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Kreuzbandriss - Operation, ja oder nein?

J,asMminmysxelf hat die Diskussion gestartet


Mir hat im Dezember so ein Penner beim Judotraining das Knie verdreht, wir sind sofort ins Krankenhaus gefahren und die haben gesagt, dass ich nichts hab (die haben gedacht, ich simuliere).

Dann bin ich zu nem Unfallarzt gegangen, der hat mich sofort zum Kernspint geschickt, weil ich Blut/Wasser im Knie hatte und die haben gesagt, dass ich nen Kreuzbandriss hab. :°(

Dann heb ich ne beweglich Schiene bekommen und bin zur Reha gegangen. Der Physotherapeut hat gesagt, dass das Knie total stabil ist (Hat den Schubladentest gemacht) und er würde es nicht operieren. Der Unfallarzt hat auch gesagt, dass es stabil ist (Schubladentest!) und wenn man nicht wüsste, dass ich nen Riss hätte, würde man das auch nicht merken. Aber meine Freundin (auch Kreuzbandriss) hat gesagt, ich solls operieren lassen, weil es auch durch Muskelaufbau nicht mehr gescheit stabil wird und dass ich ohne OP ne Gelenkarthrose bekomme.

Ich bin mir mit der OP nicht so sicher (so riesige Narben), aber mein Bein fühlt sich im Gegensatz zum anderen total schwach an und so ähnlich wie weiche Knie. Liegt das an den abgebauten Muskeln, oder am Kreuzbandriss und der Innenbandzerrung?

Aber beim Knie hab ich auch immer das Gefühl, als ob mir das Knie überknickt.

Deswegen frag ich mich, ob eine OP vielleicht doch sinnvoll wäre und ob davon alle Beschwerden weggehen.

Antworten
a@RoxHa


Hi,

es kommt vor, dass wenn man die bewegliche Schiene über 6 Wochen konsequent trägt (z.B. von Don Joy), dass dann das Kreuzband wieder zusammenwächst. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei etwa 20%. Es hört sich bei Dir so an, dass Du zu den 20% dazugehörst und eine OP nicht notwendig ist, wenn der Schubladentest (Lachman-Test) negativ ist und einen Anschlag hat. Dann muss man eben nicht operieren, weil das Knie dann stabil ist.

Wie man sieht, ist ein Kreuzbandriß nicht gleich ein Kreuzbandriß. Hole Dir eventuell noch eine zweite Meinung.

Ich hoffe es für Dich, dass Du nicht operiert werden mußt.

Schöne Grüße

aRoHa

H]ypexrion


hm

bei isolierten kreuzbandrupturen (ohne köncherne begleitverletzungen) sollte man erst versuchen durch ein entsprechendes muskelaufbautraining die kniegelenksstabilität wieder herzustellen.

wenn sich nach 3 monaten keine besserung einstellt und das kniegelnk weiterhin instabil bleibt ist eine operative rekonstruktion angezeigt.

das kreuzband wird dann durch körpereigenes marterial zusammengenäht.

die op kann man heute schon arthroskopisch (minimalinvasiv) durchführen.

gruss

dairk-8x7


Hi!

also das schwächegefühl kommt ziemlich sicher auch von der schwächer gewordenen muskulatur. meine kreuzband-OP ist drei jahre her und ich hab immernoch ein leichtes muskeldefizit.

ob du die OP nun benötigst oder nicht musst du und der arzt wissen.

aber allgemein sagt man schon, dass eine OP im jungen alter mit stärkerer sportlicher aktivitt auf jeden fall sinnvoll ist. man kann nur selten die instabilität kommplettt mit der muskulatur kompensieren, sie kann lediglich unterstützend wirken. das beste beispiel sind profisportler: fast jeder wird operiert, obwohl die eine wirklich gut ausgebildete muskulatur besitzen.

gehörst du aber zu den 20% von denen aroha berichtet hat, kannst du dich echt glücklich schätzen. dabei wusste ich gar nicht, dass das mit dem "von selbst wieder zusammenwachsen" möglich ist.

wünsch dir auf jeden fall alles gute

dirk

Ornjo


Hallöle!

Also wenn du Sport machen willst, solltest du dein Knie schon operieren lassen. Hab auch 'nen VKB-Riss und wenn ich rumhüpfe macht sich das Schienbein selbständig, ist net grad angenehm! Nächste Woche werd ich jedenfalls operiert.

Und wie deine Freundin schon sagt, denk an die erhöte Gefahr einer Arthrose ohne OP. Zwischen Unfall und OP sollten 3 Monate liegen, dann ist das Gelenk mit einmal "stoffwechseln" durch und das Transplantat heilt schneller ein.

Viel Glück!

Piechqvogexl78


Ne Op scheint nicht immer gut zu sein.

Ich hatte im Juli letzten Jahres einen Unfall beim Fußball spielen, dabei habe ich mir mein vord.Kreuzband gerissen.

Leider wurde dies erst Ende letzten Jahres festgestellt, so dass ich meine erste Op erst am 25.01.05 in Oberhausen hatte.

Und als wenn das nicht genug gewesen wäre, durfte ich mich in der folgenden Woche noch 2x zum spülen unters Messer legen.

Ich hatte nach den Op's ein Knie wie nen Elefant und habe mich bewegt wie ein 80jähriger. Die Schmerzen waren echt krass und ich habe oft verflucht das ich den Eingriff habe vornehmen lassen.

Ich habe heute erst ne Beugung von 45Grad u immer noch ein Streckdefizit. An Arbeiten ist erst garnicht in der nä.Zeit zu denken.

Ich kann abschließend nur dazu raten die Notwendigkeit immer gut zu überlegen

C7aro


@pechvogel

wo hast du dich in oberhausen operieren lassen?

Phechvyogell7x8


Die Op habe ich im St.Elisabeth Hospital/Station Barbara machen lassen. Der Dr.Walter gilt als Spezialist in Sachen Knie.

Und meine Reha läuft im Come Back in Ge.

Da sind super Leute die einen wieder fit machen!

C+aro


i know...

komm selber aus OB, hab mich allerdings in hannover operieren lassen

pteples


Jasminmyself,

ich habe mein Kb (u.a.) auch operieren lassen. Leider ist es wieder gerissen, bei der Reha, oder auch nicht richtig eingewachsen. Summa summarum liegt Unfall jetzt 5 Jahre zurück und die Op 3 Jahre. Seit meiner Op bzw. nach dem neuen Riss habe ich viel an meinem Muskelaufbau gearbeitet, und kann sagen, meine Muskeln machen mit. Ich war zwar bei einigen Gutachtern, die nach dem Lachmann-Test ein instabiles Knie feststellten, allerdinigs mit großer Muskelstabilität. Ich weiß von einigen Fällen, dass sie ohne Kreuzband recht gut leben und auch Sport treiben, das beste BEispiel bin ich in den letzten 3 Jahren gewesen. Nun habe ich allerdings wieder Krücken und einen Kapselriss. Fast alle Ärzte raten mir von einer weiteren Op ab, da ich schon zu viele Eingriffe wohl hätte.

Ich kann nun aber nicht sagen, ob ich mich nach mit meinen bisherigen Erfahrungen damals operieren lassen hätte oder nicht. Vielleicht ist es das beste, da man mit einem Kbriss doch schon eingeschränkter lebt. Ich habe dies gelernt, und kann damit auch bei Sportarten wie Skaten, Rad fahren, Eislaufen,..., umgehen. Sportarten wie Ski oder Basketball musste ich allerdings aufgeben.

Nach den 5 Jahren mit kaputten Kb ist dies schon so fest in meinem Unterbewusstsein verankert, dass ich bei jeder miesen Bewegung sofort reagieren kann!

Also, eine Op ist zwar ein großer Eingriff, wenn man jedoch "nur" das Kb wiederherstellen lässte, wäre es für ein normales sportliches Leben hinterher wohl zu empfehlen.

Wovon ich aber abrate sind Meniskus und Kb gleichzeiten operieren zu lassen: beide behindern sich in ihrer Nachbehandlung gegenseitig, was bei mir die Ursache von einem neuen Menikusriss (und danach die komplette Entfernung) und einen neuen Kbriss zur Folge hatte.

Trotzdem viel Glück, und die richtige Entscheidung wirst Du sowieso nie erfahren, aber wichtig ist, dass Du Dir nicht nur eine fachliche Meinung einholst!

Amndix32


OP-Erfahrungen

Liebe Leidensgefährten,

lest mal, was mir so alles passiert ist:Skiunfall Anfang Januar, vorderes KB und Innenmeniskus gerissen, OP dann Anfang Februar. So weit so gut, sah alles ganz gut aus.

Nur: Nachdem ich eine Nacht lang geblutet hatte wie das buchstäbliche Schwein, stellte mein Arzt am nächsten Morgen fest, dass sein Assistenzarzt vergessen hatte, mich zuzunähen. Die Nachtärztin konnte sich in dieser Nacht, in der ich eine ganze Menge Blut verloren hatte, nicht dazu durchringen, den Verband ganz zu öffnen, um nach der genauen Ursache zu suchen. Statt dessen bekam ich 5 Mal einen neuen Teilverband.

Also, für diejenigen, die es noch vor sich haben: Fragt einfach mal nach der OP, ob Ihr auch zugemacht wurdet.

Abgesehen davon ist die OP ganz gut gelaufen, insofern hat mein Arzt bestimmt gute Arbeit geleistet. Aber es geht nur langsam voran, in kleinen Schritten. Ich gehe noch an Krücken mit einer Gelenkschiene, passive Beugung bis 90 Grad ist möglich, in der Streckung fehlen mir allerdings einige Grad. Belastung liegt momentan beim halben Köpergewicht. Ich gehe beinahe täglich zur KG und Lymphdrainage. Geduld braucht man schon.

Unterm Strich jedoch ist die Entscheidung für eine VKB-Plastik sicherlich richtig.

p&epexs


ooohhhhh

was war denn das nur für ein Arzt?

Das es soetwas noch wirklich gibt, ist doch ein regelrechter Skandal! Vergessen die Dich einfach zuzunähen...!

Aber das wars eventuell wert, wenn Du dann nach Deinen ganzen Behandlungen wieder fit bist!

Viel Glück weiterhin!

In welcher Woche nach der OP bost Du eigentlich?

A2n8di32


OP

Der Arzt selbst ist in Ordnung, seinem Ruf nach zumindest, weswegen ich auch zu ihm gegangen bin. Nur mit der Qualitätssicherung hat es bei mir nicht so ganz hingehauen. Er hätte seinen Assi einfach kontrollieren müssen. Vielleicht hat die Bluterei auch einen Vorteil gehabt: die Schwellung im Knie war im Großen und Ganzen nicht sehr tragisch.

Meine OP war gestern vor einem Monat, bin jetzt also in der 5. Woche. Ich hoffe, Ende nächster Woche die Krücken in die Ecke stellen zu können.

CVai\t


OOOOh was man hier alles zu hören kriegt!

Die ahm tatsächlich vergessen dich zuzunähen!?!?!?!

Herrje das sind keine aufbaunden Beiträge wenn man selber bald operiert wird!Da bekommt man ja noch mehr angst!!!

Gute besserung an alle

Cait

AZndix32


Nein, nein keine Angst vor der OP selbst! Ich denke, das Vergessen einer Naht ist ein einmaliges Ereignis. Manche Orthopäden lassen den einen oder anderen Schnitt - angeblich - auch bewusst auf. Nur, dann weiß der Patient das. Und die Schwestern auch. Wenn es dann zu arg bluten sollte, wissen alle Beteiligten, woher das kommt und was zu tun ist.

Von der OP bekommt man nichts mit. Die Narkose ist auch nicht schlimm, man ist nur noch eine Weile etwas müde und schlapp, aber am nächsten Tag geht es dann schon wieder aufwärts.

Keine Sorge also und Kopf hoch! Übrigens: die Narben sind ganz winzig, die längste hat bei mir ca. 4 cm, eine sieht man jetzt schon kaum noch.

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