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Aufruf an alle, die Wirbelgleiten haben

lxat^isaxna


Wirbelgleiten

Hallo,

ich lebe nun seit ca. 20 Jahren mit Wirbelgleiten und vor ca. 5 Jahren, hat sich das Problem bei mir wieder etwas verstärkt.

Nachdem ich mehrere Orthopäden aufgesucht habe und sich dann beim letzten Arzt die Erkenntnis mit der meiner Allgemeinärztin deckte, wußte ich dass ich bei ihm in guten Händen war und das hat sich bis heute bewahrheitet.

Nun gut, er schlug mir auch eine Verschraubung vor, wenn ich mit den Schmerzen überhaupt nicht mehr klar kommen sollte. ABER!! Er sagte mir auch, dass eine Verschraubung im Prinzip erst ab dem 60.Lebensjahr sinnvoll sei, denn bis dahin entwickelt sich der Knochen immer wieder und man müsse evtl. mit weiteren OP´s rechnen, d.h. die Schrauben müssten dann immer wieder nachgezogen werden. Ab dem ca. 60. Lj. entwickelt sich der Knochen nicht mehr so weiter und somit ist die Verschraubung mit weniger NachOP´s verbunden.

Das Kribbeln in den Fingern und Ausfallerscheinungen in den Beinen hab ich auch, aber mit den Schmerzen komme ich soweit ganz gut klar. Wärme tut mir besonders gut (Wasserbett) ist auch gut für die Anpassung der Wirbelsäule, das hat mir mein Orthopäde auch erst kürzlich wieder bestätigt.

Also ich würde sagen, Finger weg von der OP...

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Hallo Holger,

der Orthopäde hat mir nur gesagt das ich ein Wirbelgleiten habe und mir gesagt das eine OP lange dauert.Die genaue Beschreibung habe ich erst jetzt bekommen.(Hatte davon berichtet).Was hast du für Beschwerden?Die Dame im Krankenhaus hatte mir gesagt das eine Nadel ohne Betäubung tief in die Wade gestochen wird.Da soll man erkennen können ob ein Bandscheibenvorfall vorliegt.Wurde ja nicht gemacht.Ich werde gleich morgen einen anderen Orthopäden aufsuchen,der mir hoffendlich weiter helfen kann.Die Taubheit wandert jetzt schon ins Gesicht .Ich werde noch wahnsinnig.Die Taubheit kommt und geht.Auch im rechten Knie oberhalb ist die Taubheit schon seid einigen Tagen. :°( Kann ich auch wegen einem Untersuchungstermin ins Krankenhaus gehen?

Liebe Grüße

Biggi @:)

H}olg#er5-23


Biggi :-),

,

Die Dame im Krankenhaus hatte mir gesagt das eine Nadel ohne Betäubung tief in die Wade gestochen wird. Da soll man erkennen können ob ein Bandscheibenvorfall vorliegt.

Also das kann ich jetzt überhaupt nicht nachvollziehen. OK, damit lässt sich eine Aussage zum Zustand des Ischiasnervs machen und die Nervenleitgeschwindigkeit messen, aber eine direkte Aussage zur Bandscheibe ist damit definitiv nicht möglich. Man kann nur indirekt darauf schliessen :-|.

Sicher, Du kannst Dir auch einen Untersuchungstermin im Krankenhaus holen. Ich würde die Ambulanz einer Wirbelsäulenchirurgie empfehlen, Orthopädie oder Neurochirurgie, bleibt sich gleich. Aber lass das bitte bald richtig untersuchen.

Liebe Grüsse

Holger

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Hallo latisana *:),

Er sagte mir auch, dass eine Verschraubung im Prinzip erst ab dem 60. Lebensjahr sinnvoll sei, denn bis dahin entwickelt sich der Knochen immer wieder und man müsse evtl. mit weiteren OP´s rechnen, d.h. die Schrauben müssten dann immer wieder nachgezogen werden.

Das ist,milde ausgedrückt, absoluter Nonsens. Was soll sich denn bei einem Erwachsenen im Knochen entwickeln ??? Soll der noch wachsen ??? Gott erhalte einigen Ärzten ihren (Aber)glauben. So eine Operation, wenn man altersmässig die 60 überschritten hast, ist schon starker Tobak! Und was will so mancher bis dahin machen, vielleicht 30 oder 40 Jahre lang ??? Medikamente nehmen. Ist Dir bewusst, dass ein Nerv durch länger anhaltende Schädigung (und Lähmung oder Kribbeln sind ein deutliches Anzeichen dafür!!) unwiderbringlich geschädigt werden kann ???

Liebe Grüsse

Holger

H5olNger-r23


Hallo Birgit :-),

Ab welchem Stadium sollte man sich denn unbedingt operieren lassen ??? Kann man da eine allgemeine Aussage treffen ???

Ein klares nein! Eine allgemeingültige Aussage kann Dir da wohl niemand geben. Letztendlich ist es abhängig vom individuellen Leidensdruck. Wohl niemand macht sich den Entschluss, eine solche Operation machen zu lassen, einfach.

Es ist einfach davon abhängig, wieviel Schmerz kann ich bzw. will ich ständig ertragen? Kann ich damit noch einigermassen im Alltagsleben zurechtkommen, oder bin ich z.B. nicht mehr arbeitsfähig. Oder isoliere ich mich von Freunden, Bekannten, weil ich nicht mehr ausgehen kann (soziale Isolation). Bin ich bereit, über einen längeren Zeitraum Medikamente zu nehmen, die meinen Verdauungstrakt und Leber schädigen und möglicherweise meine Lebenserwartung um X-Jahre veringern?

Aber wenn Ausfallerscheinungen dazukommen, sollte eine Behandlung zügig Erfolg bringen, notfalls eine Operation. Denn untergegangene Nervenzellen wachsen nicht nach. Bedeutet, eine manifestierte Mervenschädigung bleibt mir bis an mein Lebensende erhalten.

Und zur Operationsmethode: Inzwischen gibt es schon einige verschiedene Verfahren zur Stabilsierung zweier Wirbel. Da lohnt sich bestimmt eine Info bei verschiedenen Kliniken.

Liwbe Grüsse

Holger

H.olgerM-2x3


:-)

Mervenschädigung = soll natürlich Nervenschädigung heissen ;-D

biiNggti-7x2


Hallo Holger,

danke für die Antwort.

Bis jetzt habe ich mich gut ohne Schmerzmittel durchschlagen können, aber nun ist wohl wirklich der Zeitpunkt gekommen um doch über eine OP nachzudenken... Bin kein Fan von Schmerzmitteln... Ist eben wirklich nicht ganz einfach sich für eine OP zu entscheiden, aber man will ja auch noch etwas vom Leben haben. So ist es auch immer schwerer zu meistern - habe noch 2 kleine Kinder (3 und 4). Sie verstehen zwar schon ganz gut das Mami einen "kranken" Rücken hat und sie nicht tragen kann, aber nochmehr Ausfallserscheinungen und Bewegungseinschränkungen als jetzt am Bein will ich doch nicht unbedingt bekommen. Und wenn man das alles hier so liest scheint zu spätes feststellen der Diagnose und jahrelanges durchschleppen doch nur mehr Schaden zu bringen...

Bis dann liebe Grüße, Birgit

leatiPsana


Das ist, milde ausgedrückt, absoluter Nonsens. Was soll sich denn bei einem Erwachsenen im Knochen entwickeln Soll der noch wachsen Gott erhalte einigen Ärzten ihren (Aber) glauben. So eine Operation, wenn man altersmässig die 60 überschritten hast, ist schon starker Tobak! Und was will so mancher bis dahin machen, vielleicht 30 oder 40 Jahre lang Medikamente nehmen. Ist Dir bewusst, dass ein Nerv durch länger anhaltende Schädigung (und Lähmung oder Kribbeln sind ein deutliches Anzeichen dafür!!) unwiderbringlich geschädigt werden kann

Hallo Holger,

ich halte das für durchaus keinen Nonsens, sondern sehr gut nachvollziehbar. Schonmal was von Knochenbrüchen oder Entfernen von Schrauben nach OP´s gehöhrt? Arbeitet der Knochen denn da nicht mehr oder hast Du dann Löcher im Knochen, die nicht mehr zuwachsen. Das Verschrauben an der Wirbelsäule ist ein Eindringen in den Knochen, der Knochenauf-bzw. abbau geht danach immernoch weiter. Wenn man Pech hat, kann es sein, dass sich das Material der Schrauben mit dem Knochen nicht verträgt, was ebenfalls eine NachOP zur Folge hat. Man sieht, dass der Knochen ständig weiterarbeitet und sich in seiner Substanz weiterentwickelt,nur das nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Was die Schäden im Laufe der Zeit angeht, hast Du Dir mal die Zeit genommen und die Beiträge der letzten Monate mal gelesen? Wieviele Leute können wirklich sagen, dass ihnen die Verschraubung ein angenehmeres Leben bereitet hat? Wieviele sind dabei, bei denen es nicht nur bei einer OP geblieben ist?

Das sind nur ganz wenige Glückliche und wenn ich mich genau erinnerne, war es garade mal "Eine".

Im Prinzip muss jeder selber wissen, wie er vorgeht, ob er mit den Schmerzen leben kann, ob Medikamente wirklich eingenommen werden müssen, oder ob nun der Zeitpunkt gekommen ist und eine OP unabwendbar wird, aber ich findes es doch sehr gut, wenn hier in diesem Forum wirklich Leute davon sprechen können, die mit diesem Schaden all die letzten Jahr leben mussten und nicht nur von Theorie ausgehen.

In meinem Fall habe ich gemerkt, dass von 5 Orthopäden mind. 3 gleich zum Messer greifen wollten und eher flabsig mit der Diagnose umgingen.Die Aufklärung war Schrott. Ich habe das beherzigt, was mir meine Allgemeinärztin und mein "Immernoch-Orthopäde" sagten bzw. mitgaben und ich würde es bestimmt nicht sagen, wenn es nicht der Tatsache entspräche, aber die beiden hatten in sovielen Dingen Recht und ich bin bis zum heutigen Tag froh, dass ich einer OP ausweichen konnte.

Wie gesagt, der eine kann es noch weit hinausschieben, der anderen eben nicht mehr.Ich habe das Richtige für mich gefunden und bin sehr glücklich darüber, was ich mit meinen Kindern noch so alles machen kann, was mir mit Schrauben versagt geblieben wäre.

Noch eine Frage am Rande, bist Du Arzt?

Heolg?er-23


latisana :-),

nein, ich bin kein Arzt. Ich habe die Erfahrung aus 20 Jahren Rettungsdienst und aus der Erfahrung als Patient mit Wirbelgleiten mit Ärzten. Und das erfüllt mich mit Grauen, was das Können, oder besser gesagt nicht-können, vieler Ärzte angeht.

So, das Entfernen der Implantante nach so einer Versteifungsoperation kann, muss aber nicht, erfolgen. Wenn der Patient durch das Implantat ein unangenehmes Gefühl, Druck o.ä., verspürt, ist die Entfernung nach einem stabilen Zusammenwachsen der eingebrachten Knochenspäne durchaus möglich, abe nicht zwingend notwendig.

Das Material der Implantate verträgt sich entweder mit dem Körper, oder nicht. Und das von Anfang an. Nachgebessert werden muss, wenn eine Schraube zu lang oder zu kurz gewählt ist, ein Nerv oder ein Gefäss tangiert wird. Sind Dir Implante an Hüfte und Knie oder auch Bandscheibe vom Hörensagen geläufig ??? Sie halten, bei Knie und Hüfte, voraussichtlich 25 Jahre lang, bevor man sie erneuern muss. Sie wachsen in der Zeit auch nicht raus, oder so etwas. Der Knochen drumherum bleibt genauso wie vorher und wuchert nicht, wächst nicht irgendwo raus, das Implantat bleibt an Ort und Stelle. Das weiss ich aus Erfahrung. Der Knochen "arbeitet" nicht. Wenn Du, Dein Hausarzt, oder Orthopäde eine andere Meinung haben, kann und werde ich diese nicht annehmen. Und meine Erfahrung sagt mir, dass die meisten niedergelassenen Hausärzte und Orthopäden nicht auf dem aktuellen Stand der Medizin sind, vorsichtig ausgedrückt.

Und wenn Du hier Komplikationen von anderen Leuten hier im Forum anführst, glaubst Du, dass ein erfolgreich operierter Mensch hier im Forum schreibt ??? Hier treffen sich eigentlich nur Unzufriedene, von wenigen Aussnahmen abgesehen. Das ist mit Sicherheit nicht repräsentativ.

Aber wenn Du für Dich die Entscheidung getroffen hast, ohne Eingriff besser mit der Erkrankung zurecht zu kommen, ist das doch in Ordnung. Ich musste 4 Orthopäden, 1 Neurochirurgen, 1 Reha mit einem Arzt, der nicht mal wusste, was Instabilität bedeutet, hinter mich bringen, um nach insgesamt 2 Jahren am Ziel zu sein, nämlich einer ventralen Spondylodese. Und das hab ich mir nicht so einfach ausgedacht, sondern dass weiss ich inzwischen. Und wenn Du mit Deinen Kindern Sachen machen kannst, was mit Verschraubung nicht mehr machen könntest, dann bist Du natürlich auch kein Kandidat für eine derartige OP, ganz klar.

T-inxus


Hallo holger,

du hast es richtig auf den Punkt gebracht - hier im Forum sind massiv die armen, bei denen die OP nicht geholfen hat, überrepresentiert - hat mir am Anfang auch ziemlich Angst gemacht, dass scheinbar jede OP schief geht...

das sollte einen nicht abhalten, wenn nämlich ausfallserscheinungen/Lähmungen auftreten, sollte man wirklich was tun

der glaube, dass der Knochen arbeitet, kommt daher, dass der Knochen imstande ist, sich geänderten Anforderungen durch andere Spannungzustände anzupassen, in dem er sich im Mikrobereich umstrukturiert

das hat aber nichts mit auswachsen, wuchern, lockern der Schrauben zu tun.

Wenn sich Schrauben lockern, dann meiner (sehr begrenzten) Erfahrung in der Orthopädie nach, nur wenn sie nicht richtig gewählt, gesetzt oder angezogen wurden - aber nicht, weil der Knochen arbeitet.

wenn der Knochen hingegen "schlecht" ist, also von der Struktur zum einbrechen neigt, dann wird er im Alter sicher nicht besser, deshalb würde ich, sollte ich irgendwann dauernd schmerzmittel nehmen müssen, oder Nervenschädigungen erwarten, mich auch so bald wie möglich operieren lassen - die chance auf erfolg ist umso größer, je früher die OP efolgt

Tri2nus


damit mich keiner falsch versteht

so früh wie möglich bedeutet für mich nicht schon bei Diagnose - sondern wenns notwendig wird

grüße an alle wirbelgleiter

Tinus

H&olger-x23


Tinus, dem stimme ich voll und ganz zu. :)^

Und die erfolgreich operierten in diesem Faden sind, glaube ich, schon 5 Wirbelgleiter geworden. Einigen anderen steht die OP kurz bevor. Glaube, so schlecht sieht es doch nicht aus. ;-)

Gruss

Holger

byiggi13963


Hallo Holger,

wollte mir heute eine neue Orthop. Überweisung von meinen Orthopäden holen .Fehlanzeige!Er meinte das darf er nicht,weil es die gleiche Krankengeschichte ist.Für die gleiche Krankengeschichte muss ich beim neuen Orthop.nochmal 10.-€ bezahlen.Bin total sauer.Wer hat sich den sowas ausgedacht?Gleiches Quartal,keine Chance.Hast du sowas schon mal gehört?

Liebe Grüße

Biggi *:)

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Hi Biggi, :-)

das ist ja da allerletzte. :(v

Also, ich hab mir auch schon mal vom Orthopäden eine neue Üverweisung zu einem anderen Orthopäden geholt. Begründung: Möchte eine zweite Meinung einholen. Hat er anstandslos gemacht.

Versuch doch, von deinem Hausarzt noch eine Überweisung zu bekommen. Ansonsten frag mal bei der Krankenkasse nach, denn das Recht auf eine zweite oder auch dritte Meinung steht Dir zu. Natürlich bei der gleichen Erkrankung. Das darf kein Arzt abschlagen.

Liebe Grüsse

Holger

Kuar,aksedi


Hallo alle zusammen...

Ich habe mit begeisterung euren Beiträge gelesen und gebe auch noch meinen Senf dazu.

Was Latisana (so heißt eine Stadt in Italien) schreibt über die Knochen, dass sie arbeiten im Alter, da stimme ich auch nicht so zu.Ich wurde mit Implantaten versteift, wie bestimmt fast jeder hier weiss. Mir wurde gesagt, dass man das nur in jungen Jahren machen kann,ich bin 42 Jahre alt, weil nämlich die Knochen im Alter nicht mehr Stabil genug sind und brüchig werden. Die Implantate oder auch die Schrauben brechen dann raus und arbeiten tun sie dann nicht mehr, wie wenn man noch jünger ist. Ein Oberschenkelhalsbruch zb. heilt bei Alten Menschen fast nicht mehr zusammen, je jünger man ist desto besser, da die Zellteilung viel viel schneller arbeitet.

Aber ich Repektiere auch die Einstellung von Latisana, wenn du so Leben kannst, dann ist das ja noch viel besser, wie mit einer OP.

Man kann das nur selbst entscheiden.

Für mich kam nichts anderes in Frage, als eine OP, denn ich konnte vorher nicht gut Leben und jetzt ist es doch wieder so, dass ich fast alles tun kann, für mich war das die richtige Entscheidung.

Holger

Deine Beiträge sind immer sehr aufschlussreich, man könnte echt denken du wärst ein Arzt.

Aber da du so lange damit zu tun hattes, ist das auch verständlich.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles gute für deine OP und hoffe dir geht es danach genauso gut wie mir.

Liebe Grüße an alle

Bärbel @:)

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