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Benommenheit, Sehstörungen, Nackenschmerzen Bitte um Hilfe

E|rKikStLri9ker hat die Diskussion gestartet


Hallo ich bräuchte Unbedingt Hilfe/Rat von euch,

Zu Vorgeschichte in Kurz:

Vor 2 Monate bekahm ich ein komisches kolabsgefühl Alles wie total benommen, wie schwebe,

Daraufhin notarzt gehohlt:

Krankenhaus: Blut Abnahme und zur sicherheit Ct gemacht. Über Nacht auf der Station,

Nexten Tag fühlte ich mich total Schwindelig und benommen,

Arzt meinte : Wahrscheinlch vorbote von Gribalen Effekt,

Selben Tag konnte ich dann Nachhause, Legte mich dann Hin.

Nexten Tag und die darauffolgenden 1-2 Wochen Purer Horror: Mir kahm es so vor ob ich immer Zusammenbrechen würde, Daher Fast die ganze zeit im Bett geblieben. Ab den 3 Tag kahm dann noch das Hinterkopfpochen hinzu und dieses Brummen im Kopf

Nach gut 2-3 Wochen verging zum glück der schwindel und die Kreislaufprobleme. Dann brauchten

Zurzeit Leide ich unter leichten bis mittleren SChmerzen im Nacken. Zeitweise Verwirrtheit , Benommenheit und Hinterkopfschmerzen.

Worauf ich besonders Hinweisen möchte: Ich habe besonders beim Liegen ein Pulsieren im Hinterkopf der auch auftritt wenn ich ruig liege.

Seit ein paar tagen hab ich auch immer so ein komisches Knacken im Hinterkopf, Besonders beim Bewegen des Kopfes.

Ein Ständiges Druckgefühl im Ohr mit Ohrgeräuschen Tinitus, Rauschend macnhmal auch Pfeifend

Im Hinterkopf einen komischen Druck und drückende Schläfenschmerzen. Nicht wirklich pulsierend mehr einfach nur Schmerzend.

Was mir auffält ist das ich besonders morgens nach dem Aufstehen bzw erwachen eine art Kopfleere habe es fühlt sich an ob der kopf Blutleer were.

Oft auch Tagsüber !

Sehstörungen in wie weit man diese als das nennen kann. Mir kommt es vor ob ich mich auf nichts Konzentrieren kann wie ob man alles Traumartig sieht.

Zu mein Ärzteuntersuchungen:

Vor gut 1 Monat war ich deswegen beim:

Neurologen: Hirnströme gemessen, Reaktionstest bzw Gleichgewichtstest. Auf ein Verlangen von mir aus: Ins Krankenhaus zur Kernspintographie, MRT: Schädel:

Rat: Ich solle mir nicht soviel sorgen machen und fragte ob ich schonmal in Psychischer Behandlung were.

Befund: Alles bestens Hirnströme okay, Reaktionstest usw okay, MRT Schädel: Keine Auffäligkeiten nur das Linke Ohr sei entzündet.

Daraufhin: HNO Arzt: Der wiederrum Feststellte: Wasser hinter den Ohren mit Entzündung, Nasenbenhöhlenentzündung mit Eiter in dem Nasenbereich und nasenebenhöhlen [ unten ] , Stirnhöhlen waren frei: Daraufhin ca 8 Tage Antibiotka genommen und Nasenspray auch zum freimachen für das Ohr. Nach 4 Tagen Tagen Kontrollbesuch beim HNO : Alles frei und ohr auch solle aber noch 4 Tage bzw bis die packung leer ist die Antibiotika einnehmen.

Dann war ich noch beim Chiropraktiker der den Rücken und hals Anschaute und sagte: Also alles okay nur ich solle etwas mehr muskel anbauen. Zur Sicherheit Röntgen von Halswirbel. Alles okay.

Vor gut 2 Wochen war ich beim Augenarzt wo ich eine Komplett neue Brille verschrieben bekahm, Sie meinte das die neue Brille komplett anders sei da das rechte auge sich verschlechtert hätte usw. Zusätzlich Gesichtfäldtest und Augentropfen eingabe für Pupillenerweiterung um das Auge zu begutachten:

Alles Bestens soweit.

Ich weis einfach nicht mehr weiter, Jeden Tag schmerzt der Nacken, mir kommt das sehen wie eine Art Traumwelt vor. Mein Kopf fühlt sich einfach nur Leer an. Irgendwie fühl ich mich auch so komisch ob ich kaum denken kann und einfach nurnoch vor mir Hinlebe. Oft Morgens Brummender Hinterkopf, Leichte schwindel und leichte Übelkeit. Und Jenachdem auf Welche seite ich mich mit den Kopf Lege schmerzen die Schläfen dort. Auch oft das Gefühl in Ohnmacht zu falln bzw starke Angst.

Zu mir:

Ich bin 21

Raucher.

Um eine Rückantwort würde ich mich sehr freuen.

Erik

Antworten
Cqeztus


Hallo Erik,

mein Rat wäre: die Untersuchungsergebnisse ALLER Einzeluntersuchungen komplett mit dem Hausarzt durchgehen und durchsprechen! Bei Unklarheiten kann er auch klärenden Kontakt zum entsprechenden Arzt aufnehmen.

Weiterhin kann er an Hand von eventuell kleinen, aber sich addierenden Abweichungen das weitere Pocedere mit dir besprechen, bzw. ein therapeutisches Konzept vorschlagen.

Warst du beim Chiropraktiker oder Facharzt für Orthopädie?

gute Besserung C.

Mrandyx77


Für mich hört sich das nach Halswirbelsyndrom an! Schon beim Orthopäden gewesen? Vielleicht dort irgendwas eingeklemmt oder verdreht? Bist Du denn sehr verspannt im Nackenbereich?

k7aroxnik


Halswirbelsyndrom

Hallo, Erik!

ja, gute Idee mit dem Orthopäden und dem Chiroprakrtiker, schau doch mal unter [[http://www.kiss-ki.de]] , such die evt. da einen aus der Ärzteliste! Schau zu deinen beschwerden auch dort unter "kiss-syndrom" und da ist ganz unten was über die Folgen von Wirbelblockaden im Erwachsenenalter. Ist dem, was du beschreibst, ziemlich ähnlich... Mein Mann und ich haben uns auch behandeln lassen von einem Arzt aus der Liste, Diagnose "Zervikozephales Syndrom" (C1/ C2), Behandlungserfolg durch Impuls auf dei HWS "durchschlagend". LG karonik

ftlorkian100x7


die selben sympthome!

hllo, ich habe die selben sympthome! was kam denn jetzt raus?

ist es schon besser?

mfg florian

k@a2rounik


OOOPS

Ja, meinte natürlich [[http://www.kiss-kid.de]] und da unter dem Link "Kidd-Syndrom" (Kopfgelenk induzierte Dyspraxie und Dysgnosie, wenn also Blockaden ins Schulkinder-, Jugendlichen- sowie Erwachsenenalter verschleppt wird, werdet manche Symptome wiedererkennen! LG Karonik

Ljil_HKittxy


könnte unter umständen auch die schiöddrüse sein.

LNil_>KittIy


verzeihung...ich meinte natürlich schilddrüse.

HDarryxK


Das mit der Schilddrüse halt ich nicht für sehr wahrscheinl

Würde an HWS-Instabilität C0-C2 denken mit intermittierender basilärer oder pseudobasilärer Impression.

Bei Entspannung nimmt der Muskeltonus ab. Dadurch kommt es zu Luxationen im Bereich Atlas/Axis mit resultierender vertebrobasilären Insuffizienz, also Durchblutungsstörungen im Gehirn.

Leider haben wohl die wenigsten Neurologen sowas mal erlebt, sonst würden sie sich nicht nur auf eklatante Untersuchungsergebnisse berufen!!!!

Benommenheit (wie ich traumartigen Zustand bewerte) in dem Maße, insbesondere bei vorliegendem Hinterhauptschmerz

lassen eindeutig an eine Hirnstamm-Irritation denken. Angst in Ohnmacht zu fallen bezeichnet man auch als Drop-Attacks, diese sind charakteristisch für Perfusionsstörungen im Vertebralisstromgebiet.

Differentialdiagnostisch würde ich sagen:

- Fehlstellung von Axis-Atlas (eher weniger)

- Bandinsuffizienz/Schäden an den atlanto-dentalen Ligamenten (Bänder) - siehe auch Lig. alaria / Lig. atlantis / Lig. transversum (am wahrscheinlichsten)

Vielleicht solltest Du Dir eine Halskrause besorgen und damit zunächst schlafen, um mal etwas Sicherheit und Entspannung zu erfahren, um Ruhe und Stabilität einkehren zu lassen (eventuell Miami J-Orthese, Sanitätshaus weiß bescheid).

Also zum Thema psychisch: Natürlich ist bei so einer Extrembelastung die Psyche stark angegriffen. Doch ist meiner Meinung nach die neurotische Komponente als Folge und nicht als Ursache zu betrachten. Also somatoforme Störungen, endogene Psychosen und insb. Depressionen, etc. vergessen und lieber an der Ursache arbeiten.

Also erstmal Arzt konsultieren: HWS-Bandinstabilität Atlas-Axis; ist jedoch FAST unmöglich zu diagnostizieren. Funktionsaufnahmen in Reklination/Inklination zeigen das meist nicht. Ich glaube in München ist eine Radiologiepraxis fähig, sowas MRT-technisch zu diagnostizieren.

Also bei negativem Röntgen- oder MRT-Befund nicht aufgeben!!

Vielleicht helfen vorerst folgende Übungen:

1. Aufrecht stehen, Kinn nach hinten zum Kehlkopf ziehen (chin-tuck) und dabei Kopf nach hinten ziehen (head retraction) und 30 Sekunden halten. 10x wiederholen. Dabei die BWS und LWS möglichst gerade halten und Schulterblätter runter und zusammen ziehen. Posturale Korrektur, falls Du eine Fehlhaltung hast.

2. Und tiefe Halsmuskulatur stärken (instrinsic stabilisators, deep neck flexors): einen Gummiring (Strohring) auf den Kopf (Durchmesser ca. 18 cm). Mitte des Ringes in Verlängerung der HWS - also relativ weit hinten platzieren.

Und dann 2kg Gewicht oder Gegenstand auf den Ring legen und damit aufrecht stehend - Kinn / Kopf retrahiert - balancieren.

(Wie Afrikanerfrauen pflegen, Gewichte zu tragen) Stündlich 10 Minuten balancieren - 10x tgl.

Isometrisches oder isostatisches Muskeltraining der Halsmuskulatur würde ich nicht machen - viele empfehlen das. Jedoch stärkt das nur oberflächliche Muskulatur, wie z.B. die M. sternocleidomastoides (SCM, Kopfwender) und die Scalenus-Muskulatur.

Kopfwender sind an den obersten Halswirbeln verankert und maßgeblich daran schuld, daß HWS - insbesondere bei Instabilität - aus dem Gleichgewicht gezogen wird. Meist sind die SCM eh schon übertrainiert und ziehen in Ruheposition (Muskeltonus der tiefen Nackenmuskulatur nimmt ab) die HWS in eine Hyperlordose (zu starke Krümmung).

Sämtliche manipulative Dinge wie chiropraktische Einrenkmanöver würde ich bleiben lassen, da dies die Bänder nur weiter instabil macht. Nicht einrenken sondern durch obige Übung die tiefe Halsmuskulatur trainieren.

Viele Leute empfehlen, die Nackenmuskulatur zu dehnen. Doch die zur Verkürzung neigende hintere Nackenmuskulatur ist physiologisch immer verkürzt. Sie soll ja schließlich die aufrechte Haltung ermöglichen. Wäre die bis ins unermeßliche dehnbar, so wäre aufrechter Gang schwierig!!! Diese sollte also nicht gedehnt werden, sondern die gegenspielende Muskulatur gestärkt werden. Also nicht Dehnen und damit weiter lockern, sondern die antagonistische Muskulatur stärken. Diese "zurrt" dann die Wirbel automatisch wieder in die richtige Position.

Einzige Muskulatur, die gedehnt werden kann (meiner Meinung nach) sind: Levatores scapulae und Hüftbeuger und das nur bei Rundrücken, bzw. Hohlkreuz.

Womöglich hast Du entweder einen Unfall gehabt, oder Du hast Dich selbst (wiederholt?) eingerenkt oder Du hast eine Haltungsschwäche/-fehler.

Wenn Du einen (Hohl)(rund)rücken hast, empfehle ich Dir als Übungen Krafttraining:

Nur:

Latissimus breitarmig auf Rücken und

Seated Row (nur Schulterblätter zusammen ziehen), sowie Crunches, Twisted Crunches und

Extension auf dem Schrägbrett mit aufliegender Hüfte und nur bis zur Horizontalen.

Zum Training der tiefen Nackenmuskulatur (M. longus colli, Rectus capitis und lateralis) gibt es die Möglichkeit mit einer Pressure Unit im Okzipitalbereich in Rückenlage und Drehen des Kopfes um die imaginäre Ohrnabe und gleichzeitigem Nachuntensehen, diese zu stärken. Siehe auch [[http://www.spinejournal.com/pt/re/spine/abstract.00007632-200410010-00005.htm;jsessionid=CfXFb1OpU2oHEz5D3rhDenL1x3tKMZRb7zLu6hwQhKtgZN9vk7m3!178962590!-949856031!9001!-1]]

Bitte ich bin Biologe und kein Mediziner. Ich kann mich also nicht für Schäden durch meine Ratschläge verantworten. Doch sehe ich mit Bedauern das Unverständnis der Orthopäden, Neuroorthopäden und Neurologen im Bereich von HWS-Instabilitäten und habe diese Tips nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Keine Ahnung, ob's bei Dir hilft. G U T E B E S S E R U N G

H3orstx2


@ HarryK

Hallo,

endlich mal wieder jemand, der auf die Problematik der HWS hinweist. Leider werden diese Symptome heute immer noch zum größten Teil auf die Psyche geschoben.

Du hast recht. In München gibt es einen Arzt der mittels eines speziellen MRT den Zustand der Bänder im HWS-Bereich sichtbar machen kann. Dieses Verfahren ist allerdings noch nicht anerkannt. Das heißt, man muß es selber zahlen. Kosten: irgendwo um die 2000,--€.

c1ampbelAlx_b


Hallo Erik,

plage mich seit einem Jahr mit identischen Beschwerden und habe die

gleichen Arztuntersuchungen hinter mir. Leider mit ebensowenig Erfolg.

Dachte allerdings anfangs an einen Bandscheibenvorfall in der Hals-

wirbelsäule. Dies wurde allerdings durch ein MRT der HWS nicht bestä-

tigt. Sämtliche Therapien und Medizin brachte bisher keine Besserung.

Versuche derzeitig mit Bewegung (vorallem Radfahren) etwas zu er-

reichen. Dies hilft teilweise, dass es mir ab nachmittag etwas besser

geht .Jedoch treten morgens wieder die üblichen Beschwerden(Tinni-

tus,Schwindel, Augendruck,Gleichgewichtsprobleme) auf.

Hat sich bei Dir in den vergangenen Monaten etwas gebessert?

Ich hoffe es jedenfalls.

HNarryPK


Teil 1

Hallo lieber Leser.

Ich kann Dir vielleicht Rat geben, doch dazu möchte ich Dir zunächst meine Leidensgeschichte schreiben, vielleicht findest Du da Parallelen.

1992 hatte ich einen Motorrad-Unfall, bei dem mir eigentlich nicht wirklich was passierte - wie es zunächst schien.

Doch ca. 1 Jahr später entwickelte ich langsam immer schlimmer werdende Verspannungen im Hals- und Nackenbereich.

Ich habe mir dabei noch nichts gedacht und bin ab und an zum Arzt, um mich mit manueller Therapie behandeln zu lassen.

Das ging so bis 1997. Dann eines Morgens wachte ich sehr früh auf und fühlte mich unendlich benommen und hatte sehr

starke Schwindelgefühle und ich wußte, es war etwas wirklich Schlimmes passiert. Ich konnte mehrere Stunden nichts

sehen, bis dann langsam ein Sternchensehen eintrat und die Sehkraft langsam zurückkehrte mit Doppelbildern und eingeschränktem

Sehfeld. Ich fühlte mich dazu absolut bewußtseinstrüb. Manch ein Psychiater nennt es "Derealisationsgefühl" -

ich nenne es "Störung der Vigilanz" oder Somnolenz. Ich war nicht richtig wach - nicht mehr in dieser Welt.

Dazu hatte ich Schluckbeschwerden und das als psychisches Symptom verschriene "Kloßgefühl". Ich hatte brennende Schmerzen am

Hinterhaupt und hatte diverse Sensationen wie ein pelziges Gefühl im Gesicht. Ab und an hatte ich Lähmungserscheinungen und

ich zitterte stark. Diese Symptome traten eigentlich nur nach dem Schlafen auf und hielten sich am Anfang,

wenn es nicht sehr schlimm war ca. 8-14 Stunden. Hinterhauptschmerz und Sehstörungen gingen dann weg. Die Bewußtseinstrübung

habe ich heute noch. Manchmal gingen die Symptome wochenlang nicht weg. Oft bin ich mitten in der Nacht aufgeschreckt und

habe nur noch nach Luft geschnappt und hatte das Gefühl, dem Tod gerade noch so entronnen zu sein. Wannimmer ich so aufwachte und

meinen Hals streckte, fühlte ich wie wieder Blut in meinen Hinterkopf schoß. Die Ärzte hielten mich alle für verrückt.

Es vergingen 5 Jahre in Odyssee in über 30 Krankenhäusern, bei über 100 Ärzten, ich war in fast jeder Uniklinik in Deutschland.

Ich hatte so endlos viele Kernspins und CTs von Kopf und Hals, Abdomen, unzählige Liquorpunktionen, unzählige neurologische

Untersuchungen und keine Untersuchung brachte mich zum Ziel

Viele Konnten zwar meine neurologischen Symptome sehen, doch keine Ursache dafür finden.

Ich habe 4 Jahre lang jedem Arzt gesagt, es käme von den Vertebralarterien, die irgendwie abgedrückt würden,

doch wannimmer diese sonographisch oder per MRT untersucht wurden, fand sich keine Flußstörung.

Während der Zeit ließ ich dann bei Dr. Hoerr in Plochingen ein Glucose-PET machen.

Dr. Hoerr sah deutlich das der komplette Bereich, der vom Vertebralisstromgebiet versorgt wird, diffus stark minderperfundiert ist.

Er führte es eindeutig auf Vertebralis-Durchblutungsstörungen zurück - entweder chronischer Durchblutungsstörungen oder

bereits ein diffuser Hirnschaden - aufgetreten durch ein einmaliges Ereignis. Ich ging weiter von Arzt zu Arzt, von

Krankenhaus zu Krankenhaus. Die Unikliniken in Ulm, Erlangen, München, Würzburg, Hamburg, Heidelberg hatte ich alle in

den Berechen Neurologie, Neurochirurgie, Orthopädie, Psychiatrie und Kardiologie durch. Zudem war ich in vielen privaten

Diagnosezentren in mindestens 20 verschiedenen Röntgenpraxen.

Am Ende landete ich dennoch 4 Monate lang im Kopfklinikum Erlangen in der Psychiatrie.

Dort wurde auch ein neurologisches Konzil und ein neurochirurgisches durchgeführt, aber ohne Befund.

Man sagte mir, daß ich wohl damit leben müsse und es wohl nicht so schlimm wäre, sonst wäre ich ja bestimmt schon tot.

Doch fast jede Nacht fühlte ich mich dem Tode nah. In der Psychiatrie konnte man mir nicht helfen -

dort entließ man mich mit ohne Diagnose - der Chefarzt attestierte mir lediglich "Neurasthenie" - also Nervenschwäche.

Doch in der Psychiatrie kam mir die Idee, fortan mit einer Miami-J-Orthese (sehr feste Halskrause) zu schlafen und da wurde

es "ganz wenig" aber für mich meßbar besser. Die Ereignisse, die zu den krassen Symptomen führten, traten nicht mehr so

energisch auf. Jedoch immer noch für mich subjektiv lebensbedrohlich.

Als ich von der Psychiatrie nach hause kam - war ich so resigniert, daß ich nicht mehr weiter wußte. Ich versuchte mir

mit Thermoplast-Kunststoffen maßgeschneiderte Orthesen für meinen Hals zu machen, das ging monatelang, und verschaffte mir

Besserung aber es verhinderte nicht vollständig das Auftreten der Ereignisse. Ich kriegte Druckstellen am Hals, weil die

Ereignisse nur verhindert werden konnten, wenn die Orthese so fest wie möglich war.

Irgendwann kam ich auf die Idee, mir eine flache Liege zu bauen, auf der ich fortan auf dem Rücken und angebunden

schlief, da diese Durchblutungsstörung meist auftrat, wenn ich den Kopf etwas nach hinten überstreckt hatte. Die Liege

versah ich mit einem anatomisch auf mich angepaßten Lendenbereich und einer Kopfschale aus Gips, sodaß ich mich nachts

keinen Millimeter mehr bewegen konnte. Wenn ich da fest angebunden war, passierte nichts. Ich bemerkte, daß die

Durchblutungsstörung auftrat, wenn C1 etwas hinter C2 rutschte, so konnte ich meine Lagerung soweit modifizieren,

bis alles mit meiner Liege passte. Doch es verging insgesamt mindestens noch ein Jahr blankem Alptraum. Mittlerweile war

mein Gehirn weiter diffus geschädigt, seither kann ich mir keine Gesichter mehr merken, d.h. ich muß ein Gesicht mindestens

10xsehen, bis ich es mir etwas merken kann. Menschen identifiziere ich nun nach den Stimmen. Ich kann mir schwer neue

Sachen merken. Von meiner Kindheit und Jugend weiß ich so gut wie nichts mehr.

Ich kann mir keine Zahlen mehr merken -

fragen Sie mich mal nach meiner Telefonnummer. Ich reagiere wahnsinnig auf Gerüche. Mittlerweile habe ich eine Gangunsicherheit,

die gar nicht mehr weggeht, und ich sehe nur noch in einem schmalen Bereich relativ klar. Ich kann mich nur noch mit Mühe

auf gerade mal eine Sache konzentrieren. Allein wenn zwei Menschen miteinander reden bin ich in meiner Wahrnehmungsfähigkeit

am Ende. Nun in meiner Hilflosigkeit - ich hatte mit dem Leben schon abgeschlossen - ich hatte im Internet von einem Patienten

gelesen, der etwas ähnliches wie ich zu haben schien, und ich habe ihm geschrieben, was ich getan habe und mit welchen

Übungen ich versucht habe zu überleben. Da schrieb mir ein gewisser Horst, ich solle mal zu einem gewissen Dr. Volle nach

München gehen, er sei ein begnadeter Radiologe.

Da keimte wieder Hoffnung in mir auf und ich ging zu diesem Radiologen und dieser diagnostizierte erstmals meine Schäden am

Kopfgelenk und überwies mich umgehend zu Dr. Montazem - einem Neurochirurgen. Dr. Montazem brauchte nur ein C-Arm-Röntgengerät

und ca. 5 Minuten, bis er mir erklärte, daß bei mir beide Ligg. alaria gerissen seien und eine Operation die einzige

vernünftige Therapieform sei. Ich entschloß mich umgehend zur Operation. Intraoperativ wurde die Diagnose bestätigt:

Instabilität C0/C1, C1/C2 UND C2/C3. Ruptur beider Alarbänder und Kapselgelenke beidseits gerissen.

C1 und C2 sind nicht mehr im Festen verbunden, sowie rotatorische Subluxation C1/C2,

Dens Axis läßt sich zur Massa lateralis von C1 verschieben.

Also hatte ich durch diesen "Maximalschaden" immer wieder Vertebralis-Kompressionen gehabt. Ich danke Gott, daß ich noch lebe.

Dr. Montazem hat an mir die perfekte Operation vollzogen. Seither ist KEIN EINZIGES MAL mehr dieses Ereignis der

Durchblutungsstörung aufgetreten. Und all daß habe ich Gott zu verdanken(!!!), den in meiner größten Not um Hilfe gebittet

habe und mir gesagt habe, daß ich noch einem Menschen helfen will, um noch ein gutes Werk zu tun, dies war der Mitleidende,

dem ich per Internet meine "Überlebens-Tips" geschrieben habe. Und prompt bekomme ich den Tipp mit Dr. Volle. Und das nachdem

ich 8 Jahre mit schier unendlicher Motivation von Arzt zu Arzt von Krankenhaus zu Krankenhaus gereist bin.

Danken möchte ich natürlich auch meiner Frau, die das alles mit großen Qualen mit mir durchgestanden hat!

Heute hab ich zwar nachwievor "hirnorganische" Probleme, doch meine Vertebralarterien können nie wieder abknicken und ich

kann heute sogar mal im Sofa einschlafen - und ich wache - so Gott will - wieder heil auf!

Also, wenn Du ähnliche Symptome hast, bitte ich Dich inständig, Dich bei Dr. Volle, Facharzt für funktionelle Radiologie,

Sendlinger Straße 7, München zu melden - und den ggf. nach der Adresse von Dr. Montazem zu fragen.

Also alles Liebe - im Herzen verbunden,

Harald

bwartxelt


hallo erik,

habe ebend erst deinen beitrag gelesen. bist du denn schon weiter mit der diagnose? würde mich mal sehr interessieren, da ich ähnliche symptome habe.

hast du schoin mal an borreliose, clamydien oder yersinien gedacht?

NS_e_cl_lx_y


Hallo Harald,

das was du durchgemacht hast ist ein Wahnsinn. Daß du mit all dem noch deinen Lebensmut nicht verloren hast ist bewundernswert.

Ich bin leider noch mittendrin und habe keine Ahnung, wohin mich der Weg führt. Ich hatte 2001 auch einen Unfall. Mir ist aber nichts passiert, obwohl sich der Unfall mit 160 km/h ereignet hat. Ich war damals auch nicht beim Arzt, obwohl ich etwas Halsschmerzen hatte. Das ging auch von alleine weg.

Jetzt überlege ich mir schon, ob meine Beschwerden seit 20 Monaten damit zusammen hängen könnten.

Meine Beschwerden sind aber etwas anders als Deine, es kommen aber immer neue dazu. Bei mir hat der Orthopäde zwischen C6 und C7 Bandscheibenvorfall entdeckt. Mit einer Akupunktur sollte es getan sein. Das Kribbeln wurde mit der Zeit besser. Ich bin seit 20 Monaten durchgehend wie betrunken. Ich wache auf, es fängt nach ca 10 min. an. Als ob mein Körper vibriert und ich leicht bis mittelmäßig betrunken bin. Das geht den ganzen Tag so weiter. Das ist aber noch nicht alles. Seit dem ständig wandernde Nervenschmerzen, Muskelzuckungen überall wo man sich nur denken kann. Muskelverkrampfungen, Myoklonien, ab und zu Taubheitsgefühle, Gefühlsstörungen, Kribbeln. Immer wieder fühle ich egal wo ich meinen Arm hinlehne pulsartiges Gefühl, als ob ich Durchblutungsstörungen hätte. Aber auch Symtome, die nichts mit der HWS zu tun haben könnten. Beispiel: Sodbrennen, Husten, Zungenbelag usw. (Das könnte aber durch die Angsstörung hinzugekommen sein, weil es erst einpaar Wochen später anfing)

Am Mittwoch habe ich einen Termin bei einem Osteopathen. Wenn das nichts hilft, gehe ich zu diesem Arzt, den du genannt hast. Bin aus München und das wäre auf jeden Fall einen Versuch Wert. Ich habe nur so viele Röntgenuntersuchungen + ein CT machen lassen, daß ich Angst habe, mich wieder durchstrahlen zu lassen.

Auf jeden Fall danke, daß du deine Geschichte hier veröffentlicht hast. Das wird bestimmt den Einen oder Anderen helfen.

Alles Gute!

N.

K%opfzal


So viele Gleichgesinnte!

@:)

Hallo Ihr! Habe leider auch all diese dummen Symptome und mache seit 1 Jahr einen "Ärztemarathon" (mit kurzer Besserung nach Cranio-Sakraltherapie aber leider Rückfall).

:)* Was HarryK durchgemacht hat - ist wirklich bewundernswert das durchzuhalten!

Ich tippe bei mir auch sehr stark auf eine Durchblutungsstörung der Arteria Vertebralis. Mein Osteopath hat das sogar bestätigt - die Gefäße Richtung Gehirn wären viel zu ruhig und inaktiv... wahrscheinlich durch zu schlechte Durchblutung und das würde wohl am niedrigen Blutdruck liegen oder "das ist einfach so" bei mir - Veranlagung ... Nette Begründung!

Ich schätze durch 1. Hypermobilität, 2. Zu gerade Halswirbelsäule, 3. ewig falsche Nackenhaltung, 4. Schleudertrauma vor 1 1/2 Jahren, 5. Bandscheibenvorfall C5/C6 (der das Ganze auch nicht gerade stabiler machen wird) und 6. zu "mickrige" Muskeln wäre es fast unmöglich im Bereich der HWS keine Probleme zu haben...

Also entweder Einengung durch Muskelverspannungen durch vollkommene Überforderung oder doch eine Schädigung an den oberen Wirbelkörpern/Bändern (was ich eher für unwahrscheinlich halte, weil mein Autounfall eigentlich nicht so schlimm war).

Auf alle Fälle sollte ich wahrscheinlich mehr tun als das, was mein Osteopath mir sagt - "In-alle-Richtungen-gegen-den Kopf-drücken" um Muskeln aufzubauen (was mir nicht so erfolgreich vorkommt).

Viel mehr Übungen, Fitnessstudio, Geräte, ...

Und ich finde es bedenklich, daß alle Ärzte diese Durchblutungsstörungen so abtun! Wie kann es egal sein, wenn Zentren im Gehirn zu wenig durchblutet werden, sodaß es ohnehin schon zu Ausfallerscheinungen kommt?!?!?

Schon beim Herumsurfen im Internet findet man reichlich Informationen darüber - und ich denke nicht, daß eine Universität oder eine Klinik zum Spaß Schauermärchen veröffentlichen.

Also - wenn ich die Ärzte in meinem Umfeld nicht bald dazu bewegen kann, was zu unternehmen, werde ich auch dankbar HarryKs Tip des Münchner Arztes annehmen! Bin zwar aus Österreich aber Gott sei Dank nicht allzu weit weg!

Nochmal vielen Dank an HarryK - Du hast durch Deine Ausführungen sicher vielen einen Schritt weitergeholfen - mir auf jeden Fall! Selbst wenn es noch nicht die Lösung ist, dann zumindest eine weitere Möglichkeit!

:)^

Gruß und Gute Besserung an ALLE! @:)

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