Navigation am Ende der Seite
09.02.10 09:47
Hallo zusammen,
habe eine etwas umfassendere Frage und hoffe, hier kann mir jemand helfen, denn die Ärzte sind bisweilen ratlos…
Mein Vater hat vor 12,5 Jahren eine Niere transplantiert bekommen, nachdem er 7,5 Jahre an der Dialyse war. Es gab Abstoßungsreaktionen, Nebenwirkungen, Darmprobleme (Durchbruch an drei Stellen nach Entzündung…), es entwickelte sich eine medikamentenindizierte Leberzirrhose u.s.w. u.s.f.
Alles irgendwie erträglich und alles irgendwie überstanden.
Nun aber kam etwas Neues hinzu. Seit November 2009 plagt er sich nun mit wiederkehrender Problematik: starke Blutdruckschwankung trotz blutdruckregelnder Medikamente, Entzündung der Mundhöhle, Ablösen der Mundschleimhaut, Knochmark bildet kein Blut mehr. Diese Zustände spitzen sich jedesmal zu, irgendwann schlägt ein Medikament an, dann wird es besser und nach zwei Wochen geht’s von vorne los. Die bei den stationären Aufenthalten gestellten Verdachtsdiagnosen reichen von unklarer Viruserkrankung oder Bakterienbefall bis hin zum Myelodysplastischen Syndrom oder einer Akuten Leukämie. Interessanterweise sind die Nierenwerte stabil (Krea um die 230, das ist für meinen Paps Rekordniedrigwert seit Jahren…).
Nun hat man probiert durch experimentelles Weglassen oder Hinzufügen verschiedenster Medikamente, die Sache in den Griff zu bekommen, der Erfolg ist aber immer nur kurzweilig.
Zu seiner Dauermedikation gehört sowas wie Prograf, Beloc, Diovan, Furosemid, NeoRecormon. Cellcept wurde gestern mal wieder versuchsweise abgesetzt. Bestimmte relevante Viren konnten ausgeschlossen werden (CMV, MRSA)
Kennt jemand sowas nach Nierentransplantation? Woher kommt es, was ist es und was kann man effektiv dagegen tun? Seine Ärzte sind am Ende mit ihrem Latein, können keine Diagnose sichern…
15.02.10 18:11
Hallo Agnes, Knochenmark hat bei den "Schüben" immer seine Funktion eingestellt, prodiziert keine Blutbestandteile. Nimmt aber interessanterweise (bis jetzt) seine Arbeit immer wieder auf. Mittlerweile wurde er wieder mit grenzwertig normalen Werten entlassen, der Endbefund der Beckenkammbiopsie steht aber noch aus, genau wie der Endbefund einiger angelegter Kulturen.
15.02.10 21:38
Hat man graft versus host disease als Ursache erwogen? Das ist bei Nierentransplantationen extrem selten, kommt aber vor.
Übrigens kann das Kreatinin auch davon runtergehen, daß man älter wird oder an Gewicht verliert. Jede Veränderung, bei der man Muskelmasse verliert, reduziert das Kreatinin ohne daß die Nierenfunktion besser wird.
08.03.10 16:36
Wow, was du alles weißt...!!!
Also
graft versus host disease
wurde ausgeschlossen.
Das mit dem Kreatinin hab ich noch nicht gewusst, erscheint mir aber schlüssig und geht mit den Werten, die sich langsam aber sich leider wieder nach oben korrigieren, überein.
Alles in allem geht es ihm jetzt besser, und das schon seit sagenhaften 4 Wochen (neuer Rekord seit 11/09 !!!), die genaue Abschlussdiagnose hab ich immer noch nicht rausbekommen 
Danke dir für deine Hilfe!
LG
Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Nierenerkrankungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:
Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe
Startseite | Apotheke | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz © med1 Online Service GmbH