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Bandscheibenvorfall L4/ L5 mit Parese-Erscheinungen

H\ol(gerx44 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

leide seit 6 Wochen unter starken Schmerzen in der Lendenwirbelgegend mit austrahlenden Schmerz im rechten Bein.

Habe bis heute noch gearbeitet. Lebensqualität gleich null.

Diagonostizierter BV zwischen L4 und L5. Heute per Kernspin.

Hatte die gleichen Symptome (minder schwer, aber auch heftig) 2002 und 1998. Konservative Behandlung im KH mit Erfolg. Bin danach sogar Marathon in 2004 gelaufen.

Diesmal kommen aber Lähmungserscheinungen (ausgeprägte Parese, so der Neurochirurg) im rechten Fuß hinzu. Seit 2 Wochen. "Klumpffuß" und "QuasiModo-Gang" und auch nicht mehr als 750m.

Kam nur mit Schmerzmittel (Voltaren und Murasil) über die Runden.

Morgen muß ich wieder zum Neurochirug (macht guten Eindruck), der die Bilder beurteilt.

Was soll ich machen? Der Radiologe sprach von Operation. Habe auch "leicht" Angst, dass die Lähmung schlimmer wird und noch andere Regionen betroffen werden.

Wann soll operiert werden? Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Grüsse

Holger

Antworten
AWndr@eaH1


Re.: Holger44

Aus meiner Sicht sollte - allerspätestens - bei Lähmungserscheinungen operiert werden!!!!!!

Du solltest jetzt nicht mehr lange zögern, damit sich die Nervenwurzel, die durch den Bandscheibenvorfall lädiert wird, wieder erholen kann!!!!!!

Gute Besserung!!!!!

K,a~nSon


Bei Lähmung

Hallo!

Selbst ich als hartnäckiger OP-Verweigerer würde bei Lähmungserscheinungen zur OP raten, das ist eine ziemlich deutliche Indikation dafür.

Beste Grüße und gutes Gelingen

KanSon

SHus/ale7ttxa


mögliche Alternative zur OP

Hallo Holger,

bevor Du Dich zu diesem Schritt entscheidest, würde ich mich wirklich ersteinmal von einem Chiropractor untersuchen lassen.

Er verfügt über das Wissen eines 5 bis 6-jährigen Studiums der Chiropractic (England, Australien, France oder USA) und hat ganz andere Behandlungs-Voraussetzungen, als so ein "Wochenend-Seminar-Chiropraktiker".

Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen dem Chiropraktiker, Chirotherapeuten oder den besagten Chiropractoren. Informationen über die "Deutsche Chiropraktoren Gesellschaft", über die Behandlung und deren Chiropractoren bekommst Du hier: [[http://www.chiropraktik.de]].

Dort gibt es auch eine Liste der behandelnden Chiropractoren in Deiner Nähe.

Ich bin selbst Patientin bei "meinem" Chiropractor Herrn Paris in Braunschweig [[http://www.chiropractic-zentrum.de]] und fahre dafür extra aus Berlin an. Die Erfahrung, die ich gemacht habe sind sehr sehr gut, "leider" so gut, daß ich selbst nicht mehr an meinem Problem arbeite und mich auf ihn verlasse. Also muß mich der Mann alle 1/4 Jahre behandeln.

Eine Operation ist ein nicht reversibler Eingriff. Bevor Du diesen Schritt gehst, laß es auf einen Versuch ankommen und gehe zu einem solchen Spezialisten.

Das hat im übrigen nichts mit Einrenken zu tun sondern wenn dann mit sanfter Justage.

Alles Gute,

Susaletta

AIndreaxH1


Re.: Susaletta

Hattest Du auch Lähmungserscheinungen ???

p(eYpexs


Holger

wende DIch am besten an einen sehr guten Osteopathen, der die Wirbelsäule auch vom Kopf aus behandelt (Dural-Zug = um dem Rückenmarksschlauch sind die Hirnhäute, und die können verklebt sein)!

Qi-Gong-Übungen sind auch sehr hilfreich für Dich. Und Dein Säure-Basen Gleichgewicht Deines gesamten Körpers solltest Du kontrollieren lassen (über einen Urin-Testsstreifen).

Meistens ist der Körper übersäuert und braucht basichen Ausgleich z.B. in Form von Heilerde oder NAtronbädern... .

Viel Glück!

ARndr}eaHx1


Re.: pepes

Bei Lähmungserscheinungen sieht die Sache etwas anders aus!

peepes


Oh sorry, ich habe mir das nur von meiner Tante diktieren lassen und wollte keinem zu nahe treten. Sie ist ein großer Verfechter von alternativer Heilung. Ich bin selber ein geschundenes Ärzteopfer mit meinem Knie, und das schon über viele Jahre! Ich muss aber dazu sagen, dass ich viel durch ihre Hilfe im Laufen und in der Raehbilitation geschafft habe. Und nicht nur ich.

Also, ein Versuch wäre es doch wert, oder?

Viel Glück!

A=ndrYeaaH1


Re.: pepes

Wenn bei Lähmungserscheinungen zu lange gewartet wird, kann es sein, dass die Nervenwurzel irreversibel (nicht mehr heilbar) geschädigt wird.

Ansonsten bin ich auch dafür erst alle anderen Alternativen auszuprobieren!

p<e,pexs


heißt das mit den Lähmungserscheinungen auch ohne sofortige Feststellung des Arztes auftreten kann?

Mein Freund hat sich bei einem Arbeitsunfall wohl eine Quetschung einer Bandscheibe zugezogen. Nun hat er kein Gefühl mehr im linken Oberschenkel, doch der Arzt setzt nur auf Schmerzmittel, und möchte erst einmal abwarten. Mit den Schmerzmitteln wird doch nicht die Ursache behandelt. Der Arzt meinte, wenn die Schmerzen nicht aufhören würden, müsste wohl doch in ein paar Tagen ein MRT gemacht werden.

Ist dies überhaupt zulässig? Er sprach den Arzt direkt auf ein MRT an, und auch in der Notfallstation im Krankenhaus riet mit der Vermutung auf Schädigung eines Spinalnerves oder dessen Riss zu einer MRT-UNtersuchung.

Habt ihr da nähere Infos zu?

A*ndrueaH1


Re.: pepes

Dein Freund sollte unbedingt umgehend ein MRT (Kernspin) machen lassen!!!!!

Ein MRT ist sehr teuer (ca. 450 EUR) und deshalb sind die Ärzte sehr vorsichtig mit einer Überweisung. Aber bei diesem Verdacht ist ein Kernspin - aus meiner Sicht - umgehend notwendig!!

Allerdings bin ich kein Arzt!!!

p\e#pFexs


Hallo Andrea

Ich habe noch einmal mit meiner Tante gesprochen (die mir die Sachen schilderte). Sie ist Physiotherapeutin und hat mit dem Dural-Zug schon eine gelähmte Frau zum laufen gebracht: während der Behandlung spürte die Patientin ein Gefühl im Bein / Fuß, das immer intensiver wurde. Vielleicht hat ja nicht jeder soviel Glück, wird sicher auch daran liegen, dass bei jedem die Usachen anders begründet ist. Aber sie sagt immer wieder: es gibt nichts, was es nicht gibt. Ein Fünkchen Glaube ist wohl auch immer dabei, aber Glaube versetzt bekanntlich Berge... .

A\ndrexaH1


Re.: pepes

Ein Duraldurchzug würde - wenn das möglich wäre - überhaupt nichts nützen, wenn z. B. die Nervenaustrittslöcher der Wirbelsäule durch den Bandscheibenvorfall eingeengt sind und deshalb Lähmungserscheinungen auftreten.

LaetPzteAr Engxel


Ich wurde operiert

Hallo Holger,

auch ich hatte den gleichen Bandscheibenvorfall wie du. Allerdings mußte ich mich fast 5 Monate mit sehr starken Schmerzen rumquälen bevor ich endlich operiert wurde. Selbst starke Schmerzmittel konnten mir nicht helfen. Ich bin bis jetzt Beschwerdefrei und würde jedem raten, den die Ärzte eine Op anraten diese auch anzunehmen.

Gruß

HZolg#erx44


Ich wurde am 05.03. operiert. Danke für Eure Beiträge

Hallo!

Mein behandelnder Arzt (Neurochirurg) hat mich nach MRT und weiteren Untersuchungen am Freitag sofort in das Südklinkum Nürnberg überwiesen. Dort wurde ich noch am selben Tag (20:00 Uhr) operiert.

Ging nicht mehr anders. Schmerz und Parese. Mir war alles egal! Panik!

Die Ärzte dort haben meinen Leichtsinn sehr verurteilt. Hätte zu lange gewartet. Je länger man warten würde, desto mehr würden die Chancen sinken, die Parese zu heilen.

Nach OP jetzt schmerzfrei, aber Parese noch da. Wie erwartet.

Aber keine Schmerzen zu haben, ist auch schon ganz gut.

Und ich kann ja relatív normal gehen.

Habe dort im Klinikum gelernt, wieder etwas demütiger zu sein.

Bin jetzt wieder daheim und werde jetzt bald auf ne dreiwöchige Reha gehen. Vielleicht kann ich dann irgendwann wieder mal joggen (meine Leidenschaft) (Bitte, lieber Gott, gib mir Geduld! Aber sofort!) gehen.

Ich glaube, für mich war die OP die einzige Chance, noch schlimmere Lähmungen (Blase, Darm etc.) zu vermeiden.

Danke für euere Beiträge und Wünsche.

Viele Grüße,

Holger

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