie sein. Jedenfalls wäre anzuraten, einen Neurologen aufzusuchen. Normalerweise sollte durch ein EEG geklärt werden, worum es sich handelt.

MfG,

Lukas

PYa3usensOnack


Habe auch Schlafparalysen!

Hallo,

ich habe seit einigen Jahren Schlafparalysen und versuche langsam zu lernen, damit umzugehen. Das ist gar nicht so einfach. Am Wichtigsten ist jedoch, dass sich Dein Freund bei einem Neurologen vorstellt, damit (hoffentlich) eine Narkolepsie ausgeschlossen werden kann. Diese Schlafparalysen sind manchmal ein wirklicher Horrortrip! Kein Mensch, der so etwas noch nicht erlebt hat, kann nachvollziehen, wie furchtbar dieses Gefühl ist. Dazu kommen häufig noch, wie auch bei mir, hypnagoge Halluzinationen, weil "der Kopf" ja schon richtig träumt. Anfangs habe ich gedacht, ich sei völlig verrückt und es dauerte einige Zeit, bis ich bereit war, zu einem Arzt zu gehen. Der Neurologe versicherte mir aber gleich, dass die Schlafparalysen und vor allem die Halluz überhaupt nichts mit psychischen Störungen zu tun haben. Was mir hoffentlich bald hilft, ist, dass ich mich vollständig aus dem Schichtdienst zurückziehen werde, denn es ist enorm wichtig, dass man nicht zu sehr in den Schlafentzug "rutscht".

Hoffe, Dir ein wenig geholfen zu haben.

Liebe Grüße und gute Besserung

KErPuxxi


ich habbe dieses Problem auch mal gehabt.

Ich habe mal die Sache gegoogelt, und irgendwo gelesen, dass

Lähmung beim aufwachen etwas mit AKE (Außerkörperliche Erfahrung) zu tun haben.Es gibt ja im Gegensatz zu dieser Lähmung auch das "falsche Aufwachen", wo der Betroffene aufsteht, aber sein Körper sich immer noch im Schlaf befindet.Das sind allerdings nur thesen die auf Beschreibungen der Betroffenen beruhen

Lg Moha

sqweet- colaxda


Beruhigend...

dass es noch mehrere Menschen gibt, die so etwas kennen! Habe das seit einigen Jahren und bei mir läuft es so ab: Ich wache morgens oder mitten in der Nacht auf und kann mich nicht rühren, nicht schreien, gar nichts. Ich habe das Gefühl, etwas Schweres liegt auf der Bettdecke und drückt mich runter. Das Ganze dauert in meinen Augen ewig lange, aber wahrscheinlich sind es in Wahrheit höchstens ein paar Minuten. Einmal hatte ich währenddessen die Augen auf und hatte das Gefühl, vor meinem Bett sitzen singende Kinder. Das war vielleicht grausig, ich bin danach meistens den ganzen Tag fix und alle!

srwe[et-cnolpada


Kann bitte nochmal...

...jemand anders seine Erfahrungen schildern? Würde mich echt interessieren!

TWRAUMFRTAU


Kenn das auch...

... ich hab das allerdings ganz selten, dass ich sozusagen im "Wachtraum" bin.

Dauert meistens nicht sehr lange, und ich werde dann wach. Manchmal hab ich das, wenn ich irgendwie verdreht gelegen hab, und ein Körperteil schmerzt. Dann wach ich auf, spüre die Schmerzen aber kann mich nicht umdrehen. Das ist dann schon eher unangenehm, aber sonst finde ich das meistens eher spannend und aufregend, dass mein Körper dazu fähig ist.

Ich hatte allerdings Gott sei Dank dabei noch nie Angstzustände, da ich das vorher auch schon aus Berichten kannte.

K,a4rinV T


Der blanke Horror

Bei mir kam das in der Einschlaf Fase. Also ich lag auf dem Bett und war müde- wollte Einschlafen. Und dann war ich gerade am Anfang der Traumfase wie ich das beurteilen kann. Und irgendwie wurde mir bewusst dass ich Träume und hatte Angst ganz einzuschlafen. Dann konnte ich mich nicht mehr rühren, der Körper war wie gelähmt. Ich konnte nicht schreien, nichts sagen, mich nicht bewegen- nichts. Ich spürte meinen Körper wie er dalag aber konnte einfach nichts tun. Ich sehe dass so dass mein Körper schon im Ruhezustand war und der Rest aber hinkte hinten nach.

Dieser Zustand ging vielleicht 1 Minute so weiter wobei ich in diesem ganzen Geschehen immer gedacht habe, Du musst Dich bewegen. Du musst sonst wirst Du Bewusstlos, denn irgendwie hatte ich wahrgenommen dass ich immer weiter weg ging mit dem Bewusstsein. Eben wie eine Art Bewusstlosigkeit, oder verloren zu sein. Nach einem schweren Kampf und immenser Kraft hatte ich meinem Körper einen ruck versetzt. Einen Zuck, Und dann war ich wieder voll da. Das habe ich jezt schon längere Zeit nicht mehr gehabt aber es kann aber doch noch vorkommen. Es ist schlimm weil man doch nach Hilfe schreien möchte und man irgendwie wach ist und einfach nichts tun kann.

J+ueKrg<enxM.


Wirklich sehr unangenehm

Auch ich habe die Schlaflähmung seit ca. 18 Jahren (bin35) jedoch befällt sie mich nur ca. 5-6 mal pro Jahr. Sie wiederfährt miir nur in der Einschlafphase und dann kann ich mich nicht bewegen.

Da das Zeitgefühl ja völlig weg ist, weiß ich auch nicht wie lange ich dann da liege bis ich endlich durch einen Ruck des Kopfes wach werde.

Seltsam ist das es nur mit dem Kopf geht, die Versuche sich auf ein anderes Körperteil zu konzentrieren und es zu einem Ruck zu bewegen, funktioniert nicht.

L_uk?asKxL


Viele Menschen haben unglaubliche Horrorgedanken während der Phase in der sie quasi gelähmt sind. Die Lähmung resultiert ja aus einem Schutzmechanismus des Gehirns, das dadurch im Schlaf verhindert, dass man Geträumtes ausführt. Würde man träumen, dass mann läuft, würde man das womöglich im Schlaf auch tun... bei der Schlafparalyse, ist man in dieser Zwischenzone zwischen Schlaf und Wachphase. Manche Menschen haben unglaubliche Angst, da sie nicht schreien können, fühlen sich, als würden sie sterben, sie sind so hilflos und verzweifelt, dass es der blanke Horror sein muss, soetwas zu erleben... ich finde es gut, dass Betroffene hier mal nachlesen können, dass sie nicht allein sind :-). Die Schlafparalyse lässt sich heutzutage gut feststellen, wie die Behandlung ist, weiß ich leider nicht genau, aber jeder gute Neurologe müsste da Erfahrung haben...

CFhris._sls


das kenn ich .. hab die selben probs manchmal vorm einschlafen oder wachwerden .. grausigst

KWar#in T


Stimmt

Ich habe wicrklich gedacht, dass es nur mir passiert ist, bis ich dann durch das Fernsehen erfahren habe, dass es auch Andere Betroffene gibt. Ich war dann ein wenig beruhigter und kein Sonderfall.

Gruss

tfrGinmix30


hatte auch schon ein paar mal so ein Erlebnis, wachte mitten in der nacht auf und ein ganz komischer Schwindel befällt mich ich konnte gar nichts dagegen tun nicht aufstehen und kurze Zeit nicht mehr einschlafen. Dann hatte ich ein paarmal beim Einschlafen Schwierigkeiten, auch ganz komische. Ich war hundemüde und konnte auch einschlafen aber in dem Moment als ich am einschlafen war riss mich irgendwas wieder in den Wachzustand wie ein Zwang und dabei hatte ich Angstgefühle beim einschlafen meist kommt das Problem wenn ich ein paar Tage hintereinander zuwenig Schlaf abbekomme es sind wie Halluzinationen die da auf mich zukommen.

Ruobe)rt KoFlxan


Ich hatte sowas 3 mal, und jedes mal das gleiche, ich denke das ich wach bin und stehe auf und kan meine augen nicht öffnen nur unter größter anstrengung ein wenig, ich laufe dann immer durch meine Wohnung und versuche mich mit den ein wenig zu öffnenden augen umzusehen, und meist wird mir erst da klar das ich eigentlich noch träume und ich kann da nur raus in dem ich mich im "Halbtraum" auf einen Spiegel zu lenke und mich dann sehe dann werde ich immer Wach und bin "frei".

Als ich das das erste mal hatte dachte ich ich sei total bescheuert. Nun aber wo ich das hier lese bin ich berhuhigt das ich noch normal bin.

Ich habe danach immer Augenschmerzen weil ich immer im traum unter anstregnung versuche meine Augen zu öffnen und ich dneke mal das mein Körper diesen Reflex auch ausübt, naja aber nach einer Stunde sind die immer weh und darum war ich auch nicht beim Arzt. Was ich aber beobachten konnte war das ich das immer nur hatte wenn ich unter sehr großem Stress litt.

Aber teu teu teu seit 3 Monaten hatte ich das nichtmehr.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH