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Erfahrungen mit Chiropraktik?

NEelDt=e hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wollte mal hören, ob jemand Erfahrungen mit Chiropraktik bzgl. Beckenschiestand/Skoliose gemacht hat. Bei wem sind diese Anomalien durch Chropraktik langfristig verschwunden?

Schöne Grüße

Antworten
C@edtus


->

Hallo Nelte,

als Nichtmediziner kann ich nur meine medizinischen 'Rand'kenntnisse einbringen ;-).

Wenn ich mal das Wort _Chiropraktik_ ersetze mit _Manipulationstechniken_ , denn andere Disziplinen wie Osteopathie oder Manuelle Medizin, kennen diese Art der Korrekturen ebenfalls, und dabei noch mal unterscheide in

- High velocity Thrust=Hochgeschwindigkeitsimpuls

- Low velocity Thrust=langsame Impulsgeschwindigkeit

und hier nochmals unterscheide zwischen

-Langhebeltechniken = mehr in der Osteopathie

-Kurzhebeltechniken = mehr in der klass. Chiroprakik

dann ergibt sich die Frage der Effizienz bei unterschiedlichen Problemen. Nicht jeder Beckenschiefstand ist ursächlich ein Gelenksproblem (Kreuz-Darmbein- oder/und Darm- Kreuzbeingelenk). Muskuläre Dysbalancen können auch einen Beckenschiefstand induzieren. Bei Skoliosen ist es nicht weniger kompliziert. Viele Skoliosen sind idiopathisch, dh. ohne bekannte Ursache.

Ob eine manipulative Intervention bei einem Beckenschiefstand sinnvoll ist oder nicht, ist abhängig von der Ursache. Gibt es einen anatomische fixierten Beckenschiefstand auf Grund von tatsächlich unterschiedlich langen Beinen, ist eine manipulative Korrektur sinnlos bis falsch. Ist dieser Beckschiefstand aber als Ursache einer Kreuz- oder Darmbeindrehung erkannt, KANN eine Manipulation sinnvoll sein. Ein autorisierter und informierter Behandler wird wissen, wie und womit dem Patienten am besten geholfen werden kann.

Andere User habe vielleicht noch ergänzende, zum Teil auch konträre Meinungen. Mal sehen, was es noch zu lesen gibt.

Grüße

A<lexabnTder UKreyZ,x HP


Hallo

Das Einzige was man noch anfügen kann ist, dass die Chiropraktik im Gegensatz zur landläufigen Meinung auch muskuläre Blockaden löst!

Allerdings ist in den meisten Fällen eine Kombination mehrerer Techniken (Chiropraktik, Osteopathie, Massage, Shiatsu, NEURALTHERAPIE (!) etc., etc.) sinnvoll.

Beste Grüsse

H9ype&rion


@nelte

nun, eine skoliose kann man nicht mit chiropraktik wegmanipulieren. eine skoliose wird man niemals wegbekommen, aber man kann versuchen die beschwerden welche sie verursacht zu lindern und um ein paar grad zu korrigieren.

beim beckenschiefstand ist es so wie der kollege cetus es schon

beschrieben hat. besteht die ursache z.b. in einer blockade kann dem mit chirop. entgegengewirkt werden.

sind muskuläre dysbalancen und verkürzungen die ursache kann man sie kräftigen und dehen.

ist der beckenschiefst. aber durch anatomische gegebenheiten entstanden kann man auch hier nichts mit der chirop. erreichen.

gruss

AOlexxanderA Krey, xHP


@Hyperion

Sorry aber es gibt eine schöne Regel in der Medizin bezüglich kategorischer Aussagen wie 'immer' und 'nie' :

'Nie' ist nie richtig und 'Immer' ist immer falsch

(mal wieder von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen :-/ )

Entscheidend bei der Beurteilung der Prognose sind unter Anderem

- Alter des Patienten

- Art der Skoliose ( Genese / Ausprägung )

- Grad der Skoliose

etc., etc.!

So ist in der Literatur z.B. die Prognose chirurgischer Eingriffe beim jungen Patienten unter gewissen Umständen mit bis zu 60 % beschrieben.

Insgesamt ist die Skoliose eine Erkrankung bei der sehr genau untersucht und sehr umfangreich therapiert werden muss / kann um Heilung / Besserung / Linderung zu erreichen.

Allerdings hatte ich mich in meinem Beitrag auf Cetus bezogen und wollte nicht den Eindruck erwecken, eine Skoliose sei mit chiropraktikschen / naturheilkundlichen Eingriffen als Mono- oder Kombitherapie ausschliesslich behandelbar!

Man sollte die Therapien hier tatsächlich 'nur' als adjuvante Therapien zur Schulmedizin (Hand in Hand) verstehen.

Beste Grüsse

NRelxte


Danke für Eure Beiträge!

@Cetus

Habe mal nach möglichen Ursachen für eine tatsächliche Beinlängenverkürzung geschaut.

[[http://www.chiropraktik.ch/Deutsch/Chiroaktuell/News_ZBZL.cfm]]

Anatomisch bedingte Unterschiede sind die Folge von Wachstumsstörungen wie Defektmissbildungen, nicht voll entwickelten Hüftgelenken (med.: Dysplasien), Klumpfüssen, Schädigungen der Wachstumsfugen bei Kindern nach Infektionen oder Unfällen, Kinderlähmung oder Knochenbrüchen. Ebenso kann eine übermässige Wachstumsstimulation, z.B. teilweiser Riesenwuchs nach einer Operation, die Ursache für eine Beinlängendifferenz sein.

Ich habe nichts dergleichen, aber selbst ein Osteopath sagte mir beim bloßen Anblick (weil ca. 2cm unterschiedliche Beckenkammhöhe) meiner Röntgenbilder, dass mein Beckenschiefstand anatomisch bedingt sei und ich einen Sohlenausgleich brauche. :-/ Ein Chiropraktor versicherte mir hingegen, er bekomme meinen Rücken gerade(r).

@Alexander Krey

Allerdings ist in den meisten Fällen eine Kombination mehrerer Techniken (Chiropraktik, Osteopathie, Massage, Shiatsu, NEURALTHERAPIE (!) etc., etc.) sinnvoll.

Gibt es denn Therapeuten, die so umfassend ausgebildet sind? ???

@Hyperion

Ich dachte, wenn der Beckenschiefstand ausgeglichen ist, hat auch die Skoliose keine Daseinsberechtigung mehr weil sie nur dem schiefen Stand entgegen wirkt. Wenn ein Ausgleich des Beckens also möglich ist, und die WS bleibt gekrümmt, dann steht man doch schief! ???

Grüße

APle`xande=r Kr7ey, xHP


Nelte !!!

Was soll ich denn darauf antworten ?

Ich glaube, es gibt mehr als Einen!

Was die Skoliose / Beckenschiefstand angeht (die Frage ging wohl an Hyperion) da muss wohl was falsch verstanden worden sein!

Der Beckenschiefstand KANN bei einer Skoliose durch die Skoliose bedingt sein, er wäre dann also Folge der Skoliose und die würde, da sie ja dann Ursache wäre, nicht verschwinden, wenn man ihre Auswirkung beseitigt! OK?

Wenn ich mit dem Auto gegen den Baum fahre und alles ist verbeult und zusätzlich der Lack abgeplatzt, ist das Auto nicht anschliessend wieder ganz, weil man's neu lackiert hat!

Beste Grüsse

C"etus


@ Nelte

Hi,

klar ist natürlich, daß es unterschiedliche Sichtweisen gibt, auch bei Chiropractoren, ja sogar in den einzelnen Colleges innerhalb USA. Aber die zitierten sind weitgehendst richtig.

Die Wahrscheinlichkeit aber, mit einem "Ruck" skoliotische Probleme zu beheben, sind äußerst gering.

Ein Chiropraktor versicherte mir hingegen, er bekomme meinen Rücken gerade

Solch' joviale Aussagen 'liebe' ich persönlich ja...! >:(

Grüße

N#elte


@ Alexander

Der Beckenschiefstand KANN bei einer Skoliose durch die Skoliose bedingt sein, er wäre dann also Folge der Skoliose und die würde, da sie ja dann Ursache wäre, nicht verschwinden, wenn man ihre Auswirkung beseitigt! OK?

Das ist logisch - an den Fall hatte ich gar nicht gedacht. War vom Umgekehrten ausgegangen.

Ich war heute übrigens bei einem Osteopathen. Ich sagt, ich habe eine anatomisch bedingte Beinlängendifferenz, da nicht nur die Beckenkämme, sondern auch die Hüftköpfe unterschiedlich hoch sind. Letzteres sei im Gegensatz zu ersterem ein sicheres Indiz für eine Beinverkürzung. Wenn ich einen Sohlenausgleich trage, ist auch meine Wirbelsäule gerader (Mit der Ursache verschwindet die Auswirkung).

Tja, werde wohl in Zukunft meine Schuhe immer erst zum Orthopädieschuhmacher tragen müssen :-(

Schönen Gruß

N\eltxe


ER sagt, meine ich natürlich.

C"etuxs


@ Nelte

Ich war heute übrigens bei einem Osteopathen. Er sagt, ich habe eine anatomisch bedingte Beinlängendifferenz, da nicht nur die Beckenkämme, sondern auch die Hüftköpfe unterschiedlich hoch sind. Letzteres sei im Gegensatz zu ersterem ein sicheres Indiz für eine Beinverkürzung.

Einspruch Euer Ehren,

sollte er das gesagt und auch gemeint haben, wär's ein biomechanischer Lapsus!

Bei funktionellen Beinlängendifferenzen ist IMMER ein Höhenunteschied der Hüftköpfe. Wie sollte den der Längenunterschied sonst zustande kommen?

Der Höhenunterschied der Beckenkämme kommt von den unterschiedlichen Krümmungsradien des Darmbeines bei seiner Rotation.

Grüße

AClexand6er* Kreny, aHxP


Hallo!

Enn er das wirklich gesagt hat, kann ich nur eines sagen:

Ohweh ohweh oweh!

Beste Grüsse

A$lexaander K.reye, HxP


PS

Hallo, hab's gerade nochmal durchgelesen.

Sorry aber immer ist auch in diesem Falle nicht ganz korrekt!

Bei funktionellen Schiefständen hat man eher einen Gleichstand der Hüftköpfe im Stehen (die Beinlängendifferenz ist dann eher im Liegen erkennbar weil das Becken dann das Bein anziehen kann) während bei anatomischen Schiefständen eher ein Höhenunterschied im Stehen erkennbar ist wenn da nicht noch die Kompensation durch Fussfehlstellungen und Kniebeugung und/oder Kombination wäre, die gerne übersehen wird!

Gonathrosen durch nicht im Becken kompensierte, anatomische Beinlängendifferenzen werden seeehr gerne übersehen!

Massband auspacken und messen ! Das ist doch wirklich nicht schwer!

Gut, macht mehr Arbeit als nur fachmännisch hinsehen!

NHelKte


Bei funktionellen Beinlängendifferenzen ist IMMER ein Höhenunteschied der Hüftköpfe. Wie sollte den der Längenunterschied sonst zustande kommen?

Es ist ja kein (echter) Längenunterschied. Nur die Beckenkämme stehen schief und man könnte denken, das liegt an verschieden langen Beinen. Er hat's mir an einem Modell gezeigt. Die Beckenkämme hat er verdreht, so dass einer höher war, die Hüftköpfe sind trotzdem auf gleicher Höhe geblieben.

Bei mir ist der linke Hüftkopf aber 2 cm höher als der rechte. Das linke Bein ist also länger, entweder anatomisch, oder weil Knie und/oder Sprunkgelenk nicht in Ordnung sind. Letzteres ist bei 2cm wohl eher unwahrscheinlich, denn Gelenkschmerzen habe ich keine - und bei 2cm...

Grüße

Avlexandder KrQey,x HP


@Nelte

... kann das nur entscheiden, wer selbst untersucht hat!

Also gute Besserung *:)

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