» »

Aufruf an alle, die Wirbelgleiten haben

G/oBxo


Hallo, zusammen!

Hai, Andrea!

Schmerzmittel negativ!

Seit meinem Ausfall im Jahr 2000 habe ich nix mehr genommen.

Bin allerdings auch kein Freund davon. Manchmal ist einem zwar zum Schreien zumute, zur Zt. aber, wie schon gesagt, läuft es bestens.

Hallo, Sabine!

Kannst Du kurz abreißen, wie es Dir in Bad W. erging.

Habe nämlich gestern Post erhalten, dass ich mich zwecks Termin melden soll.

Wie waren die Ärzte, das Personal allg., Massenabfertigung?,

die Zimmer, das Essen, Möglichkeiten sich die Zt. tot zuschlagen!

Man muss ja schließlich dort auch 5 Wochen bleiben...

*:)

slanj4i


Hallo!

Ich hab auch Wirbelgleiten((Spondylolisthese-Spondylodese)) ( L4/L5)

Habe vor 5 jahren meinen Beruf deswegen aufgeben müssen ( War in der Pflege tätig) . Hab eine 5 -Wöchige Kur mitgemacht, die mir auch geolfen hat. Besonders die Facetteninfiltration ( das ist wohl sowas wie eine betäubung an der besagten Stelle.

Diese hat mir sehr geholfen.

Zurzeit hab ich zwar immer wieder Scherzen und ein Taubheitsgefühl im linken Bein ,aber noch nicht so als wäre das Bein "gelähmt"

Was ich auch nicht gut kann,....ist längere Strecken zu laufen ( länger als 10 Minuten)

Ein Arzt hat mir damals auch von einer Versteifung gesprochen...aber nichts genaues..Ist da dann die Beweglichkeit eingeschränkt? Und welche Risiken können auftreten.?

Ich hätte ziemlich viel Angst vor so einer OP.

Liebe Grüße!

sjanjxi


"Schmerzen" bitte nachreichen

o{uMtsi@dxex


Andi,

das Praktikum ist bei mir zu Hause (also nicht in MUC). Es ist ein Praktikum im Vermessungsamt und ich bin zu 85% draußen, also in der Natur oder im Stadtgebiet. Ich sitze eigentlich relativ wenig, dafür stehe ich um so mehr. :-/ Was besser ist weiß ich nicht, denn ich habe bei beidem - wenn es zu lange ist - Rücken- und Nervenschmerzen. Aber da das Praktikum so schön ist und ich diesen Beruf unbedingt ausüben möchte, sind die Schm. halb so schlimm. :-)

GoBo,

ich kann dir auch ein bisschen was zu Bad W. sagen. :-p

Mir erging es sehr gut; die Ärzte und das Pflegepersonal waren sehr nett und die Mediziner haben sehr gute Arbeit geleistet! :)^ Das muss ich echt nochmal sagen.

Ich würde nicht sagen, dass sie einen als Nummer betrachtet haben und eine Massenabfertigung stattfand. Was mich ein bisschen störte war, dass es mir beim Chefarzt so vorkam, als dass er keine Zeit hat; also: kaum war er im Zimmer, war er auch schon wieder draußen (bei der Visite). Aber sonst haben sich alle wirklich viel Zeit genommen und sind auf einen eingegangen.

Das Essen war ok. Man bekommt es nicht auf sein Zimmer (außer nach der OP) sondern isst es mit den anderen Patienten in einem Speisesaal. Sonst: es ist halt wie in fast jedem anderen KH auch. ;-)

Die Zeit vertreiben kann man mit Schwimmen, Tischtennis spielen. Es gibt eine kleine Sporthalle, in der man sich "austoben" kann. ;-) Es gibt auch ein paar Fitness- und Kraftgeräte. Eine Bücherei und ein Bastelzimmer gibt es auch. Außerdem muss man ja auch noch zur Physiotherapie und man kann ja auch einen Abstecher in den Kurort (hat sogar einen Minigolfplatz ;-D) machen.

Ansonsten... keine Ahnung, was sich so in den letzten 5 1/2 Jahren verändert hat. Damals bin ich ja noch zur Schule gegangen (die Klinik hat ja auch eine "Schule für Kranke"). Keine Ahung, das war´s, was ich dir von meiner Seite aus erzählen kann.

Sanji,

Risiken: bei einer Operation - egal bei welcher - musst du mit 'Allem' rechnen; aber das dient ja im Prinzip der Absicherung der Ärzte. Bei WS-Operationen liegt die Gefahr einer Nervenverletzung natürlich nahe.

Beweglichkeit: also ich wurde L5/S1 versteift und merke keine Einschrenkung! Allerdings müssen jetzt L4 + BS und das ISG mehr Belastung ertragen.

So... heute habe ich mal wieder ein paar Minuten Rü-gymnastik gemacht. ;-) *miraufdieSchulterklop* Waren leider nur 5 Minuten; aber wenigstens etwas. %-|

Wünsche euch noch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche!

s$anj?i


Hallo outsidex *:) Danke für deine Antwort! Ja - Rückenübungen sollte ich auch regelmäßig machen...leider bin ich nicht so diszipliniert.

Muss auch mal wieder was tun.!

Wünsche euch auch noch einen schönen Abend!*:)

a5ndIi x28


*:)

Hallo ihr lieben *:)

GOBO: Oh, dann geht ja jetzt schon mal was vorwärts, mit dem OP-Termin. 5 Wochen musst du im Krankenhaus bleiben ??? Ganz schön lange.

Sanji: Also bei mir ist die Bewegung schon eingeschränkt, Risiken gibt es bei so einer OP auch einige, sie können Nerven verletzen, sie können die Rückenmarkshaut verletzen ( war bei mir der Fall), du kannst danach gelähmt sein, etc. Da müsste dich dann aber der Orthopäde genau informieren.

Arbeitest du jetzt gar nicht mehr ??? Oder nur in einem anderen Beruf ???

Kathrin: Hast du Aussichten auf einen Job in dem Vermessungsamt ??? Wäre ja super, wenn´s dir so Spaß macht, und du das mit dem Rücken gut schaffst.

Ich ruf morgen bei meinem Orthopäden an, weil ich einen Termin brauche, mir wird die rechte Po-Backe immer wieder taub! Und mir tun die Waden so weh, und ich habe das Gefühl als ob ich über meinem rechten Fuß stolpere beim gehen.

Aber ich weiß eh schon was er wieder sagt, ich kann für sie nix mehr tun, brauchen sie wieder Schmerztabletten?

Na ja, dann wünsch ich euch was, LG

Andrea!

afndi 2x8


Fruki, wo steckst du eigentlich schon wieder ???

Kaum bist du nach laaanger Zeit wieder aufgetaucht, schon bist du wieder weg!:°(

s+anjxi


Guten Morgen *:)

Hallo andi28 *:)

..ie können die Rückenmarkshaut verletzen (war bei mir der Fall), du kannst danach gelähmt sein, etc. Da müsste dich dann aber der Orthopäde genau informieren..

wie macht sich diese Rückenmarksverletzung bemerkbar?

Ein Orthopäde riet mir damals zur Versteifung, da ich dann wohl wieder in der Pflege arbeiten könnte.

Ein anderer Orthopäde hat mir dann aber geraten, dies nicht zu tun. Und das eine OP noch nicht nötig sei. Stattdessen soll mit so einer Facetteninfiltration die Schmerzen behandelt werden. Die hilft mir auch.

Wenn ich hier so lese, ist es bei mir noch nicht so schlimm.

Vor der Kur und der Umschulung hatte ich arge Probleme. Arge Schmerzen und mein linkes Bein konnte ich kaum bewegen.

Die kur hat vioel geholfen und das ich nicht mehr in der Pflege arbeite hat auch was dazu getan.

Ich habe eine Umschulung gemacht..jetzt kann ich in einem Büro arbeiten, also abwechselnd sitzen und stehen. Aber leider noch keinen neuen Job bekommen.

Zurzeit hab ich beschwerden wenn ich länge als 10 Minuten gehe oder wenn ich zu lange ( also auch etwa 10 minuten ) sitze...dann wird mein linkes Bein wieder taub..und bekomme Schmerzen im Rücken.

Ich hätte zuviel Angst vor so einer OP und wenn es geht würd ich diese gerne vermeiden

Wie stark eingeschränkt bist du denn?

a<ndix 28


Hallo *:)

Sanji: Bei der letzten OP wurde festgestellt, dass die Rückenmarkshaut verletzt war, diese wurde verletzt wo sie mir die Schrauben reingetan haben, dass macht sich est bemerkbar wenn man aufschneidet, also es ist Liquor-Rückenmarksflüssigkeit rausgelaufen, und dadurch hat sich eine Zyste-Abzess gebildet.

Dass ist gar nicht so ungefährlich, und laut Ärzte verursacht dies starke Schmerzen. Das wurde bei der letzten OP behoben, indem sie die Zyste abgesaugt haben und einen "Patch" draufgenäht haben.

Ich bin in dem eingeschränkt, dass ich momentan nix machen kann, außer ein Stück gehen, und sonst nur Krankengymnastik. Sonst kann ich nix lange machen, also kein Fahrradfahren, tanzen,etc.

Welchen Grad des Wirbelgleitens hast du denn ??? Meyerding....

Alles Liebe, LG, Andrea

saaxnji


Hallo *:)

andi28 Ich weiß gar nicht welchen Grad ich hab.Ich weiß auch nicht was Meyerding ist.

Das hört sich ja alles nicht gut an bei dir. Du hast da ja schon was mitgemacht. Scheint bei mir aber noch nicht so gravierend zu sein.

i

Ja laufen ist auch schwierig fürmich. Radfahren kann ich aber noch ganz gut. Aber wenn ich zu lange Touren mache, bekomme ich wieder schmerzen im linken Bein. Aber ist alles noch gut auszuhalten.

ich hab die Diagnose vor ca. 5 jahren bekommen und versuche einer Op aus dem Weg zu gehen. Was bis jetzt auch gut geklappt hat.Ich hoffe das das auch erstmal so bleibt.

das schlimmste war das erste halbe Jahr vor 5 Jahren, wo ich nichts -absolut nichts-machen konnte.Das ist echt hart, da ich sonst viel gearbeitet hatte.

Ganz liebe Grüße!

H}aenxchen


Bad Wildungen-wwk

Hallo, hier ist Sabine, ich war nun schon zweimal in der Werner-Wicker-Klinik, und es ist genauso wie jedes andere Krankenhaus. Man darf keine Fragen stellen, und genausowenig krank sein. Massenabfertigung eigentlich nicht, die Ärzte sind schon sehr genau, aber Auskünfte bekommt wenig oder gar nicht. Letztenendes ist es dort wie in jedem Krankenhaus. Man ist nur eine Nummer. Ich denke, dass jeder die Erfahrung machen muss, mir haben die Operationen teilweise geholfen, aber ohne eigenes Dazutun geht es nicht, auch wenn man vor lauter Schmerzen sich kaum noch bewegen kann, es interessiert kaum jemanden. Ich bin nun noch voll berufstätig, und habe einen Behindertenstatus von 50%, um den aber noch kämpfen muss mit dem Versorgungsamt in Hamburg. Auch musste ich darum kämpfen, keine Überstunden mehr machen zu dürfen, wegen dieser ganzen Rückenkrankheit, doch mein Chef wollte nicht, ich mußte tatsächlich bis zur obersten Etage, und Gott sei dank, hat unsere Firma eine Behindertenbeauftragten und Betriebsrat, sonst wäre ich nicht weitergekommen. Ich kann Euch nur sagen, wenn es Euch so schlecht geht, dann geht in diese Klinik, bevor ihr irgendwo versaut wird, und alles dann noch schlechter wird. Ich habe es leider erlebt hier in Hamburg. Also meldet Euch und berichtet.

Liebe Grüsse von Sabine

aJndni 28


Hallo *:)

sanji: Meyerding ist die Bezeichnung für den Grad des Wirbelgleitens, es gibt, Grad 1,2,3 und 4.

So heute habe ich wieder einen Termin bei meinem Orthopäden.

Mal schau´n was er wieder spricht.

Wünsche euch einen schönen Tag

LG, Andrea

sHanxji


*:) Danke Andrea für deine Erklärung!*:) Ich wünsch dir auch einen schönen Tag !*:)

a<ndi x28


Hallo!

Also ich war vorher bei meinem Orthopäden, und, es kann sein das ich in kürzester Zeit wieder unter das Messer muss.

Wenn in zwei Wochen immer noch das Taubheitsgefühl in meinem Po da ist, muss ich sofort zur Kernspin und zum Neurologen und dann unters Messer. Dann muss innen alles aufgefräst und die Nerven-Wurzeln freigelegt werden. Es ist innen alles vernarbt und verwuchert, sodass die Nervenwurzeln eingewachsen sind, und die ganz abgetrennt werden durch den Knochen. Dann muss es schnell gehen, sagt er. Er wollte mir wieder Morphium verschreiben, dagegen ich mich aber sehr wehre.

So jetzt mal schaun, was noch alles kommt, hab jetzt dann bald die ganze Palette durch.

An den Gedanken, dass ich in paar Wochen die 5.OP habe, kann ich mich nicht damit abfinden.

Andrea

o[utsi!dex


[[http://www.orthopress.de]]

Folgenden Artikel habe ich aus der Zeitschrift Orthopress. Ich finde sie total interessant. Leider steht im Internet nicht all das drinnen, das in der Zeitschrift selbst drinnen steht.

Naja, auf jedenfall könnte das vielleicht ein paar Leute von hier - sanji ??? - interessieren.

>> PDN: Ein neues Polster für die Wirbel...

Implantatkissen ersetzt Bandscheibenkern

Unsere Bandscheiben sind viel mehr als nur eine flexible Verbindung zwischen den einzelnen Wirbelkörpern: Sie puffern als Stoßdämpfer auf Schritt und Tritt unsere Wirbelsäule ab und sorgen dafür, dass sich die einzelnen Wirbel stets in optimaler Entfernung zueinander befinden. Solange die Bandscheiben gesund sind, kann diese Aufgabe optimal erfüllt werden. Bei vielen Menschen lassen jedoch mit der Zeit die Bandscheibenfunktion und die Pufferfunktion nach. Ein solcher Funktionsverlust bleibt häufig unbemerkt, bis das Bandscheibengewebe vorfällt und Nerven im Rückenmark so bedrängt, dass eine Operation unvermeidlich ist.

Bei diesem Eingriff wird in aller Regel das Bandscheibenfach "ausgeräumt", das heißt, der Gallertkern wird weitgehend entfernt, denn sonst könnte es leicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zu einem Vorfall kommen. Da man aber weiß, dass der herausgenommene Bandscheibenkern sehr wohl eine wichtige Funktion erfüllt hat, forscht man seit vielen Jahren an einem vollwertigen Ersatz. Mit der neuesten Generation der künstlichen Bandscheiben steht nun ein von Dr. Charles Ray entwickeltes Implantat zur Verfügung, welches die Behandlung von Bandscheibenvorfällen revolutionieren soll. Über den "Prosthetic Disc Nucleus" (PDN) sprach ORTHOpress mit Drs. Patrick Simons, Neurochirurg an der MediaPark Klinik in Köln.

Herr Drs. Simons, was passiert genau, wenn unsere Bandscheiben ihre Funktion verlieren?

Man muss sich die Bandscheiben vorstellen wie einen kleinen ummantelten Schwamm: In der Nacht saugen sie sich mit Wasser voll und werden prall-elastisch, so dass sie ihre stoßdämpfende Funktion bestmöglich erfüllen können. Über Tag wird das Wasser dann durch das zu tragende Körpergewicht aus dem Bandscheibenkern ausgepresst. Im Laufe der Jahre aber schafft die Bandscheibe es nicht mehr, den aufgetretenen Flüssigkeitsverlust auszugleichen – der Kern verliert immer mehr Wasser und damit seine Funktion. In diesem Stadium kann bei einer Kernspinuntersuchung die Degeneration bereits beobachtet werden: Der Bandscheibenkern stellt sich dunkel dar; der Arzt spricht von einer "schwarzen" Bandscheibe. Häufig ist dieser Zustand schon von mehr oder weniger häufig auftretenden Rückenschmerzen begleitet. Dies liegt daran, dass der den Bandscheibenkern umgebende Faserring schlaffer wird und an Höhe und Spannung verliert: Häufig werden seine schräg überkreuzt verlaufenden Fasern so zusammengedrückt, dass sich der Kern an einer Stelle vorwölben kann und auf dahinter liegendes Nervengewebe drückt. Im schlimmsten Fall reißt schließlich an einer Stelle der Faserring – dann treten Teile des Bandscheibenkerns beinahe explosionsartig aus und bedrängen die Nerven. Das ist der Zustand, der als Bandscheibenvorfall bezeichnet wird.

Wie kann diesen Patienten jetzt durch den PDN geholfen werden?

Der PDN ist ein prothetischer Ersatz für den Bandscheibenkern. Er besteht aus einem speziellen hydrophilen (wasseransaugenden) Gel und einer Umhüllung und sieht wie ein kleines Kissen aus. Dieses wird statt des degenerierten Kerns in die Bandscheibe eingebracht. Einmal eingesetzt, nimmt es innerhalb von 24 Stunden über 80 Prozent seines eigenen Gewichts an Wasser auf und dehnt sich dabei auf genau vorausberechnete Art und Weise aus. Damit wird sowohl die ursprüngliche Höhe der Wirbel-etage als auch ein stoßdämpfender Effekt wiederhergestellt, denn das mit Wasser gefüllte Kissen ist ähnlich elastisch wie der Bandscheibenkern, den es ersetzen soll. Der große Vorteil des PDN gegenüber früheren Bandscheibenprothesen ist, dass er durch seine Form und die starke Ausdehnung durch die Flüssigkeitsaufnahme kaum wieder herausrutschen kann.

Können mit dem PDN Patienten auch behandelt werden, die noch gar keinen freien Bandscheibenvorfall im eigentlichen Sinne erlitten haben?

Genau. Mit dem PDN steht jetzt eine effektive Methode zur Verfügung, mit der man eingreifen kann, bereits bevor ein Bandscheibenvorfall stattfindet. Geeignet für diese Methode sind besonders Patienten mit Rückenschmerzen, welche nicht durch konservative Methoden zu beseitigen sind, und bei denen sich im Kernspintomogramm die Bandscheibe bereits dunkel und entwässert darstellt. Typischerweise sind dies Patienten in der Altersgruppe bis etwa Ende fünfzig. Knorpelablagerungen und Verengungen des Nervenkanals dürfen allerdings noch nicht vorliegen.

Aber wie profitieren Patienten vom PDN, wenn bereits ein Vorfall eingetreten ist? Der Faserring ist doch dann gerissen?

Das ist genau das Besondere daran. Bisher gab es keine sinnvolle Möglichkeit, im Rahmen der notwendigen Bandscheibenoperation auch den Kern zu ersetzen. Der PDN bietet jetzt am Ende des Eingriffs die Möglichkeit – nachdem die Nerven vom Druck des ausgetretenen Bandscheibengewebes befreit sind –, den Zwischenwirbelraum wieder aufzurichten und gleichzeitig ein Polster zu schaffen, welches dem der natürlichen Bandscheibe weitgehend entspricht. Anders als bei den momentan immer häufiger eingesetzten totalen Bandscheibenprothesen bleibt bei dem PDN der Faserring und damit die Beweglichkeit erhalten. Auch ist der Eingriff selber mit deutlich geringeren Risiken behaftet. In Untersuchungen wurde inzwischen nachgewiesen, dass die bei einem Bandscheibenvorfall reduzierte Beweglichkeit nach einer Operation mit Implantation des PDN wieder besser wurde.

Wie wird ein PDN eingesetzt? Verläuft die Operation wie ein herkömmlicher "offener" Eingriff bei einem Bandscheibenvorfall?

Eine Möglichkeit ist es, über den seitlichen OP-Zugang zu operieren, wobei der Nervenkanal nicht eröffnet werden muss (schwarze Bandscheibe). Beim seitlichen Zugang als auch beim herkömmlichen

3-D-mikrochirurgischen Zugang vom Rücken her (Vorfall) wird die Operation kurzstationär in Vollnarkose durchgeführt. Dadurch lässt sich auch die notwendige Rehabilitation reduzieren: Nur für die Dauer von etwa vier Wochen nach der Operation muss ein spezielles Mieder getragen werden; dann erfolgt eine Muskelkräftigung, und nach der endgültigen Ausheilung können alle körperlichen Aktivitäten und Sportarten wieder aufgenommen werden. Auch dies ist ein großer Vorteil gegenüber den bekannten Bandscheibenprothesen, die ja an einer Stelle die Wirbelsäule versteifen und damit eine Bewegungseinschränkung mit sich bringen können.

Wie sieht es mit den Langzeitergebnissen aus? Kann man davon ausgehen, dass mit dem PDN eine dauerhafte Lösung zur Verfügung steht?

Bereits 1996 wurden die ersten Patienten von Prof. Schönmayr operiert, und nach einer Phase der Entwicklung steht jetzt das PDN-Solo-Implantat zur Verfügung. Umfangreiche Tests haben ergeben, dass auch nach über 50 Millionen Belastungszyklen (was umgerechnet auf eine normale Beanspruchung etwa einem Dauereinsatz von 50 Jahren entspricht) noch kein nennenswerter Verschleiß des Implantats zu verzeichnen war. Bis Ende 2002 sind bereits über 1000 PDN weltweit implantiert worden, und in einer im gleichen Zeitraum durchgeführten Studie wurde bislang ein Erfolg bei 88 Prozent der Patienten beschrieben. Bei den noch andauernden Auswertungen zeichnet sich ab, dass sich dieses Ergebnis eher noch weiter verbessert.

Bleibt die Frage nach den Kosten: Wie teuer kommt den Patienten ein PDN zu stehen, und werden die Kosten möglicherweise von der Kasse übernommen?

Mit etwa 1200 Euro sind die Kosten für einen PDN deutlich geringer als bei einer totalen Bandscheibenprothese, die dazu einen erheblich größeren Eingriff erfordert. Bislang sind Ärzte und Patienten noch auf Einzelentscheidungen angewiesen, Verhandlungen mit den Krankenkassen werden jedoch geführt. <<

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH