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Schwindel und Panik

ePmelixe1


Hallo Praline!

Hat dir Antidepressiva geholfen?

Wie lange hat es ungefähr gedauert? Welche Nebenwirkungen können auftreten. Ich leide auch unter starkem anscheinend Stress- Schwindel. Hab Angst, dass die Nebenwirkungen schlimm sind.Ciao Emelie

Psraligne20x04


Hallo Emelie,

naja, das mit den Nebenwirkungen ist so eine Sache. Kommt denke ich auf das Präparat und auf die Dosierung drauf an. Ich habe damals Paroxat genommen. Über dieses Medikament sind die Meinungen hier im Forum auch geteilt. Mir hats geholfen, Nebenwirkungen so gut wie keine, auch keine Probleme beim absetzen. Genommen hab ichs ca. 3 Monate. Schau mal in diesen Faden, da hab ich was dazu geschrieben:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/75710/]]

Möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, daß ich meinen Beitrag nicht so verstanden wissen will, Antidepressiva seien das Allheilmittel schlechthin. Ich denke es ist wichtig, daß man die Ursachen bekämpft, nicht die Auswirkungen. Die Antidepressiva können dabei nur unterstützen.

Gruß

SdchwinRdnel;undPxanik


Hallo

Vielen Dank für Eure Beiträge.

Habe sie mit großem Interesse gelesen und bin erstaunt darüber wie viel Leute doch anscheinend mit diesen Symptomen zu klämpfen haben.

Habe am vergangenen Freitag mit meiner Psychotherapeutin über die von Euch gegebenen Beiträge hier in diesem Forum gesprochen.

Sie ist sich bei mir 100% sicher das es psychischer Natur ist und wahrscheinlich mit meiner Arbeit (Management) und meiner allgemeinen perfektionistischen Einstellung zum übrigen Leben zusammenhängt.

Ich persönlich habe zwar nach wie vor Probleme eine organische Ursache völlig auszuschließen, doch alles sieht danach aus (Lupos Beiträge hören sich auch sehr einleuchtend an).

Ich wünsche Euch allen einen "erträglichen" Tag und hoffe Ihr könnt den Schwindel und die übrigen "Wehwechen" heute abend beim Fußball ein wenig vergessen.

Viele Grüße.

p1etIerx60


Was Du unabhängig von der Psyche einmal prüfen solltest, ob Deine Symptome nicht durch temporäre Unterzuckerungen hervorgerufen werden.

Das Problem bei der heutigen kohlenhydratreichen Ernährung (eine leistungsfähige Bauchspeicheldrüse vorausgesetzt) ist, dass diese den Stress selbst produziert, Du kannst sogar den ganzen Tag am Strand liegen und es passiert Dir trotzdem.

Das funktioniert so:

Du ernährst Dich kohlenhydratreich, z. B. mit regelmäßigen kleinen Pausensnacks. Dies führt zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels, worauf sehr schnell sehr viel Insulin durch die Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird. Hierdurch sinkt der Blutzuckerspiegel sehr schnell und bald sogar unter Norm. Dies stellt der Hypothalamus im Gehirn fest und veranlasst als Gegenreaktion eine Adrenalin-Reaktion (= Stress). Diese Kombination aus niedrigem Blutzucker + Stressreaktion führt nach Ansicht vieler Psychologen zu einer Panikreaktion. Wenn Du dann auch noch zusätzlich beruflichen Stress hast: Umso schlimmer.

Das Schlimme daran: Viele dieser Reaktionen zeigen sich erst in der Entspannungsphase, z. B. wenn Du nach einem stressreichen Tag zu Hause ankommst und aus dem Auto steigst.

Lies z. B. mal das:

[[http://www.panik-attacken.de/angst/veg-stoff.html]]

Der Autor ist wie gesagt Psychologe:

[[http://www.panikattacken.at/]]

Viele Grüße

Peter

S8chwinYdelunYdPanxik


Ausnahmen

Hallo Zusammen,

hätte noch einmal ein paar vielleicht wichtige Fragen.

Obwohl viele meiner Symptome ja nun fast seit 3,5 Jahren mehr oder weniger stark anhalten, gibt es doch Momente, in denen sie fast oder sogar ganz verschwunden sind.

Dies sind z. B.:

- Abends nach der Arbeit wird es fast immer besser

- Wenn ich (auch nur kurz) geschlafen habe sind die Symptome zunächst meist weg, kommen dann aber nach dem Aufstehen in der Regel nach 15 Min. wieder.

- Trinke ich (z. B. am Wochenende 3 Flasachen Bier verschwinden die Symptome fast ganz

- Spiele ich Golf sind die Symptome nach ca. 2 Stunden auf dem Platz auch wesentlich besser

- Stehe ich im Mittelpunkt oder befinde mich in Räumen verstärken sich die Symptome

- Nach dem Genuß von Alkohol (also am nächsten Tag) geht es mir ganz besonders schlecht

Kennt dies jemand auch bzw. hat darauf eine Erklärung ?!

Grüße

p0eterx60


Wie ernährst Du Dich denn eigentlich?

Während der letzten Jahre meiner Migränezeit war es mir praktisch nicht möglich, mich Samstags in den Einkaufstrubel zu stürzen. Wenn ich mich in Frankfurt durch die Menschenmassen auf der Zeil schob, war nach einiger Zeit alles verschwommen und eine Panik nach der anderen erfasste mich. Meist kam ich dann schweißgebadet nach Hause und musste mich erst einmal hinlegen.

Alle Ärzte die ich konsultiert habe sagten: Dies ist psychosomatisch, machen Sie Therapie. Es gab dabei nur ein Problem: Ich machte bereits seit über 10 Jahren Psychotherapie, weil ich ja bereits annahm, dass meine schlimme Migräne psychosomatisch sei.

Viele Grüße

Peter

SPchw7inde$lun3dPanxik


Ernährung

Hallo Peter,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Zunächst muß ich sagen, daß ich ein Leichtgewicht bin (und zwar schon immer): 185 cm, 69 kg.

Morgens trinke ich etwa einen Liter Wasser, dazu esse ich eine Banane und ein belegtes Brötchen. Im Laufe des Vormittags noch einen halben Liter Kakao und manchmal ein Tasse Kaffee oder Tee.

Mittags esse ich immer warm und reichlich und dabei sehr unterschiedlich. Nach dem Essen trinke ich eine Tasse Kaffee. Im Laufe des Nachmittags ein Stück Kuchen oder einen Müsliriegel. Dazu bestimmt einen Liter Wasser. Abends esse ich dann noch einmal warm, reichlich und sehr unterschiedlich. Am Abend selbst dann ein Glas Rotwein oder Tee.

Ist hieran irgendetwas ungewöhnliches ?!

Viele Grüße.

Ldupo04Y9


Hallo S&P,

ich kenne viele dieser "Ausnahmesituationen", deshalb erlaube ich mir folgende Kommentare:

- Abends nach der Arbeit wird es fast immer besser

Arbeit bedeutet oft Stress, Druck, (Über)Forderung und Anspannung = unterstützt den Schwindel

- Wenn ich (auch nur kurz) geschlafen habe sind die Symptome zunächst meist weg, kommen dann aber nach dem Aufstehen in der Regel nach 15 Min. wieder.

Schlafen bedeutet Entspannung. Außerdem nimmt man "Schwank"schwindel eben im liegen nicht so wahr. Sobald man wieder auf den Beinen ist, hat man wieder dieses - subjektive - Gefühl.

- Trinke ich (z. B. am Wochenende 3 Flaschen Bier verschwinden die Symptome fast ganz

Das ist klassisch. Ganz am Anfang meines Schwindels war das so und ich wollte es absolut nicht wahrhaben. Später war die Angst so groß, dann hat auch das (zumindest diese Dosis) nicht mehr geholfen.

- Spiele ich Golf sind die Symptome nach ca. 2 Stunden auf dem Platz auch wesentlich besser

Alles was Spaß macht, vor allem Sport im freien, evtl. Ausdauersport entspannt, lenkt ab, ist gut für die Seele. Sollte ein bißchen Platzangst dabei sein (siehe nächster Punkt), trägt natürlich die Weite des Platzes zusätzlich zum Wohlbefinden bei.

- Stehe ich im Mittelpunkt oder befinde mich in Räumen verstärken sich die Symptome

s.o.

- Nach dem Genuß von Alkohol (also am nächsten Tag) geht es mir ganz besonders schlecht

O.K., auch als Nicht-Schwindler ist man verkatert etwas unsicher auf den Beinen, als Schwindler eben erst recht. Manchmal vermischen sich eben auch psych. und phys, Symptome, z.B. auch Kreislauf, Blutdruck z.B. bei großer Hitze

FAZIT: Hör auf zu arbeiten und leg dich mit einem Kasten Bier auf den Golfplatz :-)

Nee, im Ernst, Deine Beschreibungen sind echt klassisch und ganz klare Indikatoren für einen "psychogenen" bzw. psychisch manifestierten Schwindel.

Mensch, es wird Zeit, dass Du es angehst, Deinen Schwindel loszuwerden. Psychotherapie, Entspannung, Sport und weniger arbeiten.... (leicht gesagt, ich weiß).

Nur, stelle Dich darauf ein, daß es eine lange Zeit dauern kann (auch in Anbetracht der langen "Schwindelzeit") aber es rentiert sich, den Weg zu gehen.

Wirklich alles Gute & Grüsse

Lupo

phete|rx60


Nein, dies ist nicht ungewöhnlich, schließlich habe ich mich (außer dass ich praktisch nie Alkohol getrunken habe, da ich ihn nicht vertragen habe) auch so ähnlich ernährt. Es ist eine übliche Ernährung, die manche Menschen nicht vertragen. Wenn Du schon im Management arbeitest, versuch es doch eher mal mit einer Manager-Diät.

Ich habe z. B. gestern das Folgende gegessen, und das unterscheidet sich radikal von dem, was Du isst:

Frühstück:

4 weichgekochte Eier. 1 Tasse Kaffee mit fetter Sahne

Im Laufe des Vormittags: 1 Glas Leitungswasser

Mittag:

Mozzarella, Tomaten, Basilikum, Olivenöl. 1 Tasse Cappuccino

Im Laufe des Nachmittags: 1 oder 2 Glas Leitungswasser

Abendessen (meine Frau hatte gekocht)

Thunfisch gegrillt, Kräuterbutter, Möhren + Bohnengemüse in Butter. 1/2 Mango. Mit der Tochter 1 Kitkat geteilt. Zum Essen gabs 1 Glas Campari Soda.

Viele Grüße

Peter

p]eate_rs60


Vielleicht noch ein Hinweis.

Ich war eigentlich auch immer zu dünn und konnte alles essen ohne zuzunehmen. Ich wog meist zwischen 66 - 68 kg bei 185cm Körpergröße.

Am Ende meiner Migränezeit habe ich dann mit verschiedenen "gesunden" vegetarischen und fettarmen Ernährungsvarianten experimentiert, wodurch mein Gewicht auf 54kg absank und ich ungewollt magersüchtig wurde.

Dank der KH-armen Diät sind nicht nur Migräne, Panik, Schwindel usw. verschwunden, sondern ich wiege mittlerweile 79kg, obwohl ich weniger esse als damals.

Viele Grüße

Peter

SFchw]inidelundPaxnik


Guten Morgen

Vielen Dank Lupo und Peter für Eure Beiträge.

Also ich werde aufhören zu arbeiten, Golf spielen und dabei Bier trinken !!!

Ne, im Ernst: Werde weiter an dem Weg den ich eingeschlagen habe (Sport, Entspannung, Arbeit nicht als einzigen Lebensinhalt ansehen etc.) arbeiten.

Es ist zwar eine sehr diffuse "Krankheit" und es nervt mich unheimlich das sie nicht richtig (an-)greifbar ist, doch es ist anscheinend leider so.

Bezüglich meiner Ernährung werde ich am Wochenende gegebenenfalls mal einen Buchladen besuchen, wobei ich ehrlich gesagt nicht so recht glaube das es damit wirklich zusammenhängen könnte.

Also, vielen Dank noch einmal !

tOrin0i3D0


schwindelundpanik

Hallo schwindelundpanik,

alle Symptome die Du hast treffen auch bei mir zu.Morgens nach dem Aufstehen ist der Schwindel weg, im Laufe des Vormittags wird es immer schlimmer wobei es abends wieder besser wird. Bei Menschenansammlungen oder wenn ich mit vielen menschen an einem Tisch sitze wird es ganz schlimm, Schwindel ,Angst und zittern überkommen mich da. Wenn ich Alkohol trinke, z. B. ein Glas Wein wird es besser, aber nur zuhause, nicht in gesellschaft, dort wird es schlechter und wenn ich nur ein kleines Glas Wein trinke fühle ich mich schwindelig wie betrunken. Deshalb trinke ich in Gesellschaft so gut wie keinen Alkohol mehr. Hab ich mal etwas zu viel getrunken, sind die Panikattacken am anderen Tag um so schlimmer. Trinke ich tagelang gar nichts gibt es aber auch Tage an denen es besonders schlimm ist.

SSchwiDnde\lundPxanik


Antwort trini30

Hallo Trini,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe mir gerade noch einmal Deine Kommentare im Psychologie-Forum angeschaut. Unsere "Krankheit" scheint wirklich sehr ähnlich zu sein. Was machst (versuchst) Du eigentlich dagegen (Psychotherapie etc.)?

Gab es bei Dir vielleicht auch eine besondere Belastungssituation nach der alles so langsam angefangen hat?

Freue mich auf Deine Antwort,

S&P

D5i-zuzy2


Schwindel und Benommenheit

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und froh das Forum gefunden zu haben. Zuerst einmal ist es wirklich erstaunlich, wie viele "Schwindler" es gibt aber da bin ich ja nicht die Erste, die das feststellt. ;-)

Sehr interessant fand ich auch die älteren Foren dazu zu lesen, z.B. über den phobischen Schwindel. Danke für den Link.

Tja, bei mir geht die ganze Sache seit gut 5 Monaten und ich habe natürlich auch schon etliche Arztbesuche hinter mir. Fühle mich seit dem permanent benommen mit sehr, sehr wenigen klaren Momenten. Direkter Schwindel ist es gar nicht immer aber Gangunsicherheit u.Ä. habe ich auch. Außerdem hatte und habe ich auch Probleme mit dem Blutdruck und der Herzfrequenz. Aber auch erst in dieser Phase, vorher nicht. Mal war der BD zu hoch, mal zu niedrig und der Herzschlag ist oft zu schnell.

Mein Rücken ist auch nicht ohne Probleme. Es zieht sich über die ganze linke Seite. Ging Ende letzen Jahres mit der LWS los und ist jetzt wieder verstärkt in der BWS und HWS.

Na ja, kardiologisch würde ich durchgecheckt, da ich auch in der linken Brust Schmerzen hatte. Die werden aber vom Rücken gekommen sein. Das habe ich erst gar nicht in Zusammenhang gebracht. Ne Weile habe ich Betablocker genommen aber das kann in meinem Alter (24) wohl nicht die Lösung sein. Nehme sie jetzt nicht mehr, obwohl ein Arzt meinte, ich werde mich erst mal dran gewöhnen müssen.

Der Neurologe hat bisher noch nicht wirklich viel gemacht. Setzt auf Sport und Psychotherapie, mit der ich auch angefangen habe. Hatte vor meinen Symptomen schon den Entschluss gefasst eine Therapie zu machen, da ich psychisch etwas labil bin und auch Ängste und vor allem Grübeleien kenne.

Na ja, mit dem psychischen Hintergrund und dem beruflichen Stress den ich Ende letzten Jahres und auch schon vorher hatte ist ein psychogen Schwindel schon ziemlich wahrscheinlich. Trotzdem bin ich immer noch nicht davon überzeugt, dass ich sonst voll gesund bin. Die einzigen Diagnosen sind bisher die Blockaden des Rücken (mal mehr mal weniger), dass mein linkes Auge verzögert bei einem neurologischen Test reagiert hat und aus einem CT des Kopfes: eine erweiterung der externen Liquorräume. ??? Das letzte verunsichert mich schon und ich glaub da muss ich noch auf ein paar Untersuchungen bestehen, oder? Eigentlich gibt's sowas sonst wohl nur bei älteren Leuten. Oder kann es auch normal sein, beim einen so beim anderen so?

Was meint ihr?

Ich hab euch jetzt ganz schön zugetextet, was? Aber vielleicht bekomme ich trotzden eine Antwort. Ich dank schon mal, bis bald.

L>upo04x9


Ich finde es extrem wichtig, daß auch Leute, die einen Schwindel prinzipiell als "psychogen" akzeptiert haben, weiterhin das Recht haben, bei erneuten oder unklaren Symptomen oder Diagnosen von einem Arzt ernst genommen zu werden. Es ist sehr wichtig, sich einen solchen "sensibilisierten" Arzt zu suchen.

Es gibt gerade für jemanden hypochondrisch veranlagten nicht schlimmeres als dieses "einmal Psycho, immer Psycho, alles Psycho". Genau das hält viele davon ab, überhaupt Beschwerden als psychosomatisch zu akzeptieren.

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