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Schwindel und Panik

S9chwiSnVdeclundPIanik hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

meine Leidensgeschichte begann vor 3,5 Jahren. Es machte sich plötzlich eine Art Schwankschwindel bei mir bemerkbar, d.h. ich hatte den ganzen Tag über plötzlich das Gefühl nicht sicher auf den Beinen zu stehen. Ein halbes Jahr später und nach einigen Untersuchungen durch meinen Hausarzt (alle ohne Befund) ließ ich mich dann für eine Woche stationär behandel bzw. komplett durchchecken (MRT, Neurologe, HNO, Interniust etc.). Alles ohne Befund. Einige Zeit später kamen jedoch neue Syptome hinzu wie Herzrasen, Herzstolpern, Muskelverkrampfungen etc. Seit dieser Zeit habe ich zahlreiche Untersuchungen bei unterschiedlichsten Ärzten hinter mir (Orthopäde, Neurologe, Augenarzt, Hausarzt) doch keiner kann etwas feststellen. Auf Borreliose wurde ich auch 2x getestet. 1 bis 2 mal am Tag kommen neben den üblichen Erscheinungsbildern aber auch richtige Attacken hinzu. Diese dauern so zwischen 0,5 - 1,5 Stunden. In dieser Zeit denke ich wirklich mein Leben geht zu Ende. Neben heftigster Gangunsicherheit kommen totale Verkrampfungen hinzu etc. Viele werden jetzt sagen: Angststörung. Das Haben mir ja einige Ärzte auch schon als Diagnose gesagt. Bin aufgrund dessen auch in psychotherapeutischer Behandlung. Diese bringt aber irgendwie auch nichts, obwohl mir sämtliche Theorien klar sind und ich auch all´ die dort besprochenen Maßnahmen umsetze.

Vor einem halben Jahr ist nochmal ein EEG und ein EEG mit Reizung durchgeführt worden: Ohne Befund. Auf Antidepressiva habe ich bisher verzichtet, da ich hierzu sehr unterschiedliche Meinungen gefunden habe.

Mein Problem ist, daß ich nicht an diese ganze Psycho-Geschichte glauben kann. Ist ein erneutes MRT vielleicht ratsam oder ist dies überflüssig. Für schnelle Antworten wäre ich sehr dankbar, da ich diese Sache irgendwie wieder in den Griff bekommen möchte.

Vielen Dank!

Antworten
M1argxa


Auch wenn Du es nicht wahrhaben willst, es liest sich ziemlich

eindeutig nach einer schweren Angststörung. Ein Bekannter hat

dieselben Symptome. Wechsle notfalls den Therapeuten. Und ohne

begleitende Medikamente geht es wohl nicht.

SSchwiJndelun`dPanxik


Scwindel und Panik

Hallo Marga,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Mich würde natürlich sehr interessieren wie denn Dein Bekannter damit umgeht bzw. welche Maßnahmen er versucht dagegen zu treffen. Es ist ein wenig erleichternd zu hören nicht der einzige zu sein, den diese Symptome belasten, doch wäre es enorm wichtig für mich mögliche erfolgsversprechende Lösungsansätze zu finden.

Die bisher von mir durchgeführten haben zumindest keine Erfolge hervorgerufen.

Vielen Dank und noch einen schönen Tag!

LZupo|049


Hallo,

nein, alleine bist Du mit Deinem Problem ganz und garnicht, im Gegenteil, es ist weitverbreitet. Es sind fast immer wieder die gleichen, verzweifelten Geschichten, die man hier lesen kann.

Wenn Du etwas Zeit hast, empfehle ich Dir, den Thread "Eigene Diskussion für phobischen Dauerschwankschwindel? / [[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/34529/]]

zu lesen....

Du wirst Dich sehr oft wiedererkennen und es gibt auch einige Lösungsansätze, allerdings ist es ein langer Weg.

Übrigens, es ist völlig normal, auch wenn man die psychische "Variante" prinzipiell akzeptiert hat, daß immer mal Restzweifel kommen, besonders natürlich, wenn man sich nicht wohlfühlt.

Alles Gute & nicht aufgeben - Schwindel ist heilbar !

Skch~winde!lundPxanik


Hallo Lupo

Hallo Lupo,

vielen Dank für Deine Antwort. Habe mir gerade mal die von Dir empfohlene Diskussionsrunde angeschaut.

Die Theorie von lucylein ist sehr einleuchtend und mir aus einigen Büchern bekannt. In Momenten in denen es mir halbwegs gut geht kann ich diese Theorien auch sehr gut nachvollziehen.

Doch plötzlich und aus dem Nichts setzt es dann auf einmal so stark ein und dann kann ich alle Theorien an die Wand schmeißen, da ich dann nur abwarten kann in der Hoffnung das es irgendwann wieder weniger wird. Hast Du hierfür irgendeine Erklärung ?!

Wie ist denn Dein augenblicklicher Zustand bzw. der von lucylein (nach dem Absetzen der Antidepressiva)?

Viele Grüße !

Liupo1049


Hallo (...sei mir nicht böse, aber "Schwindel und Panik" begrüße ich ungern :-),

ich kenn das natürlich, die ewigen Restzweifel. Es ist ein Kartenhaus, dass man sich mühsam aufgebaut hat und das immer mal wieder auf wackeligen Füssen steht (...wobei wir wieder beim Thema wären), wenn's einem schlechter geht. Es ist eben so, wenn's einem schwindelig wird, das fühlt man erst mal subjektiv als Verunsicherung, manchmal sogar als Bedrohung. Klar, daß man dann schnell dabei ist, alle Therorien an die Wand zu schmeissen. Aber was auf jeden Fall hilft, es wird auch immer wieder besser, ohne das dieser "schlimmste Fall" eingetreten ist. Das ist das einzige, was in diesem Moment hilft. Und eben eine langsame, aber stetige Verbesserung der eigenen Konstitution, physisch wie psychisch, um eben wieder Vertrauen in die eigene Gesundheit zu bekommen.

Wegen ADs, ich bin nach 8 Monaten absetzen seit 6 Wochen auf 0, möchte aber da noch keine abschließende Bewertung abgeben..., aber mir gehts nicht schlecht.

Viele Grüße

Lupo

pNetAer6x0


Ich glaube nicht an diese Psychohypothese

Wer schwere körperliche Symptome hat (wie z. B. Schwindel) und deshalb zur Psychotherapie geht, der sollte sich das folgende fragen:

- Fällt mir spontan irgendetwas an meinem Verhalten oder aus meiner Kindheit ein, was diese Symptome verursachen könnte?

Wenn nein, dann ist das m. E. der falsche Ansatz.

Ich habe jahrzehntelang unter schwerster Migräne gelitten (Frühverrentung drohte). Zur damaligen Zeit waren die meisten Ärzte noch der Meinung, dass Migräne eine psychische Ursache hat (zumal die meisten Betroffenen Frauen sind und bei denen ist ja bekanntlich alles psychisch :-). Heute hat sich das Blatt gewendet. Die Medizin ist praktisch geschlossen der Meinung, dass Migräne eine organische Erkrankung ist. Insoweit hat man als Migräniker seine Würde wieder.

Deine Symptome stimmen übrigens auch sehr stark mit den Symptomen der sog. Vertebro-basilären Migräne überein (siehe:

[[http://www.migraeneinformation.de]] --> Was ist Migräne --> Formen der Migräne. Es könnte also auch z. T. Migräne sein. Migräne tritt sehr häufig gemeinsam mit Angstattacken auf (3,5-fach erhöhtes Risiko) und Depressionen. Bei Depressionen/Schwindel werden häufig Medikamente wie Seroxat verschrieben. Danach mag es einem besser gehen. Dies zeigt aber nur umso klarer, dass es sich um eine körperliche Erkrankung handelt, denn der Eingriff erfolgte ja über ein Medikament.

Vielleicht liest Du Dir den Rest von [[http://www.migraeneinformation.de]] auch einmal durch. Die Lösungsansätze könnten auch auf Dich zutreffen bzw. zumindestens mittelfristig zur Besserung führen. Wir sind heute bzgl. Ernährung so weit (insbesondere auch die Empfehlungen zur gesunden Ernährung) von der Ernährung entfernt, die dafür gesorgt hat, dass sich das menschliche Gehirn überhaupt entwickeln konnte, dass Schäden am Gehirn und insbesondere dem zentralen vegetativen Steuerungsorgan (dem Hypothalamus) nicht ausgeschlossen werden können.

Viele Grüße

Peter

RJosarxio


Hallo Peter,

danke für Deinen Beitrag!

Rosario

STchwi+ndelungdPanxik


Guten Morgen

Hallo,

vielen Dank für Eure Beiträge. Interessant war auch der Beitrag über die Migräneformen. Da aber noch nie eine Ohnmacht, Doppelbilder etc. bei mir wirklich eingetreten sind, ist vielleicht die Angststörung bei mir von größerer Relevanz.

Ich werde die Variante mit den Antidepressiva mal mit meinem Arzt und der Psychotherapeutin besprechen. Gegebenenfalls ist ein Versuch doch angebracht.

All´denjenigen mit Problemen (welcher Art auch immer) wünsche ich eine gute Genesung!

Vielen Dank!

kcaxb


bloss keine medikamente!!!

hey du!

ich kann deine verzweiflung gut nachvollziehen,denn ich leide auch schon fast seit einem jahr an schwindelanfällen.ich habe auch schon so viele untersuchungen durchführen müsssen (von cct bis mrt kopf,schilddrüsentest,blutbilduntersuchungen .......)um einige nur zu nennen.alles war in bester ordnung.bei mir trat der schwindel auch plötzlich auf,wie bei dir.nur ich habe keine angstzustände.du musst verstehen,dass du angst hast,weil dir schwindlig ist.es ist normal,dass man sich unsicher fühlt,wenn man eine gangunsicherheit empfindet.das würde jeder haben!ich bin dann nach zwei monaten beim hno gelandet und es ist herausgekommen,dass ich eine störung am gleichgewichtsorgan habe.wurde bei dir schon ein schwindeltest durchgeführt?da wird im wechsel warmes und kaltes wasser ins ohr befördert und dann kann man sehen ob du etwas mit deinem gleichgewichtsorgan hast.nimm bloss kein antidepressiva!!!keine medikamente!!!ich gebe dir einen tipp:je mehr du dich da hineinsteigerst desto schlechter gehts dir!!!und noch was:du hast schon eine mrt-untersuchung hinter dir und wenn da nichts rausgekommen ist brauchst du keine zweite zu machen,weil da nichts rauskommen wird.und ich würde dir auch raten die arztbesuche komplett einzustellen,weil die machen dich noch mehr verrückter!!!

auch wenn es schwer ist:du musst dich entspannen.

geh noch mal zum hno arzt.

ach so:hast du das gefühl,dass du auf eine bestimmte seite fällst wenn du gehst oder gehst du gerade?

machs gut

Stchw"indenlundxPanik


Hallo kab,

vielen Dank für Deine Antwort.

Den Schwindeltest habe ich vor 2 Jahren machen lassen. Hier kam eine minimale Abweichung im rechten Ohr als Ergebnis heraus. Habe daraufhin Tabletten dagegen bekommen. Das einzige was die bewirkt haben war, daß ich Nachts wach wurde und Herzrasen hatte. Zudem war die Abweichung wirklich so marginal, daß dies nicht der Auslöser sein kann. Zudem habe ich ja Phasen, in denen ich so gut wie nichts merke (und das nicht nur im Sitzen oder Liegen).

Die Fallrichtung ist völlig diffus, d. h. nicht nur in eine Richtung.

Viele Grüße.

J[amixela


Minimale Abweichung

Bei mir kam beim Test auch nur eine mini-minimale Abweichung rechts raus.Der HNO-Arzt meinte , das könne nicht der Grund sein.

War es aber.Es hat sich herausgestellt( per MRT) das ich eine kleine Zyste am kleinhirn habe.

Der Gleichgewichtsnerv wird durch diese abgedrückt

und die minimale Abweichung kommt zum Vorschein.Meiner Meinung labern die Leute zuviel vonwegen psychisch und so.

Körperlich ist körperlich.Also ich wurde nach 11 Monaten Schwindel Ende April operiert.Die Zyste wurde erfolgreich entfernt und es geht mir langsam besser...

pWete!r60


@SchwindelundPanik

Die wenigsten Patienten mit dieser Form der Migräne haben alle Symptome zusammen. Dies ist nur eine Liste, welche Symptome auftreten können und bei manchen gehört auch der Bewusstseinsverlust dazu. Andere haben dagegen z. B. nur starken Schwindel.

Ich habe Dich so verstanden, dass viele Deiner Symptome einen Anfallscharakter haben, d. h. manchmal sind sie nicht da (oder nur schwach) und manchmal sehr stark. Dies kann in der Tat duch wechselnde Versorgungen (d. h. temporäre Durchblutungsstörungen) von Teilen des Gehirns verursacht werden.

Viele Grüße

Peter

S{chwindBelunqdPanixk


Guten Morgen

zunächst vielen Dank für Eure Antworten.

Gestern war wieder so ein seltsames Erlebnis. Mir ging es den ganzen Tag über mehr oder weniger gut, d. h. der Schwindel hielt sich in Grenzen. Tagsüber bei der Arbeit (ich arbeite im Management) war der Schwindel lediglich verstärkt in 2 Meetings zu spüren. Als ich damm gestern abend nach Hause fuhr war auch soweit alles akzeptabel. Ich steige dann aus dem Auto aus und hatte plötzlich das Gefühl gleich umzukippen vor lauter Schwindel. Alle Muskeln ziehen sich dann zusammen und ich war froh als ich heil ins Haus gekommen bin. Dort habe ich mich dann für 20 Minuten hingelegt (da mich auch eine absolute Müdigkeit übermannt hat). Als ich nach dem Kurzschlaf dann wieder wach wurde waren die Symptome wieder weg und alles war wieder im Rahmen.

Habe gestern abend dann Fernsehen geguckt: "Reine Nervensache" mit Robert de Niro. Dort wurde eine Panikattacke von ihm gespielt und die dargestellten Symptome waren meinen sehr ähnlich. Vielleicht handelt es sich ja wirklich um diese Panikattacken und in den Zeiten in denen sie nicht da sind um die "Angst vor der Angst" ?!

Schön ist in solchen Filmen nur, daß irgendwann ein traumatisierendes Erlebnis festgestellt wird. Dieses wird aufgearbeitet und alles ist wieder im Lot. Bei mir gibt es aber ein solches Erlebnis nicht. Die Psychotherapeuten behaupten ich wäre psychisch und physisch überlastet uns ich soll mich mehr entspannen. Das kann aber nicht die Lösung sein, oder ???!!!

Für Antworten wäre ich wie immer dankbar !

Viele Grüße.

P:ralifne200x4


Hallo,

<z>Schön ist in solchen Filmen nur, daß irgendwann ein traumatisierendes Erlebnis festgestellt wird. Dieses wird aufgearbeitet und alles ist wieder im Lot. Bei mir gibt es aber ein solches Erlebnis nicht. Die Psychotherapeuten behaupten ich wäre psychisch und physisch überlastet uns ich soll mich mehr entspannen. Das kann aber nicht die Lösung sein, oder !!!</z>

Doch das kann sein! Dieser letzte Satz von Dir hat mir zu denken gegeben. Was machst Du beruflich. Hast Du da Streß, bist Du überlastet, oder gar überfordert?

Ich hatte genau das gleiche wie Du. Panikattacken, ständig Schwindelanfälle, die auch dann immer schlimmer wurde, wenn man gerade nicht weglaufen konnte, zB. in Besprechungen, beim Essen usw.

Die Ursache muß kein traumatisierendes Erlebnis sein. Bei mir war es auch Überlastung. Ich habe fünf Jahre im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Das allein ist schon Belastung genug, dazu noch ständig der Streß: Eine Produktionsanlage die immer laufen muß, Verantwortung für Mitarbeiter ( Ich war so eine Art Vorarbeiter). Irgendwann gehts dann nicht mehr, man ignoriert am Anfang die Warnsignale (Schlafstörungen etc.), und irgendwann wehrt sich der Körper dann auf diese Weise.

Heute habe ich mein Leben umgekrempelt, habe einen neuen Job, ohne Schicht und ohne Streß. Nun sind auch meine gesundheitlichen Probleme weg. Aber es geht nicht von Heute auf Morgen. Bei mir hat es ca. 1 Jahr gedauert bis ich wieder alles halbwegs im Griff hatte.

Und noch was: Ohne den Einsatz von Medikamenten ist es meines Erachtens nicht zu schaffen. Ich habe es auch erst gedacht, aber es funktioniert nicht. Das ist wie ein Teufelskreis, aus dem kommst Du erst durch die Medikamente raus, und ab dann gehts aufwärts.

So, ich hoffe ich konnte Dir mit meiner (Leidens-)Geschichte ein wenig helfen.

Gruß

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