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Spondylodese und Grad der Behinderung

G~aud^imax hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe "Mitversteifte" und Fachleute hier im Forum!

Ich habe eine dorsale Spondylodese L4/5 (nach Spondylolisthesis, OP April 2004) und einen Antrag auf Behinderung beim Versorgungsamt gestellt.

Nun wurden mir 20% GdB anerkannt, und zwar auf Grundlage der berühmten "Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit". Das kommt mir recht wenig vor, auch mein Orthopäde ist von 30% ausgegangen. Die "Anhaltspunkte" sind diesbezüglich aber so schwammig formuliert, daß ich nicht sicher bin, ob sich ein Einspruch beim Versorgungsamt lohnen würde.

Kritik an den "Anhaltspunkten" wäre folgende:

- die "Anhaltspunkte" gelten noch immer als verfassungswidrig

- Die entsprechenden Abschnitte der "Anhaltspunkte", die von einer Funktions- und Bewegungseinschränkung "eines Wirbelsäulenabschnittes" sprechen, unterscheiden nicht, ob es sich um die Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule handelt. D.h., es wird überhaupt nicht berücksichtigt, daß ich eine Versteifung in der Lendenwirbelsäule schlechter kompensieren kann als in der Brustwirbelsäule.

Nun meine Frage an alle Betroffenen:

Wie hoch ist Euer GdB bei einer monosegmentalen Spondylodese der Lendenwirbelsäule? Sind 20% zu wenig oder habe ich falsche Vorstellungen? ???

Vielen Dank! *:)

Antworten
i0nes2x6


Hallo!

Ich habe im Juni eine Versteifung L5/S1 mitgemacht, habe aber keinerlei Behinderugsgrad gestellt. Normalerweise sollte man sich irgendwann wieder normal bewegen können!!

Hast Du das echt durchgekriegt? Wie alt bist Du?

Hast Du auch noch soviele Schmerzen ???

Würd mich über schnelle Antwort freuen,

Gruß Ines

i{nesx26


Hallo!

Ich habe im Juni eine Versteifung L5/S1 mitgemacht, habe aber keinerlei Behinderugsgrad gestellt. Normalerweise sollte man sich irgendwann wieder normal bewegen können!!

Hast Du das echt durchgekriegt? Wie alt bist Du?

Trägst Du auch ein Korsett oder ging das auch so gut?

Hast Du auch noch soviele Schmerzen ???

Warum haben die Dir nicht eine künstliche Bandscheibe eingesetzt?

Jede Menge Fragen... ;-) Würd mich über schnelle Antwort freuen,

Gruß Ines

cXanopxus


Hi,

ich liege bei 40 %, meine Op (Versteifung L5/S1) ist wohl tierich in die Hose gegangen, bin seitdem Frührentner auf Zeit. Das aber schon 3 Jahre. Ansonsten dürfte bei normaler OP ohne Spätfolgen 20% in Ordnung sein.

MfG

G!audixmax


@Ines26

Normalerweise sollte man sich irgendwann wieder normal bewegen können!!

Hast Du das echt durchgekriegt? Wie alt bist Du?

Trägst Du auch ein Korsett oder ging das auch so gut?

Hast Du auch noch soviele Schmerzen

Warum haben die Dir nicht eine künstliche Bandscheibe eingesetzt?

Hi Ines,

- ich bin 31

- Du mußt bedenken, daß eine Versteifung, auch wenn Sie nur monosegmental ist, nicht mehr zu revidieren ist und erhebliche Folgen nach sich ziehen kann (Stichwort "Nachbarsegmentdekompensation" bzw. "Anschlußinstabilität"). Deshalb wurde mir und meinen Leidensgenossen bereits in der Reha nahegelegt, auf jeden Fall einen Antrag zu stellen. Schadet ja nix.

- Korsett bis 3 Monate post-OP

- Schmerzen: Von schmerzfrei bis mittelstarke Schmerzen ist mein Schmerzspektrum derzeit. Ich bin aber guter Dinge, daß sich das Ganze stabilisiert, immerhin ist die OP perfekt verlaufen und im Vergleich zu vorher geht es mir geradezu exzellent!

- Bandscheibenendoprothesen sind bei echtem Wirbelgleiten nicht indiziert, weil sie früher oder später todsicher luxieren, dann müßte unter sehr erschwerten Bedingungen doch versteift werden.

Viele Grüße und alles Gute!

GEau9dimxax


@Ines26

Normalerweise sollte man sich irgendwann wieder normal bewegen können!!

Hast Du das echt durchgekriegt? Wie alt bist Du?

Trägst Du auch ein Korsett oder ging das auch so gut?

Hast Du auch noch soviele Schmerzen

Warum haben die Dir nicht eine künstliche Bandscheibe eingesetzt?

Hi Ines,

- ich bin 31

- Du mußt bedenken, daß eine Versteifung, auch wenn Sie nur monosegmental ist, nicht mehr zu revidieren ist und erhebliche Folgen nach sich ziehen kann (Stichwort "Nachbarsegmentdekompensation" bzw. "Anschlußinstabilität"). Deshalb wurde mir und meinen Leidensgenossen bereits in der Reha nahegelegt, auf jeden Fall einen Antrag zu stellen. Schadet ja nix.

- Korsett bis 3 Monate post-OP

- Schmerzen: Von schmerzfrei bis mittelstarke Schmerzen ist mein Schmerzspektrum derzeit. Ich bin aber guter Dinge, daß sich das Ganze stabilisiert, immerhin ist die OP perfekt verlaufen und im Vergleich zu vorher geht es mir geradezu exzellent!

- Bandscheibenendoprothesen sind bei echtem Wirbelgleiten nicht indiziert, weil sie früher oder später todsicher luxieren, dann müßte unter sehr erschwerten Bedingungen doch versteift werden.

Viele Grüße und alles Gute!

Gvauudi2m+ax


@canopus

Danke für Deine Antwort!

Das tut mir echt leid, daß Deine OP schiefgelaufen ist :-( ich war da wohl in besseren Händen.

Ich bin sehr froh, daß es mir nach der OP gut geht und möchte mich auf keinen Fall "beeinträchtigter" machen, als ich bin.

Worum es mir bei meiner Frage geht, ist der Umstand, daß vor einigen Jahren angeblich (!!!) eine monosegmentale Spondylodese der LWS auch bei gutem OP-Ergebnis mit 30% GdB eingestuft wurde. Mich hätte interessiert, ob dies ein Gerücht ist, oder ob es stimmt, daß vor einiger Zeit die GdBs in den "Anhaltspunkten" "nach unten" korrigiert wurden.

Ich wünsch Dir alles Gute!

G4erh>ard2x2


Unbedingt Einspruch erheben!!!

In anderen Foren im net konnte ich nachlesen, dass nach deiner op recht viele einen Ausweis - das heißt sogar über 50% erhalten haben.

Die meisten mußten erst aber einen Einsruch erheben ( zumindest die die im Forum geschrieben haben)

Eine interessante Hilfe dabei ist ein Program, das im Internet verkauft wird. Es hilft einem den Grad der Behinderung zu Berechnen. Das Program ist normal recht teuer - aber es wird 30 Tage zum kostenlosen Test angeboten. - Sucht doch mal beim Google nach dem GdB-Assistent.

Ansonsten natürlich eine gute Besserung aller Beschwerden....

S%tefanx H.


Korsett nach Versteifungs-OP ???

Hallo Ines,

würde gerne mal wissen warum du ein Korsett tragen mußt??

Hatte anfang Mai 04 auch eine OP L5/S1(Versteifung), habe aber nach dem krankenhaus mit der Reha begonnen( ohne Korsett).Fühle mich zur Zeit ziemlich gut,was den Rücken betrifft.

Sind bei dir auch taube Stellen an den Beinen geblieben??

Würde mich über eine Antwort freuen.

Gruß Stefan

Sftefa[nQ H.


Material Entnahme!!

Hallo Leute,

gibt es jemanden der sich nach einer Versteifungs-OP das Schraubenmaterial entnommen lassen hat?? Wenn ja oder nein,wäre ich über eine kurze Antwort des "warum" dankbar.

o!pac@ox


Korsett nach Versteifungs-OP

Hallo Stefan,

ich musste nach meiner Spondylodese-OP (L5/S1 im Okt. 02) auch ein Korsett tragen.

Ich hatte keine Schrauben oder sonstiges Metall eingesetzt bekommen, sondern nur eigene Knochenspäne, die aus dem Beckenknochen entnommen waren.

Deshalb durfte ich mich die ersten 4 Monate nur sehr vorsichtig (zunehmend immer etwas mehr) bewegen, weil sich die Versteifung erst "durchbauen" musste. Erst nach ausreichender Verknöcherung der eingesetzten Knochenspäne gut 4 Monate nach der OP durfte ich auch erst zur Reha!

Weiter gute Besserung!

Gruß

opacox

aand i 8x2


op´s schiefgegangen!!!

Hallo!!

Ich wurde letztes Jahr drei mal operiert(Sponylodese L5/S1, Meyerding 3). In München-Rechts der Isar. Beim ersten mal, blatzte die Narbe wieder auf,dann sind die Schrauben gebrochen , jetzt stechen die Schrauben in Nerven und Muskeln und das verursacht Schmerzen. Im Februar werde ich mir die Titanschrauben wieder entfernen lassen,und hoffe das die Schmerzen besser werden, bei mir bringt kein Morphium, keine Tramal, ....nichts! Ich war letztes Jahr ca.4 Monate nur Krankenhaus und Reha. Ca.6 Monate Korsett. Ich bin 22 Jahre und bin schon Frührentnerin auf Zeit. Ach ihr habt ja schon geredet über die Behinderten-Prozente, ich habe nur 30% bekommen, meine Orthopäde sagt aber ich soll nach einer Zeit einen Antrag auf Verschlechterung stellen. Einspruch einlegen bringt angeblich nichts.Hat jemand Erfahrung mit einer Schmerztherapie "Neurontin".Das nehmen Eptileptiker, dass soll angeblich dem Gehirn sagen das ich keine Schmerzen mehr habe. Ich traue mich aber nicht das Medikament zu nehmen(Nebenwirkungen)!!!

Würde gerne erfahren wie es anderen so ergangen ist nach der Operation.Ps. ich wurde vom Rücken und vom Bauch aus operiert(entnommener Beckenkamm).Bis bald Andrea

i4nesz26


Hallo Stefan,

ich trage das Korsett, seit ich das erste Mal aufstehen durfte, also seit Ende Juni, muß es noch bis Dezember tragen.

Und zwar einfachnur zur Stabilität, damit man keine falschen Bewegungen macht.

Außerdem habe ich noch immer eine ziemlich "schiefe" WS, das Korsett soll die Skoliose richten.

Nein, Taubheitsgefühl hab ich nicht mehr, nur heftiges Kribbeln in den Beinen und zur Zeit starke Schmerzen im Rücken, der Schmerz zieht über den Po bis in die Wade, die Implantate (cage mit entnommenem Beckenkamm und zwei Schrauben, weil ich Gleitwirbel habe) sind aber in Ordnung.

Der Arzt meint, das kommt von zuviel Belastung, weil ich ein recht aktiver Typ bin...

In 2 Wochen muß ich dann erstmal wieder ins Krankenhaus.

Hast Du denn keine Beschwerden mehr?

Wo wurdest Du operiert?

G?erhar-d22


Hallo Andi

Auch bei mir wurde (1996) die dorso-ventrale Fusion durchgeführt. Nach 4 Monaten Krankenhaus mußte ich dann insgesamt noch 9 Monate ein festes Kunstoffkorsett tragen (Während dieser Zeit mit dem Korsett durfte ich nur liegen und stehen - sitzen war nicht möglich und natürlich streng verboten). In dieser Zeit sind dann auch von den sogenannten Freunden nur sehr wenige geblieben. Es war mit die schlimmmste Zeit in meinem Leben. Schon während des Krankenhausaufenthaltes habe ich meinen Antrag auf den Schwerbehindertenausweis gestellt - und ihn mit 100% erhalten.

Da ich auch jetzt nach der OP immer noch starke Schmerzen habe schlucke ich täglich Valoron 150 Tabletten. Die ermöglichen mir eine erheblich bessere Lebensqualität. Wenn dir sowas hilft - dann sei nicht dumm und nimm es.Anfangs hatte ich da auch bedenken aber wie gesagt es ist ein sehr viel besseres Leben. Durch meine Tabletten und die Internetsuche danach, bin ich dann auf ein Schmerzhilfe-Forum gestoßen. Dort sind einige die auch solche Operationen hinter sich gebracht haben. Dort wird unbedingt empfohlen auch Einspruch gegen den Bescheid des Versorgungsamtes bei zu geringen Prozentzahlen zu erheben. Bei sehr vielen führte nur dies zum Ausweis. Ich drücke dir die Daumen zu deiner weiteren Op, aber lass bitte schauen, ob es wirklich das Titan ist, das Dir die Schmerzen bereitet, oder ob es gar die Narben sind die auf die Nerven drücken. Eine weitere Op würde ich aus meiner jetztigen Erfahrung nur durchführen lassen, wenn wirklich nichts anderes mehr geht. Aber vielleicht ist es ja für dich wirklich das Beste - aber hole doch bitte in einem anderen Klinikum weiteren ärztlichen Rat.

aFndi 8x2


Hallo Gerhard22!

Das mit meine Behinderten-Prozente, ist jetzt schon gelaufen, den Bescheid habe ich im Frühjahr bekommen. Na ja!

Der eine Arzt sagt, die Schrauben drücken auf Gewebe und Nerven..., der andere sagt, es ist das Narbengewebe das drückt. Und dieses Narbengewebe wird immer mehr, je öfter man die Narbe wieder aufschneidet.Ich drücke mich jetzt schon seit März mit der Material-Entnahme, weil ich einfach Angst habe was diesmal passiert. Das ist jetzt schon die 4.Operation dann.Mir reicht es einfach!!!

Bei dir war das schon heftig damals, aber das lag bestimmt daran, dass es schon so lange her ist, 1996, dass ist in der Medizin schon eine Lange Zeit, heute sind es "nur" 3 Monate Korsett,.....

Das es dir immer noch so schlecht geht, ist ja der Hammer.

Wie alt bist du eigentlich? Wo kommst du her, wo hast du dich operieren lassen?

Dir muss es ja richtig dreckig gehen, wenn du 100 Prozent bekommen hast!!Ich habe schon so viel an Medikamenten probiert, von Morphium(das habe ich nicht vertragen), bis Tramal, Vioxx, Musaril,... Es hilft nichts!!! Ich habe nach wie vor, höllische Schmerzen.

Du nimmst Valoron? Das kenne ich nicht, sind das richtige Hämmer, oder?

Na ja, meld dich mal, wäre nett!!

Gruß Andrea!!!

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