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Achillessehnenriss nach Cortisonspritzen

Kfim6x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hatte nachstehendes bereits unter Sprotmedizin gepostet, aber kaum Resonanz bekommen. Vielleicht ist es unter Othopädie auch besser aufgehoben und hier ist jemand der mir die unten stehenden Fragen beantworten kann.

Seit Dezember hatte ich Schmerzen in der Sehne, der behandelnde Orthopäde gab insgesamt vier Cortisonhaltige Spritzen über einen Zeitraum von sechs Wochen. Immer nach dem Motto: Wenn´s nicht besser wird, wiederkommen. Anfang Februar ist die Achillessehne ohne großartige äußere Einwirkung gerissen. Im Krankenhaus hat man mir denn gesagt das es durch das Cortison zu einer Schwächung des Sehnengewebes und deshalb zum Riss gekommen ist. Nach der OP hat man mir acht Wochen ruhigstellung mit Gips verordnet. Üblich sind wohl nur sechs, zwei gab es als (Un) sicherheitsfaktor aufgrund der Cortisonschädigung obendrauf.

In der kommenden Woche sind die acht Wochen um und es soll mit Krankengymnastik losgehen. Mir stellt sich nun die Frage: Wie sieht es mit der Gewebeschädigung durch das Cortison aus? Regenereriert sich das Gewebe wieder und wenn ja, wie schnell?

Muß ich jetzt jederzeit mit einem erneuten Riss rechnen? Von den Ärzten (Hausarzt, Krankenhausarzt, weiterbehandelnder Chirurg) bekomme ich leider keine klaren Antworten. Immer nur: Es müßte, könnte, sollte... . Entweder wissen die nichts oder wollen mir nichts sagen. Falls sich jemand mit der Thematik auskennt wäre ich über Informationen sehr dankbar.

Antworten
C_etuxs


->

kannst du herausbekommen WELCHES Mittel dir gespritzt wurde?

Ob Glucocorticoid oder Hydrocorticoid?

KDim6x5


Ich weiss nicht, gehe zu dem Orthopäden ja nicht mehr hin, da mein Vertrauen zu ihm auf Null gesunken ist.

Wenn ich es noch richtig im Kopf habe fing es mit Lipo..... an.

Kannst du da was mit anfangen?

C*etuxs


->

Wird wohl *Lipotalon Injektionslösung* gewesen sein. Das ist ein synthetisches Glucocortikoid. Es demineralisiert das umliegende Gewebe. Wo ist denn die Sehen gerissen, in der Mitte oder an der Ferse, ziemlich knochennah, oder höher am Muskel-Sehnenübergang?

C#etuxs


Schau bei folgendem Link mal unter Nebenwirkung:

Muskel- und Knochenveränderungen: Muskelschwäche, Steroidmyopathie, Muskelatrophie, Osteoporose, vertebrale Kompressionsfrakturen, Frakturen langer Knochen, aseptische Knochennekrosen (Femur- und Humeruskopf), Sehnenriss.

[[http://www.gifte.de/Antidote/lipotalon.htm]]

KNimv65


Hallo Cetus,

erstmal vielen Dank für die Info. Die passende Nebenwirkung ist ja schon mal aufgelistet. Ich hatte den Doc sogar dahingehend gefragt, weil ich sowas schon mal gehört hatte- Die Antwort: "Neeeiiiinnnn, reißen kann die nicht. Ich spritze ja nicht in die Sehne, sondern in den Sehnenkanal"(oder so ähnlich). Soviel also dazu.

Interessieren würde mich jetzt noch ob sich die Sehne jetzt wieder regeneriert hat(letzte Spritze 3.Kw.), ob das noch dauert oder ob sie jetzt dauerhaft geschädigt ist? Kannst Du dazu noch ne Aussage treffen? Wäre schön.

Gruß, Kim

Kbixm65


Ach so, der Sehneriss ist in der Mitte.

Cfetujs


->

Der mittlere Teil der Achillessehne ist bradytroph, d.h. schlechter durchblutet, also eine typische und disponierte Stelle für eine Ruptur.

Aber nach erfolgter Op. und absolvierter Rehamaßnahme solltest du selbst für Leistungsport wieder geeignet sein. Nach Achillessehnenrupturen haben selbst die besten Sportler keinerlei Leistungsbehinderungen gehabt - Uwe Seeler und viele viele Andere habens gezeigt.

Wie lange es dauert, kann ich dir nicht sagen, hängt aber nicht zuletzt auch von dir selber ab.

gute Besserung

KVi*m65


Wer weiß noch was..?

Hallo,

ich bin jetzt seit Montag ohne Gips und mache meine ersten Gehversuche. Im Hinterkopf ist aber immer die Angst vor einem erneuten Riss. Falls noch jemand zum Thema "Gewebeschädigung durch Cortison" und vor allem zu der Regenerationsfähigkeit des geschädigten Sehnengewebes etwas weiß, wäre ich für Info´s sehr dankbar.

Gruß, Kim

T'ipLps`vonmixr


Hallo Kim,

ich hatte einen Fersensporn an der hinteren Ferse, da wo die Achillessehne anfängt. Behandlung u.A.mit Cortisonspritzen. Für bzw. gegen den Fersensporn war das Ergebnis gleich Null.

Dann ein Fehltritt und meine Achillessehne war vom Fersenknochen abgerissen. Mein Doc (Orthopäde) meinte, dass die Spritzen das Gewebe und die Sehne doch leider etwas "mürbe" gemacht hätten....damit müsse man rechnen. Also Op.

Nun seit Anfang März (!) im VACOped-Stiefel und an Krücken. Die Heilung verläuft lt. Doc gut...aber wie es ohne Stiefel "geht", weiß ich noch nicht. Ich hoffe nur, dass die Sehne wieder 100%ig hergestellt ist und vor allem hält.

Dir alles Gute, sicherlich bist Du inzwischen schon wieder besser zu Fuß.

Gruß

Akdzr~iel


Hi. *:)

Also ich würd mir niemals nie nicht Cortison oder ähnliches in die Nähe der Achillessehne spritzen lassen. Hat mein Doc mir auch nie vorgeschlagen!

Ich hatte auch nen verknöcherten Achillessehnen-Ansatz/Fersensporn und dadurch ausgeprägte Schmerzen und Laufbeschwerden. Bevor es zum Riss kam, wurde ich Ende Januar an der Sehne operiert. Da bei mir auch eine vorhandene Haglund-Exostose abgetragen wurde, haben sie die ganze Achillessehne abgelöst und nach Entfernung der Exostose und der Verknöcherungen die Sehne mit 3 Titan-Ankern wieder befestigt.

Die OP ist gut verlaufen. Es war von vorneherein klar, dass es mindestens 12 Wochen dauern würde bis ich wieder mehr oder weniger lauffähig sein würde. Hatte 2 Wochen ne Gipsschiene und dann 8 Wochen nen VarioStabil-Stiefel, wobei alle 2 Wochen ein Keil entfernt und die Belastung langsam gesteigert wurde.

Auto gefahren bin ich nach gut 12 Wochen wieder. ]:D

War insgesamt 14 Wochen krank geschrieben.

Ich hatte auch ein bißchen Bammel, dass ich ohne den Stiefel wieder weniger gut laufen könnte, weil durch den Stiefel ist das Gelenk so schön stabilisiert.

Hab mich aber dann doch ziemlich schnell dran gewöhnt. Hab die ersten Tage halt nochmal die Krücken mitgenommen.

Was bei mir blöderweise dazwischen kam, war dass ich trotz 8 Wochen Heparin spritzen noch ne tiefe Beinvenenthrombose gekriegt hab. Festgestellt wurde die in der 11. Woche Post-OP und da war sie schon ziemlich fortgeschritten.Ein Grund war wahrscheinlich auch, dass ich zu wenig getrunken habe.

Also: Trinken trinken trinken!!!

Und wenn das Bein dick ist/wird besser einmal zuviel als einmal zu wenig zum Arzt, am besten gleich zum Venenarzt! Mich haben drei Ärzte vertröstet und gesagt ich hätte nix. Erst die Ultraschall-Untersuchung beim Venenarzt hat es ans Licht gebracht und da war schon das ganze Bein dicht!

Hatte allerdings ne eher untypische Thrombose, da ich kaum Schmerzen und keine verhärtete Wade hatte. Hatte wohl mal Schmerzen in der Wade und im Oberschenkel und war damit auch beim Arzt, aber da wurde mir versichert, dass das von der ungewohnten/falschen/usw Belastung wegen Fuß-OP sei. Außerdem könne man unter Heparin keine Thrombose bekommen. Dazu kann ich nur sagen HA HA HA!

Durch die Thrombose darf ich zur Zeit noch keine Kraftübungen machen, wodurch der Muskelaufbau in meinem operierten Bein natürlich etwas leidet.

Aber Radfahren darf ich inzwischen wieder. Und schwimmen. Mache bei der KG jetzt hauptsächlich Dehnübungen für die Beweglichkeit.

Die Beweglichkeit an sich ist noch nicht wieder 100% wodurch Treppen vorwärts runter gehen noch nicht wirklich klappt, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

Hab zwar, wenn ich viel rumlaufe hinterher leichte Schmerzen und auch mal zwischendurch n Ziepen, aber ist mit vorher nicht zu vergleichen!

Hab den gleichen Sch... auch am anderen Fuß und der macht mir inzwischen mehr Beschwerden als der operierte. Sehe das als Zeichen dafür, dass die OP mir was gebracht hat. :-)

Äh. Ja. War jetzt vielleicht n bisschen off-topic, aber vielleicht ja doch interessant. :=o

Wünsche allen Achillessehnen-Geschädigten gute Besserung. :)*

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